www.schriften-mathematik.de



Reinhard Grübel


Kath. Schriftsteller u. Publizist

Wiss. Schriftsteller u. Publizist


Internet-Präsentation

Alle Schriften zeitnah korrigiert und redigiert auf der Homepage im Internet:

http://www.schriften-mathematik.de

Der vollständige Satz "Schriften Mathematik".

Die Mathematik und das Göttliche

Aufsätze, Berichte, Kommentare und Verse

Für eine korrekte Darstellung und richtigen Ausdruck sollte der Unicode Zeichensatz installiert sein.



Teil I.   Schriften Mathematik


Teil II.  Aufsätze und Essays


Teil III. Aufsätze, Briefe, Verse und Gebete



Die Titel-Präsentation unter www.buchhandel.de

Eintrag unter Rainer Grübel bzw. R. Grübel und CD-Rom Titelblatt (Börsenblatt) aktuell

In jeder Buchhandlung bei Mitgliedschaft im Börsenverein des deutschen Buchhandels e.V.

Eintrag auf der Website in "Kürschners Deutschen Literaturkalender" 65 Jahrgang 2005/2006 usw. unter Reinhard Grübel bzw. R, Grübel

www. saur.de/kdl



Die Schriftenreihe wird fortgesetzt. Auch entsprechende Korrekturen.



Reinhard Grübel

Hochstraße 11

57392 Bad Fredeburg

Sohn der verstorbenen Witwe Gertrud Grübel










Teil I

Schriften Mathematik

Aufsätze und mathematische Kommentare



Neues aus dem mathematischen Kabinett und Verse

 

Geschrieben zum Gedenken an meinen verstorbenen Vater Ewald Grübel und verstorbene Mutter Gertrud Grübel, geb. Kohle

Nachgesehen und redigiert durch den verst. Dr. Theo Kohle

 

Liebe Leser, liebe Freunde der Mathematik,

über die Sprache der Mathematik habe ich einen Aufsatz und mathematische Kommentare in einer allgemein verständlichen Sprache geschrieben und veröffentlicht und somit meine wissenschaftlichen Studien zur Sprache der Mathematik popularisiert. Meine Arbeit könnte man auch überschreiben mit "Mathematik für Jedermann". Das bedeutet, die Texte sollten auch Laien verständlich sein. Im Großen und Ganzen lässt sich heute schon die Tendenz erkennen, fachwissenschaftliche Literatur verständlich zu veröffentlichen.

Den Fortschritt in der Wissenschaft Mathematik verdanken wir den Leistungen großer Mathematiker. Die Fachsprache der Mathematik, das logische Denken gehört heute zu einem höheren Bildungsstand. Auf Grund dessen fordern Kulturphilosophen die Sprache mehr und mehr populär zu machen, damit auch Nichtmathematiker einen Zugang zu dieser Sprache bekommen.

Als Autodidakt und Schüler habe ich mich lange Jahre darum bemüht die Mathematik verständlich zu machen. Ich habe Texte verfasst, zum einen über bekannte Sachthemen der Mathematik und zum anderen über ungelöste mathematische Probleme. Die Texte sind Kommentare über Arithmetik, Algebra (klassische und abstrakte Algebra) und Analysis. Auch habe ich über die Wahrheit der "Goldbach'schen Vermutung" und der diophantischen Gleichung x2 + y2 = z2 sowie der Wahrheit des großen "Fermatischen Satzes" geschrieben.

Auf Grund dessen habe ich meine Mathematik in verständlichem Deutsch der Öffentlichkeit präsentiert.

Weihnachten 2013

Reinhard Grübel




1. Mathematik, eine schöne Schöpfung Gottes. Existiert Gott wirklich? Die Gottesexistenz als Transzendenz.

2. Nachtrag über die Existenz Gottes, im Reich der göttlichen Mathematiker.

3. Kommentare zum Fermatproblem und Goldbachproblem.

4. Über Algebra, die Gleichungslehre und Aufgaben aus der Finanzwelt.

5. Fortsetzung meiner Webseite "Schriften-Mathematik", über Gleichungen vierten Grades und lineare Gleichungssysteme.

6. Mathematische Probleme und Sachtexte über Primzahlen.

7. Ergebnis meiner Gedanken über die Gleichungstheorie im Zusammenhang mit der Galois'schen Theorie linearer Faktorzerlegung von Gleichungen höheren Grades.

8. Die Zukunft der Mathematik.








1. Mathematik, eine schöne Schöpfung Gottes. Existiert Gott wirklich? Die Gottesexistenz als Transzendenz.

Reflektion / Sachthema

Gott und seine wunderbare Schöpfung


Am Anfang war Gott und am Ende der Weltzeit wird Gott sein.

Gott hat die Welt aus dem Nichts gemacht. Alles ist durch den Schöpfer erschaffen worden. Die Natur: Flüsse, Seen, Meere, Pflanzen, Bäume und Tiere, alles Leben auf dem Planeten Erde und der Mensch als Krönung der Schöpfung.
"Und alles war gut", heißt es im Schöpfungsbericht.

Gott hat allem Sein und Leben auf dieser Erde und im Universum eine Ordnung und den Menschen Verstand und Vernunft gegeben.
Unsere Welt (= unser Sein) und das unendliche Universum befinden sich in ständiger Evolution.
Die Evolution bewirkt Veränderungen auf der Erde und im All.

Wer Gott ist und warum er existiert, sagt Xenophones um 500 v. Chr.: "es existiert nur ein Gott, an Aussehen den Sterblichen (uns Menschen) nicht ähnlich und dieser war von Anfang an". Dazu sagt die Bibel: "Gott war der Anfang und Gott schuf den Menschen nach seinem Ebenbild". Platon sagt: " Gott ist das Gute; er ist der Ursprung aller Erkenntnis. Das Erkennbare wird nicht nur im Licht der Gottheit erkannt, sondern hat sein Sein von ihr". Die griechischen Philosophen: Sokrates, Platon und Aristoteles sprechen und glauben an einen Gott. Sie glauben noch nicht an die "Dreieinigkeit Gottes" wie die Christen heute. Diese Gelehrten sagen: "nur der Sitte nach gibt es viele Götter, von Natur nur einen". Aber man kann ihn mit den Augen nicht sehen. Man kann nur an ihn glauben. Gedacht wird die Gottheit bei den griechischen Denkern als oberste Weltvernunft oder Weltgesetz oder Weltbaumeister. Es handelt sich bei Ihnen um einen gedachten Gott, nicht um den lebendigen Gott.

Gott wird den Menschen glaubwürdig, durch das, was er getan hat und tut.

Er ist der Schöpfer, Entwickler und Erhalter der Menschen, der Welt und des Universums. Gott, den Vater, können wir für unser Leben und unsere Gesundheit jeden Tag danken. Es ist Gott, der uns den Sinn und Zweck unseres Lebens zeigt und erklärt.
Die christliche Glaubenslehre beantwortet uns die Fragen.
Wohin wir gehen, wenn es dunkel und wenn es kalt wird, was uns erwartet nach unserem Tod? Gott ist der letzte Sinn unseres Lebens.
Wer ist Gott? Die Philosophie sagt: Gott ist ein übernatürliches Wesen. Für den Menschen in seiner weltlichen Existenz und Vernunft ist er nur als Transzendenz zu verstehen. Gott steht über der Erde, über allen Planenten, über allen Sonnen, über dem unendlichen Universum, vielleicht sogar über unendlich vielen Universen.

(Gott = Die Transzendenz)

Welche Bedeutung hat Gott für die Christen? Durch die Theologie wissen wir, daß Gott existiert, weil er sich den Propheten bis Jesus Christus geoffenbart hat.
Ohne Offenbarung ist keine Wirklichkeit Gottes für uns Menschen.
Die Offenbarung ist die Selbstmitteilung Gottes in der Schöpfung (natürliche Offenbarung), im "Alten Testament" durch die Überbringer seines Wortes (Moses und die Propheten), im "Neuen Testament" durch seinen Sohn Jesus Christus, heute und morgen die Kirche und andere Überbringer seines Wortes.
Wir Menschen sind durch Gott in dieser vergänglichen Welt.
Wir Menschen in unserer endlichen Existenz können unseren Schöpfer nicht sehen. Wir können wohl an ihn glauben. Wir Menschen können uns durch unseren Glauben entweder für Gott entscheiden oder gegen Gott entscheiden.
Es gibt nur diese Alternative.

Wie ist Gott zu verstehen?
Gott ist nicht durch die menschliche Vernunft (durch die menschliche ratio) wahrzunehmen, wohl aber können wir ihn durch unser Gewissen, unseren Glauben und ein gutes christliches Leben wahrnehmen und erleben.
Das Gewissen (die Stimme Gottes) gibt die ethische Richtung an.

Wir können Gott kennenlernen durch den christlichen Glauben (das Fürwahrhalten der Lehre Jesu Christi) und ein christlich gehorsames Leben nach seinen Geboten.
Als Christen glauben wir an unsere Rettung durch Jesus Christus, der sich für die Sünden der Menschheit geopfert hat.
Wir kath. Christen glauben an den "Heiligen Geist", an die heilige kath. Kirche und Gemeinschaft mit Gott und allen Heiligen, Vergebung der Sünden und Auferstehung und ein ewiges Leben. (Siehe Glaubensbekenntnis der kath. Christen!)

Wer glaubt, denkt weiter. Als Christen haben wir die Gewißheit, daß mit dem Tod nicht alles beendet ist, denn der Glaube an die Wahrheit der Lehre Jesu Christi endet nach dem Tod mit dem Schauen Gottes.
In der heiligen Schrift heißt es: "dann wird der Glaube schauen, was er geglaubt hat, und der Unglaube wird schauen, was er nicht geglaubt hat". Haben wir als gute Christen gelebt und sind gut gestorben, müßten wir Gott sehen können, wie er wirklich ist.
Wir haben dann die Gewißheit.

Gott ist das Fundament und der Weg in unserem Leben. Er ist auch der mächtige Helfer in unserem täglichen Leben. Wir können Gott anrufen im Gebet, in allen täglichen Sorgen, Nöten und Situationen.

Neben dem Glauben an Gott gibt und gab es seit der Antike die atheistische Bewegung.
Das Leugnen bzw. die ausdrückliche Ablehnung Gottes oder des geltenden Gottesbegriffs oder einer göttlichen Weltordnung bezeichnet man als Atheismus.
Weiterhin ist der Atheismus der Auffassung, dass die Frage nach der Existenz Gottes für die menschliche Vernunft unlösbar ist.

Insofern kann der Atheismus nicht unbedingt gleichgesetzt werden mit Unglauben.
In der heutigen Zeit bezeichnen sich viele Menschen als Atheisten ohne über die Tragweite des Begriffs nachzudenken. Wir müssen über den Atheismus und Gott kritisch nachdenken.
Der Atheismus, ohne Gottesbezug.

Durch die Machtposition der Kirche im Mittelalter hatten schon viele Menschen den richtigen Gottesbezug verloren, weil man ihnen denselben vorsprach, diktierte.
In der gegenwärtigen Zeit gibt es den Atheismus noch ausgeprägter. Die Menschen in unserer Wohlstandsgesellschaft sind durch den Überkonsum, ihren Alltagsrythmus und ihren alltäglichen Trott zu sehr an das Materielle gebunden.
Sie brauchen Gott nicht mehr. Er existiert für sie nicht.

Wir Christen wissen zwar, daß es exakt wissenschaftliche Beweise für die Existenz Gottes nicht gibt, wenn es Beweise gäbe, bräuchten wir nicht mehr zu glauben, denn Glauben heißt: nicht wissen (nicht sehen können)!


Man kann die Existenz Gottes nicht exakt mathematisch beweisen wie die Richtigkeit der "pythagoräischen Gleichung".

Alles Philosophieren über die Existenz Gottes hat erbracht, das Gott als Transzendenz definiert ist, mehr nicht.

Ich wiederhole: die Gewißheit, daß Gott existiert, kann nur durch den Glauben, durch die Gnade Gottes erbracht werden. Nicht durch unser Denken und Philosophieren kann Gott für uns Menschen wirklich existieren, sondern nur im Glauben an seine Lehre und ein demgemäßes Leben!
Für Christen bedeutet das, die Lehre Jesu Christi als Wahrheit anzuerkennen.
Die vielen Gleichnisse Jesu und die Bibel sind Zeugnisse dieser Wahrheit. Wenn wir Christen an diese "Wahrheit Jesus Christus" glauben, können wir sagen: Gott existiert!

Mein Aufsatz: "Existiert Gott wirklich" ist ein Existenznachweis vom christlichen Standpunkt.

Meine Erkenntnisse über die Existenz Gottes: "Es kann niemals ein ganz exakter Nachweis durch die Philosophie und Mathematik über die Existenz Gottes erbracht werden".
Auch Gödels mathematischer Beweis für die Existenz Gottes ist kein vollkommen perfekter Nachweis der Gottesexistenz, wie wenn man z. Bsp. heute die Richtigkeit (=Wahrheit) der pythagoräischen Gleichung a2 + b2 = c2 beweisen oder die richtigen Begründungen des ersten großen Satzes der wiss. Mathematik bestätigen kann.

Meine Erfahrungen:

Gott kann für die Menschen wirklich existieren im Glauben und im praktizieren seiner Lehre. Die Menschen können die Lehre Gottes als wahr oder unwahr empfinden.
Entweder glauben sie an Gott oder sie glauben nicht an Gott. Die vielen Gleichnisse Jesu und die Bibel bezeugen aber die Wahrheit Jesu Christi und somit die Wahrheit der Existenz Gottes.






Es gibt Gott

Gedanken zur Gottesexistenz

Philosophen und Theologen definieren die Gottesexistenz als "Transzendenz".

In meinen Augen kann Gott nur Existieren durch den Glauben an die Lehre Jesu Christi. Durch das Praktizieren des christlichen Glaubens kann Gott erfahren werden.

Thomas von Aquin hat durch 5 Beispiele die Existenz Gottes zu beweisen versucht:

  1. Nichts bewegt sich, ohne dass es einen Beweger gibt. Etwas muss die erste Bewegung veranlasst haben. Thomas von Aquin nennt das "Etwas" Gott.
  2. Nichts wird von selbst verursacht. Jede Wirkung hat eine Ursache. Die erste Ursache nennt Thomas von Aquin Gott.
  3. Es muss eine Zeit gegeben haben, in der keine physikalischen Gesetze existiert haben. Da aber heute physikalische Gegenstände existieren, muss etwas Nichtphysikalisches sie in Gang gesetzt haben. Dieses "Etwas" wird Gott genannt.
  4. Dinge in der Welt sind in Abstufungen zu erkennen. Solche Abstufungen können nur im Vergleich zum Maximum beurteilt werden. Dieses Maximum ist Gott.
  5. Dinge, die selbst keine Erkenntnis haben, verhalten sich dennoch zielgerichtet. Jemand anders muss sie also ausgerichtet haben. Dieser "Jemand" ist für Thomas von Aquin Gott.
Auch der Mathematiker Kurt Gödel hat mit einem komplizierten Formelgebilde bewiesen, dass ein Wesen existieren muss, das alle positiven Eigenschaften in sich vereinigt.

Der Theologe Pascal sagt sinngemäß, man müsse die Leidenschaft haben an Gott zu glauben und an dessen Existenz.

Der Beweis der Existenz Gottes wurde auch durch die Marienerscheinungen erbracht. "Gott existiert wirklich", berichtet Schwester Faustine, eine polnische Nonne, "er ist mir wirklich begegnet. Er hat mir den Text einer Botschaft der göttlichen Barmherzigkeit diktiert". Bei der Erscheinung habe Jesus Christus zu ihr gesagt: "Male ein Bild von mir, wie du mich siehst. Darunter schreibe: Jesus ich vertraue auf dich! Dieses Bild verbreite zur Verehrung der göttlichen Barmherzigkeit weltweit".
Schwester Faustine wurde von Papst Johannes Paul II heiliggesprochen.

Der Wissenschaftler Wernher von Braun hat einmal gesagt: "Ich glaube, dass Gott existiert. Ich habe die Bibel gelesen. Ich verehre die Schöpfung Gottes".

Leibnitz und auch Einstein haben die Existenz Gottes erfahren über ihre Unendlichkeitsmathematik. Leibnitz über seine Mathematik als Kosmos, Einstein über seine Relativitätstheorie. Sie sind der Ansicht, dass ein höheres Wesen existieren muss, das das Wunderbare im All geschaffen hat.

Die Sache mit Gott ist eine offene Frage. Man weiß nicht, ob Gott existiert oder nicht. Die Glaubwürdigkeit der Gottesexistenz kann nur über den Glauben erbracht werden. Alle Versuche und Bemühungen die Existenz bzw. Nichtexistenz Gottes zu beweisen entbehren jeder Grundlage. Es gibt keinen wissenschaftlichen Beweis bezüglich der Existenz Gottes. Alles Nachdenken über die Gottesexistenz bringt das Ergebnis, dass man seine Existenz bzw. Nichtexistenz nicht wissenschaftlich beweisen kann, wie z.B. die Wahrheit eines mathematischen Lehrsatzes.
Eine Diskussion über die Existenz Gottes ist wie eine Diskussion über ein Phantom. Nur über den Glauben an Gottes Lehre, durch Praktizieren des christlichen Glauben kann man Gott erleben, ihm näher kommen. Ich glaube an Gott, den Schöpfer des Himmels und der Erde.

Auch Wissenschaftler, z.B. Astronomen und Astronauten, die die wunderbaren Schöpfungen und Ordnungen im Weltall bewundern, sagen Gott existiere.

Schließen möchte ich mit den Worten des Existenzphilosophen Søren Kierkegaards: "Das Dasein eines, der da ist, zu beweisen, ist das unverschämteste Attentat, da es ein Versuch ist, ihn lächerlich zu machen".




Lobpreis an den dreieinigen Gott

Gloria in excelsis deo
Halleluja!
Halleluja!
Halleluja!

Ehre sei Gott in der Höhe!
Wir loben und preisen den Herrn
Wir loben und preisen den Herrn
Wir loben und preisen den Herrn
In Ewigkeit.

Ehre sei dem Vater im Himmel
Ihm gebührt die höchste Ehre und das Lob.
Ehre sei dem Sohn Jesus Christus
Zur rechten Seite des Vaters.
Ehre sei dem Heiligen Geist,
der Herr ist und lebendig macht,
der aus dem Vater und dem Sohn hervorgeht,
der mit dem Vater und dem Sohn angebetet und verherrlicht wird.

Halleluja!
Halleluja!
Halleluja!

Wir loben und preisen den Herrn
Wir loben und preisen den Herrn
Wir loben und preisen den Herrn
In Ewigkeit, Amen.







2. Nachtrag über die Existenz Gottes, im Reich der göttlichen Mathematiker.

Philosophen, Mathematiker und Physiker wie Gottfried Wilhelm Leibniz oder Albert Einstein oder Gödel haben mathematisch exakt bewiesen, daß unser Universum sich erweitert. Vieles im Weltall zerfällt wieder und verändert sich. Das Weltall strebt mathematisch gegen unendlich.

Wie der neuzeitliche Mathematiker-Philosoph Leibniz einmal gesagt hat: "Es gibt im Weltall immer Größeres als das bisher Erkennbare, bis das immer Größere in Gott mündet."

Die göttlichen Mathematiker und Philosophen erklären das Transzendentale als Existenz Gottes. (Gott = die Transzendenz)

Von dem gegenwärtigen Mathematiker Gödel liegt sogar ein mathematischer Beweis für die Existenz Gottes vor, der Beweis der Größe Gottes über allem Großen im Universum und Über-Universen.

Der Neuzeit-Mathematiker Leibniz betrieb die "Unendlichkeitsmathematik als Kosmos". Zur Folge der natürlichen Zahlen 1,2,3,4,5,6,...,n sagt Leibniz: "Wie dieses n immer größer wird gegen unendlich, so ist es auch mit dem Weltall."

Der Mathematiker Leibniz untersuchte in seiner Analysis mathematische Folgen, Reihen, ermittelte Grenzwerte gegen unendlich.

Er schuf für die Neuzeit eine bis dahin nicht bekannte mathematische Ausrechnung (= Kalkül)
Mit diesem Rechenkalkül war es dann möglich, kleinste und größte Teile bzw. Werte genau zu errechnen.
Einige Aufgaben aus der Analysis sollen die Denkweise des großen Mathematikers Leibniz veranschaulichen:

Folge der natürlichen Zahlen:

1, 2, 3, 4, 5, 6, 7, 8, 9, ..., n n N*

Folge der geraden Zahlen:

2, 4, 6, 8, 10, 12, 14, ..., 2n n N*

Folge der ungeraden Zahlen:

1, 3, 5, 7, 9, 11, 13, ..., 2n+1 n N

Die Folge der Primzahlen ist divergent, ohne Grenzwert gegen unendlich

2, 3, 5, 7, 11, 13, 17, 19, 23, ...

Die Zahl 2 ist die einzige gerade Primzahl in der weiterführenden Folge der Primzahlen gegen unendlich.

Wie kann man nun die ungeraden Primzahlen der Reihe nach ermitteln?
Die Folge der ungeraden Primzahlen 3, 5, 7, 11, 13, 17, 19, 23, ...

Dazu schreiben wir 2 Zahlenfolgen, die Folge der geraden Zahlen und deren Zwischengliedfolge:
2, 4, 6, 8, 10, 12, 14, 16, 18, 20, ..., 2n n N*


Wenn man die Zwischengliedfolge der Folge der geraden Zahlen (ungeraden Zahlen) betrachtet. Man kann erkennen, daß die Folge der ungeraden Zahlen unendlich viele ungerade Primzahlen liefert.

3, 5, 7, 9, 11, 13, 15, 17, ..., 2n-1 n { 2, 3, 4, 5, ...}

Man kann nun weiterführend erkennen und aussagen, daß der Term 2n-1 für n { 2, 3, 4, 5, ...} auch wirklich eine ungerade Primzahl ist oder nicht.

3, 5, 7, 9, 11, 13, 15, 17, 19, 21, ...

Um klarzustellen, daß jede ermittelte ungerade Zahl im Term 2n-1 für n { 2, 3, 4, 5, ...} auch wirklich eine ungerade Primzahl ist oder nicht, müssen folgende Teilbarkeitsregeln beachtet werden.

Wird jede natürliche Zahl , die aus dem Term 2n-1 für n { 2, 3, 4, 5, ...} auf die Teilbarkeit hin überprüft. Man kann aussagen, ob dieselbe eine ungerade Primzahl ist oder nicht.

Ich habe in diesem Zusammenhang definiert, dass jede ermittelte ungerade Zahl aus der Folge der ungeraden Zahlen gegen unendlich
1, 3, 5, 7, ..., 2n+1 nN
wenigstens durch 1 ungerade Primzahl aus der Folge der ungeraden Primzahlen 3, 5, 7, 11, 13, 17, 19, ... teilbar sein muss.
Ansonsten wäre sie "prim".

Ungerade Primzahlen der Reihe nach ermittelt aus dem Term 2n-1 für n { 2, 3, 4, 5, ...}

3, 5, 7, 9, 11, 13, 15, 17, 19, 21, 23, 25, 27, 29, ...

n=12; 2n-1=23 ist eine ungerade Primzahl

n=13; 2n-1=25 ist keine ungerade Primzahl

n=14; 2n-1=27 ist keine ungerade Primzahl

n=15; 2n-1=29 ist eine ungerade Primzahl

usw.

Die Folge der ungeraden Primzahlen kann der Reihe nach fortgesetzt werden!

Folge der Quadratzahlen:

12, 22, 32, 42, 52, ..., n2 n N*

Die ersten Differenzen der Quadratzahlen liefern die Folge der ungeraden Zahlen, die maßgeblich sind beim ermitteln der "Pythagoräischen Zahlen"

Folge der Kubikzahlen:

13, 23, 33, 43, 53, ..., n3 n N*

Alle veranschaulichten Folgen können als Reihen dargestellt werden, und deren Grenzwerte können gegen unendlich ermittelt werden, wenn sie konvergent sind.

Reihe der natürlichen Zahlen:

1 + 2 + 3 + 4 + 5 + ... + n n N*

Die Reihe hat die Summenformel Sn=(n/2)*(n+1), die Reihe der natürlichen Zahlen ist streng monoton steigend und somit divergent ohne Grenzwert gegen unendlich. Die Reihe lässt sich als Funktion schreiben.

Sn = ½ * n2 + ½ * n

Reihe der geraden Zahlen:

2 + 4 + 6 + 8 + 10 + ... + 2n n N*

Sn=n2 +n

Reihe der ungeraden Zahlen:

1 + 3 + 5 + 7 + 9 + ... + 2n+1 n N

Sn=n2

Reihe der Quadratzahlen:

12 + 22 + 32 + 42 + 52 + 62+ ... + n2 n N*

Sn= 1/3*n3 + 1/2*n2 + 1/6*n

Grenzwerte bzw. Summenformeln für alle Potenzsummen werden nach dem "Bernoullischen Verfahren" ermittelt. Bernoulli ermittelte die Summenformeln auf induktivem Weg.
Alle unendlichen Reihen, deren Konvergenz nachgewiesen wird, haben Grenzwerte gegen unendlich, und es können die Summenformeln für Sn

S1, S2, S3, ... , Sn-1, Sn ermittelt werden. So ist es auch in Ausnahmefällen

bei der binomischen Reihe:

Die Reihe ist konvergent für –1 < X < 1 L={ 0}

Die Reihe konvergiert auch für X { 1/100, 2/100, ... , 1/10}

Als Beispiel eine Aufgabe aus der Finanzwelt:

Ein Kapital K1 wächst bei X% Zinseszins p.a. in n Jahren auf ein Kapital Kn. Wie groß ist das Endkapital?

Kalkül: K1 (1+X)n = Kn

Den Term (1+X)n entwickeln wir in eine binomische Reihe

= 1+n/1!*X + n(n-1)/2!*X2 + n(n-1)(n-2)/3!*X3 + n(n-1)(n-2)(n-3)/4!*X4 + ...

Lim (1+X)n = 1+nX + n2-n/2*X2 + n3-3n2+2n/6*X3 + n4-6n3+11n2-6n/24*x4

Je weiter die Glieder der binomischen Reihe fortgesetzt werden, desto genauer konvergiert die obige Reihe.


Die Definition von n!,

die Schreibweise von n!

1!, 2!, 3!, 4!, ..., n-1!, n!

bedeutet bekanntlich das Produkt

1! = 1

2! = (2-1) * 2

3! = (3-1) * (3-2) * 3

4! = (4-1) * (4-2) * (4-3) * 4

allgemein als Produkt

n! = (n-1) * (n-2) * (n-3) * ... * n

N*




Als Beispiel wird der Term (1 + 0,05)n in eine binomische Reihe entwickelt




So strebt (konvergiert, angenähert) der Term (1 + 0,05)25 in eine binomische Reihe entwickelt



gegen die Dezimalzahl 3,386355

Dies ist eine numerische Operation, die man per Computer ausrechnet.


Weiterführend die Aufgabe, die folgt:

Während meiner Tätigkeit im Industriebetrieb der Firma Leisse&Com Meschede, stellte mir der Geschäftsführer folgende Aufgabe mit gutem Rat. Ich sollte mein Weihnachtsgeld 750,-- DM bei 5% Zinseszins 17 Jahre auf ein Sparkonto belassen, und das Endkapital am Ende der Laufzeit einschließlich Zinseszins vom Konto abheben.
Errechnen Sie das Endkapital Kn ohne Aufzinsungstabelle, ohne Logarithmen, ohne Taschenrechner.

Ausrechnung:

750 (1+0,05)17 = 750*2,29 Kn » 1718,-- DM

(1+0,05) 17 = 1+17*0,05 + 136*0,052 + 4080/6*0,053 + 2413*0,054 ≈ 2,29

Konvergenz und Divergenz unendlicher Reihen

Unendliche Reihen sind konvergent oder divergent, d.h., entweder haben solche Reihen einen Grenzwert gegen unendlich, d.h. wiederum: Entweder kann eine Summenformel mit dem Index n

Lim Sn

(ausgesprochen: limes Sn für n gegen unendlich) ermittelt werden, dann ist die Reihe konvergent. Oder die Reihe hat keinen Grenzwert gegen unendlich, somit existiert wahrscheinlich auch kein Grenzwert (die Reihe ist entweder bestimmt divergent oder unbestimmt divergent) und es kann auch keine Summenformel mit dem Index n, d.h.

Lim Sn

ermittelt werden.

Hierzu werde ich an 3 Beispielen unendliche Reihen analysieren, die entweder konvergent oder divergent sind.

Beispiel 1 die Reihe der natürlichen Zahlen:

1 + 2 + 3 + 4 + 5 + ... + n n N*

Hat die Reihe einen Grenzwert gegen unendlich
lim Sn oder nicht?

Ist die Reihe konvergent oder divergent?

Um die Fragen richtig zu beantworten, wähle ich das "Bernoullische Verfahren".

Ich schreibe die Gleichung S(n) = An2+Bn

Setzen wir der Reihe nach n=1,2 in die Gleichung ein, erhalten wir ein lineares Gleichungssystem mit zwei Unbekannten, mit den Variablen A und B

  1. A + B = 1 A=½
  2. 4A+2B=3 B=½

 

 

Somit erhalten wir S(n) = ½*n2 + ½*n

Die unendliche Reihe 1 + 2 + 3 + 4 + 5 + ... + n ist streng monoton steigend, die Reihe lässt sich als Funktion schreiben.

Sn = ½*n2 + ½*n

Aber auch als Formel:

Sn = (n/2) * (n+1)

Also: die Reihe ist divergent!



Beispiel 2

Die unendliche Reihe

1 + 1/101 + 1/102 + 1/103 + ...

ist eine Wettlaufaufgabe.
Auf diese unendliche Reihe wird man durch das klassische Problem des Wettlaufs von Achilles und der Schildkröte geführt.

Hat die obige Reihe einen Grenzwert gegen unendlich oder nicht?
Ist die Reihe konvergent oder divergent?

Um die Fragen korrekt zu beantworten, folgende Schreibweise der geometrischen Reihe:

Sn = 1 + 1/101 + 1/102 + ... / 1/10n-1

Teilsummen:

S1 = 1 S2 = 1 + 1/10 S3 = 1 + 1/10 + 1/100, usw. gegen unendlich.

Die unendliche Reihe hat einen Grenzwert gegen unendlich

Lim Sn= Sn


Die Reihe ist konvergent

Die Reihe konvergiert gegen 10/9.

Für alle Summen gegen unendlich S1, S2, S3, ..., Sn-1, Sn gilt
Sn = 10/9 - 1/9*10n-1

 

 

Beispiel 3, die Reihe der Primzahlen:

2 + 3 + 5 + 7 + 11 + ... n N*

Hat die Reihe einen Grenzwert gegen unendlich
lim Sn oder nicht?

Ist dieselbe konvergent oder divergent?

Durch meine Analyse der Folge der Primzahlen 2, 3, 5, 7, 11, ... wissen wir, daß dieselbe divergent ist (bestimmt divergent)

Nur unter bestimmten Bedingungen kann man einen Grenzwert ermitteln.
Die Reihe der Primzahlen dagegen hat überhaupt keinen Grenzwert gegen unendlich

2 + 3 + 5 + 7 + 11 + ... n N*

Die Reihe ist unbestimmt divergent.

Für diese Reihe kann niemals ein Grenzwert
(lim Sn) ermittelt werden gegen unendlich!


Es gibt nun viele unendliche Reihen, bei denen das "Bernoullische Verfahren" nicht anwendbar ist, um einen Grenzwert
(lim Sn) gegen unendlich ermitteln zu können!

Es gibt genügend math. Verfahren, um Grenzwerte für unendliche Reihen ermitteln zu können.

Noch einiges über Grenzwerte und Identische Gleichungen

  1. Funktion

Errechnen Sie den Grenzwert dieser Funktion nebst Funktionswert!

Grenzwert gegen unendlich

 

 

Lim (4X – 1) : ( X – 1) strebt gegen 4, wenn X gegen unendlich strebt.

4 – 0 = 4 <=> 4 = 4 <=> 0 = 0

1 – 0 = 1 <=> 1 = 1 <=> 0 = 0

 

 

Funktionswert:

 

f(X) = Y

 


Vereinfachung der Terme mittels Polynomdivision; z.B.:

(4X-1) : (X-1) = 4 + 3 / (X-1)

(4X-4)/3

 

  1. Funktion

 

Welcher Grenzwert nebst Funktionswert kommen in Betracht?

 

 

Lim (4X – 5) : (2X + 3) strebt gegen 2, wenn X gegen unendlich strebt

Funktionswert:

f(X) = Y

 

 

 

  1. Funktion

 

 

 

Ermitteln Sie den Grenzwert dieser gebrochenen rationalen Funktion und den Funktionswert!

 

 

 

Lim (3X2 +4) : (X – 1) strebt gegen 3X + 3, wenn X gegen unendlich strebt.

Funktionswert:

f(X) = Y

 

 

 

Aufgabe Es soll begründet werden, daß 0/1 = 0 ist

Begründung 0/1 = 0/1 = 0 <=> 0/1 - 0/1 = 0 <=> 0 = 0

Folge der identischen Gleichungen

0=0, 1=1, 2=2, 3=3, 4=4, ..., n=n n N

 

 

Aufgabe Es soll begründet werden, daß 2 + 3 = 5 und 1/0 = 1/0 = 0 sind

Begründung 2 + 3 = 5 <=> 5 = 5 <=> 0 = 0

1/0 = 1/0 = 0 <=> 1/0 – 1/0 = 0 <=> 0 = 0

weitere Beiträge zu Identischen Gleichungen und Analysis

Es soll begründet und somit bestätigt werden, daß

0 + 0 + 0 + ... = 0 ist.

Lösung (Bestätigung)

Ich setze die Reihe für die gebrochene rationale Funktion

Y = 1 / (1 + X) = 1 – X + X2 – X3 + X4 – X5 + - ...

X = 1 1/2 = 1 – 1 + 1 – 1 + - ...

Y = ½ ½ = 0 + 0 + 0 + ...

Identische Gleichungen:

½ = 1 – 1 + 1 – 1 + 1 – 1 +- ... = 0 + 0 + 0 + ... = ½

½ - ½ = 0 + 0 + 0 + ... = 0 + 0 + 0 + ... = 0 0+0+0+...= 0 0=0

0 + 0 + 0 + ... = 0 + 0 + 0 + ...

 

Begründen und bestätigen Sie, daß die Reihe

 

 

ist. n N*

 

Die Reihe konvergiert gegen 1, weil

 

Sn = 1 – 1/ 2n ist. n N*

 

Um diese Wahrheitsaussage zu bestätigen, setzen wir folgendes Gleichungssystem:

  1. X + 1/Y = ½
  2. X + 1/Yn+s = 1

Gleichung nach X aufgelöst

  1. 1/Yn+s – 1/Y = ½ s N*

Je größer n+s für n=1 ist, desto genauer stimmt die Gleichung I

n=1 ; s=9 ; X=1 ; Y=-2









Kommentare über das Fermatproblem und Goldbachproblem

Der Anlass meines Kommentar zur Lösung des "Grossen Fermatschen Satzes (Fermatproblem)",

Xn + Yn ≠ Zn n > 2 n = 1, 2, 3, 4, ...

X, Y, Z N*

War eine langjährige Beschäftigung mit der klassischen, neuzeitlichen und gegenwärtigen Zahlentheorie, Algebra und Analysis.

Meine Erkenntnisse über den "Grossen Fermatschen Satz," beginnen mit dem Wahrheitssatz des Pythagoras, der "Pythagoräischen Gleichung a2 + b2 = c2" bzw. der "diophantischen Gleichung X2 + Y2 = Z2 "

Die Wahrheit der Beweisführung von X2 + Y2 = Z2 und Weiterführung der Exponenten n = 3, 4, 5, 6, 7, ... bis zur "Fermatschen Gleichung" wird auch durch mein entwickeltes Gleichungssystem

  1. Xn+1 + Y n+1 = Z n+1
  2. X n+1 – Yn = Zn

Und der daraus resultierenden Formel

 

 

 

Und "Wenn-Dann-Behauptung" bestätigt

Wenn Xn+1 + Y n+1 = Z n+1 dann X n+1 – Yn = Zn veranschaulicht, eine Begründung der Wahrheit der "Fermatschen Vermutung".

So gilt für die diophantische Gleichung n=1

X2 + Y2 = Z2

Wenn X2 + Y2 = Z2 dann X2 – Y1 = Z1 bzw. Formel

 

 

 

 

 

 

M = 3, 5, 7, 9, ...

m

X

Y

Z

3

3

4

5

5

5

12

13

7

7

24

25

9

9

40

41

.

.

.

.

.

.

.

.

.

.

.

.

 

* zitiert nach

Herbert Meschowski

Denkweisen großer Mathematiker

Eine Weiterführung der pythagoräischen Gleichung a2+b2 =c2 bzw. diophantischen Gleichung

 

 

X2 + Y2 = Z2 führt dann zum "Grossen Fermatschen Satz (Fermatproblem)"

 

Über den "Grossen Fermatschen Satz"

Wir unterscheiden bei den Exponenten der "Fermatschen Gleichung"

Xn+Yn=Zn n >2 n N* und X, Y, Z in der Menge der positiven ganzen Zahlen * {1, 2, 3, 4, ...} zwischen Fermat-Exponenten und Non-Fermatexponenten.

Der französische Mathematiker (Zahlentheoretiker) Pierre Fermat stellte die These auf, daß die Gleichung Xn+Yn=Zn in der Menge der natürlichen Zahlen hoch Stern für X, Y, Z in der Menge der positiven ganzen Zahlen nicht lösbar sei für alle Exponenten n, Ausnahmen n=1 und n=2, dieselben sind lösbar in der obigen Gleichung.

Zu den Fermat-Exponenten zählen alle Exponenten, die keine Lösung der Gleichung Xn+Yn=Zn zulassen. n= 3, 4, 5, 6, ...

Zu den Non-Fermatexponenten zählen diejenigen Exponenten, die eine Lösung der "Fermatschen Gleichung" zulassen. n= 1, 2

Im Laufe der Jahrhunderte haben sich zahlreiche berühmte Mathematiker mit dem "Grossen Fermatschen Problem" beschäftigt.

Die mathematischen Untersuchungen haben folgendes Fazit (= Ergebnis) erbracht:

Die "Fermatsche Behauptung" (Gleichung) Xn+Yn=Zn n>2 ... ist Wahrheit.

Es wird niemals Fermatexponenten geben n= 3, 4, 5, 6, 7, 8, ... die eine Lösung dieser Gleichung in ganzen positiven Zahlen hoch Stern zulassen.

Es gibt heute genügend wiss. Begründungen für die Richtigkeit dieser Behauptung.


Es darf gesagt werden, dass die vollständige Lösung des Fermatproblems auf der Beweismethode der "vollständigen Induktion" beruht.

Einen allgemein gültigen Beweis für die Richtigkeit der Gleichung Xn + Yn = Zn n > 2 in ganzen Zahlen kann nur durch "vollständige Induktion", die logische Folgerung von n auf n+1 in natürlichen Zahlen und bestimmte Polynomdivisionen erbracht werden.

Dasselbe habe ich in dem Kommentar über den Bericht des Fermatproblems bestätigt, der jetzt folgt.




Kommentar zum Bericht über das Fermatproblem


Zum Erbe des Fermats, der diophantischen Gleichung

Xn + Yn = Zn

Mit 3 Variablen, der Exponenten n = 1, 2, 3, 4, 5, ... in der "Menge der positiven Ganzzahlen hoch Stern Z*+


Schon Antikmathematikern war das Problem der Auflösung dieser Gleichung bekannt.
Auch dem griechischen Algebraiker Diophantes v. Alexandria waren Lösungen und Nichtlösungen dieser Gleichung mit 3 Variablen bekannt.
Nach dem griechischen Mathematiker sind auch Gleichungen mit mehreren Unbekannten und unendl. viel. Lösungen benannt.

Auch die Mathematiker der Neuzeit hatten sich mit dieser diophantischen Gleichung mit 3 Unbekannten Xn + Yn = Zn beschäftigt.

Der Mathematiker der Neuzeit, Pierre Fermat, der große Zahlentheoretiker, analysierte die Gleichung Xn + Yn = Zn und formulierte zu dieser Gleichung die These: "Jede natürliche Zahl n = 1, 2, 3, 4, 5, ... ergibt keine Lösung der obigen Gleichung. Nur n = 1,2."

Bis heute kann niemand diese Behauptung widerlegen.

Xn + Yn = Zn n > 2 in positiven Ganzzahlen.

Nach wie vor unterscheiden Mathematiker zwischen Non-Fermatexponenten n = 1,2 und Fermatexponenten n = 3, 4, 5, 6, ...
Zwischen Non-Fermatgleichungen X1 + Y1 = Z1 und X2 + Y2 = Z2 und Fermatgleichungen (Ungleichungen) X3 + Y3 ≠ Z3 ; X4 + Y4 ≠ Z4 und X5 + Y5 ≠ Z5 usw. gegen unendlich.

Man weiß heute konkret, dass die Behauptung Fermats wahr ist.

Man weiß seit ungefähr 1990, dass außer den Non-Fermatexponenten n = 1,2 bzw. Non-Fermatgleichungen X1 + Y1 = Z1 und X2 + Y2 = Z2 nur Fermatexponenten n = 3, 4, 5, ... bzw. Fermatgleichungen ) X3 + Y3 ≠ Z3 ; X4 + Y4 ≠ Z4 und X5 + Y5 ≠ Z5 usw. gegen unendlich existieren.

Eine Bestätigung (oder Begründung) dieser Wahrheitsaussage präsentiere ich aufgrund meiner Theorie, durch das Gleichungssystem und Formel:

I. Xn+1 + Yn+1 = Zn+1
II. Xn+1 - Yn = Zn


N
d.h., n  {0, 1, 2, 3, ...}

Durch die logische Folgerung von n auf n+1 habe ich die Richtigkeit der Fermat-Behauptung begründet, die wie folgt demonstriert wird:

Für Non-Fermatgleichungen in der "Menge der positiven Ganzzahlen Z" gibt es Lösungen.

Wie für die Non-Fermatgleichung X1 + Y1 = Z1

Zum Beispiel:

X = 1
Y = 2
Z = 3

Oder

X = 2
Y = 3
Z = 5

usw.

Formel und Polynomdivision

Formel


{0, 1, 2, 3, ...}

X1 = Z1 - Y1
Polynomdivision

(Z1 - Y1) / (Z0 - Y0) ist nicht möglich, weil eine Division durch Null untersagt ist.

Die Richtigkeit der Non-Fermatgleichung durch die Formel demonstriert:



Y0 =1 ; Z0 = 1

Z + Y - Z - Y + Z - Y = Z - Y

Z - Y = Z - Y


Und für die Non-Fermatgleichung

X2 + Y2 = Z2

Zum Beispiel

X = 3
Y = 4
Z = 5

Oder

X = 5
Y = 12
Z = 13

Oder

X = 7
Y = 24
Z = 25

usw.

Formel und Polynomdivision

Formel

{0, 1, 2, 3, ...}


Polynomdivision



ohne Rest teilbar.


Für Fermatgleichungen gibt es grundsätzlich keine Lösungen in "positiven Ganzzahlen hoch Stern Z*+"

Wie für die Fermatgleichung X3 + Y3 = Z3

Ich demonstriere die Formel und Polynomdivision für die "Unmöglichkeit" der Gleichung X3 + Y3 = Z3

Formel


{0, 1, 2, 3, ...}


Polynomdivision



nur mit Rest teilbar.


Und die Fermatgleichung X4 + Y4 = Z4

Ich demonstriere die Formel und Polynomdivision für die "Unmöglichkeit" der Gleichung X4 + Y4 = Z4

Formel

{0, 1, 2, 3, ...}

Polynomdivision



Nur mit Rest teilbar

Alle folgenden Fermatgleichungen gegen unendlich sind nur mit Rest teilbar, bei jeder Polynomdarstellung.

Aufgrund der Polynomdivision sieht man bei einer Fortsetzung der Fermatgleichungen gegen unendlich, dass jeder Polynom : Polynom nur mit Rest teilbar ist.
Jede Polynomdarstellung der Fermatgleichungen für n = 3, 4, 5, 6, ... präsentiert einen Rest.

Es wird niemals in der Geschichte der Mathematik heute und morgen, allezeit, Mathematiker oder Philosophen geben, die außer den Non-Fermatexponenten n = 1,2 bzw. Non-Fermatgleichungen X1 + Y1 = Z1 und X2 + Y2 = Z2 weitere Non-Fermatexponenten bzw. Non-Fermatgleichungen ermitteln werden können.

Man spricht heute nicht mehr vom ungelösten Fermatproblem, sondern von gelösten Fermatproblem.


Der interessante Kommentar; die Begründung der Wahrheit der "pythagoräischen Gleichung" a2 + b2 = c2 bzw. diophantischen Gleichung X2 + Y2 = Z2 und weiterführend die Wahrheit der "Fermatischen Gleichung" Xn + Yn = Zn n > 2 in der "Menge der positiven Ganzzahlen hoch Stern Z*+" (X, Y, Z in Z*+) ist nochmals eine Begründung (Bestätigung), dass die Fermat-Behauptung für alle Fermat-Exponenten n = 3, 4, 5, 6, ... zutrifft.




 

Der wiss. Kommentar zum Wissensstand über das "Goldbach Problem" (Goldbach'sche Vermutung) heute


Das Goldbach Problem

Für die Goldbach-Behauptung (Vermutung) stehen zwei Zahlenfolgen:

2, 4, 6, 8, 10, 12, 14, 16, 18, 20, ...

2, 3, 5, 7, 11, 13, 17, 19, 23, 29, ..., p1, p2, p3, ..., pn-1, pn

Nach der Goldbach-Behauptung (Vermutung) soll jede gerade Zahl >2 wenigstens in zwei Primzahlen zerlegbar sein.
Aber für diese Behauptung liegt bis heute kein exakter Beweis vor. Kein Wahrheitsbeweis für die Richtigkeit der "Goldbach'sche Vermutung".
Nach heutigen Erkenntnissen über das Goldbach-Problem (=Theorem) weiß man, dass wahrscheinlich die Hypothese zutrifft, dass jede gerade Zahl >2 als Summe zweier Primzahlen zerlegbar ist.
Je größer eine Zahl ist, desto mehr Möglichkeiten einer additiven Zerlegung gibt es (nach einem Zitat von Leonard Euler) in natürlichen Zahlen.

Beispiele:

4=2+2, 6=2+2+2=3+3, 8=2+2+2+2=2+6=4+4=2+3+3;

10= 2+2+2+2+2=2+4+4=2+2+6=2+8=4+6 ...

Bis heute wurde keine gerade Zahl ermittelt, bei der die Goldbach-Behauptung nicht zutreffen könnte, es gibt kein konkretes Gegenbeispiel der These Goldbachs. Sollte dennoch ein konkretes Gegenbeispiel (gerade Zahl) zur These Goldbachs ermittelt werden können (was die These in Widerspruch bringt), wäre die Goldbach'sche Behauptung als falsch bewiesen. Aber das Problem gelöst.
Aber die derzeitigen Erkenntnisse über das Problem sprechen dafür, dass eine solche Zahl wahrscheinlich nicht ermittelt werden kann.
So zeigen es die Untersuchungen nachstehender Zahlenfolgen, dass die Goldbach'sche Behauptung wahrscheinlich Wahrheit ist.

1, 2, 3, 4, 5, 6, 7, 8, 9, 10, 11, 12, ..., n

2, 4, 6, 8, 10, 12, 14 ,16, 18, 20, 22, 24, ..., 2n

2, 3, 5, 7, 11, 13, 17, 19, 23, ..., p1, p2, p3, ..., pn-1, pn

Dabei ist zu beachten, dass eine Lösung des "Goldbach-Problems" auch denkbar wäre, wenn man aus der Eigenschaft einer Zahl, die gerade zu sein scheint, die Darstellbarkeit als Summe zweier Primzahlen folgen läßt.

Nur jede gerade Zahl >2 ist additiv zerlegbar in zwei Primzahlen. Die gerade Zahl 2 ist nicht in zwei Primzahlen additiv zerlegbar.
Die Zahl 1 ist keine Primzahl. Warum?

Es folgt zur Begründung der Wahrheit der "Goldbach'schen Vermutung" eine Behauptung:

Jede gerade Zahl (natürliche Zahlen) >2 ist wenigstens additiv in 2 Primzahlen zerlegbar aus der Primfaktorzerlegung, dass jede natürliche Zahl multiplikativ in eine oder mehr Primzahlen zerlegbar ist, außer den Ganzzahlen 0 und 1.
N \ {0,1}

Das Ganze wird veranschaulicht:

Behauptung: Jede gerade Zahl (natürliche Zahlen) >2 ist wenigstens additiv in 2 Primzahlen oder mehr Primzahlen zerlegbar.

4 = 2+2

6 = 3+3 = 2+2+2

8 = 3+5 = 2+3+3 = 2+2+2+2

10 = 5+5 = 2+3+5 = 3+3+2+2 = 2+2+2+2+2

12 = 2+5+5 = 3+3+3+3 = 2+2+2+2+2+2 = 2+3+7 = 3+3+2+2+2

usw. gegen unendlich

Bis heute kann niemand diese Behauptung widerlegen.

Behauptung: Jede gerade Zahl (natürliche Zahlen) >2 ist wenigstens multiplikativ in 2 Primzahlen oder mehr Primzahlen zerlegbar.

4 = 2*2

6 = 2*3

8 = 2*2*2

10 = 2*5

12 = 2*2*3

usw. gegen unendlich

Bis heute kann niemand diese Behauptung widerlegen.


Der wiss. Kommentar, die Begründung der Goldbach'schen Vermutung: "Jede gerade Zahl >2 ist in wenigstens 2 Primzahlen additiv zerlegbar", ist nach meinen Erkenntnissen und Begründung Wahrheit.

Nur jede gerade Zahl >2 kann in wenigstens 2 Primzahlen additiv zerfällt werden.

Ich wiederhole: Die Behauptung von Goldbach ist eine unumstößliche Wahrheit! Es wird niemals einen Mathematiker geben, der die Goldbach-Behauptung durch einen Widerspruch als falsch bestätigen wird.


Nachtrag zum Kommentar über das Goldbach-Theorem


Aus der Folge der geraden Zahlen gegen unendlich (Ausgangsfolge)

2, 4, 6, 8, 10, 12, 14, ...

resultiert die Zwischenfolge (Folge der ungeraden Zahlen gegen unendlich)

1, 3, 5, 7, 9, 11, 13, 15, 17, ...

Aus der Folge der ungeraden Zahlen gegen unendlich resultiert (siehe mein Bericht über Arithmetik und Analysis) die Folge der ungeraden Primzahlen gegen unendlich

1, 3, 5, 7, 9, 11, 13, 15, 17, 19, ...


Ich wiederhole:

Jede gerade Zahl (zusammengesetzte Zahl) > 2 in der Folge der geraden Zahlen gegen unendlich

2, 4, 6, 8, 10, 12, 14, ...

läßt sich wenigstens in 2 Primzahlen multiplikativ zerlegen (Primzahlfaktorenzerlegung).

aus der Folge der Primzahlen > 2 gegen unendlich.

2, 3, 5, 7, 11, 13, 17, 19, ...

4=2*2, 6=2*3, 8=2*2*2, 10= 2*5, 12=2*2*3 usw. gegen unendlich.

Daraus resultiert logisch, dass auch jede gerade Zahl > 2 (zusammengesetzte Zahl) additiv in wenigstens 2 Primzahlen zerlegt werden kann.

4=2+2, 6=3+3, 8=3+5, 10=5+5, 12=5+7, usw. gegen unendlich.

Durch diese Erkenntnis ist das Goldbachproblem endgültig gelöst.







4. Über Algebra, die Gleichungslehre und Aufgaben aus der Finanzwelt.

Algebra

Ist die vorgelegte Gleichung

x3 - 2x2 - 9x + 18 = 0

durch Reduktion auf eine lineare und quadratische Gleichung herabsetzbar?

Die obige Gleichung faktorisiert in

(x + x1) * (x2 + x2x + x3) = 0

In Wurzelausdrücken das inhomogene Gleichungssystem

x1 + x2 = -2

x1 * x2 + x3 = -9

x1 * x3 = 18


x1 = -2




Es werden zwei Wurzelausdrücke im Gleichungssystem getestet.

Ergebnis: Dasselbe ist auflösbar in der Menge der ganzen Zahlen. Somit ist die Gleichung:

x3 - 2x2 - 9x + 18 = 0

durch Reduktion auflösbar, d.h. auf eine lineare und quadratische Gleichung faktorisierbar.

Zur Richtigkeit der Analyse der Gleichung werden zwei Wurzelausdrücke des Gleichungssystems getestet:




Lösungszeile

x1 = -2, x2 = 0, x3 = -9









Zur Bestätigung der Richtigkeit des inhomogenen Gleichungssystems der Lösungszeile:

X1 = -2, X2 = 0, X3 = -9

Die Lösungen in Wurzelausdrücken:

   x1 = -2 - x2

oder




   x3 = -9 - (x1 * x2)










Algebra

Ist die Gleichung des Johannes von Palermo:

x3 + 2x2 + 10x - 20 = 0

durch Reduktion in der Gleichungsform

(x + x1) * (x2 + x2x + x3) = 0

herabsetzbar?

Ist die Gleichung auflösbar, faktorisierbar in ganzen Zahlen (Koeffizienten) oder nicht?

Zur Gleichung die entsprechenden Wurzelausdrücke in einem inhomogenen Gleichungssystem:

  x1 + x2 = 2

  x1 * x2 + x3 = 10

  x1 * x3 = -20





Es werden zwei Wurzelausdrücke getestet.

Für x1, x2, x3




Zum Ergebnis für x1 + x2 = 2

Das Ergebnis der Analyse:

Das inhomogene Gleichungssystem ist in der Menge der ganzen Zahlen nicht auflösbar.
Es gibt keine Lösungszeile in ganzen Zahlen für x1, x2, x3

Die Wurzelausdrücke (Lösungen des Gleichungssystems):




  x3 = 10 - (x1 * x2)

sind in ganzen Zahlen nicht auflösbar.

Somit ist die Gleichung des Johannes von Palermo nur in der Menge der reellen Zahlen oder auch im Zahlkörper der komplexen Zahlen auflösbar.










Nun eine Aufgabe zur Lehre über das methodisch richtige Denken

Vorgegeben ist die Gleichung des Mathematikers Carl Friedrich Gauß

x3 + 6x2 + 5x - 12 = 0

Nach der Gaußschen Theorie hat die Gleichung drei Lösungen

x1, x2, x3

Begründung: Die höchste Potenz der Gleichung ist x3

Man schreibt die Gleichung heute in der Gleichungsform faktorisiert.

(x + x1) * (x2 + x2x + x3) = 0


Ist die Gleichung auflösbar in ganzen Zahlen (Koeffizienten) oder nicht?

Zur Gleichung die entsprechenden Wurzelausdrücke in einem inhomogenen Gleichungssystem:

  x1 + x2 = 6

  x1 * x2 + x3 = 5

  x1 * x3 = -12




Es werden drei Wurzelausdrücke getestet für x1, x2, x3 wie folgende graphische Abbildung zeigt



Es existieren ganzzahlige Lösungen.

Die Wurzelausdrücke (Lösungen des Gleichungssystems)



  x3 = 5 - (x1 * x2)

sind in ganzen Zahlen auflösbar.

Somit ist die Gleichung des C. F. Gauß

x3 + 6x2 + 5x - 12 = 0

in der Menge der reellen Zahlen auflösbar.





 

Eine interessante, aber schwierige Aufgabe wäre die Auflösung des folgenden Gleichungssystems mit 7 Unbekannten a, b, c, d, e, f, g

A) I. a2 + b2 = d2

II. a2 + c2 = e2
III. b2 + c2 = f2
IV. a2 + b2 + c2 = g2

Die Gleichungen I, II, III und IV, stehen in Zusammenhang mit den bisher vergeblichen Bemühungen des ungelösten "ganzzahligen Ziegel-Problems".
Es ist leider bis heute keinem Mathematiker gelungen, das obige Gleichungssystem für alle Unbekannten a, b, c, d, e, f, g vollständig in der Menge der positiven ganzen Zahlen hoch Stern aufzulösen.
Man weiß heute, daß man "pythagoräische Zahlen, also ganze positive Zahlen außer Null, für a, b, c, d und e ermitteln kann und in die Gleichungen I und II

I. a2 + b2 = d2

II. a2 + c2 = e2

einsetzen kann und somit I und II lösbar sind.

Man weiß aber auch, daß die Gleichungen III und IV

III. b2 + c2 = f2
IV. a2 + b2 + c2 = g2

In der Menge der positiven ganzen Zahlen hoch Stern im Zusammenhang mit dem Gleichungssystem

A) I. a2 + b2 = d2

II. a2 + c2 = e2
III. b2 + c2 = f2
IV. a2 + b2 + c2 = g2

Niemals lösbar sind!

Warum?

Bei diesem Gleichungssystem benutzen wir das Schema der "pythagoräischen Zahlen" *.

Wie berechnet man systematisch die "pythagoräischen Zahlen"?

M = 3, 5, 7, 9, ...

m a b ^ c d ^ e
3 3 4 5
5 5 12 13
7 7 24 25
9 9 40 41
. . . .
. . . .

* zitiert nach Herbert Meschkowski "Denkweisen großer Mathematiker"

Wir können sehen, das die Gleichungen

I. a2 + b2 = d2 32 + 42 = 52

II. a2 + c2 = e2 32 + 42 = 52

In "pythagoräischen Zahlen", in der Menge der positiven ganzen Zahlen hoch Stern lösbar sind für a, b, c, d, e

a=3; b=4; c=4; d=5; e=5;

Wir können nach dem Schema der "pythagoräischen Zahlen" systematisch auch andere "pythagoräische Zahlen" verwenden.
Wir können aber auch sehen, daß die Gleichungen III. und IV. für a=3; b=4; c=4; d=5; e=5; eingesetzt in die Gleichungen III. und IV.

III. b2 + c2 = f2
IV. a2 + b2 + c2 = g2

Keine ganzzahligen Lösungen in der Menge der positiven ganzen Zahlen für f und g ergeben.
Es gibt keine ganzzahligen Quadrate f2 und g2

Eine Bestätigung dafür wie folgt durch das Gleichungssystem:

I. f2 ≠ b2 + c2
II. f2 ≠ g2 – a2
III. g2 – a2 ≠ b2 + c2

0 ≠ b2 + c2 – f2
0 ≠ g2 – a2 – f2
0 ≠ b2 + c2 + a2 – g2

b2 + c2 – f2 – a2 ≠ b2 + c2 –g2

g2 – a2 – f2 – a2 ≠ b2 + c2 –g2


b2 + c2 – f2 – a2 ≠ g2 – 2a2 – f2

Wir setzen in die Gleichung a=3; b=4; c=4; d=5; e=5 und erhalten

42 + 42 – f2 –32 ≠ g2 – 2*32 – f2

32 + 42 + 42 ≠ g2

Man kann für 32 + 42 + 42 kein g2 in der Menge der positiven ganzen Zahlen hoch Stern ermitteln.

Somit liegt die Vermutung nahe, daß das Gleichungssystem A) niemals vollständig lösbar sein wird in Z+* Menge der positiven ganzen Zahlen hoch Stern.

 

 

 

 

Lösung der vorgelegten Gleichung des Johannes von Palermo

X3 + 2X2 + 10X - 20 = 0,

zuerst gelöst von Leonardo von Pisa, wird die Lösung meiner Gleichung

X3 + 2iX2 + 10iX - 20 = 0

im Vergleich gegenüber gestellt.

X3 + 2X2 + 10X = 20

Die Gleichung wurde während eines Wettkampfes in Mathematik am Hofe des Staufenkaisers Friedrich II, dem damals bekannten großen Algorithmiker Leonardo von Pisa durch den Magister Johannes von Palermo vorgelegt.
Leonardo von Pisa löste diese Gleichung mit Hilfe des nach ihm benannten numerischen Approximationsverfahren und ermittelte somit angenähert die Lösung der Gleichung X = 1,368808...

Der Algorithmus der Lösung kann in der entsprechenden Literatur nachgelesen werden. Zur obigen Gleichung sei gesagt, daß man während der Lebenszeit Leonardo von Pisa über die Lehre von den Gleichungen fast überhaupt nicht viel wusste, besonders vor dem französischen Algebraiker Vieta‘, der erst die Symbolik einführte.

Die Aufgabe des Johannes von Palermo werde ich zum zweiten Mal mit Hilfe der gegenwärtigen "Theorie von Gleichungen" nach heutigen Erkenntnissen lösen.

Nach der benannten numerischen Approximation der Gleichung X3 + 2X2 + 10X = 20 durch den Magister Leonardo von Pisa wissen wir, daß 1 Lösung der Gleichung X1 in der Menge der "Reellen Zahlen" zu finden ist X R, nach Leonardo von Pisa, nach seinem Approximationsverfahren, nach seiner Notation können wir schreiben X = 1,368808, nach heutiger Notation schreiben wir X1 = 1,368808... und wissen zugleich, daß die obige Gleichung insgesamt 3 Lösungen hat, nämlich X1, X2, X3, und daß X1 = 1,368808... eine irrationale Zahl ist und dieselbe zur "Menge der reellen Zahlen" gehört, denn die "Menge der rationalen Zahlen" vereinigt mit der "Menge der irrationalen Zahlen" wäre gleich die "Menge der reellen Zahlen".

Mit Hilfe der heutigen Mathematik können wir die Existenz der unendlichen Dezimalzahl X1 = 1,368808... beweisen.

Ich möchte nun, der Gleichung des Johannes von Palermo

X3 + 2X2 + 10X - 20 = 0

meine Gleichung

X3 + 2iX2 + 10iX - 20 = 0

Im Vergleich gegenüberstellen, so dass die 3 Lösungen der Gleichung

X1, X2 und X3

L = X1, 2, 3 oder L = {X1, X2, X3)

In der "Menge der komplexen Zahlen" zu finden sind.

Lösung der im Vergleich angegeben Gleichung des Johannes von Palermo in der "Menge der komplexen Zahlen" X C.

Gleichung:

X3 + 2iX2 + 10iX - 20 = 0

<=>

(X + 2i) (X2 + 10i) = 0

<=>

X + 2i = 0 v X2 + 10i = 0

<=>

X + 2i = 0 v X + √5 - i√5 = 0 v X - √5 + i√5 = 0

L = { -2i; -√5 + i√5; √5 -i√5}

 

Bestätigung der Lösung der Gleichung

(X + 2i) (X + √5 - i√5) (X - √5 + i√5)= = 0

<=>

X3 + 2iX2 + 10iX - 20 = 0

 

 

Ich habe die Gleichung des Johannes von Palermo auf den Raum der "komplexen Zahlen" erweitert und dadurch eine andere Gleichung hier präsentiert, um "Freunden der Mathematik" im Vergleich zu veranschaulichen, wie man heute "algebraische Gleichungen 3. Grades" behandelt und auflöst.

Auflösung homogener Gleichungssysteme

Dazu ein Beispiel:

Das lineare Gleichungssystem

I.     X1 + X2 + X3 = 6
II.    2X1 - X2 - X3 = -3
III.   3X1 + X2 + 2X3 = 11
IV.   6X1 + X2 + 2X3 = 14

Man nimmt zwei Gleichungen aus dem Gleichungssystem heraus:

I.    X1 + X2 + X3 = 6
II.   2X1 - X2 - X3 = -3

Auflösung durch die Gleichsetzungsmethode:

6 - X1 - X3 = 2X1 - X3 + 3

3X1 = 3
X1 = 1

Aus dem obigen Gleichungssystem, ermittelt man die Lösungen für X2=2 und X3=3

Die Lösungen des linearen Gleichungssystems für Beispiel 1 lauten: X1=1, X2=2, X3=3.



Auflösung eines inhomogenen Gleichungssystems

Als Beispiel die Aufgabe: Es sollen für 70 Euro 35 Geschenke so gekauft werden, dass die Preislage wenigstens ein Mal vertreten ist. Man gebe die verschiedenen Einkaufsmöglichkeiten an.
Die Aufgabe wurde während eines Mathematikerwettstreits gestellt. Die Aufgabe wird von mir nochmals gelöst. Es handelt sich bei der Lösung dieser Aufgabe um ein inhomogenes Gleichungssystem mit vier Variablen, und für das inhomogene, lineare Gleichungssystem mit 4 Variablen in der Menge der positiven ganzen Zahlen Z+* gilt folgendes Gleichungssystem:

  1. X1 + X2 + X3 + X4 = 35
  2. X1 + 2X2 + 5X3 + 10X4 = 70

 

Das vollständige Lösungssystem X1, X2, X3, X4 verzeichnet die Anzahl der Geschenke zu 1 Euro, 2 Euro, 5 Euro und 10 Euro für jede Lösungsreihe, daß die Preislage wenigstens einmal vertreten ist.

 

  1. X1 = 11; X2 = 22; X3 = 1; X4 = 1
  2. X1 = 27; X2 = 4; X3 = 1; X4 = 3
  3. X1 = 22; X2 = 9; X3 = 2; X4 = 2
  4. X1 = 25; X2 = 5; X3 = 3; X4 = 2
  5. X1 = 28; X2 = 1; X3 = 4; X4 = 2
  6. X1 = 26; X2 = 2; X3 = 6; X4 = 1
  7. X1 = 19; X2 = 13; X3 = 1; X4 = 2
  8. X1 = 14; X2 = 18; X3 = 2; X4 = 1
  9. X1 = 17; X2 = 14; X3 = 3; X4 = 1
  10. X1 = 20; X2 = 10; X3 = 4; X4 = 1
  11. X1 = 23; X2 = 6; X3 = 5; X4 = 1





 

 

 

 

 

Und nun eine weitere Aufgabe im Zusammenhang aus der Geschichte der Mathematik schriftlich fixiert:

Es sind alle Fibonaccische Folgen zu ermitteln, deren zehntes Glied 1983 ist.

Es sollen die beiden ersten Glieder und somit auch alle folgenden Glieder, Elemente der Zahlenmenge {0, 1, 2, 3, ...}, der Menge der natürlichen Zahlen N sein.

Was versteht man unter einer Fibonaccischen Folge?
Unter einer Fibonaccischen Folge versteht man eine Zahlenfolge a1, a2, a3, ..., an, ..., deren Glieder sich jeweils als Summe der beiden letzten vorhergehenden Glieder ergeben:

an = an-1 + an-2

Allgemein haben die Glieder einer Fibonaccischen Folge die folgende Form:

1 Glied: a1

2 Glied: a2

3 Glied a1 + a2

4 Glied: a1 + 2 a2

5 Glied: 2a1 + 3a2

6 Glied: 3a1 + 5a2

7 Glied: 5a1 + 8a2

8 Glied: 8a1 + 13a2

9 Glied: 13a1 + 21a2

10 Glied: 21a1 + 34a2


Ich erhalte somit die lineare Gleichung mit 2 Unbekannten


21a1 + 34a2 = 1983

Gesucht werden Lösungen aus der Menge der positiven ganzen Zahlen Z+, der Zahlenmenge {0, 1, 2, 3, 4, ...}

Mit ähnlichen Gleichungen hatte sich der griechische Algebraiker Diophantes von Alexandria schon befaßt.

Die Aufgabe wurde von Mathematikern und Philosophen im Zusammenhang während eines wissenschaftlichen Gesprächs formuliert und schriftlich fixiert, über die Mathematik des hellenistischen Algebraikers Diophantes von Alexandria und der Mathematik des Leonardo von Pisa, des großen Algorithmikers zur Zeit des Staufenkaisers Friedrich II.

Dazu sei gesagt, ich wiederhole, dass der griechische Mathematiker Diophantes, der größte Algebraiker der Hellenen, schon 250 vor unserer Zeitrechnung lineare Gleichungen mit mehreren Unbekannten und unendlich viel Lösungen untersuchte und auflösen konnte.

So auch die Gleichung vom Typus 21a1 + 34a2 = 1983.

Diophantes ließ dabei gebrochen-rationale Zahlen als Lösung zu, die positiv ausfallen mußten, weil die Griechen in jener Zeit keine negativen Zahlen kannten.

Heute verstehen die Algebraiker unter diophantischen Gleichungen unbestimmte Gleichungen, die unter der Nebenbedingung zu lösen sind, daß man nur ganzzahlige Lösungen zuläßt im positiven oder negativen Bereich der Menge der ganzen Zahlen.

Und Leonardo von Pisa, sein Pseudonym (=Deckname) Leonardo Fibonacci, der sich beim Wettkampf am Hofe des Staufenkaisers Friedrich II bei der Auflösung kubischer Gleichungen, die ihm der Magister Johannes von Palermo vorlegte, ich wiederhole, war der bekannte Algorithmiker seiner Zeit.
Sein Wirken führte zum Wiedererwachen der griechischen Mathematik seit dem Niedergang der griechischen Kultur.

Nun zu den Fibonacci-Zahlen

Die Fibonacci-Zahlen Zahlenfolge

1, 1, 2, 3, 5, 8, 13, ...

sind nach dem italienischen Händler Leonardo von Pisa benannt.

Aus den beiden ersten Zahlen der Zahlenfolge 1, 1 ist jede Zahl aus der Summe der beiden vorangegangenen Zahlen gebildet.

Leonardo von Pisa beherrschte derartige Zahlenfolgen und galt seiner Zeit als Zahlentheoretiker, Meister der bestimmten und unbestimmten Gleichungen. Sein Können bewies er durch das Radizieren (Ausziehen) von Wurzeln und zahlreiche arithmetische und geometrische Kenntnisse.

Die lineare Gleichung 21a1 + 34a2 = 1983 werde ich mit Hilfe der Kongruenztheorie auflösen.
Wer die Theorie konkret kennenlernen möchte, lese ein entsprechendes Buch der Zahlentheorie.
Etwas möchte ich schon zur Kongruenztheorie, der Gaußschen Theorie sagen, dass C.F. Gauss einen ganz neuen Operationstypus algorithmischer Art seinen Gleichungen beifügte, den man a ≡ b (mod n) schreibt. Man spricht "a kongruent b modulo n" heute.

Beispiel: So wäre etwa 19 kongruent mit 40 nach dem Modul 7, die Notation 19 ≡ 40 (mod 7), weil beide Zahlen dividiert durch 7 den Rest 5 ergeben.

Nun möchte ich die Auflösung der linearen Gleichung mit 2 Unbekannten bekannt machen, der Gleichung 21a1 + 34a2 = 1983

Ich wiederhole, im Zusammenhang der Auflösung dieser Gleichung, leistet die Kongruenztheorie eine wertvolle Hilfe.

Ich wiederhole, eine Zahl a heißt kongruent b modulo n in mathematischen Zeichen
a ≡ b (mod n),
wenn a und b dividiert durch n denselben Rest ergeben.

Die Lösung der oben genannten Gleichung erfordert die Bestimmung von 34a2 ≡ 1983 (mod 21)

Ich stelle fest, dass 34 zu 21 teilerfremd ist. Hierfür bietet der Satz der Kongruenztheorie den idealen Lösungsweg.
Ich schreibe für a2 die endliche Zahlenfolge
a2 = 0, 1, 2, ..., 20 und stelle fest, dass
a2 = 12 die Lösung der Kongruenz ist.

a2 = 12, 33, 54, 75, ...

a2 = 12 + 21n, n = 0, 1, 2, ...

weil 34a2 (a2 = 12, 33, 54, 75, ...) kongruent mit 1983 modulo 21 mit demselben Rest teilbar sind.

Daraus resultiert die entscheidende Gleichung in der Menge der positiven ganzen Zahlen Z+:

34a2 (a2 = 12, 33, 54) + 21a1 = 1983

Aus dieser Gleichung können nun bequem die Lösungen für a1 ermittelt werden. Für nichtnegative ganze Zahlen ergeben sich die Zahlenpaare

(a1, a2) = (75, 12), (41, 33), (7, 54), die Lösungen für

a1 = 75 V 41 V 7, für

a2 = 12 V 33 V 54

Daraus resultieren 3 Fibonaccische Folgen, deren zehntes Glied 1983 ist:

75, 12, 87, 99, 186, 285, 471, 756, 1227, 1983, ...

41, 33, 74, 107, 181, 288, 469, 757, 1226, 1983, ...

7, 54, 61, 115, 176, 291, 467, 758, 1225, 1983, ...





Aufgabe aus der Finanzwelt

Ein Kapital von 600 Euro soll 7 Jahre, bei 5% Zinseszins, auf einem Sparkonto der Sparkasse angelegt werden.

Das Kapital plus Zinseszins soll nach Ablauf der 7 Jahre nochmals 2 Jahre lang zu p% Zinseszins und zusätzlich am Ende des Jahres, innerhalb von 2 Jahren, um 200 Euro erhöht werden.

a) Wie groß ist das Kapital am Ende der 7 Jahre einschließlich Zinseszins?

b) Wieviel % Zinseszins gewährt die Sparkasse für weitere 2 Jahre, wenn das Kapital zum Ende der 9 Jahre auf 1.361 Euro kontinuierlich anwächst?

Die Aufgabe wurde von mir ohne Logarithmentafel, ohne Aufzinsungstabelle, ohne Taschenrechner, ohne sonstige Hilfsmittel gelöst wie folgt:


Definition der Aufgabe:

Meine Betrachtung zur Aufgabe aus der Finanzwelt.

"Die einfachen Zinsen und Zinseszinsen und das Gesetz vom organischen Wachstum"

Man muß differenzieren zwischen einfachen Zinsen und Zinseszinsen.

Im ersten Fall bleibt das Kapital unverändert (konstant), im zweiten Fall werden die Zinsen dem Kapital zugefügt, das dann immer mehr anwächst (organisches Wachstum). Man spricht im zweiten Fall von einer kontinuierlichen Verzinsung des Kapitals.

In der obigen Aufgabe rechne ich nach dem zweiten Fall mit "Zinseszinsen" und nach dem ersten Fall mit "einfachen Zinsen".


Algorithmus und Kalkül

Das Kapital von 600 Euro wächst kontinuierlich in 7 Jahren, bei 5% Zinseszins auf 600 Euro plus Zinseszinsen an.

1 Euro wächst, bei 5% Zinseszins pro anno auf 1,05 Euro, d.h. 1 Euro und 5 Cent an.
In 7 Jahren, bei 5% Zinseszins, auf (1 + 0,05)7 Euro an.

Das Kapital von 600 Euro wächst in 7 Jahren, bei 5% Zinseszins, auf 600 (1 + 0,05)7 Euro an.

Der Term (1 + 0,05)7 soll in eine binomische Reihe entwickelt und ausgerechnet, dann mit 600 multipliziert werden.
Das entspricht dem Kapital am Ende der 7 Jahre einschließlich Zinseszinsen.


≈ 1,407

600 * 1,407 = abgerundet 844 Euro

Die Sparkasse gewährt p% Zinseszins auf das Kapital 844 Euro für weitere zwei Jahre.

Das Kapital am Ende des 8 Jahres mit zusätzlich 200 Euro



Das Kapital am Ende des 9 Jahres einschließlich Zinseszinsen



Dieses Kapital soll aber auch 1.361 Euro sein. Also gilt die "Quadratische Gleichung"



Die Gleichung wird substituiert:




Diese "Quadratische Gleichung" hat eine positive Lösung p = 6 in der Menge der positiven ganzen Zahlen hoch Stern Z+*

Der Zinssatz der Sparkasse ist p = 6% pro anno.

Die negative Lösung entfällt, weil der Zinssatz stets positiv ist.


Antwort auf Aufgabe a)

Das Kapital am Ende der 7 Jahre einschließlich Zinseszinsen beträgt 844 Euro


Antwort auf Aufgabe b)

Der Zinssatz der Sparkasse für weitere 2 Jahre, am Ende der 9 Jahre, ist p = 6% pro anno.

 

 

 

 

 

Ein weiterer Nachtrag zum Thema: "Neues aus dem mathematischen Kabinett",
homogene und inhomogene Gleichungssysteme.
Lineare Algebra.


Folgende Aufgabe wurde mir als Schüler durch meinen Mathematiklehrer, Dr. math. Bergmann, an einer Privatschule gestellt. Es war die erste gelöste Aufgabe meiner kreativen (schöpferischen) Arbeit der "Disziplin Algebra".
Die Aufgabe der vorgelegten "Quadratischen Gleichung" mit 1 Variablen, das homogene Gleichungssystem mit 2 Variablen in der Menge der Reellen Zahlen R.

Aufgabe:


A) Bestimmen Sie die Lösungen der "Quadratischen Gleichung" für die Variable X.
B) Die Lösungen X1 V X2, die Lösungsmenge L = {X1; X2}

Die Aufgabe wurde von mir als 26 jähriger Schüler wie folgt gelöst:


Aus der vorgelegten Gleichung resultiert das homogene Gleichungssystem mit 2 Variablen, der Variablen X und der Variablen Y.


I.
II.

Kommutativgesetz

I. C * aX = Y2 - b
II. a * cX = (f - Y)2 - d

I. acX = cY2 - bc
II. acX = a (f - Y)2 - ad


Lösung durch Gleichsetzungsverfahren

a (f - Y)2 - ad = cY2 - bc


Algebraische Summe gleich Null

aY2 - cY2 - 2 * a * f * Y -ad + bc + a * f2 = 0


Distributivgesetz

Y2 [ (a) - (c) ] = S1 * Y2

Y [ -(2af) ] = S2 * Y

(bc) - (ad) + (af2) = S3



(a) - (c) = S1

-(2af) = S2

(bc) - (ad) + (af2) = S3



Bei der Lösung des homogenen Gleichungssystems mit 2 Variablen habe ich die Lösungen für X1 V X2 und Y1 V Y2 aufgrund der Lösungsmengen, L = {X1; X2} und L = {Y1; Y2} am Ende des Lösungsvorgangs für die abgebildeten Lösungsformeln, für Y1 V Y2, für X1 V X2 wie folgt ermittelt:

Quadratische Gleichung

S1Y2 + S2Y + S3 = 0


Lösungen für Y1 V Y2, L = {Y1; Y2}

die Endformel


Antwort auf die Aufgabe a)

Die "Quadratische Gleichung" hat für die Variable X die Lösungen X1 V X2,
Lösungsmenge {X1; X2}

 

 

 

 

 

Eine Rekordleistung in Algebra

Aufgabe

Auf der VIII internationalen Mathematikolympiade, bei einem mathematischen Studentenwettbewerb, anwesend waren Studenten der Fakultät Mathematik, eine Auslese von Studierenden, die besten Algebraiker der Welt.
Bei dem Wettbewerb wurden drei Aufgaben A, B, C gestellt. Unter allen Teilnehmern gab es genau 25 Studenten, von denen jeder wenigstens eine Aufgabe gelöst hatte. Unter den Studenten, welche die Aufgabe A nicht gelöst hatten, war die Anzahl derjenigen, welche die Aufgabe B gelöst hatten, zweimal so groß wie die Anzahl derjenigen, welche die Aufgabe C gelöst hatten.
Die Anzahl der Studenten, die nur die Aufgabe A gelöst hatten, war um eins größer als die Anzahl der übrigen Studenten, welche die Aufgabe A gelöst hatten. Von den Studenten, die nur eine Aufgabe gelöst hatten, hatte die Hälfte die Aufgabe A nicht gelöst.

Wieviel Studenten hatten nur die Aufgabe B gelöst?

Die Aufgabe, die interessante Frage, wurde bisher nur von 2 Algebraikern gelöst, beantwortet.

Die Aufgabe wurde von mir nach "meiner Denkweise" nochmals gelöst, die Anzahl der Studenten, die Aufgabe B nur gelöst hatten, ermittelt.


Zur Aufgabe

Ich wiederhole:

Beim Wettbewerb der VIII internationalen Mathematikolympiade wurde die Aufgabe nur von 2 Algebraikern, die man als die besten Algebraiker der Welt nennen darf, bisher gelöst.

Die Aufgabe wurde von mir nochmals nach "meiner Denkweise" exakt wie folgt gelöst:

Hinführung zur Lösung der Aufgabe

Von den 25 Studenten hatte jeder eine Aufgabe der Auswahl an Aufgaben A, B, C gelöst.
Die 25 Studenten werden als Variable X definiert.
Die Anzahl der Aufgaben A, B, C als Indexzahlen.

Ich definiere die Anzahl der Studenten (25 Studenten) mit

XA, XB, XC, XAB, XAC, XBC, XABC


Die 25 Studenten haben die im Index angegebenen Aufgaben gelöst.
Daraus resultiert die erste lineare Gleichung mit 7 Variablen wie folgt:

I. XA + XB + XC + XAB + XAC + XBC + XABC = 25


Die Anzahl der Studenten, die Aufgabe B gelöst hatten, war 2 mal so groß, wie die Anzahl der Studenten, die Aufgabe C gelöst hatten. Natürlich von den Studenten die Aufgabe A nicht gelöst hatten.
Daraus resultiert die zweite lineare Gleichung mit 4 Variablen, nämlich

II. XB + XBC = 2 (XC + XBC)


Die Studenten, die bei der Auswahl der Aufgaben A, B, C nur die Aufgabe A gelöst hatten, war um 1 größer als die übrigen Studenten, die die Aufgabe A, aber zugleich auch in der Auswahl mehrere Aufgaben von A, B, C gelöst hatten.
Daraus resultiert die dritte lineare Gleichung mit 4 Variablen:

III. XA = XAB + XAC + XABC + 1


Von den Studenten, die in der Auswahl der Aufgaben A, B, C nur eine Aufgabe gelöst hatten, hatte die Hälfte die Aufgabe A nicht gelöst.
Daraus resultiert die vierte lineare Gleichung mit 3 Variablen, nämlich:

IV. XA =XB + XC


Aus der Hinführung zur Lösung der Aufgabe resultiert wie folgt das inhomogene, lineare Gleichungssystem mit 7 Variablen in der Menge der positiven ganzen Zahlen

I. XA + XB + XC + XAB + XAC + XBC + XABC = 25
II. XB + XBC = 2 (XC + XBC)

III. XA = XAB + XAC + XABC + 1

IV. XA =XB + XC


Ich habe nur die letzten exakten Ausführungen bei der Auflösung des inhomogenen, linearen Gleichungssystems hier bekannt gemacht.

ICH BITTE DARUM; DIE AUFLÖSUNG DES LINEAREN GLEICHUNGSSYSTEMS BIS ZU DEN FOLGENDEN AUSFÜHRUNGEN SELBST ZU VOLLZIEHEN!

I. 9 XA = 78 - 3 XBC

II. 9 XB = 52 + XBC

III. 9 XC = 26 - 4XBC

IV. 3 XAB = 23 - 3 XAC - XBC -3 XABC


Daraus resultiert das Lösungssystem:

XA = 26/3 - 1/3 t1

XB = 52/9 + 1/9 t1

XC = 26/9 + 4/9 t1

XAB = 23/3 - 1/3 t1 - t2 - t3


XBC = t1

XAC = t2

XABC = t3


t1 = 2

t2 = 1

t3 = 1


Es sind XA, XB, XC nur für t1 = 2 nicht negative ganze Zahlen

Für t1 = 2 werden aber auch XAB, XBC, XAC, XABC nicht negative ganze Zahlen, falls für t2 und t3 geeignete nicht negative ganze Zahlen eingesetzt werden,
Demnach hätten nur sechs Studenten die Aufgabe B gelöst.

XB = 52/9 + 1/9 - t1 = 52/9 + 2/9 = 54/9 = 6

t1 = 2


Bestätigung der Richtigkeit der Lösungen

XA = 8, XB = 6, XC = 2; XAB = 5; XBC = 2; XAC = 1; XABC = 1

Durch Einsetzen in das inhomogene, lineare Gleichungssystem mit 7 Variablen

I. XA + XB + XC + XAB + XAC + XBC + XABC = 25

II. XB + XBC = 2 (XC + XBC)

III. XA = XAB + XAC + XABC + 1

IV. XA =XB + XC



I. 8 + 6 + 2 + 5 + 2 + 1 + 1 = 25

II. 6 + 2 = 2 (2 + 2)

III. 8 = 5 + 1 + 1 +1

IV. 8 = 6 + 2

Die Richtigkeit der Lösungen ist hiermit bestätigt.








5. Fortsetzung meiner Webseite "Schriften-Mathematik", über Gleichungen vierten Grades und lineare Gleichungssysteme.


Zur Fortsetzung der Kolumne zu Teil I meiner Webseite "Schriften-Mathematik.de" neues aus dem mathematischen Kabinett über Gleichungen vierten Grades (biquadratische Gleichungen).

Liebe Freunde der Mathematik, ich habe Ihnen Gleichungen zweiten Grades (quadratische Gleichungen), Gleichungen dritten Grades (kubische Gleichungen), lineare Gleichungen mit mehreren Unbekannten und homogene bzw. inhomogene Gleichungssysteme und deren Auflösungen präsentiert. Weiterführend möchte ich Ihnen über die Auflösung biquadratischer Gleichungen berichten. Eine interessante Auflösung der biquadratischen Gleichung:

X4 + AX3 + BX2 + CX + D = 0

werde ich im Text darstellen. Zuvor möchte ich über einen geschichtlichen Aspekt berichten.

Das große gelöste Problem, die Auflösung der Gleichungen von höherem als dem vierten Grad ist auf Grund der exakten Gleichungstheorie von Galois in der Mathematik gegenwärtigen Algebraikern und Freunden der Mathematik bekannt.

Die Theorie der Gleichungslehre ist heute exakt definiert und kaum noch zu überbieten. Die geeignete Literatur dazu finden Sie in jedem wissenschaftlichen Verlag bzw. in jeder wissenschaftlichen Buchhandlung und im Internet. Man kann heute gut verständliche Literatur über die Denkweisen großer Algebraiker der Antike, der Neuzeit und Gegenwart lesen.

Alle Algebraiker wie z.B. Diophant, Vieta, Descartes, Leibniz, Abel, Galois, Boole, Gaus, Kronecker, Kramer, Causche, Kummer, Cantor, van der Warden haben Großes geleistet.
Eine entscheidende Methode zur Auflösung der Gleichungen vierten Grades
(biquadratische Gleichungen X4 + AX3 + BX2 + CX + D = 0 hat der italienische Mathematiker Ferrari entwickelt. Viele Mathematiker hatten während des 16. und 17. Jahrhunderts Texte über biquadratische Gleichungen veröffentlicht.


Nun werde ich meine Denkweise über biquadratische Gleichungen darstellen.

Dazu schreibe ich die Gleichung vierten Grades in allgemeinen Zahlen:

X4 + AX3 + BX2 + CX + D = 0

Faktorzerlegung der biquadratischen Gleichung in zwei Polynome:
X4 + AX3 + BX2 + CX + D = (X2 + x1x + x2) * (X + x3x + x4)

Daraus resultieren zwei quadratische Gleichungen:

I.   X2 + x1x + x2 = 0
II.  X2 + x3x + x4 = 0


Die Koeffizienten x1, x2, x3, x4 der Faktorzerlegung der obigen biquadratische Gleichung mit den Koeffizienten A, B, C, D sind in der obigen Gleichung abgebildet.

Daraus resultiert das inhomogene Gleichungssystem mit vier Variablen in Z.

I.    x1 + x3 = A
II.   (x1 * x3) + x2 + x4 = B
III.  (x2 * x3) + (x1 * x4) = C
IV.   x2 * x4 = D







Vorgelegt ist die biquadratische Gleichung

x4 + 8x3 + 14x2 - 8x - 15 = 0

Aufgabe: Es soll entschieden werden, ob die Gleichung in 2 quadratische Gleichungen zerlegt werden kann oder nicht?

Dazu wird dieselbe abstrakt faktorisiert in der Gleichungsform:

(x2 + x1x + x2) * ( x2 + x3x + x4) = 0

Die Wurzelausdrücke der faktorisierten Gleichung in einem inhomogenen Gleichungssystem:

I     x1 + x3 = 8
II    x1 * x3 + x2 + x4 = 14
III   x2 * x3 + x1 * x4 = -8
IV   x2 * x4 = -15

Die Lösungen für x1 und x3 werden ermittelt aus 2 Gleichungen:

I     x1 + x3 = 8
II    x1 * x3 + x2 + x4 = 14

Aus I und II resultiert die Gleichung

x2 + x4 = -2

Zur Gleichsetzungsmethode

x2 + x4 = -2          1 = 4

x2 * x4 = -15          x3 = 4


daraus resultiert die Gleichung

x42 + 2x4 - 15 = 0

und die Formel



x2 = -5

x4 = 3


Probe durch Einsetzen in das obige Gleichungssystem

x1=4, x2=-5, x3=4, x4=3

I      4 + 4 = 8

II     16 - 5 + 3 = 14

III   -20 + 12 = -8

IV   -15 = -15


Nach Lösung der Aufgabe die positive Entscheidung: die biquadratische Gleichung

x4 + 8x3 + 14x2 - 8x - 15 = 0

kann in 2 quadratische Gleichungen zerlegt werden:

(x2 + 4x - 5) * (x2 + 4x + 3) = 0

Daraus resultieren auch 4 lineare Gleichungen:

(x - 1) * (x + 5) * (x + 1) * (x + 3) = 0

Die biquadratische Gleichung hat somit vier Nullstellen.





Liebe Leser!

Liebe Freunde der Mathematik!

Zur Fortsetzung der Kolumne "Neues aus dem math. Kabinett" präsentiere ich einen weiteren Nachtrag zum Thema: Algebra.

Die vorgelegte Gleichung (Kubische Gleichung) mit gebrochenen, rationalen Zahlen:



Aufgabe:

Hat die kubische Gleichung wenigstens 1 ganzzahlige Lösung oder auch 3 ganzzahlige Lösungen in der Menge der "Reellen Zahlen" R für die Variable X ?


Analyse und Lösung der Aufgabe:



Substitution (Vereinfachung der Terme der Gleichung mittels Durchdividieren)



daraus resultieren äquivalent die Gleichungen


<=>



Aus der Gleichung II., hier in der rechten Seite der Gleichung resultieren die Funktionen

;


Aus den Funktionen der rechten Seite der Gleichung II. resultiert das inhomogene Gleichungssystem mit 3 Variablen in der Menge der "ganzen Zahlen" Z.

2X * Y1 + Y1 = 5

X * Y2 + 3Y2 = 10


Lösung des Gleichungssystems durch Probieren

X = 1     keine ganzzahligen Lösungen für Y1 und Y2

X = -1    keine ganzzahligen Lösungen für Y1 und Y2

X = 2     Y1 = 1; Y2 = 2


Also: Die kubische Gleichung



hat 1 ganzzahlige Lösung, reell ganzzahlig X = 2


Bestätigung der Wahrheitsaussage durch Einsetzen der Lösung X = 2 in die Gleichung II.



Y1 = 1

Y2 = 2







X = 2


Weil diese kubische Gleichung 4X3 + 7X2 - 21X - 18 = 0 drei Lösungen in der Menge der "Reellen Zahlen" R für die Variable X hat, nämlich

X1 = 2 reell ganzzahlig

X2 = ? reell irrational

x3 = ? reell irrational

ermitteln Sie durch eine Polyomdivision die Restgleichung und die Lösungen für X2 und X3

Reinhard Grübel


Über unendliche Dezimalzahlen

Der Grenzwert (Limes) einer unendlichen Dezimalzahl ist eine feste Größe, der sich eine andere veränderliche Größe in Teilsummen annähert.

Zum Beispiel, die unendliche Dezimalzahl 0,16666.... Die drei Punkte bedeuten, dass die Dezimalzahl 0,16666... gegen unendlich strebt.
Man geht von der Annahme aus, dass dieselbe gegen den Grenzwert 1/6 strebt.

Es soll nun die konkrete Begründung für diese Hypothese (wiss. Annahme) erbracht werden.

Dazu wird die wiss. Annahme in eine Wahrheitsaussage überführt.
Die Hypothese, dass die unendliche Dezimalzahl 0,16666... gegen den Grenzwert 1/6 strebt, wird dadurch erbracht, dass man die unendliche Dezimalzahl in eine geometrische Reihe entwickelt gegen unendlich. Diese Reihe soll dann konvergent sein.

Die Hypothese, dass sich die unendliche Dezimalzahl 0,16666... einem Grenzwert 1/6 in Teilsummen annähert, wird hier präsentiert in der unendl. Reihe, die gegen 1/6 konvergiert.

Ich wiederhole, die richtige Begründung der wiss. Annahme wird hier demonstriert:



n = 1, 2, 3, ...

Die Reihe konvergiert gegen Sn = 1/6

Die Teilsummen der unendlichen Dezimalzahl 0,16666...



n = 1, 2, 3, ...


Summenformel



n = 1, 2, 3, ...

Folge

X1 = 1, X2 = 11, X3 = 111, X4 = 1111, ..., Xn-1, Xn

Für n = 1

S1 = 1/10

Und für X1 = 1




Die Hypothese (wiss. Annahme), dass sich die unendliche Dezimalzahl 0,16666... einem Grenzwert 1/6 annähert, habe ich demonstriert.

Also: die unendl. Dezimalzahl 0,16666... konvergiert gegen 1/6




Nun etwas aus dem höchst bemerkenswerten Werk Gottlob Frege "Grundlagen der Arithmetik"

Zunächst etwas bemerkenswertes über den elementaren, arithmetischen Satz aus seinem Werk

2 + 2 = 4

In einer höchst brisanten Analyse sagt Frege: "Es ist Wahrheit, daß 2 und 2 4 sind; vorausgesetzt, daß 3 und 1 4 sind."

Man kann es beweisen und zwar so: Durch Definitionen arabisch 1, 2 und 3

1)   2 ist 1 und 1
2)   3 ist 2 und 1
3)   4 ist 3 und1

Wenn man Gleiches an die Stelle setzt bleibt die Gleichung 2 + 2 = 4 erhalten.


Beweis: 2 + 2 = 2 + 1 + 1 = 3 + 1 = 4

Also: nach dem Axiom 2 + 2 = 4


Dieser Beweis resultiert ganz aus den Definitionen arabisch 1, 2, 3.

Man braucht von den Zahlen der Gleichungen 1, 2, 3, 4 nichts weiteres zu wissen, als was in der Definition enthalten ist.


Frege sagt: Genauer müsste man den algebraischen Beweis so schreiben:

2 + 2 = 2 + (1 + 1)

(2 + 1) + 1 = 3 + 1 = 4


Hier fehlt noch der Satz

2 + (1 + 1) = (2 + 1) + 1

der ein besonderer Fall von

a + (b + c) = (a + b) + c gilt a + b = c

Der Mathematiker Frege definiert hier das assoziative Gesetz additiv.



Bei einer Weiterführung der logisch begründeten Arithmetik durch den Mathematiker Frege sind folgende logische Symbole zu beachten

1) das logische Symbol " oder"

2) das logische Symbol " und"

3) das logische Symbol " dann"

4) das logische Symbol " dann und nur dann"

5) das logische Symbol " nicht A"



Man könnte noch mehr über die Anwendung der "logischen Symbole" berichten, somit über die Theorie Gottlob Freges, der doch im wesentlichen die logischen bzw. logistischen Symbole in seinem Werk der Arithmetik definiert hat.


Bei der Verknüpfung von Aussagen werden diese "logischen Symbole" benötigt.

Wie z.B. das logische Symbol " oder" bei der Verknüpfung der Aussagen A, B, C

A=0 B=0 C=0

L={A; B; C}


Hier die Lösung der algebraischen Gleichung

X3 + 2X2 -5X - 6 = 0



(X+3) (X-2) (X+1) = 0



X+3=0 X-2=0 X+1=0

L={-3; 2; -1}


oder wie zum Beispiel das logische Symbol " und" bei der "und Verknüpfung" der Aussagen der Elemente A, B, C.

Folgende "und Verknüpfungen" der Elemente A, B, C sind möglich

(A B) (A C) (B C)

(B A) (C A) (C B)


oder wie zum Beispiel das logische Symbol " dann"

A B

Wenn A gilt, dann gilt auch B


Beispiel

Wenn die Gleichung X2 + Y2 = Z2 gilt, dann gilt auch die Gleichung X2 - Y = Z

Die Richtigkeit der Implikation kann man durch systematische, pythagoräische Zahlen bestätigen.

Oder wie zum Beispiel das logische Symbol " dann und nur dann"

A B ist nur dann wahr, wenn A und B, beide Aussagen, wahr sind.



Zum Beispiel die Aussagen

4 * 4 = 16 " dann und nur dann" 5 + 5 = 10

Beide Aussagen sind wahr



oder wie zum Beispiel das logische Symbol " nicht A"

Negation, wenn eine Aussage nicht gilt, negiert wird.


Es ist auf jeden Fall so zu werten, daß die Theorie Gottlob Freges eine Superlative, eine übertreffende mathematische Leistung ist, die sehr hilfreich bei der Lösung von Aufgaben aus dem Bereich Logik und Logistik ist. Man könnte dieses in den Werken zu den Themen Logik und Logistik der Verbandstheorie verlesen.




Die "Diophantische Gleichung"

x2 + y2 = z2   war schon in der Schule des Platons bekannt. Die Schüler und Lehrer der Akademie kannten schon viele positive ganzzahlige Lösungen für x, y und z dieser Gleichung. Durch die Zahlentheorie der Pythagoräer wusste man, dass es für die Lösung der Gleichung so viele positive ganzzahlige Lösungen gibt wie positive pythagoräische Zahlen. Es gibt unendlich viele pythagoräische Zahlen, genauso wie man die Folge der ungeraden Zahlen gegen unendlich führt.

Die systematisch pythagoräische Zahlen gegen Unendlich


m wird definiert als Folge der ungeraden Zahlen gegen unendlich

M = 3, 5, 7, 9, ...



Die Schule des Platon modifizierte die großen Gedanken der Pythagoräer. Die Nachfahren Platons, die Platoniker, verehrten die Lehre des Platon und der Pythagoräer. So auch Hypathia von Alexandria, die auch zu ihrer Lebenszeit als größte Mathematikerin der Welt galt.




Eine Aufgabe der Hypathia von Alexandria, berühmte Philosophin.

Was wurde aus den Gedanken und Ideen des Pythagoras?
Im Zusammenhang dieser Frage ist Hypathia von Alexandria zu zitieren:
Sie lehrte an einer Philosophieschule: sie galt als beste Philosophin der Platoniker. Sie hatte schon ein Buch über Algebra veröffentlicht.

In einer mathematischen Aufgabe sollten ihre Studenten die Lösung für zwei Gleichungen gleichzeitig finden:

X - Y = a

X2 - Y2 = (X - Y) + b

wobei a und b bekannt sind.

Diese Aufgabe wird von mir nochmals korrekt nach heutigen Erkenntnissen gelöst.

Die zwei Gleichungen haben zum Beispiel mehrere ganzzahlige Lösungen in der "Menge der ganzen Zahlen".

Es gibt mehrere Lösungen durch die pythagoreischen Zahlen für X und Y und für a und b aus den Differenzen des pythagoreischen Zahlentripel.

Ich fasse die zwei Gleichungen zusammen:

X - Y = a

X2 - Y2 = (X - Y) + b

X2 - Y2 = a + b

Es resultieren für die Richtigkeit der beiden Gleichungen z. B. folgende Lösungen:

X=4, Y=3, a=1, b=6;

X=12, Y=5, a=7, b=112;

X=8, Y=15, a= -7, b=-154

usw.

Es gibt so viele Lösungen, ganzzahlige Lösungen, wie es pythagoreische Zahlen gibt.




Ein Nachtrag zur Denkweise der großen Mathematikerin Hypatia von Alexandria

Ein Student der platonischen Akademie legte seiner Lehrerin die lineare diophantische Gleichung

4x + 3y - 4z = 3

zur Lösung in ganzen Zahlen vor.

Hypatia kannte zu ihrer Zeit schon eine exakte Auflösungsmethode dieser Gleichung.
Sie ordnete zwei homogene Gleichungen der obigen diophantischen Gleichung zu

II       7x - 5y +3z = 14
III      2x + y - z = 5

Und ermittelte die Lösungen über ein lineares Gleichungssystem mit drei Unbekannten

I        4x + 3y - 4z = 3
II       7x - 5y +3z = 14
III      2x + y - z = 5

Über die Gleichsetzungsmethode und somit die ganzzahligen Lösungen für x, y, z.

Lösungen für die Gleichungen

y = 2z - 7



y wird definiert in der Menge der ganzen Zahlen

y = 0, 1, -1, 2, -2, 3, -3, ...

x = 3, y = 5, z = 6

Versuchen Sie die Lösungsmethode der großen Philosophin nachzuvollziehen.




Ein weiterer Nachtrag

Zur Berechnung der Zahl "pi" (siebzehnter Buchstabe des griechischen Alphabets). π = 3,1415..., die Zahl, die das Verhältnis von Kreisumfang zu Kreisdurchmesser angibt, wird bezeichnet als Ludolfsche Zahl. Nur soviel sei gesagt, dass die Zahl "pi" 3,1415... eine unendliche Dezimalzahl ist. Die Irrationalität der Zahl wurde nachgewiesen, auch der Nachweis der Transzendenz von "pi" wurde erbracht durch Ferdinand Lindemann.

Man ging davon aus, dass "pi" nicht Wurzel einer algebraischen Gleichung mit einer endlichen Anzahl von Gliedern, deren Koeffizienten rational sind, sein könne.

Man weiß heute aufgrund konkreter Analysen durch unendliche Reihen, unendliche Produkte und unendliche Kettenbrüche, dass man die Zahl "pi" angenähert berechnen kann.

Hier eine Darstellung der Zahl π = 3,1415... in einer unendlichen Reihe, unendliche Produkte, nämlich die Reihe von John Wallis, verbessert dargestellt.

Teilsummen der Reihe



Allgemein gültige unendliche Reihe unendlicher Produkte



Die Reihe von John Wallis ist divergent, hat keinen Grenzwert gegen unendlich. Man berechnet die Produkte der Reihe per Computer. Man kann durch diese Reihe die Zahl π = 3,1415... angenähert berechnen. Man weiß, dass die Dezimalzahl unendlich ist, kein Ende findet und eine transzendente Zahl ist. Den Beweis führte Ferdinand Lindemann.




Kommentar zum Thema:

Die gerade Zahl 2, die zugleich auch die einzige gerade Primzahl in der Folge der Primzahlen gegen unendlich ist


Man kann die gerade Zahl 2 nicht in 2 Primzahlen additiv und auch nicht multiplikativ zerlegen.,

wie z.B. 2 = 1 + 1, das ist falsch 2 = 1 + 1

Man kann die gerade Zahl 2 auch nicht in 2 Primzahlen multiplikativ zerlegen

wie z.B. 2 = 1 * 2, das ist falsch 2 = 1 * 2

Warum?

Die Zahl 1 ist keine Primzahl. Man kann die Zahl auch nicht als Faktor ansehen, weil sie zur Faktorisierung einer Zahl nichts beiträgt.

Beispiel

1 * 2 * 3 * 4 oder 1 * 1 * 1 * 1 * 1 * 2 * 3 * 4

Ich kann die Faktoren 1 schreiben oder nicht schreiben. Man kann sagen: Die Faktoren 1 sind nicht wesentlich für den Aufbau durch Multiplikation in Betracht kommender Zahlen.

Die gerade Zahl 2, die zugleich auch eine gerade Primzahl 2 ist, ist die einzige gerade Primzahl in der Folge der Primzahlen gegen unendlich.

Nach dieser Analyse formuliere ich die Frage: Warum ist die gerade Primzahl die einzige gerade Primzahl in der Folge der Primzahlen gegen unendlich?

2, 3, 5, 7, 11, 13, ...

Im Zusammenhang zur Beantwortung der Frage, zitiere ich die Folge der ungeraden Zahlen

1, 3, 5, 7, ..., 2n+1    n N

Nur aus der Folge der ungeraden Zahlen gegen unendlich ermittelt man systematisch die Folge der Primzahlen gegen unendlich.

Alle Primzahlen in der Folge gegen unendlich sind ungerade Zahlen, ausgegrenzt die einzige gerade Primzahl 2

1, 3, 5, 7, 9, 11, 13, 15, 17, 19, 21, 23, 25, 27, 29, 31, 33, 35, 37, ...

Im Zusammenhang der Folge der Primzahlen gegen unendlich, die sich aus der Folge der ungeraden Zahlen ermitteln lässt, ermittele ich auch die Folge der geraden Zahlen gegen unendlich

2, 4, 6, 8, 10, ... n N*

Alle geraden Zahlen in der Folge der geraden Zahlen gegen unendlich sind zusammengesetzte Zahlen, außer der Zahl 2, die man nicht in zwei kleinere ganze Zahlen zerlegen kann, aufgrunddessen ist sie prim.







6. Mathematische Probleme und Sachtexte über Primzahlen.


Es soll für jede "ungerade Zahl" in der Folge der ungeraden Zahlen gegen unendlich

1, 3, 5, 7, 9, ..., 2n+1        n N

ermittelt werden, ob dieselbe "prim" oder "non-prim" ist, d.h., ist die ermittelte "ungerade Zahl" in Nicht-Primfaktoren oder in Primfaktoren zerlegbar.

Ist es möglich für jede ermittelte "ungerade Zahl" in der Folge der ungeraden Zahlen gegen unendlich ein math. Verfahren zu ermitteln, das die Zerlegbarkeit oder die Nicht-Zerlegbarkeit jeder "ungeraden Zahl" in Primfaktoren darstellt.

(Ungerade Zahlen, die in Primfaktoren zerlegt werden können, bezeichnet man als zusammengesetzte Zahlen, als "non-prim".
Ungerade Zahlen, die nicht in Primfaktoren zerlegt werden können, bezeichnet man als Primzahlen, als "prim").

Die gestellte Frage kann beantwortet werden.

Man weiß heute, dass jede Primzahl in der Folge gegen unendlich

2, 3, 5, 7, 11, 13, 17, ...

aus der Folge der ungeraden Zahlen

1, 3, 5, 7, 9, ..., 2n+1        n N

ausgegrenzt die gerade Primzahl 2, ausgesiebt werden kann.

1, 3, 5, 7, 9, 11, 13, 15, 17, ..., 2n+1        n N

Die ungeraden Zahlen, die "non-prim" sind in der Folge gegen unendlich sind gestrichen. Die sonstigen ungeraden Zahlen sind "prim".

Auch die Folge der geraden Zahlen gegen unendlich

2, 4, 6, 8, 10, 12, ..., 2n        n N*

hat nur eine Primzahl zu verzeichnen, und zwar die gerade Primzahl 2. Alle sonstigen geraden Zahlen in der Folge gegen unendlich sind zusammengesetzte Zahlen, also "non-prim".

Man hat aufgrund zahlentheoretischer Untersuchungen alle Primzahlen in der Folge der ungeraden Zahlen von

1, 3, 5, 7, 9, 11, 13, 15, 17, 19, 21, 23, 25, 27, 29, ..., 11000243, ...

auch in höheren Zahlenbereichen ausgesiebt und im Tabellenwerk bekannt gemacht von

2 bis 1193, von 1201 bis 4493 usw. bis 1 Million und ganz hoch darüber hinaus.

Im Weiteren veröffentliche ich die Tabelle der Primzahlen von 2 bis 1193:


Zitiert nach dem Rechenduden Rechnen und Mathematik Seite 499 Dudenverlag


Etwas Entscheidendes zur Theorie der Primzahlen

Alle ungeraden Zahlen gegen unendlich 1, 3, 5, 7, 9, 11, ..., (2n + 1) n N sind teilbar nach den Teilbarkeitsregeln.

1) Jede ungerade Zahl ist durch 3 teilbar ohne Rest, wenn ihre Quersumme durch 3 ohne Rest teilbar ist.

2) Jede ungerade Zahl ist durch 5 ohne Rest teilbar, wenn die letzte Stelle eine 5 oder 0 ist.

3) Jede ungerade Zahl ist ohne Rest durch 7 teilbar, wenn man die letzten 3 Stellen der Zahl von den übriggebliebenen Stellen abzieht und ohne Rest durch 7 teilen kann.

Beispiel für die Teilbarkeit der ungeraden Zahl 30457.

30 - 457 = -427
-427 : 7 = -61

4) Jede ungerade Zahl ist durch 11 ohne Rest teilbar, wenn ihre Gruppenquersumme ein Vielfaches von 11 ist.

Beispiel: 64823 ist ohne Rest durch 11 teilbar weil die Gruppenquersumme

23 + 48 + 6 = 77
77 : 11 = 7

ohne Rest teilbar ist.

5) Jede ungerade Zahl ist ohne Rest durch 13 teilbar, wenn man die letzten 3 Stellen der Zahl von den übrigbleibenden Stellen abzieht und ohne Rest durch 13 teilen kann.

Beispiel für die Teilbarkeit der ungeraden Zahl 633737

633 - 737 = -104
-104 : 13 = -8

Die Zahl ist teilbar ohne Rest.

6) Alle ungeraden Zahlen der Folge gegen unendlich 1, 3, 5, 7, 9, ... , (2n + 1) n N, die nicht nach den Teilbarkeitsregeln 1 bis 5 teilbar sind, sind ebenfalls "non-prim", wenn sie durch eine ungerade Primzahl der Folge gegen unendlich p = 1, 7, 19, 23, 29, 31, 37, 41, ... also in 2 Primfaktoren > 13 zerlegbar sind.


Anwendung der Teilbarkeitsregeln 1 bis 6

Für Beispiel 1

Die ungerade Zahl 32461 soll daraufhin geprüft werden, ob diese Zahl "prim" oder "non-prim" ist.
Nach der Teilbarkeitsregel 4 ist die ungerade Zahl 32461 ohne Rest durch 11 teilbar und somit "non-prim".

Für Beispiel 3

Die ungerade Zahl 10027 soll daraufhin geprüft werden, ob diese Zahl "prim" oder "non-prim" ist.
Nach der Teilbarkeitsregel 6 ist die ungerade Zahl 10027 teilbar.
37 * 271 = 10027


Es geht mir nun um eine Beantwortung der Frage für jede ein-, zwei- und n-stellige Zahl, ob diese Zahl prim oder non-prim ist.

Für alle geraden Zahlen trifft die Aussage "non-prim" zu.

Für ungerade Zahlen, die nicht nach den Teilbarkeitsregeln faktorisiert werden können (alle ungeraden Primzahlen) hat man ein Tabellenwerk geschaffen für alle Primzahlen für 2 bis weit über 1 Million hinaus.
Es gibt die Teilbarkeitsregeln für alle ein-, zwei- und n-stellige Non-Primzahlen, teilbar entweder durch drei oder fünf oder sieben oder elf oder dreizehn. Es gibt ungerade Zahlen in der Folge: 1, 3, 5, 7, 9, ..., (2n + 1) ) n N*, die nicht nach den Teilbarkeitsregeln teilbar sind, aber trotzdem faktorisiert werden. Das heißt sie können in Primzahlen zerlegt werden.

Beispiel: 1207 = 17 * 71

Es gibt auch Tabellen für alle ungeraden Zahlen, die nicht durch 3 oder 5 oder 7 oder 11 oder 13 teilbar sind bis weit über 1 Million.

Man kann heute für jede ein-, zwei- und n-stellige Zahl schnell eine konkrete Aussage machen: entweder "prim" oder "non-prim".

Dazu 3 Beispiele:

a) 3049
nach Einsicht in die Tabelle ist diese Zahl prim. Siehe Tabelle 2.

b) 3233
Die Zahl steht im Intervall zwischen den beiden Primzahlen 3229 und 3251 nach der Tabelle. Die Zahl 3233 ist faktorisierbar: 3233 = 53 * 61. Siehe Tabelle 2 und 3.

c) 3427
3427 steht im Intervall zwischen den Primzahlen 3413 und 3433 nach der Tabelle. Die Zahl 3427 ist faktorisierbar in: 3427 = 23 * 149. Siehe Tabelle 2 und 3.


Zur Theorie der Primzahlen sei gesagt: Es gibt unendlich viele Primzahlen, weil die Folge der ungeraden Primzahlen gegen unendlich strebt. Die Folge der ungeraden Primzahlen ist nicht konvergent, sondern divergent.

3, 5, 7, 11, 13, 17, 19, 23, ...

Nach der Beweisführung des griechischen Mathematikers Euklid gibt es immer wieder Primzahlen. Es kann keine letzte Primzahl ermittelt werden.

Tabelle: Alle Prinzahlen von 2 bis 3500





Reinhard Grübel

Bei meinen Studien über das Sachthema "Die Theorie der Primzahlen" wurde Literatur verlesen:
Rechenduden, Dudenverlag




Noch etwas über Algebra


Vorgelegt ist die Gleichung des Isaak Newton

x5 - 12x - 8 = 0

Die Gleichung hat wenigstens eine ganzzahlige Lösung, nämlich x1 = 2.

Dieselbe wird heute faktorisiert in der Gleichungsform:



Geschrieben durch eine Polynomdivision oder:

x5 - 12x - 8 = 0 (x + x1) * (x4 + x2x3 + x3x2 + x4x + x5) = 0

Über ein entsprechendes inhomogenes Gleichungssystem ermittelt man die Lösungen für x1, x2, x3, x4, x5.

x1 = -2
x2 = 2
x3 = 4
x4 = 8
x5 = 4

Ergebnis: Somit existieren für die Gleichung Newtons

x5 - 12x - 8 = 0

Lösungen in der Menge der reellen Zahlen oder im Zählkörper der komplexen Zahlen.


Existieren für einen derartigen Gleichungstyp

x5 + Dx + E = 0

im inhomogenen Gleichungssystem keine ganzzahligen Lösungen, kann man die Gleichung über das "Regula Falsi" Approximationsverfahren (Newton-Verfahren) auflösen.




Neues aus dem mathematischen Kabinett

Bitte formulieren Sie eine Begründung für die Division, dass

für Fall I ohne Rest teilbar ist und für Fall II nur mit Rest teilbar ist.

Die Aufgabe kann positiv gelöst werden.
Nach meiner Theorie gilt hier die Folge der natürlichen Zahlen:
1, 2, 3, ... ,

Die Lösung der Aufgabe verläuft über die Teilbarkeitsregel:

Jede natürliche Zahl ist ohne Rest durch

1) 2 teilbar, wenn die letzte Ziffer 0, 2 , 4, 6, 8 ist.

2) 4 oder 8 teilbar, wenn die letzten drei Ziffern der Zahl durch 4 oder 8 teilbar oder Nullen sind.

3) 3 oder 9 teilbar, wenn ihre Quersumme durch 3 oder 9 teilbar ist.

4) 5 teilbar, wenn ihre letzte Ziffer eine 5 oder 0 ist.

5) 6 teilbar, wenn die Zahl durch 2 und 3 teilbar ist.

6) 11 teilbar, wenn ihre Gruppensumme ein Vielfaches von 11 ist.

7) 7 oder 13 teilbar, wenn die letzten 3 Stellen der Zahl von den übrigbleibenden Stellen abgezogen werden und das Ergebnis durch 7 oder 13 teilbar ist.

8) Alle ungeraden Zahlen der Folge gegen unendlich, 1, 3, 5, 7, 9, ..., (2n+1) n N, die nicht nach den Teilbarkeitsregeln 1-7 teilbar sind, sind nonprim, wenn sie durch eine ungerade Primzahl der Folge gegen unendlich p = 17, 19, 23, ... , also in 2 Primfaktoren > 13 zerlegbar sind.



Man kann heute anhand einer Tabelle für alle ungeraden Zahlen der Folge gegen unendlich, die man in höhere Zahlenbereiche fortsetzen kann, schnell entscheiden, ob eine ungerade Zahl prim oder nonprim ist.


Für die Lösungsformel

gilt

Regel 1: Jede gerade Zahl dividiert durch eine gerade Zahl ist entweder ohne oder mit Rest teilbar.

Regel 2: Jede ungerade Zahl dividiert durch eine ungerade Zahl ist entweder ohne oder mit Rest teilbar.

Regel 3: Jede ungerade Zahl dividiert durch eine gerade Zahl ist nur mit Rest teilbar.

Regel 4: Jede Primzahl dividiert durch eine ungerade oder gerade Zahl ist nur mit Rest teilbar. Aber jede Primzahl ist durch sich selbst oder eins ohne Rest teilbar.


Zu jeder Regel wird jeweils ein Beispiel vorgestellt:


Beispiel 1

Warum ist die Division

ohne Rest teilbar?

Dividend und Divisor sind faktorisierbar durch die Faktoren


Daraus resultiert beim Kürzen des Bruchs, dass 960 ohne Rest durch 12 teilbar ist.


Beispiel 2

Warum ist die Division 131859 : 637 ohne Rest teilbar?

Begründung: der Dividend und der Divisor sind nach den Teilbarkeitsregeln faktorisierbar, veranschaulicht durch den Bruch

Dessen Zähler und Nenner in Faktoren

zerlegt sind.

Daraus resultiert beim Kürzen des Bruchs, dass die Division

ohne Rest teilbar ist.


Beispiel3

Warum ist die Division

Nur mit Rest teilbar? Der Dividend ist eine ungerade, der Divisor eine gerade Zahl.


Beispiel 4

Warum ist die Division

Nur mit Rest teilbar?

Sowohl Dividend als auch Divisor sind Primzahlen.


Beim Erstellen des Sachtextes wurde Literatur aus dem Dudenverlag verlesen.







7. Ergebnis meiner Gedanken über die Gleichungstheorie im Zusammenhang mit der Galois'schen Theorie linearer Faktorzerlegung von Gleichungen höheren Grades.


Nach dem Ergebnis meiner algebraischen Untersuchung sind Gleichungen zweiten Grades, dritten Grades und vierten Grades auflösbar, d.h. auf Grund der passenden heterogenen Gleichungssysteme kann man quadratische, kubische oder biquadratische Gleichungen faktorisieren. Die Nullstellen derartiger Gleichungen können ermittelt werden oder auch nicht. Ein anderer Fall tritt ein bei Gleichungen, die den vierten Grad übersteigen, also bei Gleichungen des fünften, sechsten ... n-ten Grades, die die höchste Potenz einer Gleichung Xn für n > 4 haben.

Es ist bekannt, dass derartige Gleichungen durch Radikale, durch Wurzelziehen nicht lösbar sind. Sie sind nur lösbar, wenn sie durch Reduktion auf lineare oder quadratische oder biquadratische Gleichungen zurückführbar sind. Ob eine Auflösbarkeit solcher Gleichungen in diesem Zusammenhang möglich ist, wird durch die Galois-Theorie erklärt. Derartige Aussagen sind sehr wichtig bei Gleichungen höheren Grades.

Dazu drei Beispiele:


1) x5 + 15x - 44 = 0

Nach dem Ergebnis der Galois-Theorie ist diese Gleichung lösbar für x1:



2) So kann die vorgelegte biquadratische Gleichung

x4 - 4x3 - 4x2 + 8x - 2 = 0

Nicht faktorisiert werden, d.h. sie kann nicht zerlegt werden in andere Gleichungen in der Menge der ganzen Zahlen. Die Lösungen dieser Gleichung für x1, x2, x3, x4 können nur in Wurzelausdrücken (Wurzelgleichungen) dargestellt werden.





Man kann die nummerischen Ergebnisse nur iterativ ermitteln.


3) Die vorgelegte Gleichung:

X3 - 3X2 - 3X - 1 = 0

Ist nicht faktorisierbar, d.h. die kann nicht in andere Gleichungen zerlegt werden in der Menge der ganzen Zahlen. Mit Hilfe der Galois-Theorie kann man die Lösungen der obigen Gleichung in Wurzelausdrücken (Wurzelgleichungen) darstellen.






Ich habe Ihnen, liebe Freunde der Mathematik, schon etwas über die Galois-Theorie berichtet. Durch diese Theorie lässt sich die Auflösbarkeit ober Nichtauflösbarkeit einer Gleichung nachweisen. Dazu zwei weitere Beispiele:


1) So entsprechen z. B. die Lösungen x1, x2, x3 den Identitäten der Ausdrücke der Ausgangsgleichung:

x1 + x2 + x3 = 12



x1 + x2 = 2

x3 - 10 = 0


x1 * x2 + x3 = 10


Lösung:

x1 = 2
x2 = 0
x3 = 10

Der Lösung der kubischen Gleichung in der Menge der ganzen Zahlen.

Die Gleichung

(x + x1) * (x2 + x2x + x3) = 0

X3 + 2X2 + 10X + 20 = 0

Es wird somit nachgewiesen, dass die kubische Gleichung auflösbar ist.


2) So entsprechen auch die Lösungen x1, x2, x3, x4 den Identitäten der Ausgangsgleichung.

x1 + x2 + x3 + x4 = -7



x1 + x3 = 4

x1 * x3 + x2 + x4 = -7

x1 * x3 = -7 - x2 - x4

x2 + x4 = -11

x1 * x3 = 4

x2 + 3 = 0

x4 + 8 = 0

x2 * x3 + x1 * x4 = -22

x2 * x4 = 24


Lösungen:

x1 = 2
x2 = -3
x3 = 2
x4 = -8

Und der Lösung der biquadratischen Gleichung

(x2 + x1x + x2) * (x2 + x3x + x4) = 0

X4 + 4X3 - 7X2 - 22X + 24 = 0

Es wird ebenfalls nachgewiesen, dass auch die biquadratische Gleichung auflösbar ist. Die Gleichung vierten Grades kann in vier lineare Gleichungen zerlegt werden.

(X - 1) * (X + 3) * ( X - 2) * (X + 4) = 0

ebenfalls in zwei quadratische Gleichungen

(x2 + 2 x - 3) * (x2 + 2x - 8) = 0

und zwei lineare und eine quadratische Gleichung

(x - 1) * (x + 4) * (x2 + x - 6) = 0

in dieser Gleichung ist die kubische Gleichung enthalten

(x - 1) * (x2 + x - 6) = 0



Die Galois-Theorie ist eine Perfektion der Lehre von den algebraischen Gleichungen. Durch diese Theorie ist man imstande für alle Gleichungen Xn (für n = 1, 2, 3, 4, 5, ...) eine exakte Aussage zu machen über die Auflösbarkeit oder Nichtauflösbarkeit von Gleichungen.



Nachtrag meiner Gedanken zur Gleichungstheorie


Zu Beispiel 2

Warum kann die biquadratische Gleichung

X4 - 4X3 - 4X2 + 8X - 2 = 0

Nicht faktorisiert werden in ganzen Zahlen?

Begründung:

Das inhomogene Gleichungssystem

I.   x1 + x3 = -4
II.  x2 + x4 = -8
III. x2 * x4 = -2

ist nicht auflösbar in der Menge der ganzen Zahlen.



Zu Beispiel 3

Warum kann die kubische Gleichung

X3 - 3X2 - 3X - 1 = 0

Nicht faktorisiert werden in ganzen Zahlen?

Begründung:

Das inhomogene Gleichungssystem

I.   x1 + x2 = -3
II.  x1 * x2 + x3 = -3
III. x1 * x3 = -1

ist nicht auflösbar in der Menge der ganzen Zahlen.






Ein weiterer Nachtrag zum Ergebnis über algebraische Gleichungen

Aufgrund der Galois-Theorie sind alle Gleichungen in der höchsten Potenz Xn für n > 4 zerlegbar in ganzen Zahlen, wenn dieselben durch Reduktion auf lineare quadratische, kubische oder biquadratische Gleichungen herabgeführt werden können. Man kann jede quadratische oder kubische oder biquadratische Gleichung in einem Wurzelausdruck darstellen.

Als Beispiel eine Gleichung fünften Grades.

Es entsprechen die Lösungen x1, x2, x3, x4, x5 den Wurzelausdrücken, Identitäten, der Ausgangsgleichung:

x1 + x2 + x3 + x4 + x5 = 1
x1 + x2 = 10
x1 * x2 + x3 = 30
x1 * x3 + x4 = 20
x1 * x4 + x5 = -31
x1 * x5 = -30
x2 * x5 - 10x5 = 30

x1 = 2
x2 = 8
x3 = 14
x4 = -8
x5 = -15

Und der Lösung der Gleichung

X5 + 10x4 + 30x3 + 20x2 - 31x - 30 = 0

Die Gleichung ist in ganzen Zahlen zerlegbar:

(x + 2) * (x4 + 8x3 + 14x2 - 8x - 15) = 0

Auch eine Linearfaktorenzerlegung ist möglich:

(x + 2) * (x - 1) * (x + 5) * (x + 1) * (x + 3) = 0


Ein weiteres Beispiel zur Auflösung der biquadratischen Gleichung

X4 - 4x3 - 4x2 + 8x - 2 = 0

Zum einen ist diese Gleichung nicht auflösbar, das heißt, die Gleichung kann nicht in zwei quadratische Polynome bzw. quadratische Gleichungen in ganzen Zahlen zerlegt werden.
Begründet wird die Aussage durch die Auflösung folgender vier Gleichungen:

X1 + X3 = -4
X2 + X4 = -8
X2 * X4 = -2
X42 + 8X4 - 2 = 0



X2 und X4 sind nur in der Menge der reellen Zahlen lösbar.

Zum anderen kann die obige Gleichung vierten Grades in Wurzelausdrücken für X1, X2, X3, X4 in der Menge der reellen Zahlen dargestellt werden:






Durch die Galois-Theorie wurde ein entscheidender Vorstoß zur Verallgemeinerung der Algebra geschaffen, so dass man Evariste Galois als den ersten großen Schöpfer der modernen Algebra bezeichnen kann.

Zur Verallgemeinerung der Algebra gehört auch die Theorie der Determinanten. Der eigentliche Entdecker der Determinanten war Gabriel Cramer. Mithilfe von Determinanten kann man feststellen, ob ein lineares Gleichungssystem in ganzen Zahlen oder in rationalen Zahlen lösbar ist.

Außerdem kann man die Lösung des Gleichungssystems mit der "Cramerischen Regel" explizit angeben.

Als Beispiel präsentiere ich für das Gleichungssystem

3x + 4y + 1 = 0 und
5x + 2y + 6 = 0

die Lösung für x und y durch die Determinanten





Die Determinante ist






Zum einen

A) Vorgelegt ist die algebraische Gleichung

x5 + 10x4 + 30x3 +20x2 - 31x - 30 = 0

Abstrakt faktorisiert in der Gleichungsform:

(x + x1) * (xn-1 + x2xn-2 + x3xn-3 + ... + xnxn-n) = 0

(x + x1) * (x4 + x2x3 + x3x2 + x4x + x5) = 0

Die Wurzelausdrücke dieser algebraischen Gleichung in einem inhomogenen Gleichungssystem:

x1 + x2 = 10
x1 * x2 + x3 = 30
x1 * x3 + x4 = 20
x1 * x4 + x5 = -31
x1 * x5 = -30

Die Lösungen des Gleichungssystems:

x1=5, x2=5, x3=5, x4=-5, x5=-6

Die obige Gleichung 5. Grades ist äquivalent mit der faktorisierten Gleichung.

x5 + 10x4 + 30x3 +20x2 - 31x - 30 = 0 (x + 5) * (x4 + 5x3 + 5x2 - 5x - 6) = 0



Zum anderen:

Vorgelegt ist die biquadratische Gleichung:

x4 + 5x3 + 5x2 - 5x - 6 = 0

abstrakt faktorisiert in der Gleichungsform:

(x2 + x1x + x2) * (x2 + x3x + x4) = 0

Die Wurzelausdrücke dieser algebraischen Gleichung in einem inhomogenen Gleichungssystem:

I     x1 + x3 = 5
II    x1 * x3 + x2 + x4 = 5
III   x2 * x3 + x1 * x4 = -5
IV   x2 * x4 = -6

Die Lösungen für x1 und x3 werden ermittelt aus zwei Gleichungen

I     x1 + x3 = 5                       x1 = 2
II    x1 * x3 + x2 + x4 = 5        x3 = 3

aus I und II resultiert die Gleichung

x2 + x4 = -1

zur Gleichsetzungsmethode

x2 + x4 = -1
x2 * x4 = -6

daraus resultiert die Gleichung:

x42 + x4 - 6 = 0

Die Formel ist also:



x2 = -3
x4 = 2

Probe durch Einsetzen in das obige Gleichungssystem:

x1=2, x2=-3, x3=3, x4=2

I       2 + 3 = 5
        5 = 5
II     6 + 2 - 3 = 5
        5 = 5
III   -9 + 4 = -5
       -5 = -5
IV   -3 * 2 = -6
       -6 = -6

Die biquadratische Gleichung kann somit

(x2 + 2x - 3) * (x2 + 3x + 2) = 0

zerlegt werden, auch in vier lineare Gleichungen über eine Linearfaktorzerlegung:

(x - 1)* (x + 3) * (x + 1) * (x + 2) = 0

Die Gleichung hat vier Nullstellen.

Die Gleichung A) ist weiterhin in einer Linearfaktorzerlegung auflösbar:

(x + 5) * (x - 1) * (x + 3) * (x + 1) * (x + 2) = 0

Somit hat diese Gleichung fünf Nullstellen.




Nachtrag

Die Zerlegbarkeit der algebraischen Gleichung (Polynom)

X5 + 2X4 + 4X2 - 8X - 32 = 0

ist nach Auflösung des heterogenen Gleichungssystems faktorisierbar in ganzen Zahlen (Koeffizienten) und hat mindestens eine ganzzahlige Lösung.

(X + x1) * (X4 + x2 * X + x3) = 0

x1 = 2
x2 = 4
x1 * x2 + x3 = -8
x1 * x3 = -32

(X + 2) * (X4 + 4x - 16) = 0

x1 = 2
x2 = 4
x3 = -16

Die Wurzelausdrücke des heterogenen Gleichungssystems bilden eine Galois-Gruppe, somit ist eine Auflösbarkeit der obigen Gleichung möglich. Die Gleichung ist faktorisierbar, hat wenigstens zwei Nullstellen, sie hat Lösungen in der Menge der reellen Zahlen oder auch konjugiert komplexe Lösungen.

Alle algebraischen Gleichungen, ganzzahlige Polynome, kann man in heterogenen Gleichungssystemen darstellen. Nach dem "Entweder-Oder-Satz" wäre dann eine algebraische Gleichung in der Menge der ganzen Zahlen entweder auflösbar, faktorisierbar oder nicht.


Ist die Gleichung A

x5 - 3x4 - 11x3 -9x2 + 46x - 24 = 0

auflösbar oder nicht?

D.h. kann die Gleichung faktorisiert werden in ganzen Zahlen (Koeffizienten)?

Machen Sie eine präzise Aussage über die Auflösbarkeit obiger Gleichung!

Zur faktorisierten Gleichung A das inhomogene Gleichungssystem:

(x + x1) * (x4 + x2x3 + x3x2 + x4x + x5) = 0

x1 + x2 = -3
x1 * x2 + x3 = -11
x1 * x3 + x4 = -9
x1 * x4 + x5 = 46
x1 * x5 = -24


Die Wurzelausdrücke bilden eine Galois-Gruppe, d.h. die Wurzelausdrücke im inhomogenen Gleichungssystem sind auflösbar in der Menge der ganzen Zahlen.
Dazu werden zwei Wurzelausdrücke getestet.
Somit ist die Gleichung A faktorisierbar und hat zwei Nullstellen.

Die Gleichung

x5 - 3x4 - 11x3 -9x2 + 46x - 24 = 0

hat Lösungen in der Menge der reellen Zahlen oder auch konjugiert komplexe Lösungen.
Um die Richtigkeit meiner Aussage über die Gleichung A bzw. über das inhomogene Gleichungssystem zu bestätigen werden zwei Wurzelausdrücke getestet.


x1 * x2 + x3 = -11

In der Lösungszeile des Gleichungssystems:

x1 = -1
x2 = -2
x3 = -13
x4 = -22
x5 = 24

Proben


2 - 13 = - 11




Hier nochmals eine Auflösungsmethode der algebraischen Gleichung dritten Grades in abstrakter Form in Verbindung mit der Theorie des E. Galois. Er ist der Schöpfer der modernen Algebra, der seine Gedanken über Gleichungen in einem Brief / Testament hinterlassen hat.

Der Theorie Galois` füge ich meine eigene Auflösungsmethode algebraischer Gleichungen bei. Diesbezüglich sei gesagt, dass jede Gleichung in der höchsten Potenz xn in der Gleichungsform abstrakt faktorisiert werden kann.

(x + x1) * (xn-1 + x2xn-2 + x3xn-3 + ... + xnxn-n) = 0

Auch das entsprechende homogene bzw. inhomogene Gleichungssystem kann dazu formuliert werden.

Dasselbe ist dann entweder auflösbar in ganzen Zahlen oder es existieren keine ganzzahligen Lösungen. Auf Grund dessen kann man entscheiden, ob die algebraische Gleichung in ganzen Zahlen (Koeffizienten) faktorisiert werden kann.

Jede algebraische Gleichung 3. Grades ist zugleich eine biquadratische Gleichung, wenn man dieselbe mit dem Linearfaktor x-1 multipliziert.
In jeder biquadratischen Gleichung ist eine Gleichung 3. Grades enthalten.

Beispiel:

Die Gleichung des E. Galois

x3 + 7x2 – 6x – 72 = 0

Dazu multipliziert man diese Gleichung mit dem Linearfaktor x-1. Somit wäre die biquadratische Gleichung

x4 + 6x3 – 13x2 – 66x + 72 = 0

Diese Gleichung wird abstrakt faktorisiert in der Gleichungsform

(x2 + x1x + x2) * (x2 + x3x + x4) = 0

Daraus resultiert das inhomogene Gleichungssystem

x1 + x3 = 6

x1 * x3 + x2 + x4 = -13

x2 * x3 + x1 * x4 = -66

x2 * x4 = 72

Die Lösungen des Gleichungssystems:

x1 = 3

x2 = -4

x3 = 3

x4 = -18

Also:

(x2 + 3x – 4) * (x2 + 3x – 18) = 0

Die biquadratische Gleichung in der faktorisierten Gleichungsform hat 2 Nullstellen, somit ist dieselbe nach Ausrechnung der zwei quadratischen Gleichungen über eine Linearfaktorzerlegung auflösbar.

(x – 1) * (x + 4) * (x – 3) * (x + 6) = 0

Somit sind die Lösungen der Gleichung des E. Galois

x3 + 7x2 – 6x – 72 = 0

(Die Linearfaktorzerlegung dieser Gleichung) in der Linearfaktorzerlegung der biquadratischen Gleichung enthalten.

Jede Gleichung (kubische Gleichung) ist auflösbar über eine biquadratische Gleichung, wenn dieselbe wenigstens zwei Nullstellen hat in der Menge der ganzen Zahlen.

(x2 + x1x + x2) * (x2 + x3x + x2) = 0




Jede algebraische Gleichung ist in der Menge der reellen Zahlen oder in der Menge der komplexen Zahlen lösbar.
Es gibt Lösungen im reellen Zahlenbereich.
Es gibt Lösungen im komplexen Zahlenbereich.


Als Beispiel die biquadratische Gleichung:

A)     x4 - 7x3 + 17x2 - 18x + 6 = 0

wird abstrakt faktorisiert

(x2 + x1X + x2) * (x2 + x3X + x4) = 0

und hat 2 Nullstellen.



Daraus resultiert das inhomogene Gleichungssystem:

I       x1 + x3 = -7
II       x1 * x3 + x2 + x4 = 17
III     (x2 * x3) + (x1 * x4) = -18
IV     x2 * x4 = 6

Die Auflösung des Gleichungssystems:

x1 + x3 = -7            x1 = -3; x3 = -4

II       12 + x2 + x4 = 17

IV       x2 * x4 = 6
           x2 + x4 = 5
           x2 * x4 = 6


Gleichsetzungsmethode

      x2 = 5 - x4


      x42 - 5 x4 + 6 = 0



x2 = 3
x4 = 2
x1 = -3

x2 = 3

x3 = -4

x4 = 2


Die biquadratische Gleichung "A" hat 2 Nullstellen

(x2 - 3x + 3) * ( x2 - 4x +2) = 0

Eine Linearfaktorzerlegung in ganze Zahlen ist nicht möglich für die biquadratische Gleichung "A".
Dieselbe hat 2 reell imaginäre Lösungen und 2 reelle Lösungen.







8. Die Zukunft der Mathematik.


Die Mathematik gehört zu den exakten Wissenschaften. Die Reihe großer Mathematiker von Pythagoras bis Hilbert beziehungsweise A. Einstein ist lang. Die Mathematiker haben Beiträge zur Sprache der Mathematik geleistet. Eine langanhaltende Faszination der Menschheit für die Mathematik ist entstanden, weil das Universum aus einem mathematischen Stoff gewebt ist. Nach Platons Lehre war Gott ein Mathematiker, Sir James Jeans glaubte, dass Gott mit der Arithmetik experimentierte. Sir Isaak Newton nahm an, die Planeten seien ursprünglich von Gott in ihre Bahnen geworfen worden; aber selbst nachdem Gott die Gesetze der Schwerkraft verfügt habe, benötigten die Planeten immer noch kontinuierliche Anpassungen ihrer Umlaufbahn. Nach Leibnitz, der Mathematik als Kosmos betrieb, ist Gott der Schöpfer der Mathematik. Leibnitz sagte: "Gewiss kann man die Welt, das unendliche Universum zuverlässig verstehen, indem man Mathematik anwendet."


Man kann heute sagen, dass die Disziplinen der Mathematik, die Gesetze der Arithmetik, Algebra und die Unendlichkeitsmathematik vollkommen sind. Durch die Grundlagenforschung weiß man, dass es für die Wissenschaft Grenzen gibt, an denen die Forschungsarbeit endet. Meines Erachtens nach kann es kein Überbieten der Gesetze geben. Die Mathematik ist schon heute ganz verallgemeinert. Man weiß heute, was wir in Wirklichkeit wissen. Die Zukunft der Mathematik sehe ich in der Handhabung von Computern/Internet, wobei alle mathematischen Sätze beziehungsweise Formeln logisch über Programme gespeichert sind. Die Zukunft der Mathematik bedeutet auch die Sprache der Mathematik für alle verständlich und sie nicht nur einem bestimmten Kreis zugänglich zu machen.




Gebet

Wunderbarer Gott, du Schöpfer der Welt,
du Schöpfer aller Kulturschaffenden,
Geist aller wahren Inspiration,
Dein Wort für alle Denker, Dichter und Künstler,
wir loben und preisen den Herrn.

Wunderbarer Gott, du Schöpfer der Welt,
alles was ist, hast Du geschaffen, alles,
was ist, erzählt von Deinen großen Gedanken.
Alles, was ist, rühmt Deine Weisheit.
In allem was ist, erfüllt sich Dein Plan,
auch in mir. Über allem stehst Du.

Dich loben und preisen die Menschen.

Wunderbarer Gott, du Schöpfer der Welt,
Du Schöpfer aller Wissenschaften, Dein
Wort für alle Kulturschaffenden, Du
willst auch meine schöpferische Kraft,
Arbeit, mein Werk vervollkommnen.

Ich lobe und preise den Herrn.




Aufsätze und Essays






Einigkeit und Recht und Freiheit

Die Geschichte der Deutschen von 1848 bis zur Gegenwart

Am 18.05.1848 tagte das erste gesamtdeutsche Parlament in der Frankfurter Paulskirche. Es kamen 586 Volksvertreter zur Deutschen Nationalversammlung zusammen. Die Zusammensetzung des Parlaments war nicht repräsentativ, da die Abgeordneten größtenteils aus dem Bildungsbürgertum kamen, Bauern waren nur mit einem Abgeordneten, Arbeiter gar nicht vertreten.

Nach langen Debatten wurde für die kleindeutsche Lösung entschieden, das heißt für den Weiterbestand der Einzelstaaten mit dem preußischen König als "Kaiser der Deutschen" an der Spitze. Der preußische König hatte das Recht auf Gesetzgebung und Kontrolle der Regierung, das heißt des Reichstags. Friedrich Wilhelm IV lehnte jedoch die Kaiserkrone als "Schweinekrone" ab. Es kam zu Aufständen in Sachsen, Westfalen und Baden, die durch preußische Truppen niedergeschlagen wurden. Die Anführer wurden erschossen oder zu hohen Strafen verurteilt.

Nach dem Scheitern der Aufstände gelangte man in Deutschland zur vorrevolutionären Ordnung zurück. 1862 wurde Otto von Bismarck zum preußischen Ministerpräsidenten ernannt. Sein Ziel war ein starker deutscher Nationalstaat unter der Führung Preußens. Er führte Krieg gegen Österreich, der durch die Schlacht von Königgrätz für Preußen entschieden wurde. Im darauf folgenden Frieden von Prag wurde Österreich aus Preußen hinausgedrängt. Preußen schloss sich mit den Staaten nördlich des Mains zum "Norddeutschen Bund" zusammen. Bismarck war durch die Erfolge sehr populär geworden. Er wollte nun die süddeutschen Staaten mit den norddeutschen verbinden. Aus diesem Grund führte er Krieg gegen den gemeinsamen Feind Frankreich. 1870 wurde Frankreich in der Schlacht bei Sedan besiegt. 1871 wurde der preußische König in Versailles zum Deutschen Kaiser Wilhelm I ausgerufen.

Es gab nun zwar den gewählten Reichstag, doch er hatte weder Entscheidungsfähigkeit noch die Kontrollfunktion über die Regierung. Die Politik wurde von Kaiser und Reichskanzler bestimmt.

Die zunehmende Industrialisierung führte zu veränderten Lebensbedingungen für die Menschen in Deutschland. Sie machte aus Landbewohnern Stadtmenschen. Die Landflucht ließ die Städte explodieren. Der Wohnungsbau konnte nicht mehr mithalten, die Mieten stiegen, es kam zu katastrophalen Verhältnissen. Die ersten Mietskasernen entstanden.
Auf der anderen Seite konnte ein Anstieg des Wohlstands durch die boomende Wirtschaft beobachtet werden. Durch die fortschreitende Industrialisierung entstanden starke soziale Gegensätze. Die Gründung einer Arbeiterpartei 1863 war unvermeidbar geworden. Bereits 1877 hatte die sozialistische Arbeiterpartei ca. 500.000 Stimmen.

Das Ziel Bismarcks war die Zerstörung dieser Partei durch seine Sozialistengesetze (1878-1890). Dieses Ziel konnte er allerdings nicht erreichen. Nach der Wiederzulassung der Sozialdemokraten erreichten diese bei der Wahl von 1890 die meisten Stimmen. Allerdings zeigte die Politik der Ausgrenzung durch Bismarck Folgen. Trotz der Sozialgesetzgebung wurde die Integration der Arbeiter im Staat weitgehend verhindert.

Nach dem Tod Wilhelms I. wurde sein Enkel mit 29 Jahren Kaiser Wilhelm II. Wilhelm II. war besessen von seiner Macht und Größe. Kunst, Kultur, Politik sollten sich ihm unterordnen. Er entließ Bismarck, hielt nichts von Diplomatie und Verhandlungen. Das "wilhelminische" Deutschland wurde gefürchtet und war unbeliebt. Wilhelm II begann eine Flotte aufzubauen, um damit beim Wettlauf um Kolonien mithalten zu können. England, Frankreich und Russland schlossen untereinander Nichtangriffspakte. Deutschland sah sich isoliert und rüstete auf. Die Nachbarstaaten sahen nicht tatenlos zu. So wurde Europa zum Pulverfass.

Durch die Ermordung des österreichischen Thronfolgers 1914 wurde der I. Weltkrieg ausgelöst, ursprünglich wegen Unabhängigkeitsbestrebungen verschiedener Nationalitäten innerhalb des Vielvölkerstaats Österreich.
Österreich-Ungarn hatte gegen Serbien, das mit Russland verbündet war, nicht vorgehen können. Doch Wilhelm II. sicherte Österreich Beistand zu. Am 1. August erklärte Deutschland Russland, am 3. August Frankreich den Krieg.

Anfang 1916 wollte die deutsche Oberste Heeresleitung eine Wende in Verdun erzwingen. 700.000 Franzosen und Deutsche starben in dieser grausamen Schlacht, es kam allerdings zu keiner Entscheidung. Auch im Osten kam es zu einem Stellungskrieg. In Deutschland war man nicht vorbereitet auf einen so langen Krieg. Munition, Material, Nahrungsmittel wurden knapp. Die Oberste Heeresleitung befahl den unbeschränkten U-Boot-Krieg, in dem auch neutrale Schiffe versenkt wurden. 1917 erklärten die USA Deutschland den Krieg. Damit war eigentlich der I. Weltkrieg entschieden. Deutschland galt als Verlierer.

Wichtig für den weiteren Verlauf der deutschen Geschichte war die Oktoberrevolution in Russland. In Russland führten Not und Hunger zu sozialen Unruhen, die sich 1917 zur Revolution ausweiteten. Der Zar wurde ermordet. In der Oktoberrevolution errangen die Bolschewiken unter Lenins Führung die Macht in Russland. Lenin wollte den Frieden, damit er im Inneren die Herrschaft der Arbeiter., Bauern- und Soldatenräte schaffen und die Sowjetrepublik aufbauen konnte, die bald darauf zur kommunistischen Sowjetunion wurde.

Auch in Deutschland nahm die Kriegsmüdigkeit zu. Seit 1917 kam es immer wieder zu Streiks. Als im Juli neue Kriegskredite vom Reichstag bewilligt werden sollten, lehnte die USPD unter Dr. Liebknecht und Luxemburg das ab. Sie wollten einen sofortigen Frieden. Die MSPD mit F. Ebert und Scheidemann versuchte mit anderen Parteien Einfluss auf die offizielle Politik zu gewinnen.

Aber die Volksvertreter konnten sich nicht gegen die Regierenden durchsetzen. Hindenburg und Ludendorff kümmerten sich nicht um Reichstagsbeschlüsse. Im Osten errichteten sie eine Militärdiktatur. Sie lehnten einen Verständigungsfrieden ab und wollten 1918 auch im Westen eine Entscheidung erzwingen. Auch als der Krieg schon verloren war, gestanden sie die Niederlage nicht ein. Ludendorffs Ziel war es, den Parteien die Verantwortung für die Konsequenzen aus der Niederlage zuzuschieben und die Armee damit nicht in Verbindung zu bringen.

Als im Herbst 1918 die oberste Flottenführung das Auslaufen gegen die englische Flotte befahl, meuterten die Matrosen. Diese Revolte breitete sich immer weiter aus. Überall bildeten sich nach russischem Vorbild Arbeiter- und Soldatenräte. Am 9. November trat Wilhelm II. unter Druck zurück und Friedrich Ebert wurde Reichskanzler. Scheidemann rief die "Deutsche Republik" aus. Dr. Liebknecht verkündete die "Freie sozialistische Republik Deutschland". Anders als in Russland setzten sich die gemäßigten gegen die radikalen Kräfte durch. Bei der Wahl zur verfassunggebenden Nationalversammlung am 19.1.1917 erhielten die gemäßigten Kräfte 76% der Stimmen. Für eine sozialistische Revolution gab es keine Mehrheit in Deutschland.

Am 19. Januar wurden Dr. Liebknecht und Rosa Luxemburg von Freikorpsoffizieren heimlich ermordet. Dies verschärfte die politischen Gegensätze in Deutschland. Am 6. Februar wurde der neuen Republik eine Verfassung gegeben. Von großer Bedeutung für die junge Republik wurden die Friedensbedingungen der Alliierten. Ort für die Friedensverhandlungen war Versailles, wo Wilhelm I. zum Deutschen Kaiser ausgerufen worden war.

Friedensbedingungen waren unter anderem:

Abtretung aller Kolonien
3/4 der Erzförderung
1/3 der Steinkohleförderung
ein Heer von maximal 100.000 Mann,
keine Panzer, U-Boote, Kriegsschiffe, schwere Waffen.

Die Sieger waren zu keinen Verhandlungen bereit und bestanden unter Androhung eines neuen Krieges auf Einhaltung des Vertrags. Scheidemann weigerte sich zu unterzeichnen und trat zurück. Hindenburgs "Dolchstoßlegende", die Armee habe den Krieg nicht verloren, sondern sei von sozialistischer Hetze und Friedenspropaganda "von hinten erdolcht" worden, wurde zur großen Belastung für die Republik.

Bei der Reichtagswahl 1920 stürzten die Parteien der Weimarer Koalition von 76% auf 43% ab. Damit waren sie auf die Unterstützung anderer Parteien von rechts oder links angewiesen. Die Regierungen wechselten etwa alle neun Monate. Nationalisten und Kommunisten wollten die Schwäche ausnutzen. Es gab zahlreiche Putschversuche, Attentate und Aufstände. Erzberger und Dr. Rathenau wurden ermordet. Zwischen 1918 bis 1921 gab es 376 politische Morde. Im November 1923 tauchte zum ersten Male Adolf Hitler auf. Zusammen mit Ludendorff und einigen tausend Anhängern wollte er die Reichsregierung stürzen. Der Putsch scheiterte, die Anführer wurden nur gering bestraft.

Auch wirtschaftlich war 1923 ein Krisenjahr. Es kam zu einer galoppierenden Inflation, weil die Regierung, um Reparationen bezahlen zu können, immer mehr Geld drucken ließ. Der Mittelstand, Rentner, Pensionsempfänger, die nur Geldersparnisse hatten und deren Renten und Pensionen nicht angepasst wurden, verarmten.

Durch die Einführung einer neuen Währung 1924 erholte sich die Wirtschaft, gleichzeitig gelang es Außenminister Stresemann 1926 Deutschland in den Völkerbund aufnehmen zu lassen. Es begannen die "goldenen Zwanziger-Jahre". Die deutsche Wissenschaft genoss wieder hohes Ansehen. In der Architektur sorgte der "Bauhausstil" für Aufsehen. Film, Theater und Kabarett blühten auf. Aber auch kritische Künstler wurden sehr beachtet. Schriftsteller, Journalisten und Künstler wie Bert Brecht, Mann, Ossietzky, Kollwitz, Dix oder Grosz zeigten auch die Schattenseiten des politischen und gesellschaftlichen Lebens. Schriftsteller und andere Intellektuelle der Weimarer Republik warnten schon früh vor der Gefahr der Nationalsozialisten und ihrem Führer Adolf Hitler.

A. Hitler wurde im österreichischen Braunau am Inn geboren. Er verließ die Schule mit 16 Jahren ohne Abschluss. Er wollte an der Kunstakademie in Wien Malerei studieren, scheiterte aber an der Aufnahmeprüfung. Er lebte von Gelegenheitsarbeiten und dem Verkauf selbstgemalter Ansichtskarten. Für das Militär wurde er als dienstuntauglich ausgemustert. 1914 meldete er sich als Freiwilliger beim bayrischen Heer. Nach dem Krieg verwendete man ihn wegen seiner rhetorischen Fähigkeiten beim Heer für "Aufklärungsreden", mit denen er bei den Soldaten wegen seiner Hetze gegen das Judentum gut ankam.

1919 trat Hitler der "Deutschen Arbeiterpartei" bei und stieg rasch auf. Bald setzte er den Namen "Nationalsozialistische Arbeiterpartei" mit dem Emblem Hakenkreuz durch. Das erste Parteiprogramm von 1920 enthielt alle Grundgedanken, die für Hitlers spätere Politik charakteristisch war. 1921 wurde Hitler in der Partei zum ersten Vorsitzenden mit fast unbegrenzten Machtbefugnissen gewählt. Nach Verbüßung einer Haftstrafe aufgrund des Münchener Putsches gegen die Regierung 1923 erfolgte die Gründung der "SS", die ihm persönlich unterstand. Vor allem baute er die Propagandaabteilung der Partei aus. Dazu gewann er den Journalisten Josef Göbbels für die NSDAP. Göbbels verstand es wie Hitler die Menschenmassen in Deutschland zu beeinflussen. Dennoch war die NSDAP fast bedeutungslos. Anfang der 30iger Jahre kam für Hitler die große Chance, weil Deutschland in den Sog der Weltwirtschaftskrise geriet, die sich aus dem Zusammenbruch der New Yorker Börse 1929 entwickelte. Dramatische Kursstürze folgten, ausländische Banken forderten die sofortige Rückzahlung der Kredite und Zinsen. Das führte zum Rückgang der Kaufkraft des Geldes. Firmenzusammenbrüche, Bankenschließungen und Massenarbeitslosigkeit waren die Folge.

Die einfachen Parolen und ein klares Feindbild der NSDAP kamen in dieser Situation gut an. 1932 wurde die NSDAP mit 37,2% stärkste Partei im Reichstag. Die KPD erhielt 14.2%. Beide Parteien bekämpften sich auch in Straßen- und Saalschlachten. In dieser politisch chaotischen Zeit wurde der Reichspräsident zum wichtigsten Mann. Kanzler Hindenburg war alt und überfordert und ernannte 1933 Hitler zum Reichskanzler. Ab 1933 verfolgten und töteten SS und SA politische Gegner. Der Reichstagsbrand am 27. Februar war ein Vorwand für die "Verordnung zum Schutz von Volk und Staat". Ab jetzt konnte das NS-Regime legal gegen alle und alles vorgehen. Mit dem "Gesetz zur Gleichschaltung" am 31. März wurde die Selbständigkeit der Länder aufgehoben. Die Gewerkschaften und die SPD wurden verboten, die bürgerlichen Parteien aufgelöst. Es gab nur noch die NSDAP. Deutschland wurde ein totalitärer Führerstaat. Mit dem Tod Hindenburgs 1934 übernahm Hitler das Amt des Reichspräsidenten. Gleichzeitig war er Oberbefehlshaber der Reichswehr. Soldaten und Beamte mussten den Treueid auf Hitler leisten.

Durch das 3. Reich der Nazi-Herrschaft kam es zu katastrophalen Auswirkungen für Deutschland. Millionen von Menschen, Deutsche und Angehörige vieler anderer Nationen, verloren auf die menschenunwürdigste Weise ihr Leben durch eine verbrecherische deutsche Regierung, die in der Bevölkerung hunderttausende von Helfershelfern hatte.



Nach dem II Weltkrieg und nach der bedingungslosen Kapitulation der deutschen Streitkräfte einigten sich die Regierungschefs der Sowjetunion, Großbritanniens und USA auf der Potsdamer Konferenz, Deutschland in 4 Besatzungszonen und Berlin in 4 Sektoren einzuteilen, aber von einem gemeinsamen Alliierten Kontrollrat verwalten zu lassen.
Die wirtschaftliche Demilitarisierung sollte in jeder Zone autonom durchgeführt werden. Im Laufe der Zeit lief die wirtschaftliche Entwicklung zwischen den westlichen und der sowjetischen Besatzungszonen immer weiter auseinander.

Die englischen, britischen und amerikanischen Besatzungszonen bildeten später die Bundesrepublik Deutschland, die sowjetische Zone die Deutsche Demokratische Republik. Als die Westalliierten einen westdeutschen Separatstaat gründen wollten, verließ der Vertreter der Sowjetunion am 20. März 1948 die Sitzung des Kontrollrats. Durch die Währungsreform, die auf die westlichen Besatzungszonen und den westlichen Sektor von Berlin beschränkt war, wurde die Teilung Deutschlands zur Gewissheit.

Die Sowjetunion versuchte durch die Berlinblockade ganz Berlin in ihre Hand zu bekommen. Durch eine Luftbrücke der Westalliierten wurde Berlin 11 Monate lang versorgt, bevor die Blockade am 12. Mai 1949 beendet wurde.

Am 24. Mai 1949 trat das Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland in Kraft und somit war die Bundesrepublik geboren. Die BRD entwickelte sich zu einer Demokratie nach westlichem Vorbild. Konrad Adenauer als 1. Kanzler der BRD förderte mit seinem Amtskollegen Charles de Gaulle die deutsch-französische Freundschaft.

1950 trat die Bundesrepublik dem Europarat bei und wurde 1954 in die NATO aufgenommen. 1955 wurde die Wiederbewaffnung beschlossen.

Das Wirtschaftswunder war in vollem Gang. Es herrschte Vollbeschäftigung. Die Wirtschaft florierte und bescherte der Bevölkerung einen unerwarteten Wohlstand.

Neu und unerwartet war auch das politische Engagement der Jugend. Als 1956 die allgemeine Wehrpflicht eingeführt und das Recht auf Wehrdienstverweigerung im Grundgesetz verankert wurde, entschlossen sich die ersten jungen Männer, von ihrem Recht Gebrauch zu machen. In oft entwürdigenden "Gewissensbefragungen" wurde getestet, ob sie den Wehrdienst verweigern durften.

Als 1958 beabsichtigt wurde, die Bundeswehr mit Atomwaffen auszustatten, zeigte sich, dass der Friedens- und Demokratiegedanke sich in vielen Köpfen verankert hatte. Es kam zu erheblichen Protesten, die in Form von alljährlichen Ostermärschen noch heute anhalten.

1962 wurde die junge Demokratie erschüttert, als die Redaktion des Spiegel durch die Polizei besetzt und Rudolf Augstein verhaftet wurde. Auslöser war ein Bericht über ein NATO-Manöver, in dem festgestellt wurde, dass die Bundeswehr ihren Aufgaben nur bedingt nachzukommen in der Lage war. Die Spiegelredaktion wurde wegen Landesverrats angezeigt. Im Zuge der Aufklärung verlor Franz-Josef Strauss sein Amt als Verteidigungsminister.

1966 bekam der Wohlstand die ersten Risse. Innerhalb eines Jahres vervierfachte sich die Arbeitslosenzahl.
1966: 101476 Arbeitslose
1967: 400730 Arbeitslose
CDU/CSU und SPD bildeten eine "Große Koalition" mit Kiesinger als Bundeskanzler. Auf Grund des Fehlens eines parlamentarischen Gegengewichts bildete sich die "Außerparlamentarische Opposition" APO.

Die 60er Jahre waren in der Bundesrepublik die Zeit der Studentenproteste. Die breite Bevölkerung betrachtete die enge Bindung zu den USA wegen des Vietnam-Kriegs kritisch.

Anfang der Siebziger Jahre tauchte eine kleine Gruppe in den Untergrund ab und bildete die "Rote Armee Fraktion" um Baader - Meinhof. In ihren Augen war der Terror die einzige Möglichkeit die Bundesrepublik politisch zu verändern.

Aber auch gewaltfrei Protestierende fühlten sich von den Parlamentariern unzureichend vertreten. Es gab Demonstrationen gegen die Nutzung der Kernenergie und 1981 kam es zur größten Demonstration der Bundesrepublik gegen die atomare Aufrüstung mit 300.000 Teilnehmern. Themen wie Pazifismus, Gleichberechtigung und Ökologie traten in den Vordergrund.

Gleichzeitig aber fürchtete der Staat eine Unterwanderung durch kommunistische Kräfte und belegte hauptsächlich linksgerichtete Lehrer, aber auch vereinzelt Polizeibeamte mit Berufsverboten.

Insgesamt jedoch lässt sich sagen, dass die Bundesrepublik sich zu einer stabilen Demokratie entwickelte. Die Bevölkerung begann selbstbewusst ihre Interessen, auch gegen die Politiker zu vertreten. Als 1983 Vertreter der Grünen in den Bundestag einzogen, war die neue Zeit auch in die Hohe Politik eingezogen.

Während (ab) 1947 der Zusammenschluss der britischen und amerikanischen Zonen und der Marshallplan der USA den Westen Deutschlands stärkte, setzte die Sowjetunion die Demontage in der sowjetisch besetzten Zone fort.

1949 wurde die DDR als sozialistischer Staat nach sowjetischem Vorbild als Diktatur des Proletariats ausgerufen. Die politische Macht hatte die Sozialistische Einheitspartei Deutschlands "SED". Partei und Staat wurden nach dem Prinzip des demokratischen Zentralismus geführt. Von Anfang an zählte die DDR zu den Ostblockstaaten und orientierte sich politisch, sozial und wirtschaftlich am Vorbild Sowjetunion.

Die sozialistische Gesellschaftsordnung politisierte und kontrollierte alle gesellschaftlichen Bereiche. Der private Gestaltungsraum wurde eingeschränkt.

Als Gegenstück zu den Organen der Bizone wurde die Deutsche Wirtschaftskommission gegründet und vereinigte darin die Zentralverwaltungen für z.B. Land- Forstwirtschaft, Energie und Handel.

Nachdem es einen 2-Jahresplan gegeben hatte, folgte ab 1951 für die Wirtschaft der DDR ein Fünfjahresplan. Es war der Einstieg zur Planwirtschaft. Verantwortlich für die Aufstellung und Kontrolle der langfristigen Pläne und Lenkung der Wirtschaft war die Planungskommission.

Wirtschaftliche Schwerpunkte wurden im Bereich der Schwerindustrie und im Aufbau der Landwirtschaftlichen Produktionsgenossenschaften (LPG) gesetzt.
1952 waren so knapp 2000 Produktionsgenossenschaften entstanden. Klein- und Mittelbauern wurden mit Repressalien drangsaliert, woraufhin zehntausende von ihnen in den Westen umsiedelten.

Aber auch gesellschaftspolitisch gab es tiefgreifende Veränderungen. Frauen wurden systematisch in den "Aufbau des Sozialismus" miteinbezogen. Für 1-3 jährige Kinder gab es Kinderkrippen, für 4-6 jährige Kindergärten. Ab der Grundschule gab es Horte. Der Gedanke war dabei, Kinder möglichst früh im Sinne des Sozialismus politisch zu erziehen.

1961 wurden die Bewohner der DDR mit dem Bau des "Antifaschistischen Schutzwalls" bzw. der Berliner Mauer endgültig zu Gefangenen des Staates. Die SED überzog die gesamte Gesellschaft der DDR mit einem Netz der Bespitzelung. Überall gab es Überwachung und Kontrolle.

1972 wurde der sogenannte Grundlagenvertrag geschlossen auf der Basis "gutnachbarlicher Beziehungen zueinander auf der Grundlage der Gleichberechtigung", gleichzeitig aber baute die DDR Grenzsicherungsanlagen aus und die Kontrolle der Bevölkerung wurde verschärft. Die Maßnahmen wurden zunehmend autoritär, (Zwangsadoptionen, Haft für Dissidenten)

Dann verstärkte sich der Druck der unzufriedenen Bevölkerung. Der Reformkurs des sowjetischen Präsidenten Gorbatschow verstärkte Ende der 80 Jahre den Druck auf die Führung der DDR. Seit dem 25.09.1989 gab es unter dem Titel "Montagsdemonstrationen" Massenkundgebungen gegen die Staatsführung.

Am 08.11.1989 trat das Politbüro der DDR geschlossen zurück.
Am 03.10.1990 trat die DDR nach Art. 23 GG der Bundesrepublik Deutschland bei.

Die fest etablierte Demokratie in Westdeutschland wurde überrascht durch den Zusammenbruch der DDR. Von heute auf morgen übernahm die Bundesrepublik ein ganzes Land, dessen Bevölkerung durch eine friedliche Revolution ihre Führung zur Aufgabe gezwungen hatte. Mit dem Ruf "Wir sind das Volk" war das Volk der DDR der SED davongelaufen. Deutschland vereinigte sich zu einem Nationalstaat.

Doch die anfängliche Euphorie wich der nüchternen Realität. Es zeigte sich, dass die neuen Bundesländer in einem desolaten Zustand waren. Umwelt- und Bausanierung stand an. Das Verkehrsnetz und die Telekommunikation mussten modernisiert werden. Bei der Privatisierung der Betriebe durch die "Treuhand" gingen Tausende von Arbeitsplätzen verloren. Es kam zu einem riesigen Transfer von Steuergeldern von West nach Ost.

Nichtsdestoweniger gelang etwas, das viele Nationen bezweifelt hatten. Die Bundesrepublik und die ehemalige DDR wuchsen (trotz vieler Schwierigkeiten) zu einem Land zusammen, ohne einen Zusammenbruch des Staates.

Ist mit der Wiedervereinigung beider deutscher Staaten "Einigkeit und Recht und Freiheit" erreicht?
Im Großen und Ganzen kann man die Frage bejahen.

Die Bundesrepublik ist ein freiheitlicher, demokratischer Bundesstaat. Dennoch ist der wachsende Rechtsradikalismus und die steigende Zahl rechter Gewaltdelikte besorgniserregend. Daraus resultiert ein großes Sicherheitsbedürfnis der Bürger.

Aus diesem Grund werden inzwischen einige Plätze oder Bahnstationen videoüberwacht. Außerdem hat die Bundesregierung eine mögliche Telefonüberwachung der Bürger im Gefahrenfall beschlossen. Dieser "große Lauschangriff" wurde 2004 durch das Bundesverfassungsgericht als nicht verfassungsgemäß verboten. Das mag als Beispiel dienen, dass größere Sicherheit auch auf Kosten der Freiheit geht. Auch in einer funktionierenden Demokratie heißt es für die Bürger wachsam sein und mit Zivilcourage für die Ziele der Demokratie einzustehen.

Eine Gefahr für unsere Demokratie, die nicht nur die Bundesrepublik, sondern alle westlich orientierten Staaten betrifft, ist die ansteigende Terrorgefahr des sogenannten Islamischen Staates "IS". Durch Terroranschläge dieser Gruppierungen werden Freiheit, demokratische Werte und die westliche Lebensweise angegriffen. Eine große Aufgabe ist es und wird es in Zukunft sein das freiheitliche Leben in unserer Kultur zu verteidigen und zu bewahren.






Freiheit unser höchstes Gut

Gedanken der Freiheitsrechte des Menschen sind sehr alt. Schon in der Antike sprachen große, griechische Philosophen dem Menschen auf Grund seiner Würde nicht verletzbare Freiheitsrechte zu.

Dieselben wurden eingeführt in die Verfassungen der nordamerikanischen Staaten, wurden in der "Französischen Revolution" durch die Nationalversammlung proklamiert, und dann in vielen Verfassungen des 19. Jahrhunderts übernommen. In Deutschland befasste sich erstmals die "Frankfurter Nationalversammlung" mit den Grund- und Menschenrechten.

Heute werden die Grund- und Menschenrechte durch unser Grundgesetz garantiert. (Freiheitsrechte, Gleichheitsrechte etc.), später auch durch Teile der konzipierten EU-Verfassung als Grundlagenvertrag.

Es ist der Wille Gottes, dass jeder Mensch in Freiheit, Gerechtigkeit und Frieden nach den "Zehn Geboten des Herrn" leben soll.

Die geschichtliche Entwicklung hat gezeigt, dass man Menschen auf Dauer nicht mit Macht und Gewalt regieren und dirigieren kann.
Die Masse der Menschen in der industrialsierten Welt hat Sklaverei sowie Unterdrückung durch Privilegierte überwunden; sie leben heute in Selbstverantwortung und -Bestimmung, in Freiheit, Gerechtigkeit und Frieden.
Den großen Unterschied gibt es nicht mehr ausgeprägt in demokratisch regierten Ländern der Welt. In weiten Teilen Afrikas, Asiens oder Südamerika allerdings sind die Menschen von Selbstbestimmung noch weit entfernt.

Die Bundesrepublik Deutschland ist ein Hort der Freiheit. Die Grund- und Menschenrechte werden durch das Grundgesetz garantiert; sie sind unantastbar; sie zu achten und zu schützen sind oberstes Gebot des Staates, - unseres ganzen Volkes. Jedermann soll in Freiheit, Gerechtigkeit und Frieden leben können. Der Staat muss die Grund- und Menschenrechte (= Freiheitsrechte, Gleichheitsrechte, soziale Grundrechte und Unverletzlichkeitsrechte) seinen Bürgern nach Artikel 1 des Grundgesetzes immer garantieren können.

Jeder Mensch muss sich frei entfalten können, in der Berufswahl, und der Meinungsäußerung sowie in Religions- und Gewissensentscheidungen.

Diese Rechte werden auch später durch Teile der konzipierten EU-Verfassung als Grundlagenvertrag gestärkt.

Jeder Mensch muss sein Leben ohne Behinderung selbst bestimmen können.
Natürlich im Rahmen der Sitten- und Moralgesetze.

Der Mensch darf nur nicht straffällig werden, nicht die öffentliche Rechtsordnung bewusst stören oder gar gefährden; er darf nicht gegen die Gesetze unserer Verfassung verstoßen, dann können die Freiheitsrechte des Einzelnen eingeschränkt werden bis hin zum Freiheitsentzug, bis zur Verbüßung der Strafe.

Wir alle sind mündige Bürger im Staat und müssen uns in Verantwortung für die Werte des Grundgesetzes einsetzen, besonders auch für alte Menschen.
Wichtig ist vor allem der Schutz für alte Menschen vor Freiheitsmissbrauch. Alte und/oder hilflose Menschen, die sich selbst nicht helfen können, sind auf Rechtsbeistand oder Hilfe eines guten, ehrlichen Menschen angewiesen. Sie dürfen nicht durch herzlose, geldgierige Menschen ausgenutzt werden.

Wie frei soll der Mensch sein?

Der Mensch soll so frei sein, wie Gott es in der Bibel bestimmt und soll gemäss der "zehn Gebote" leben. Kant sagt: "Der Mensch ist das gottähnlichste und vernünftigste Lebewesen in unserer Welt. Der Mensch erhält seine Freiheit und Würde durch seine Vernunft (seine ratio), seine Mündigkeit. Er muss entscheiden können zwischen Gut und Böse, d.h., vor Gott muss er sich für das Gute oder das Böse entscheiden können. Um der Vernunft zu entsprechen, entscheidet sich der Mensch für das Gute." Die Wirklichkeit ist heute aber oft entgegengesetzt. Die Verfassung der Bundesrepublik Deutschland profitierte durch die "Kantsche Philosophie".

Die Sartresche Freiheitslehre ist darauf angelegt, durch Auflehnung gegen jede Bevormundung, Determination. "Du mußt dies tun! Du sollst jenes tun!". Egal, was mich auch immer diktieren mag. In Auflehnung spricht Orest in dem Theaterstück "Die Fliegen" seinen entscheidenden Satz: "Ich bin meine Freiheit, d.h.,: Ich will mich selbst bestimmen. Frei bin ich erst, wenn ich bei mir selbst bin, wenn ich selbst entscheiden darf, was mir passiert, wenn ich mein eigenes Leben selbst bestimmen darf, und mich gegen jede Bevormundung, Determination, die auf mich Druck ausüben, zur Wehr setze. Jede Bevormundung (Bestimmung) durch andere, hindert den Menschen daran, ein wirklich freier Mensch zu sein."

Missachtung und Unterdrückung der Grund- und Menschenrechte (Freiheitsrechte) müssen national und international verfolgt und bekämpft werden. Menschenrechtsverletzungen in unserem Staat, vor allem in Staaten mit kommunistischen und totalitären Systemen. Es leben noch viele Menschen in Unfreiheit und ohne Rechte. Viele Menschen werden noch unterdrückt oder gar gefoltert. Es darf nicht sein. Wir alle sind dazu aufgefordert, diesen Menschen zu den Freiheitsrechten zu verhelfen.

Weltweite Einsätze (sogar militärische Einsätze) für Freiheit, Menschenwürde, Gerechtigkeit und Frieden sind notwendig (wie z.B. in Jugoslawien oder Afghanistan und Irak). Das jugoslawische Volk ist jetzt auf dem Weg zur Freiheit, so auch der Irak. Auch die Menschen in Afghanistan werden durch amerikanische bzw. Nato-Streitkräfte beschützt und unterstützt, so dass sie hoffentlich allmählich zu ihrer Kultur zurückfinden können.

Ich betone: Alle Menschen haben das Recht in Freiheit, Gerechtigkeit und Frieden zu leben. Alle Verbrechen gegen Menschen müssen geahndet werden.

Die starken Nationen der Welt haben die Pflicht, diesen unterdrückten Menschen in solchen Schurken-Staaten zu helfen und zu befreien, sowie auch im Irak und Korea und anderswo auf der Erde.

Nur wenn die Grund- und Menschenrechte in unserem Staat, in allen Staaten der Welt, garantiert werden können, gilt das "Freiheitsideal" aller Menschen als verwirklicht.

In den Grund- und Menschenrechten werden Freiheit, Gleichheit, soziale Gerechtigkeit allen Menschen garantiert. Es gilt, dass diese Rechte nicht verletzt werden, für die Menschen in Deutschland, für die Menschen in Europa, für die Menschen auf der ganzen Erde.

Alle Menschen sollen in Freiheit, Gerechtigkeit und Frieden leben können, denn das ist unser höchstes Gut, danach lasst uns alle streben, brüderlich mit Herz und Hand. Denn wo und wann die Grund- und Menschenrechte (Freiheitsrechte) eingeschränkt werden und Unrecht bzw. Unterdrückung herrschen, müssen wir uns dagegen stark machen.



Die Bundesrepublik Deutschland - ein moderner Industriestaat
Unsere Wirtschaft im Zeitalter der Automation

Deutschland war zu Anfang ein Agrarstaat, d.h. der größte Teil der Arbeitenden war in der Landwirtschaft, nur ein geringer Teil in der Industrie tätig.
Das Zeitalter der Industrialisierung ca. 1820 - 1850 führte dazu, dass Deutschland allmählich industrialisiert wurde. Große Ballungszentren der Industrie entstanden. In Deutschland bildeten sich Zentren der Schwerindustrie in Oberschlesien, an Ruhr und Saar. Die Zeit des industriellen Aufstiegs 1850 - 1910 steigerte den technischen Fortschritt und die Arbeitsproduktivität.

Die Industrie prägte allmählich unsere Volkswirtschaft. Die deutsche Industrie profitierte durch die Erfindungen und den Fortschritt in Naturwissenschaft und Technik. In den folgenden Jahrzehnten entwickelte sich Deutschland zu einem der modernsten Industriestaaten der Welt mit einer gut funktionierenden Volkswirtschaft.

Der anhaltende industrielle Aufstieg, bedingt durch weitere technische Fortschritte, führte Ende des 20. Jahrhunderts in das Zeitalter der Automaten, der Roboter und Computer. Die BRD erreichte einen hohen technischen Entwicklungsstand.

Die Automatisierung der deutschen Industrie führte zu bedienungsfreien Arbeitssystemen, zu Technisierung und Automatisierung volkswirtschaftlicher Arbeitsvorgänge.

Unsere Industrie, die Betriebe unserer Wirtschaft, sind geprägt durch modernste Arbeitsteilung (Fließbandarbeit und Gruppenarbeit, Einsatz von Automaten, z.B. Industrierobotern und Computern und vollautomatischen Arbeitsstraßen in den großen Betrieben).

Die Folge war eine steigende Güterproduktion, somit Steigerung des Bruttosozialprodukts.

Bruttosozialprodukt in der BRD in Millionen bzw. Milliarden DM


1950 1955 1960 1965 1971 1980
97200 178300 302300 460400 756100 1480500






Durch den Arbeitsfleiß der Deutschen und gute Verdienstmöglichkeiten kam es in der Bundesrepublik während des 20. Jahrhunderts zur Hebung des Lebensstandards und des Bildungsniveaus, zum Wohlstand für alle. Es führte dazu, dass höherwertige Produkte und Luxusartikel für die breite Bevölkerungsschicht erschwinglich wurden.

Parallel zum gesteigerten Einkommen nahm auch die Freizeit zu, der Freizeitsektor wurde zum Wirtschaftsfaktor. Die "Mehrfreizeit" resultierte aus der immer stärker werdenden Automatisierung der Betriebe. Die Arbeitszeit reduzierte sich von ca. 45 Wochenstunden auf 30 - 40 Wochenstunden. Hier muss angemerkt werden, dass die Reduktion der Wochenarbeitszeit größtenteils dem Einsatz der Gewerkschaften zu verdanken war.

Für die Arbeiter in den Betrieben hatte die Automation auch noch andere Vorteile. Viele körperlich schwere oder monotone Arbeiten konnten für den Menschen von Automaten erledigt werden. Weiterhin konnten gesundheitsgefährdende Arbeiten vermieden oder von Maschinen übernommen werden.

Ein großer Vorteil für die Betriebe ist natürlich die Profitmaximierung. Für eine anzuschaffende Maschine muss ein Betrieb zwar Kapital einsetzen, doch durch Abschreibungen kann es sehr wohl zu Steuerersparnissen kommen. Für einen Arbeitnehmer dagegen müssen neben Lohnkosten und Lohnnebenkosten eventuell noch Sozialleistungen gezahlt werden. Außerdem steht ein Arbeitnehmer nur 5 Tage in der Woche für maximal 8 Stunden zur Verfügung, wohingegen die Maschine 24 Stunden täglich einsetzbar ist.

Auch werden beim Einsatz von Automaten Arbeitsvorgänge besser nach wissenschaftlichen (betriebswirtschaftlichen) Methoden systematisiert (bester Einsatz nach dem ökonomischen Prinzip).

Doch die Meinung über die steigende Automatisierung wird nicht ungespalten betrachtet. Was für die Ökonomen und Wirtschaftsfunktionäre überwiegend positiv aussieht, wird von vielen Arbeitnehmern kritisch angesehen. Die negativen Aspekte, die aus dem hochgradig technischen Fortschritt resultieren, dürfen nicht übersehen werden.

Zum einen wird der Mensch ersetzbar durch die Automation. Durch die vollautomatisch gesteuerten Betriebe wird der Mensch zum Kostenfaktor, somit kommt es zum Wegfall von Arbeitskräften. Nur qualifizierte Arbeiter werden gebraucht im Produktionsprozess.

Die Vollautomatisierung der Betriebe unserer Wirtschaft führt zur monotonen Arbeitsverrichtung, zur Vereinsamung und geistigen Abstumpfung bei der betrieblichen Arbeit. Die physische und psychische Belastung durch die Monotonie des Arbeitsprozesses steigt stetig. Die Monotonie der Arbeitswelt spiegelt sich in der Privatsphäre wider. Die Menschen schließen sich einem Massengeschmack an. Individualität und Kreativität treten in den Hintergrund.

Zum anderen steht die Gesellschaft vor dem fast unlösbaren Problem einer hohen Langzeitarbeitslosigkeit. Viele arbeitsfähige und arbeitswillige Menschen haben keine Zukunftsperspektive. Tragisch für einen Staat ist, dass auch Teile der Jugend nicht am gesellschaftlichen Leben teilnehmen können, da ihr der wichtige Zugang zum Arbeitsleben verwehrt ist.

Auch das ist eine Folge der Automatisierung, da weniger, dafür aber besser qualifizierte Arbeitnehmer eingesetzt werden müssen.

Für uns alle stellt sich nun die Frage: Ist unser Leben letztendlich durch den industriellen Fortschritt so viel reicher geworden?

Ausgang und Ziel unserer Volkswirtschaft muss der Mensch bleiben.

Die Wirtschaft darf nicht Selbstzweck sein, sondern ihr Ziel muss sein, dem Wohl der Menschen zu dienen.






Deutschland, eine Wirtschaftsmacht heute

In den 60iger Jahren boomte die deutsche Wirtschaft. Export und Binnenhandel waren auf einem Hochstand. Der Arbeitsmarkt zeigte ein solches Überangebot, dass nur mit Hilfe angeworbener ausländischer Arbeitskräfte der Bedarf gedeckt werden konnte. Es herrschte Vollbeschäftigung. Der Mittelstand wuchs stark. Die Kaufkraft war auf hohem Niveau. Waren "made in Germany" waren weltweit gefragt und die Bundesrepublik wurde "Exportweltmeister" genannt.

Kritisch wurde es in den 90iger Jahren. Die Arbeitslosenquote stieg auf über 10% und ist seitdem nicht gesunken. Sie ist ganz im Gegenteil noch gestiegen, da viele Arbeitslose durch Erhalt von Hartz IV aus der Arbeitslosenstatistik herausfallen. (siehe: "Gedanken zur Arbeitslosigkeit", www.schriften-mathematik.de Teil II). Die Arbeitslosigkeit musste und muss staatlicherseits finanziert werden. Die Sozialbezüge belasten das Haushaltsbudget stark. Zur Finanzierung der Bezüge müssen Haushaltsgelder nach wie vor umgelastet werden.

Die Staatsverschuldung, deren Folgen bis heute spürbar sind, war in den 90iger Jahren besonders hoch. Vom Frühjahr 2009 bis Mitte 2010 befand sich die deutsche Wirtschaft in der tiefsten Rezession seit Gründung der Bundesrepublik. Im Zuge der Verknappung der Rohstoffe, des weltweiten Überangebots an Stahl und Stahlprodukten, des Erstarkens des südostasiatischen Marktes und später der allgemeinen Globalisierung kam es zu einer Schwächung der Wirtschaftsmacht in der Bundesrepublik. Schleichend begann der wirtschaftliche Abstieg. Nach und nach zeigte sich, dass deutsche Firmen mit ausländischen Firmen nicht Schritt halten konnten. Für viele Firmen gab es nur die Alternative: Konkurs oder eine Firmenverlegung ins Ausland, um dort billig produzieren zu können.

Seit Mitte 2015 befindet sich die deutsche Wirtschaft in einer Aufschwungphase, die andauert. Die wirtschaftliche Lage in der Bundesrepublik wird heute von Ökonomen als sehr positiv bewertet. Viele Ökonomen blicken optimistisch in die Zukunft, weil die deutsche Wirtschaft als sehr leistungsstark eingestuft wird. Deutschlands Geld- und Machtelite ist nach wie vor intakt. Die Auftragsbücher der Unternehmen sind gefüllt. Die Gewinne der Unternehmen steigen. Die Wirtschaft hat einen starken Einfluss auf die Politik. Deutschland ist nach wie vor eines der wichtigsten Exportländer der Welt. Deutsches Know-How ist gefragt, Firmen werden weiterhin durch Innovation und weitere Technisierung wettbewerbsfähig bleiben. Es ist genug Finanz - und Ideenpotenzial vorhanden.

Der Verlauf der Konjunktur der deutschen Wirtschaft wird auch für die kommenden Jahre als gut prognostiziert.




Gedanken zur Arbeitslosigkeit

Die Arbeitslosigkeit ist ein großes Problem für die Bundesrepublik Deutschland im 21. Jahrhundert.

Wie wird aber die Arbeitslosigkeit derzeit in Zahlen gewertet? In den kommenden Jahren bis 2010strebt die Zahl der Arbeitslosen in der Bundesrepublik Deutschland von 2 auf 6 Millionen zu. Bisher haben das Jobaktivgesetz und Hartz-Papier oder sonstige Maßnahmen keinen erkennbaren Erfolg erreicht. Das Modell der Hartz-Reform zum Beispiel muss erst wirkungsvoll realisiert werden. Ein Erfolg lässt sich nur langfristig erzielen.
Außerdem bietet die Hartz-Reform auch Kritikpunkte. Durch die Umbenennung der Arbeitslosenhilfe in Hartz IV fallen viele Langzeitsarbeitslose aus der Arbeitslosenstatistik. Dies ist eine bewusste Schönung der Arbeitslosenzahlen. Die Massenarbeitslosigkeit ist nach wie vor ein großes Problem des 21. Jahrhunderts. Um das "Gespenst" der Massenarbeitslosigkeit in der Bundesrepublik Deutschland zu bekämpfen, eine Zunahme der Arbeitslosenzahlen entscheidend zu stoppen oder sogar zu reduzieren, müssen volkswirtschaftliche Instrumente gebündelt werden. Der staatliche Einfluss auf den Arbeitsmarkt, und damit auf die Wirtschaft, muss vergrößert werden.

Die Firmeninsolvenzen müssen wieder rückläufig sein. Die Betriebe unserer Wirtschaft und damit die Arbeitsplätze müssen erhalten bleiben! Das Volkseinkommen darf nicht weiter schrumpfen, besonders der Mittelstand muss gestärkt werden. Je mehr Arbeitslose registriert sind, desto schlechter wird die Lage der Bevölkerung. Die Konsumfähigkeit, aber auch die Konsumbereitschaft muss gefördert werden.

Die Ursachen einer langanhaltenden Massenarbeitslosigkeit wurden schon durch die Lehren der englischen Nationalökonomen Maynard und Keynes geklärt, so dass die Arbeitslosigkeit in Grenzen berechnet und gehalten werden konnte. Diese Lehren wurden später durch die Wirtschaftswissenschaftler erweitert und fortgeführt. Es gibt heute viele Konzepte zur Reduzierung der Arbeitslosigkeit. Die Frage ist, welches Konzept greift.

Das Problem der Arbeitslosigkeit bleibt bestehen. Wir werden immer mit einem gewissen Prozentsatz von Arbeitslosen in unserer "sozialen Marktwirtschaft" leben müssen, was ökonomisch und sozial bedingt ist. Doch eine hohe Arbeitslosenquote kann keine Wirtschaft verkraften.




Finanzkrise in Europa

Europa hat sich in mehreren Etappen und von bedrohlichen Rückschlägen begleitet zu einer zunächst nur wirtschaftlichen, inzwischen auch politischen Gemeinschaft, entwickelt: Von der Montanunion über die EWG zur EU.
Ein positiver Verlauf der europäischen Union bis 2009 war durch fortschreitende Integration gewährleistet. Ende 2009 kam es zur ersten schwerwiegenden Finanzkrise innerhalb der Eurozone.

Wie kam es zu dieser Finanzkrise?
Die Finanzkrise wurde hauptsächlich hervorgerufen durch Spekulation der
Banken an der Börse.
Die europäischen Banken spekulierten im großen Stil auf dem amerikanischen
Immobiliensektor.
Als die Immobilienblase in den USA unter anderem auch durch die Überschuldung wegen des Afghanistan- und Irakkrieges platzte, standen die Banken plötzlich mit immens hohen Schulden da und mussten von den Regierungen der einzelnen Länder gestützt werden.

Eine andere Ursache dieser Krise ist auch der Handel, die Ungleichgewichte auf den Märkten der Länder der Eurozone.
So hat z.B. Deutschland eine ganz positive Zahlungsbilanz, bedingt durch die hohen Exporte, im Gegensatz zu den Mitgliedsländern Portugal, Irland, Italien und Spanien mit einer negativen Zahlungsbilanz.
Die Finanzkrise wurde aber auch durch wirtschaftliche Schwierigkeiten einiger Länder der Eurozone mithervorgerufen.
Hier ist besonders Griechenland mit der Höchstverschuldung zu nennen.
Zur Sanierung des griechischen Haushalts wurden dem Staat strenge Reformmaßnahmen auferlegt als Bedingung für weitere finanzielle Hilfen.
Ein Staatsbankrott in Griechenland könnte innerhalb der EU zu Turbulenzen führen, die den positiven Verlauf des Integrationsprozesses nachhaltig gefährden würden.
Aber nicht nur Griechenland ist hier zu nennen. Alle anderen Staaten der EU müssen dazu angehalten werden, eine Weiterverschuldung über die Schuldengrenze hinaus zu vermeiden. Maßnahmen zur Haushaltsdisziplin müssen konkret durchgesetzt werden.
Diese Vorschläge sind allerdings nicht neu. Schon der Maastrichtvertrag enthält Kriterien für eine Begrenzung der Verschuldung.
Man stellt sich die Frage, was passiert, wenn ein Staat innerhalb der EU zahlungsunfähig wird.
Kehrt das Land zur alten Währung zurück? Kann es überhaupt zur alten Währung zurückkehren?

Die Einführung des Euro war ein historisches Ereignis und diese Währung gehört zu Europa.
Bleibt der Euro stark, bleibt auch Europa stark und vice Versa, d.h. die EU steht und fällt mit dem Euro.
Die Eurozone wird aufgrunddessen stabil bleiben müssen, somit auch der Euro, weil die Staaten von Europa nur gemeinsam stark sind mit einer ge-meinsamen Währung (dem Euro).
Die europäische Gemeinschaft basiert auf Solidarität. Somit muss auch das solidarische Denken innerhalb der europäischen Gemeinschaft gestärkt werden.
Die Staaten der europäischen Union werden auch solidarisch zusammenstehen und somit die Krise überwinden können.
Die Überwindung der Krise ist Voraussetzung für eine weitere Integration und damit langfristig Voraussetzung zum Erreichen des Ziels eines europäischen Staatenbundes.
Es müssen effektive Mittel (wirtschafts- und finanzpolitische Maßnahmen) zur Überwindung der europäischen Krise eingesetzt werden, damit der Integrationsprozess innerhalb der Länder Europas nicht gefährdet wird.
Die europäischen Finanzstabilisierungsmaßnahmen müssen Erfolg haben.
Schulden dürfen langfristig nicht mehr durch eine weitere Verschuldung finanziert werden.
Wichtig ist, dass die Länder der Eurozone wieder in Zukunft in der Lage sind, ihre eigene Geldpolitik zu betreiben, was z.B. für die Staaten der Union, die stark von der Krise betroffen sind, überhaupt nicht möglich ist.
Der Ausweg aus der europäischen Finanzkrise ist das Bekenntnis zu Europa.
Die Länder der europäischen Gemeinschaft müssen solidarisch zusammenstehen in dieser ernsthaften Krise.

Abschließend lässt sich sagen, dass die Mitgliedstaaten der EU die Verantwortung haben für ein weiteres Hinarbeiten auf ein europäisches Staatenbündnis. Dazu ist eine Konfliktlösungsstrategie notwendig, an der alle Staaten gleichberechtigt beteiligt werden, um die europäische Idee zu realisieren.











Auf dem Weg vom alten zum neuen Europa

Der Weg zum neuen Europa verläuft von der Montanunion über die europäische Wirtschaftsgemeinschaft EWG bis zur europäischen Union EG.

Größtenteils ist die Integration der Länder Europas erreicht. Das ist erkennbar an den römischen Verträgen, der Grundlage eines vereinigten Europas. Dem Lissabonvertrag und schließlich an den Europawahlen, zu denen alle Bürgerinnen und Bürger Europas aufgerufen sind. Der gemeinsame Markt, die Liberalisierung des Handels, eine gemeinsame Währung, der Euro, das europäische Parlament mit weitreichenden Befugnissen wird von den einzelnen Staaten akzeptiert.

Wer macht die Politik? Politik und Gesetzgebung finden auf nationaler und europäischer Ebene statt. Viele nationale Gesetze bedürfen der Bestätigung durch das europäische Parlament. Die europäische Gemeinschaft baut auf dem Prinzip der Solidarität auf. Länder, die in eine wirtschaftliche Schieflage geraten sind, bekommen gegen Auflagen von der europäischen Zentralbank finanzielle Unterstützung. Durch dieses solidarische Handeln wird die europäische Gemeinschaft gestärkt.

Am 15. September 2008 bekam allerdings das anscheinend stabil gebaute Haus Europa Risse. An diesem Tag brach das amerikanische Bankensystem zusammen und diese Schockwelle traf auch Europa. 2010 reagierte die deutsche Kanzlerin darauf mit den Worten "die Krise in Europa bedeutet nicht den Niedergang der europäischen Union, vielmehr wird Europa gestärkt aus der Krise hervorgehen." Heute, vier Jahre später, behaupten Ökonomen, dass die Krise zwar nicht ausgestanden, aber die unmittelbare Gefahr im finanziellen Kernbereich hinter uns liege.

Deutschland ist der treibende Motor innerhalb der europäischen Union, da Deutschland gegenüber den anderen europäischen Mitgliedsstaaten auf wirtschaftlicher Ebene führend ist. Die Zielsetzung für Europa ist ein europäischer Staatenbund, der letztendlich verwirklicht werden soll.

Mein Appell ist:


Als Idealbild soll sich Europa als starker und verlässlicher Partner gegenüber den anderen Staaten präsentieren, damit der große Gedanke von Europa verwirklicht wird. Dazu gehört auch der Erhalt der kulturellen europäischen Werte.

Die Politik muss es schaffen, die Bürger mehr für die Idee Europas zu begeistern, damit das Interesse für ein vereintes starkes Europa wächst.
Die Faszination für ein Europa der Zukunft, in der Endphase muss verwirklicht werden können.






Die Krise in der Europäischen Union
Staatsbankrott in Griechenland oder nicht?

Die Krise in der Eurozone hat sich jetzt noch dadurch verschärft, dass Griechenland kurz vor dem Bankrott steht und mit dem Grexit gedroht hat. Trotz allem möchte man Griechenland mit frischem Geld helfen. Diese Hilfe ist nicht uneigennützig, sondern aus der Angst heraus, dass andere Länder folgen könnten und die Europäische Gemeinschaft auseinanderbricht. Die Eurozone muss stabil bleiben und somit auch der Euro, weil die Staaten Europas nur gemeinsam stark sind. Die Europäische Union ist ein historisches Ereignis; wenn es zum Bruch innerhalb der Eurozone kommt, wird die Europäische Union wahrscheinlich bis 2020 aufgelöst, wie Günter Verheugen in einem Aufsatz befürchtet. Wenn die Staaten, die bisher in der Europäischen Union integriert sind, stabil bleiben, bleibt auch die Gemeinschaft stark. Somit muss Griechenland, in welcher Form auch immer, unterstützt werden, um die wirtschaftliche Krise zu überwinden.

Meine Meinung: Man müsste dem griechischen Volk in seiner Notlage durch eine Art "Marshall-Plan" helfen, so wie Deutschland nach dem II. Weltkrieg unterstützt wurde. Das Geld müsste nicht zurückgezahlt werden. Es muss immer das Bekenntnis zu Europa gelten. Das Idealbild von einem vereinigten Europa muss erhalten bleiben, das beinhaltet auch die Verpflichtung einem in Not geratenen Partner zu helfen, in diesem Fall Griechenland. Es muss eine Politik geschaffen werden, damit die Bürger für die Idee Europas begeistert werden.





Stellungnahme zur Zinspolitik des EZB-Chefs Mario Draghi: "Der Euro bleibt stabil".

Die Euro-Bank EZB senkte den Leitzins auf exakt 0,0 Prozent. Das bedeutet, dass es für Erspartes künftig so gut wie keine Zinsen mehr gibt. Die EZB will die Konjunktur desolater Volkswirtschaften der europäischen Union ankurbeln, sie will Krisenstaaten helfen. Sinkt der Leitzins, so sinkt der Eurokurs und verbilligt somit Waren europäischer Firmen in der Welt. Das soll zu mehr Aufträgen, Wachstum und Arbeitsstellen führen. Wegen der Nullzinsen sparen die Regierungen Milliarden Euro. Draghi will die Inflation fördern. Er fürchtet, dass die Preise im Euro-Raum dauerhaft sinken und dadurch die Wirtschaftskrise verschärft wird (Deflation). Durch die Nullzinspolitik werden Firmen und Verbraucher animiert Kredite bei den Kreditinstituten in Anspruch zu nehmen, damit viel investiert und damit auch konsumiert wird. Als Anreiz dazu dient nach Draghi das Fluten der EU-Märkte mit entsprechendem Geld. Andere Ökonomen wie Professor Sinn warnen aus verschiedenen Gründen davor, dass die Zinspolitik des Mario Draghi nochmals zu einer Bankenkrise führen könnte wie 2008/2009.

Die Einführung des Euro war ein historisches Ereignis und diese Währung gehört zu Europa. "Bleibt der Euro stark, bleibt auch Europa stark" (Merkel). Die europäische Union steht und fällt mit dem Euro. Die Eurozone wird aufgrund dessen stabil bleiben müssen, und somit auch der Euro, weil die Staaten von Europa nur gemeinsam stark sind mit einer gemeinsamen Währung. Die europäische Gemeinschaft basiert auf Solidarität. Somit muss auch das solidarische Denken innerhalb der europäischen Staaten gestärkt werden. Meiner Meinung nach werden die europäischen Staaten solidarisch zusammenstehen um Krisen überwinden zu können. Sie werden auch für die Stabilität des Euro Sorge tragen. Der politische Weg zu einem vereinten Europa ist ohne einen stabilen Euro nicht möglich. Der Euro verkörpert den Wunsch nach Einheit und Frieden in Europa. Meines Erachtens nach ist der Euro nach wie vor sehr stabil und wird auch in Zukunft stabil bleiben. Die Kaufkraft des Euro wird daran gemessen, was man für einen bzw. zehn Euro erwerben kann. Es zeigt sich hierbei, dass die Lebenshaltungskosten in der Bundesrepublik sehr niedrig sind im Vergleich zu anderen EU-Staaten. Nach Prognosen optimistischer Ökonomen wird der Euro auch in Zukunft stabil bleiben. Die Euro-Länder untereinander werden immer Mittel und Wege finden, um den Euro stabil zu halten, auch in Krisenzeiten.



Stellungnahme zur Europäischen Union heute

Europa in der Krise aufgrund des Flüchtlingsandrangs und der Finanzkrise

Europa befindet sich momentan in einer Krise. Die große Zahl der ankommenden Flüchtlinge, Diskussionen über den Beitritt der Ukraine, die Stabilität des Euro stellen eine große Herausforderung dar. Es stellt sich die Frage, ob die EU-Staaten es schaffen, eine gemeinsame Wirtschafts-, Flüchtlings- und Asylpolitik und Sicherheitspolitik auf den Weg zu bringen.
Viele Jahrzehnte gab es starke Bemühungen zur Integration innerhalb der EU. Heute jedoch gibt es Überlegungen zur Desintegration. Diese Tendenz begann mit der Finanzkrise in Griechenland und wurde verstärkt angesichts der großen Zahl von Flüchtlingen. Einige Länder nahmen sogar Grenzkontrollen wieder auf. Großbritannien hat für einen Austritt aus der EU gestimmt. Die Mitgliedstaaten der EU erkennen, dass die Solidargemeinschaft unsicher ist.
Auch die Bürgerinnen und Bürger der einzelnen europäischen Staaten diskutieren über ihre Lebens- und Arbeitsbedingungen. Sie sind verunsichert bezüglich der Auswirkungen der in Brüssel gemachten Politik. Vorteile einer vertieften Europäischen Union sind angesichts der Jugendarbeitslosigkeit oder Wirtschaftskrise nicht erkennbar für die meisten Menschen.



Durch den Austritt Großbritanniens aus der EU könnte der Anfang einer größeren Krise vorgezeichnet sein.
Der EU-Präsident Juncker betonte allerdings nach Bekanntwerden des Austritts Großbritanniens "die europäische Union hat jahrzehntelange Erfahrung darin, Krisen zu überwinden und ist immer gestärkt daraus hervorgegangen." Dennoch zeigte er sich sehr betrübt. Für ihn ist die europäische Familie zwar alles andere als perfekt, aber die beste Möglichkeit die Länder Europas an einem Tisch zu versammeln. Mit dem Austritt Großbritanniens aus der EU verliert Europa die stärkste Militärmacht neben Frankreich, die zweitgrößte Volkswirtschaft, die Finanzhauptstadt der Welt und einen Platz im UN Sicherheitsrat. Es drohen steigende Kreditzinsen, der Wertverlust des britischen Pfund und damit Probleme für die kontinentale (besonders deutsche) Exportwirtschaft Trotz des Austritts Großbritanniens muss der große Gedanke zu Europa verwirklicht werden können. Dazu gehört der Erhalt der kulturellen europäischen Werte. Die Politik muss so für die Bürger Europas abgestimmt werden, dass sie weiter für die Idee Europas Begeisterung zeigen. Meines Erachtens nach muss das Interesse für ein vereintes Europa wachsen, damit die "Faszination Europa" erhalten bleibt. Nur in der Gemeinschaft ist Europa stark.



Kritische Gedanken zu Deutschland

Kritik an unserer heutigen Gesellschaft

Die Bundesrepublik Deutschland ist eine der reichsten Industrienationen der Welt.
Diese Tatsache darf nicht darüber hinwegtäuschen, dass es Kritikpunkte zu unserer Gesellschaft gibt.

Zum einen

Viele Menschen leben am Existenzminimum.
Die Betroffenen sind vielfach Langzeitarbeitslose, die keine Chance haben in Arbeit vermittelt zu werden. Aufgrund dessen haben sie wenig Einkommen.
Die Quote der objektiven Armut in Deutschland ist steigend.
Kritische Gedanken zu Deutschland, Kritik an unserer Gesellschaft heute sind berechtigt.
Die Menschen in unserer Gesellschaft werden dazu veranlasst, ein Leben zu führen, das immer fieberhafter und technisierter ist und immer mehr Zwängen unterworfen wird.
Die Gesellschaft suggeriert den Menschen einen immer höheren Lebensstandard erreichen zu müssen, der ihnen ein Leben in Luxus und Komfort verspricht.
Die Menschen schließen sich in der Konsumgesellschaft einem Massengeschmack an. Individualität und Kreativität treten in den Hintergrund.
Unsere Gesellschaft steht vor dem unlösbaren Problem einer Langzeitarbeitslosigkeit.
Viele arbeitsfähige und arbeitswillige Menschen haben keine Zukunftsperspektive.
Es ist tragisch für einen Staat, dass viele Menschen, besonders die Arbeitslosen, die langfristig ohne Anstellung sind, von der Teilnahme am Berufsleben ausgegrenzt sind. Aufgrund ihres geringen Einkommens können sie nicht am Gesellschaftsleben teilnehmen.
Besonders tragisch ist es für die Jugendlichen, denen manchmal der Zugang zum Arbeitsleben verwehrt wird.
Entspricht es der Würde des Menschen, dass manche lebenslang ohne Anstellung und ohne ein richtiges Einkommen verharren müssen?
Die Menschen, die in der modernen Industriegesellschaft leben, werden durch diese Gesellschaft geformt.
Ein tief wirkender Atheismus ist die Folge der überall verbreiteten fortschrittlichen, technokratischen Denkweise.
Es ist das langsame Eindringen des Materialismus in unser Denken, das uns antreibt nach Idealen des Wohlstands zu streben.
Demzufolge vernachlässigen wir Ideale des christlichen Glaubens. Aufgrund dessen ist auch eine fortschreitende Entkirchlichung zu beobachten.


Zum anderen

Einige Menschen in Deutschland sind ausgesprochen wohlhabend.
Das Vermögen befindet sich nach wie vor in den Händen von Deutschlands Geld- und Machtelite.
Der Mittelstand in unserer Gesellschaft bricht mehr und mehr weg.
Arbeit, Geld, Vermögen sind nach wie vor ungerecht verteilt.
Warum die ungerechte Verteilung der Arbeit hier in Deutschland?
Warum die ungerechte Verteilung des Kapitalvermögens hier in Deutschland?
Zum einen sei gesagt, Ursachen der ungerechten Verteilung sind personelle, geschichtliche und wirtschaftliche Gründe.
Zum anderen ist ein Wandel der Gesellschaftsstruktur erkennbar, seitdem der Mittelstand bröckelt.
Eine Tendenz zur 2-Klassengesellschaft ist zu beobachten.
Enzensberger schreibt in einem Aufsatz, dass Deutschland in Wirklichkeit von der Geld- und Machtelite, von skrupellosen Managern, mitunter auch Politikern regiert wird, die ihre Macht präsentieren.
Eigentlich sollte es heißen: „Alles dem deutschen Volke, nichts ohne das Volk“. Stimmt diese Forderung heute?
Allgemein ist sie richtig und gut. Die Bundesrepublik ist ein freiheitlicher, demokratischer Staat. Alle Macht geht vom Volke aus. Wir können in unserer Wohlstandsgesellschaft ein unbeschwertes Leben führen, wie man es haben möchte.
Wir können uns auch der Fürsorge des Staates anvertrauen.
Im großen und ganzen schafft das eine Sicherheit.
Trotz allem hat Deutschland viele Probleme zu lösen.
Zum einen haben wir mit dem Rechtsradikalismus zu kämpfen. Die steigende Zahl der Gewaltdelikte und die Angst vor Terroranschlägen sind besorgniserregend.
Auch politisch liegt manches im Argen.
Viele Bürger haben z.B. das Gefühl, von ihren Volksvertretern nicht vertreten, sondern getreten zu werden.
Sie haben oft den Eindruck, dass die Politik nicht für, sondern gegen das Volk gemacht wird.
Alles in Allem lässt sich daraus schließen, dass unsere Gesellschaft einiger Verbesserungen bedarf.






Die ökonomische Situation und die dadurch bedingte Lage auf dem Arbeitsmarkt in der BRD - ein aktueller Bericht und eine mögliche Zukunftsperspektive

Die Rezessionsphase der dt. Wirtschaft ist seit Ende 2009 überwunden. Von Anfang bis Mitte 2010 erholte sich die Wirtschaft in der BRD, es erfolgte ein unerwartet starker Aufschwung. Nach der Rezession, einer depressiven Stimmung, folgte eine Aufschwungsphase in unserer Wirtschaft, die Ökonomen auch für die kommenden Jahre als sehr positiv prognostizieren. Der starke Aufschwung im Jahr 2012 ist bedingt zum einen durch stark steigende Exporte (die Handelsbilanz für Deutschland ist positiv aktiv), zum anderen teilweise durch konjunkturelle Maßnahmen des Staates. Dies hat dazu geführt, dass das Wirtschaftswachstum auch im Jahr 2012 zwischen 1,8 und 3 Prozent liegt.

Es steht zu hoffen, dass sich dieser Wachstumstrend fortsetzen wird und sich die Gesamtsituation weiterhin erholt. Die deutsche Wirtschaft steht vor einer länger andauernden Wachstumsperiode und einem damit verbundenen Aufschwung. Durch weitere Investitionen der Unternehmen wird die volkswirtschaftliche Leistung gesteigert. Länder und Gemeinden können mit höheren Steuereinnahmen rechnen, haben somit mehr Geld für Investitionen zur Verfügung, was sich auf dem Arbeitsmarkt bemerkbar machen wird. Durch die Konjunkturbelebung wird sich langfristig die Finanzlage des Staates, aber auch die der Privathaushalte entspannen.

Auch ein Rückgang der Arbeitslosenzahlen ist zu verzeichnen. Im Jahr 2012 haben wir einen Rückgang der durchschnittlichen Arbeitslosen zahlen auf unter die 3 Millionengrenze. Das ist ein deutliches Zeichen für den stabilen Aufschwung. Der Rückgang der Arbeitslosenquote resultiert aus einer stärkeren Nachfrage an Arbeitskräften durch die wachsende Konjunktur. Im Vergleich zu anderen europäischen Staaten hat Deutschland einen verhältnismäßig niedrigen Arbeitslosenstand. Die Zukunftserwartungen sind dementsprechend positiv. Dennoch ist die Situation der Arbeitnehmer bedenklich aufgrund der vielen befristeten Arbeitsverträge, der Minijobs, der Leiharbeit ohne Mindestlohn etc.

Vorausschauend auf das Jahr 2013 wird sich die Konjunktur im Vergleich zu 2012 geringfügig abschwächen. Ein etwas niedrigeres Wirtschaftswachstum wird vorausgesagt. Die Aufschwungphase bleibt trotz allem erhalten. Die Wirtschaftslage wird weiterhin stabil bleiben angesichts der vollen Auftragsbücher der Unternehmen. Im Vergleich zu anderen europäischen Nationen nimmt Deutschland eine führende Position ein. Langfristig allerdings lässt sich keine genaue Zukunftsprognose erstellen, da die Entwicklung der Euro-Krise nicht abzusehen ist.






Das Wunder der sozialen Marktwirtschaft brachte Deutschland den Wohlstand

Die deutsche Wirtschaftspolitik orientiert sich seit Mitte des 20 Jahrhunderts am Konzept der sozialen Marktwirtschaft, deren Idee es ist den Mechanismus eines freien Marktes zu erhalten und gleichzeitig für den sozialen Ausgleich zu sorgen. Zur Ausführung des Konzeptes kam es durch den damaligen Wirtschaftsminister Ludwig Erhard.

Erhard war die Symbolfigur des Wirtschaftswunders. Für ihn bestand die Aufgabe des Staates darin, eine erfolgreiche Wirtschaftspolitik zu gestalten. Die Voraussetzung für soziale Gerechtigkeit und Wohlstand für alle war seiner Auffassung nach die soziale Marktwirtschaft, deren Konzept er gegen alle Widerstände aus Politiker- und Gewerkschaftskreisen durchsetzte.

Wichtige Instrumente dafür waren das Bundeskartellamt zur Sicherung des freien Wettbewerbs und die Bundesbank als Garant der Währungsstabilität.
Begünstigt wurde die konjunkturelle Entwicklung durch die Westintegration der jungen Bundesrepublik, die politische Stabilität und niedrige Lohn- und Lebenshaltungskosten garantierte. Daraus resultierte eine hohe Exportbilanz. Diese Voraussetzungen ermöglichten einen immensen Aufschwung der deutschen Wirtschaft.

Der Aufschwung brachte den Deutschen erste spürbare Einkommens- und Lohnzuwächse. Für Nichterwerbstätige knüpfte der Staat ein soziales Netz. Es erfolgte ein Lastenausgleich für Heimatvertriebene und eine Rentenreform. All das gehörte zur Realisierung der Sozialpolitik. Zusätzlich kam es zur Ausgabe von Volksaktien als Folge der Reform des Aktienrechts.

Zu Beginn der 60iger Jahre herrschte in der BRD Vollbeschäftigung. Das Ruhrgebiet wurde zentrale Wirtschaftsregion durch die Gründung der Montanunion. Da Arbeitskräftemangel bestand, kam es zur Anwerbung ausländischer Arbeitskräfte.
Ab Mitte der 60iger Jahre kam es zu einem Wirtschaftseinbruch, da Kohle gegenüber Mineralöl an Bedeutung verlor.
An Saar und Ruhr kam es zur Kohlekrise. Zahlreiche Zechen wurden geschlossen. Auch die Stahlindustrie gab Standorte auf. Im Ruhrgebiet kam es zum Strukturwandel.

In den 70iger Jahren kam es wieder zu einer Aufschwungsphase, die zur Boomphase führte durch Verwirklichung des Stabilitätsgesetzes und Forcierung des Exports.

In den Folgejahren kam es gelegentlich wieder zu Krisen in der Wirtschaft, die stets überwunden werden konnten.
Das Konzept zur Verwirklichung der Theorie der sozialen Marktwirtschaft bewirkte in der BRD das Wirtschaftswunder, an dem alle nach wie vor teilhaben. Der Staat übernimmt für Personen, die nicht genügend am Wohlstand partizipieren können, partiell Kosten an der Teilhabe.

Nach wie vor funktioniert der Marktmechanismus , wodurch Export und Konsum gesteigert werden. Sozialpolitische Maßnahmen des Staates beeinflussen das Marktgeschehen um dem Bürger optimale soziale Sicherheit und Wohlstand zu garantieren. Verglichen mit anderen EU-Staaten hat die BRD einen niedrigeren Arbeitslosenstand, besonders bei Jugendlichen, relativ niedrige Lebenshaltungskosten und einen hohen Lebensstandard.

Als Schlussfolgerung kann man sagen, dass die soziale Marktwirtschaft Deutschland den Wohlstand brachte.






Soziale Marktwirtschaft - eine Zukunft?

Die Begriffe Kapitalismus und Marktwirtschaft sind uns hauptsächlich geläufig durch K. Marx und F. Engels. Beide lebten zur Zeit des Frühkapitalismus und beschäftigten sich mit Wirtschaftstheorien, Karl Marx besonders mit der sozialen Komponente. Ihr besonderes Interesse galt der Situation der durch die industrielle Revolution ausgebeuteten und verarmten Bevölkerung.
Marx gelangt zu der Überzeugung, dass die Produktionsmittel nicht einzelnen Unternehmern gehören dürfen. Er kritisiert die bürgerliche Gesellschaft und Wirtschaftsordnung radikal und ruft zum Klassenkampf auf.

Unter Marktwirtschaft versteht man heute eine Wirtschaftsordnung, in der Gütererzeugung und Güterverbrauch, also Angebot und Nachfrage, der individuellen Entscheidung der Wirtschaftssubjekte überlassen bleiben. Das Preissystem ist auf Angebot und Nachfrage abgestimmt. Die Grundlagen unserer Marktwirtschaft sind u.a. Privateigentum und Berufs- und Konsumfreiheit.

Nach dem 2. Weltkrieg ließ sich die Bundesrepublik von dem Konzept der sozialen Marktwirtschaft leiten. Entwickelt wurde dieses Modell von der "Freiburger Schule" unter A. Müller-Armack. Zur Ausführung kam es durch den damaligen Wirtschaftsminister Ludwig Erhard.

Die Konzeption der sozialen Marktwirtschaft ist echter Leistungswettbewerb mit gleichen Startbedingungen. Das eigentliche Wirtschaftsgeschehen soll in einen gesellschaftlichen Rahmen eingebettet werden.

Gewisse Bereiche müssen außerhalb der Marktwirtschaft geregelt werden, um das wirtschaftliche Geschehen gerechter und besser regulieren zu können, z.B. der Schutz der sozial Schwachen.

Was sind nun die entscheidenden Merkmale der sozialen Marktwirtschaft?
Die soziale Marktwirtschaft hat sowohl Merkmale der Zentralverwaltungswirtschaft als auch der freien Marktwirtschaft. Die Aspekte der Marktwirtschaft überwiegen, das heißt, Produktionsmittel liegen in Privathänden, die Gewerbefreiheit ist eingeschränkt.

Es besteht eine Tarifautonomie der Sozialpartner. Es existieren wirtschafts- und sozialpolitische Maßnahmen, Regulierungsmöglichkeiten, damit ein reibungsloses Funktionieren im Ablauf des Wirtschaftsgeschehens (z.B. freier Wettbewerb, gleiche Startbedingungen) gewährleistet bleibt.

Der Staat hat eine soziale Verpflichtung gegenüber den wirtschaftlich Schwachen und hat das Recht Eingriffe vorzunehmen, z. B. Kartellgesetze gegen den unfairen Wettbewerb oder Stabilisierungsgesetze.
Die Soziale Marktwirtschaft ist seit 1948 die Wirtschaftsform der Bundesrepublik Deutschland.


Die freie Marktwirtschaft weist deutliche Mängel dagegen auf, denn sie produziert Güter nur nach dem Rentabilitätsprinzip, d.h., das Augenmerk des Arbeitgebers liegt lediglich auf dem finanziellen Nutzen ohne eine soziale Komponente zu berücksichtigen. Allerdings müssen im Staat auch Produkte für Minderheiten hergestellt werden, die nur einen Minimalprofit erzielen (z.B. Hilfsmittel für Behinderte).

Eine weitere Gefahr der freien Marktwirtschaft ist die Tendenz zur größeren wirtschaftlichen Konzentration, zur Monopolbildung, obwohl in der sozialen Marktwirtschaft es heute große wirtschaftliche Konzentrationen gibt (Kartelle, Konzerne, Monopole und andere marktbeherrschende Unternehmen), die allerdings legal agieren müssen.

Auch die Einkommensverteilung ist in der freien Marktwirtschaft häufig sozial ungerecht, da ohne Rücksicht auf soziale Momente der "Mehrwert" der Arbeit dem Unternehmer zukommt. Ein äußerst wichtiger Aspekt, der gegen freie Marktwirtschaft spricht, ist die sehr starke Abhängigkeit der Arbeitnehmer vom Arbeitgeber. Es gibt weder tariflich noch staatlich garantierte Mindestlöhne, sondern auf dem Beschäftigungsmarkt gilt das diktierte Angebot des Arbeitgebers für den Arbeitnehmer, Wobei allerdings eingeräumt werden muss, dass der Unternehmer auch in der sozialen Marktwirtschaft weitreichende Freiheiten bezüglich Gehälter, Einstellungen etc. hat.

Die Bundesrepublik Deutschland bietet wie alle demokratischen Staaten nicht nur die Möglichkeit zur freien Entfaltung auch im wirtschaftlichen Bereich, sondern hat auch insbesondere den Anspruch Minderheiten und sozial Schwächere zu schützen und zu fördern. Der Einzelne ist nicht mehr - wie in der freien Marktwirtschaft - dem Marktmechanismus von Angebot und Nachfrage preisgegeben, sondern durch Sozialleistungen des Staates abgesichert. In der sozialen Marktwirtschaft behält sich der Staat das Recht vor, in das Wirtschaftsgeschehen einzugreifen zugunsten der am Wirtschaftsprozess Beteiligten.

Das geschieht einmal durch das Stabilisierungsgesetz, dessen Ziel es u.a. ist, den Preisanstieg zu begrenzen, das wirtschaftliche Wachstum zu steigern und die Arbeitslosigkeit einzudämmen.
Zum anderen gibt es ein Kartellgesetz, Gesetz gegen unfairen Wettbewerb, um dem Machtmissbrauch durch wirtschaftliche Konzentration entgegenzuwirken.

Ein weiterer positiver Aspekt der sozialen Marktwirtschaft ist es, dass Arbeitgeber und Gewerkschaften Löhne und Arbeitsbedingungen im Rahmen der Tarifhoheit aushandeln.

Die Makroziele der sozialen Marktwirtschaft sind also Stabilität des Preisniveaus, Vollbeschäftigung und Wirtschaftswachstum.

In der momentanen Weltwirtschaftssituation sind diese Ziele allerdings nicht annähernd zu erreichen.

Zur sozialen Marktwirtschaft gehört auch, dass bestimmte Bereiche in staatlicher Obhut bleiben müssen. Dazu gehören öffentliche Personenbeförderung und das Postwesen. Es geht nicht an, dass z.B. lukrative Bahnlinien privatisiert werden und unattraktive , d.h. weniger besiedelte Gebiete benachteiligt werden. Auch die Brief- und Paketbeförderung muss allen Bürgern problemlos als staatliche Dienstleistung zugänglich bleiben.

Das Modell der sozialen Marktwirtschaft verliert durch die Veränderung unserer Gesellschaftsform immer mehr an Bedeutung. Zu der Zeit der "Väter" der Idee der sozialen Marktwirtschaft war die Globalisierung der Wirtschaft noch nicht abzusehen.

Es entwickelt sich eine hohe Verschuldung der öffentlichen Hand, die nicht mehr zu regulieren ist, Schulden und Zinsen können nicht mehr zurückgezahlt werden. Das führt zu drastischen Einschnitten und Beschränkungen bei den öffentlichen Dienstleistungen, nicht zu vergessen, die Folgen für die kommenden Generationen.

Die Globalisierung führt zu einer weltweiten Akkumulation des Kapitals, was Kapitalflucht aus dem Land verursacht. Die Unternehmen verlagern ihren Standort in Billiglohnländer, um die Gestehungskosten möglichst niedrig zu halten. Dieses Prinzip der Standortverlagerung ins Ausland unterwandert nicht nur das System der sozialen Marktwirtschaft, sondern führt auch zur weiteren Ausbeutung der Entwicklungsländer.

Firmen sehen allerdings oft keine andere Überlebensmöglichkeit, da immer mehr Staaten zunehmend exportieren und sich die Konkurrenzsituation auf dem Weltmarkt verschärft. Dies führt nicht nur zur Übersättigung der Märkte, sondern auch zur Auspowerung der Rohstoffe, Energie- und Nahrungsquellen und zur Zerstörung von Lebensräumen und Existenzgrundlagen.

Eine andere Folge der Globalisierung ist das Phänomen der "Heuschrecken". Ausländische Investoren übernehmen heimische Firmen um kurzfristig Profit zu machen. Danach wird die Firma abgestoßen, im günstigsten Fall mit einem Sozialplan. Die freigestellten Beschäftigten werden durch Arbeitslosengeld aufgefangen. Auf Dauer gerät das Wirtschaftssystem der sozialen Marktwirtschaft in Unordnung, da die Balance zwischen Arbeitslosen und Beschäftigten aus dem Gleichgewicht gerät.

Heute muss die Wirtschaftstheorie der sozialen Marktwirtschaft neu überdacht werden, weil allgemein das Gleichgewicht zwischen Staat und den Branchen unserer Wirtschaft nicht mehr stimmt.
Seit Erhards Zeiten hat sich die Bevölkerungsstruktur drastisch verändert. Der Generationenvertrag kann nicht mehr eingehalten werden, da sich das Verhältnis alt - jung umgekehrt hat.

Früher
Heute

Auch ist der Bedarf an Arbeitnehmern durch steigende Automatisierung stark gesunken.

Die marktwirtschaftliche Ordnung, besonders die Liberalität bezüglich des Marktgeschehens, gerät ins Wanken. Daraus resultiert, dass staatliche Maßnahmen sich stärker der wirtschaftlichen Entwicklung anpassen müssen.

Der Staat ist verpflichtet bei der jetzigen wirtschaftlichen Situation besonders durch finanzielle Stabilisierungsmaßnahmen auf das Marktgeschehen einzuwirken, um die Nachfrage auf den Märkten unserer Wirtschaft zu fördern.

Dabei ist zu beachten, dass die Stabilisierungsmaßnahmen, die Finanzpakete, die der Staat schnürt, zur positiven Stärkung der Märkte, nucht nur den Banken und Unternehmen zugute kommen sollen, sondern auch den Haushalten, Verbrauchern hier in Deutschland. Viele Haushalte, Verbraucher sind in Not, weil man ihnen den Kredit verweigert.

Man soll sich merken: In der gegenwärtigen Wirtschaftskrise, die global bedingt ist, muss viel Geld fließen. Eine Inflationspolitik ist besser als eine Deflationspolitik, wie z.B. in der Weimarer Zeit verordnet durch Brüning.
Jedermann muss genügend Geld im Portemonnaie haben.

Im Falle einer langfristigen Rezessionsphase hat der Staat dafür Sorge zu tragen, dass das Land nicht in eine totale Depression verfällt. Dieses kann dazu führen, dass bestimmte Freiheiten der Unternehmer, die die soziale Marktwirtschaft erlaubt, aufgegeben und eventuell bestimmte Industriezweige verstaatlicht werden müssen.

Eine Ordnung im System der sozialen Marktwirtschaft, ein reibungsloser Ablauf im Wirtschaftsgeschehen ist heute und in Zukunft nur dann gewährleistet, wenn der Staat durch richtige, greifende Maßnahmen auf das Marktgeschehen Einfluss nimmt. Auch marktkonforme Maßnahmen zur Regulierung der Volkswirtschaft müssen gestärkt werden.

Das System der sozialen Marktwirtschaft wird in Zukunft nur akzeptabel sein, wenn vielfältige Innovationen bei Konjunkturmaßnahmen ergriffen werden.




Die Wirtschaft in Deutschland in der Gegenwart

In den Jahren 2008 - 2009 brach, bedingt durch den Bankencrash in den USA, auch die Wirtschaft in der Bundesrepublik ein.
Viele Politiker und Wirtschaftswissenschaftler prognostizierten eine lang anhaltende Rezession.
Von Anfang bis Mitte 2010 erholte sich die Wirtschaft in der Bundesrepublik nicht nur, sondern es erfolgte ein unerwartet starker Aufschwung.

Nach einer Rezessionsphase, einer depressiven Stimmung, folgte eine Aufschwungphase in unserer Wirtschaft.
Es entstand ein unerwartet starker Aufschwung, bedingt zum einen durch stark steigende Exporte, zum anderen teilweise durch konjunkturelle Maßnahmen des Staates.
Diese Maßnahmen wurden ergriffen zur Anregung eines günstigen Verlaufs der Aufschwungphase, der sich hoffentlich positiv weiter fortsetzen wird.
Der Arbeitsmarkt in Deutschland hat sich sichtlich entspannt.
Die Auftragsbücher der Unternehmen sind gefüllt, somit besteht eine stärkere Nachfrage an Arbeitskräften, besonders Fachkräften.
Die Prognosen sind positiv.
Zur Zeit ist ein rapider Aufwärtstrend zu beobachten.
Aufgrund der Euphorie hat die Aufschwungphase auch einen psychologischen Effekt: es wird mehr konsumiert, somit entsteht eine Steigerung der Inlandsnachfrage. Aus allem resultiert eine Steigerung des wirtschaftlichen Wachstums um ca. 2%.
Dennoch ist ein verhaltener Optimismus angesagt.
Im Großen und Ganzen sei gesagt; die wirtschaftliche Krise hier in Deutschland ist noch nicht überwunden.
Zum einen sind die Ziele des magischen Vierecks, so z.B. der Abbau der hohen Arbeitslosigkeit, Vollbeschäftigung und ein stetiges Wirtschaftswachstum nicht annähernd erreicht.
Zum anderen hat Deutschland aufgrund der Staatlichen Maßnahmen zur Ankurbelung der Wirtschaft und Stützung des Euro eine extrem hohe Verschuldung zu verzeichnen, die die kommenden Genrationen zu tragen haben.
Trotz allem bleibt zu hoffen, dass die Konjunkturkurve weiter positiv verläuft, der Aufschwung stabil bleibt, die hohe Arbeitslosigkeit in den kommenden Jahren abgebaut werden kann und ein höheres Wirtschaftswachstum langfristig erreicht wird.
Den Wirtschaftsfunktionären muss bewusst sein, dass für ein Wachstum auch die soziale Sicherheit der Arbeitnehmer relevant ist.
Langfristige Arbeitsverträge statt Zeitarbeitsverträge sind wichtig, um den Menschen eine Zukunftsperspektive zu geben.
Nur wer Vertrauen in die eigene Zukunft haben kann, wird planen und letztlich auch konsumieren.

Trotz der z.Zt. positiven wirtschaftlichen Entwicklung ist nicht vorauszusehen, ob sich der Wachstumstrend weiter fortsetzt.
Es ist jedoch momentan kein Anzeichen zu erkennen, dass sich eine negative Entwicklung abzeichnet.
Es besteht also Anlass zu einer vorsichtig positiven Haltung.
Trotz allem wird sich die Konjunktur in Deutschland bezogen auf das Jahr 2012 in den kommenden Jahren nicht abschwächen. Deutschlands Wirtschaftsboom ist positiv zu werten. Wir werden weiterhin eine stabile Wirtschaft haben, die sich auf Grund der vielen Aufträge im Aufwärtstrend befindet. Wir haben heute, Jahr 2018, fast die Vollbeschäftigung erreicht. Die deutsche Wirtschaft befindet sich in der Boomphase. Deutschland steht im Vergleich zu anderen Staaten der europäischen Union stabil da. Durch die Eurokrise ist die deutsche Wirtschaft weniger betroffen als andere, da die Handelsbilanz durch den starken Export positiv ausfällt.




Armut in einem reichen Land

"Eine gut gekleidete junge Dame im schneeweißen Kleid steigt aus einem schicken Cabrio, geht lächelnd auf einen jungen Mann zu, der vor einer Villa auf sie wartet.."

So wird uns in der Werbung ein erstrebenswertes Leben gezeigt, ein Bild, das für zahlreiche Menschen in unserem Land wie ein Schlag ins Gesicht ist. Denn ihre Wirklichkeit ähnelt diesem Bild nicht einmal im Ansatz.

Die Rede ist von den sogenannten Armen in unserem Land. Was ist Armut? Bin ich schon arm, wenn ich mir nicht jede Woche ein Essen im Restaurant leisten kann, oder ist Armut, wenn ich mit dem zur Verfügung stehenden Geld gut rechnen muss?

Hier muss unterschieden werden zwischen subjektiver und objektiver Armut.

Subjektive Armut ist das Gefühl des Mangels an Mitteln der Bedürfnisbefriedigung. Davon soll hier nicht die Rede sein.

Hier ist das Thema die objektive Armut, der Zustand den eigenen Lebensbedarf, das Existenzminimum, nicht aus eigenen Kräften beschaffen zu können.

Etwa 10% der Menschen in Deutschland leben an der unteren Einkommensgrenze oder beziehen kein eigenes Einkommen. Hier treten staatliche Institutionen ein. Sicherlich muss kein Mensch in diesem Land verhungern, doch für viele ist ihr Zustand erniedrigend.

Kinder schämen sich in der Schule wegen ihrer Kleidung aus der Kleiderkammer. Väter und Mütter fühlen sich schlecht, weil sie Lebensmittel für die Familien bei den städtischen Tafeln holen. Arbeitslose und Kleinrentner ziehen sich aus Scham wegen ihrer finanziellen Not aus dem sozialen Leben zurück. Junge Leute bewegen sich in einem schlechten sozialen Umfeld und sehen keine Perspektive für die Zukunft und keinen Sinn einen qualifizierten Schulabschluss zu erreichen.
Armut hat viele Gesichter. Warum ziehen sich diese Menschen aus der Gesellschaft zurück?

Unter anderem auch deshalb, weil ihnen von der Gesellschaft suggeriert wird, sie seien weniger wert als andere und an ihrer Situation selbst Schuld.

In einer Zeit, in der Geld die Eintrittskarte zur Gesellschaft, das Ticket zur Zugehörigkeit bedeutet, sind Arme die Aussätzigen, die gemieden werden. Symptomatisch dafür ist der Spruch an der Heckklappe eines Wagens der Oberklasse "Eure Armut kotzt mich an".

In diesem Falle passt der Bibelspruch "Selig sind die Armen im Geiste" nicht,. Diese Einstellung ist - mit Verlaub gesagt - zum Kotzen.





Die Würde des Menschen ist unantastbar

Die Idee der Menschenrechte ist verwurzelt im abendländischen, christlichen und jüdischen Kulturkreis. Doch der Menschenrechtsgedanke lässt sich auch in anderen Kulturkreisen wiederfinden.

Er lässt sich mit der goldenen Regel: "Was du nicht willst, was man dir tu, das füg' auch keinem andern zu" umschreiben.

Die Menschenwürde und damit das Menschenrecht ist der Anspruch des Menschen, als Träger geistlich - sittlicher Werte geachtet zu werden. Sie ist ein unantastbares und unveräußerliches Recht, das nicht vom Staat verliehen werden kann, sondern von ihm anzuerkennen und zu gewährleisten ist.

Das Menschenrecht steht jedem Mensch kraft seines Menschseins zu und ist im Unterschied zu den Bürgerrechten unabhängig von der Staatszugehörigkeit.

Der Mensch hat ein Bewusstsein und ist vernunftbegabt. Dadurch unterscheidet er sich von allen anderen Lebewesen. Von alters her glaubt er eine besondere Stellung in der Hierarchie der Lebewesen zu haben.

Blickt man zurück in die Geschichte, erkennt man, dass die Menschenrechte und damit die Würde den herrschenden Klassen vorbehalten blieb. Wie in allen antiken Sklavenhaltergesellschaften galten Sklaven nicht als vollwertige Menschen. Sie waren minderwertige Wesen ohne Rechte. Diese Haltung findet sich noch in der Neuzeit in Nordamerika vor dem amerikanischen Bürgerkrieg.

Im Jahre 1679 wurde in Europa, in England, ein grundlegendes Gesetz zum Schutz der persönlichen Freiheit veröffentlicht. In der sogenannten "Habeas -Corpus-Akte" wurde festgelegt, dass niemand ohne richterliche Überprüfung und Anordnung in Haft genommen und gehalten werden darf. Es war ein wichtiger Schritt auf dem Weg zu den allgemeinen Menschenrechten.

Dieser Gedanke floss später in die Verfassung der nordamerikanischen Staaten und der französischen Revolution ein. Heute ist der Schutz der Menschenrechte Bestandteil vieler Verfassungen der Welt.

Als Grundvoraussetzung zur Einhaltung der Menschenrechte gilt die Einhaltung von grundlegenden Werten. An erster Stelle steht das Lebensrecht als Voraussetzung für die Wahrnehmung der anderen Rechte. Das Lebensrecht ist einmal als Abwehrrecht gegen willkürliche Tötung oder Menschenversuche oder gegen absichtliche Verweigerung des Existenzminimums zu verstehen.

Weitergehend kann es als Entfaltungsrecht verstanden werden, dass den Menschen Lebensbedingungen zur Verfügung gestellt werden müssen, die ihm ein leistungsfähiges, seinen Begabungen entsprechendes Leben ermöglicht.

Ein anderer Wert ist die Selbstbestimmung. Der Begriff beinhaltet nicht die grenzenlose Unabhängigkeit, sondern zielt auf die eigenverantwortliche Gestaltung des Lebens, besonders aber das menschenwürdige, selbstbestimmte Ende des Lebens.

Der Wert der Gerechtigkeit ist eine konkrete Form, in der die Achtung der Menschenwürde Ausdruck findet. Rechtsgleichheit ist eine unmittelbare Konsequenz aus dem Anspruch auf Achtung der Menschenwürde.

Gerechtigkeit bezieht sich nicht nur auf Bürgerrechte, sondern auch auf die Menschenrechte und muss nicht nur regional, sondern global wahrgenommen werden können.

Wie sieht die Verwirklichung der Menschenrechte heute aus? Ist der Mensch in einer existentiellen Notlage (Krieg, Umweltkatastrophen, Hunger,...), ist die Idee der Menschenwürde zweitrangig; oder wie Bert Brecht es in etwa ausdrückt: "Erst kommt das Essen, dann kommt die Moral."

"Der Mensch als Mensch soll leben können. Nicht erniedrigt und nicht entfremdet, sondern der menschlichen Natur gemäß, mit aufrechtem Gang, frei von Not und Furcht. Eine notwendige Bedingung der Realisierung der Menschenrechte ist die Bindung der Staatsgewalt an allgemeine Gesetze und die Kontrolle ihrer Entscheidungen durch unabhängige Gerichte". So schrieb ein Professor für Staatsrecht in "Die Zeit" vom 17.05.77.

Doch fast täglich kann man Bilder sehen oder Nachrichten verfolgen, in denen Menschen ihrer Freiheit beraubt werden, oder man verwehrt ihnen die notwendige Nahrung, Unterkunft und Arbeit, verfolgt sie als Minderheit wegen ihrer Rasse, Religion, ihres Geschlechts oder ihrer politischen Einstellung.

Im Jahresbericht 2002 von "amnesty international" werden für das Jahr 2001 in 152 Ländern Menschenrechtsverletzungen dokumentiert. Das war eine Steigerung von 2,5% zum Vorjahr. Unter anderem gab es in 47 Ländern außergerichtliche Hinrichtungen, in 111 Staaten kam zu staatlicher Folter und Misshandlungen, in 35 Ländern ist das "Verschwindenlassen" von Menschen belegt. Die Liste kann beliebig fortgeführt werden.

Wie der Bericht der Menschenrechtsorganisation "amnesty international" dokumentiert, geschehen die meisten Menschenrechtsverletzungen in Staaten, in denen der Konflikt zwischen Arm und Reich zunimmt und zu Folter und Mord an sozial Ausgegrenzten wie Straßenkindern, Kleinkriminellen und Obdachlosen führt. Aber auch dort, wo diktatorische Regimes scheinbar die "Stabilität" wahren, werden Menschen mit Drohung und Gewalt daran gehindert, am politischen Leben teilzunehmen.

Aber auch Staaten der sogenannten 1-Welt begehen Menschenrechtsverletzungen. Als Beispiel diene nur das amerikanische Gefangenenlager auf Guantanamo, von dessen Zuständen die ganze Welt wusste, aber aus politischen und wirtschaftlichen Gründen die Augen verschloss.

Auch die Asylpolitik vieler Staaten gerät in die Kritik. "Unter Asylpolitik verstehen viele Staaten zunehmend die Frage, wie sie Flüchtlinge davon abhalten können, auf ihr Staatsgebiet zu flüchten", sagt Barbara Lochbihler von "amnesty international".

Es zeigt sich, dass auch in Zukunft hart für die Wahrung der Menschenrechte gekämpft werden muss, wenn diese nicht nur den wenigen Privilegierten zugute kommen sollen.





Eine Bilanz zur deutschen Einheit


Was ist erreicht?

Die Teilung in West- und Ostdeutschland, besonders der "antifaschistische Schutzwall", machte die Bewohner der DDR zu Gefangenen des Staates. Während der Zeit der SED wurde die gesamte Gesellschaft der DDR mit einem Netz der Bespitzelung überzogen (Überwachung und Kontrolle). Es gab Zwangsadoptionen und Haft für Dissidenten. Vor der Wiedervereinigung kam es immer wieder zu friedlichen Demonstrationen und Kundgebungen der DDR Bürger, die den Umsturz des staatlichen Systems forderten. Die friedliche Revolution der Bürger und der Einfluss des Präsidenten Gorbatschow verstärkten den Druck auf die damalige Staatsführung. Das Politbüro der DDR trat geschlossen zurück und am 3.10.1990 trat die DDR nach Artikel 23 des Grundgesetzes der Bundesrepublik Deutschland bei. Fast über Nacht trat ein ganzes Land, dessen Bevölkerung seine Führung zum Rücktritt gezwungen hatte, einem anderen bei. Deutschland wurde zu einem Nationalstaat. [Nun wächst zusammen, was zusammen gehört(Willy Brandt)].

Die Überwindung des Unrechtsstaates wurde über die parlamentarische Demokratie verwirklicht. Ist mit der Wiedervereinigung beider deutscher Staaten Einigkeit und Recht und Freiheit erreicht?
Die Frage kann man bejahen.

Was ist der Tag der Deutschen Einheit für die Deutschen heute? Was verbindet die Deutschen mit dem Nationalfeiertag? Halten die Deutschen den Gedenktag der Wiedervereinigung für einen Tag der Freude oder existiert noch die Mauer in den Köpfen?

Der Tag der deutschen Wiedervereinigung wird zwar als Nationalfeiertag gewürdigt, aber für die heutigen jungen Erwachsenen ist die deutsche Einheit etwas Selbstverständliches. Sie sind in einem geeinten Deutschland geboren, der Unterschied Bundesrepublik Deutschland und DDR ist für sie Geschichte.

Die Bilanz nach einer Forsa-Umfrage: die Ostdeutschen fühlen sich immer noch benachteiligt, allerdings erleben 47% der Ostdeutschen und 83% der Westdeutschen ihre persönliche Lebenssituation als gut. Es bestehen auf der Ost- und Westseite immer noch Vorurteile, die allerdings immer weiter schwinden.

Der Bundestag zieht eine Bilanz zur deutschen Einheit: Der Stand nach dem Jahresbericht 2015 ist positiv. Es gibt allerdings auf vielen Feldern noch einen gewaltigen Aufholbedarf zur Herstellung gleichwertiger Lebensverhältnisse. So hinkt die ostdeutsche Wirtschaft der westdeutschen nach wie vor hinterher. Auch muss die Rentenangleichung in einem letzten Schritt noch vollständig erfolgen. Gleichzeitig müssen auch in den alten Bundesländern strukturschwache Regionen im Blick behalten werden.

Im Großen und Ganzen ist die Wiedervereinigung von Ost- und Westdeutschland gelungen. In einer Rede betonte die Bundeskanzlerin Angela Merkel, "... dass alle Aufgaben, die noch auf uns zukommen, erfolgreich bewältigt werden können ..."





Freiheit in der Bundesrepublik Deutschland

Die Bundesrepublik Deutschland ist ein sozialer Rechtsstaat, ein Hort der Freiheit.

Die Grundrechte gemäß unserer Verfassung sind das Ideal der Freiheit und Gerechtigkeit.


Freiheit und Demokratie

Es ist zu definieren, was die Begriffe Freiheit und Demokratie bedeuten. Auf einer Seite wird der Begriff Freiheit je nach philosophischer oder weltanschaulicher Position unterschiedlich bewertet.
Die allgemeine Kennzeichnung der Freiheit ist das Fehlen äußerer oder innerer Zwänge und die Fähigkeit zur unabhängigen Setzung bestimmter Inhalte und deren Verwirklichung.
Im Rahmen der Politik bedeutet Freiheit die Souveränität eines Staates sowie dessen Selbstbestimmungsrecht.
Darüber hinaus erscheint Freiheit als Handlungsspielraum zur persönlichen Selbstverwirklichung innerhalb einer Gesellschaft, der durch Grund- und Menschenrechte gefordert ist.
Die Freiheit des einzelnen endet prinzipiell dort, wo sie die Freiheit anderer oder das Interesse der Gesellschaft in Frage stellt.
Demokratie bedeutet Volksherrschaft und ist eine Form des politischen Lebens.

Demokratie beschreibt nur, wer regieren soll.
Der Begriff sagt aber im unmittelbaren Wortverständnis nichts darüber aus, wie regiert werden soll.
Die Begriffsspanne reicht heute von der liberal-rechtsstaatlichen Demokratie westlicher Prägung über Einheitsparteien und Volksdemokratien bis zu Regierungsformen, die sich zwar als Demokratien bezeichnen, in Wirklichkeit aber kaum eines der herkömmlichen mit diesem Begriff verbundenen Merkmale verkörpern.

Seit dem 18. Jahrhundert hat sich in Europa ein Typus der Staatsform gebildet, der gekennzeichnet ist durch eine enge Verbindung von demokratischen und rechtsstaatlichen Gedanken.
Das Volk als eigentlicher Träger der Staatsgewalt ist berufen, seinen Willen in Mehrheitsentscheidungen kundzutun. Alle Bürger sind gleich und frei, keiner ist ausgeschlossen.
Ein solches Staatswesen hat eine Verfassung, die die Grundrechte garantiert, die Gewaltenteilung festlegt und den Staat zum Rechtsstaat erklärt, wie hier in der BRD.

Demokratie und Minderheitenschutz

Demokratie bedeutet u.a. auch die Herrschaft der Mehrheit über die Minderheit. Im Laufe der Geschichte hat sich herausgestellt, dass Angehörige ethnischer Minderheiten vielfach von Diskriminierungen im jeweiligen Staat betroffen waren. So wurde im Laufe der Zeit ein spezieller Minderheitenstatus als Ergänzung zu den Minderheitenrechten erarbeitet.
In Deutschland äußert sich der Minderheitenschutz in ganz speziellen Minderheitenrechten, die nur für Angehörige dieser Minderheiten gelten.
Der demographische Minderheitenschutz steht nicht im Gegensatz zum demokratischen Mehrheitsprinzip, da demographische und demokratische Minderheiten nicht identisch sind.


Chancengleichheit

Auch Chancengleichheit bedeutet Freiheit. Die Bundesrepublik ist, obwohl es angezweifelt wird, längst zu einem Einwanderungsland geworden. Nicht nur aus dem europäischen Ausland, sondern auch aus nicht europäischen Ländern kommen Menschen nach Deutschland. Diesen Migranten, besonders ihren Kindern, müssen durch spezielle Sprachförderung schon im Kindergartenalter die gleichen Chancen wie deutschstämmigen Kindern gegeben werden.
Seit einigen Jahren gibt es auch für die Kinder sozial schwacher Einkommensschichten durch gezielte Unterstützung der Städte die Möglichkeit am Förderunterricht teilzunehmen oder Sportvereinen beizutreten. Diese Maßnahmen sind ausgesprochen begrüßenswert, da die Chancengleichheit gefördert wird und somit den Kindern eine bessere Perspektive für die Zukunft und damit natürlich ein Stück mehr Freiheit gegeben wird.
Chancengleichheit ist ein Teil der sozialen Gerechtigkeit. Soziale Gerechtigkeit bedeutet Sicherheit und letztendlich Freiheit.
In der BRD wird soziale Gerechtigkeit als ideelles Ziel angesehen. Dem Bürger soll eine existenzsichernde Teilhabe an den materiellen und geistigen Gütern der Gemeinschaft garantiert werden. Insbesonders wird die Mindestsicherheit zur Führung eines selbstständigen, würdevollen Lebens angestrebt.
Allerdings sehen international vergleichende Studien Deutschland auf den hintersten Rängen bezüglich sozialer Gerechtigkeit.
Besonders kritisiert werden u.a. die hohe und schnell wachsende Kinderarmut, die soziale Benachteiligung und die unzureichende Förderung von Langzeitsarbeitslosen. Abgesichert durch spezielle Gesetze zur Arbeitsförderung sollten Schulabgängern und Arbeitssuchenden eine sinnvolle Perspektive zur Selbstverwirklichung gegeben werden.


Individuelle Freiheit

In einer Demokratie wird dem Individuum ein höchstes Maß an Freiheit gewährt. Diese Freiheit kann gegebenenfalls auch gegenüber dem Staat verteidigt werden.
Im Grundgesetz der BRD sind die Grundrechte der Menschen verankert.
So verpflichtet sich der Staat z.B. die Würde des Individuums zu achten und zu schützen. Weitere wichtige Punkte die Freiheit der Menschen betreffend sind die Gleichheit vor dem Gesetz, die Gleichberechtigung, Glaubens- und Gewissensfreiheit, freie Meinungsäußerung, Versammlungsfreiheit und Freiheit der Wissenschaft.
Das Recht auf freie Entfaltung findet dann seine Grenzen, wenn Rechte anderer verletzt und/oder gegen die Verfassung oder das Sittengesetz verstoßen wird.
Zur Freiheit gehört auch die Freiheit zu erarbeiten. Generell kann man sagen, dass die Arbeitnehmer in der BRD sich durch ihre Berufstätigkeit auch die Freiheit erarbeiten, sich zu verwirklichen.
Ein großer Fortschritt war dazu die Bildung der Gewerkschaften, die zwischen Arbeitnehmern und den Arbeitgebern Tarifverträge aushandeln. Diese Verträge bedeuten für Arbeitnehmer wie auch Arbeitgeber Sicherheit. Auf der Arbeitnehmerseite die Sicherheit regelmäßig einen festgesetzten Lohn, Urlaub und Urlaubsgeld zu erhalten, auf der Arbeitgeberseite die Sicherheit des Arbeitsfriedens während der Laufzeit des Tarifvertrages. Diesen bevorzugten Status haben in der BRD weitaus die meisten Arbeitnehmer, aber eben nicht alle. Es gibt immer noch Berufsgruppen ohne Mindestlöhne, d.h. diese Arbeitnehmer können nicht von dem leben, was sie verdienen.
Hier ist der Staat gefordert, diesen Missstand abzuändern.


Einschränkung der Freiheit

Wie zuvor erwähnt kann die Freiheit der Bürger von Seiten des Staates eingeschränkt werden. Diese Einschränkungen betreffen antidemokratische oder volksverhetzende Veröffentlichungen, da diese eine Gefährdung der Freiheit bzw. Verunglimpfung von Personen, bzw. Personenkreisen darstellen.
Auch die wissenschaftliche Freiheit darf nicht unbegrenzt ausgeschöpft werden. Auch hier werden ethische, moralische Grenzen gesetzt, wie z.B. bei der embryonalen Stammzellenforschung.
Ein weiterer Gesichtspunkt ist das Bedürfnis des Menschen nach Sicherheit. Berichte über Angriffe auf einzelne Personen in der Öffentlichkeit häufen sich. Viele Plätze und öffentliche Gebäude sind videoüberwacht.
Vermisste Personen können über Handyortung gefunden werden.
Persönliche Daten sind gespeichert. Alle diese Maßnahmen zur Sicherheit gehen auf Kosten der persönlichen Freiheit. Jeder Bürger muss sich immer wieder die Frage stellen, wieviel Freiheit bin ich bereit für die Sicherheit aufzugeben.
Gegebenenfalls ist es notwendig öffentlich für die Erhaltung der Freiheit einzutreten.


Quellenangabe Im Gespräch und beim Anfertigen des Sachtextes wurde das Wörterbuch aus dem "Dudenverlag" verwendet, sowie das Buch "Einigkeit und Recht und Freiheit" gelesen, Rowohlt Taschenbuchverlag und sonstige Texte aus dem Internet zum Thema: "Freiheit und Demokratie" verlesen.






Die Werte unserer Demokratie

"Einigkeit und Recht und Freiheit". Diese drei Werte, die in der Nationalhymne besungen werden, sind die Grundlage unserer Verfassung. Die Freiheits- und Menschenrechte werden dem deutschen Volk durch die Verfassung garantiert.

Die längste Friedensepoche seit Gründung der Bundesrepublik Deutschland von 1949 an, einschließlich der Überwindung des Unrechtsstaates DDR, ist bis heute über die parlamentarische Demokratie verwirklicht worden. Dies ist ein Erfolg für unsere Demokratie. Es gilt die Werte unserer Demokratie zu achten und zu verteidigen. Einig zu sein für Recht und Freiheit.

Niemand darf die Freiheit unter den Menschen missachten. Es geht heute und in Zukunft darum, besonders nach dem terroristischen Anschlag von Paris am 7.1.2015, den Angriff auf die Presse- und Meinungsfreiheit, und dem Anschlag von Paris in der Nacht vom 13.11. auf den 14.11.2015, die Werte der Demokratie zu verteidigen. Die Menschen in Deutschland, in Europa, weltweit, sind über dise bestialischen Akte der Terroristen zutiefst empört. Es gilt im Sinne der Demokratie zusammenzustehen und dem Terror die Stirn zu bieten.

Jeder Mensch hat das Recht in Freiheit und Frieden leben zu können.

Wir entscheiden uns immer für die Freiheit. Wir entscheiden uns immer für Recht und Frieden.




Kurzer Abriss über die Bundesrepublik Deutschland von der Gründung bis heute

Am 24. März 1949 trat das Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland in Kraft und somit war die Bundesrepublik geboren. Der erste Kanzler der BRD war Konrad Adenauer. Er war der große Kanzler, der mit seinem Amtskollegen Charles de Gaulle die deutsch-französische Freundschaft förderte. 1949 entstand auch die DDR.

Nach der Katastrophe des 2. Weltkrieges und dem Untergang Nazi-Deutschlands brach die längste Friedensperiode der deutschen Geschichte mit einer parlamentarischen Demokratie an. Die Teilung Deutschlands konnte 1989 durch eine gewaltlose Revolution der Bürger der DDR und der Führung der Sowjetunion überwunden werden. Der Unrechtsstaat wurde beseitigt, die Einheit Deutschlands wurde wiederhergestellt.

Die Übereinstimmung der Deutschen mit ihrem neuen Staat zeigte sich in der Opferbereitschaft der Bevölkerung und dem Willen zum Wiederaufbau. Hauptsächlich aber wurde der Aufschwung von Anfang an durch amerikanische Auslandshilfe und vor allem durch das europäische Hilfs- und Wiederaufbauprogramm (Marshall-Plan) gefördert. Von 1948 bis 1952 flossen rund 1,4 Milliarden Dollar nach Westdeutschland. Die Bundesrepublik Deutschland hat heute eine Verfassung, wie sie es in der Geschichte Deutschlands noch nicht gegeben hat. Die Länder der Bundesrepublik bilden heute einen demokratischen Bundesstaat. Die Würde des Menschen ist unantastbar, heißt es im Grundgesetz Artikel 1.

Alle Menschen in West- und Ostdeutschland haben gemäß dem Grundgesetz weitgehende Freiheiten.

Nach dem 2. Weltkrieg bekam die junge Bundesrepublik nach und nach ein neues Ansehen. Konrad Adenauer bereitete die Rückkehr Deutschlands auf einen ehrenhaften Platz unter den freien und friedliebenden Nationen vor. Dazu trug auch die konsequente Wiedergutmachungspolitik gegenüber Israel und jüdischen Organisationen bei. 1952 wurde in Luxemburg ein Abkommen zur Eingliederung jüdischer Familien in Israel unterzeichnet, Im Laufe der Zeit wurden ca. 90 Milliarden DM für die Wiedergutmachung gezahlt.

Die Deutschen haben seit der Realisierung der sozialen Marktwirtschaft Teilhabe am Wohlstand. "Wohlstand für alle" war der Slogan Ludwig Erhards. Die Wirtschaftspolitik soll dem Menschen zum Nutzen und Segen dienen. Nur eine erfolgreiche Wirtschaftspolitik schafft die Voraussetzung für eine gerechte Sozialpolitik.

Unser geordnetes Wirtschaftssystem hat sich bis heute gut bewährt. Durch Fleiß und Arbeit wurde viel Kapital geschaffen. Deutschland zählt zu den wohlhabendsten Staaten der Welt und ist heute die größte und mit die wichtigste Wirtschaftsmacht Europas. Deutschland ist ein treibender Motor für die europäische Union.
Es gibt allerdings nicht nur positive Fakten zu vermelden.
Zum einen gibt es ein Erstarken der rechten Kräfte in der Bundesrepublik, dem mit politischen Mitteln entgegengewirkt werden muss.
Zum Zweiten wird spätestens in 20 Jahren ein Heer von über 65 jährigen vor der Altersarmut stehen.



Die Bundesrepublik Deutschland - der Staatsgedanke

Deutschland hat nach einem schwierigen Weg heute eine repräsentative Demokratie. Der Staat hat für das Wohl der Allgemeinheit zu sorgen und eine Vielzahl von Leistungen gemäß dem Grundgesetz den Bürgerinnen und Bürgern zur Verfügung zu stellen und auch die Probleme und Konflikte zu regeln. Die Abgeordneten repräsentieren den Willen des Volkes. Die Gesetze werden von demokratisch gewählten Volksvertretern verabschiedet. Die Abgeordneten sind nicht weisungsgebunden, sie haben ein freies, aber kein imperatives Mandat. Das Parlament hat neben der Gesetzgebung und der Vertretung der Meinungs- und Interessenvielfalt weitere Funktionen: So die Kontrolle der Regierung und die Wahl anderer Verfassungsorgane. Das Parlament ist auch ein Forum für politische und öffentliche Debatten.

Geschichtlicher Aspekt:

Deutschlands schwieriger Weg zur Demokratie begann mit der Ablösung der konstitutionellen Monarchie durch die Weimarer Republik. Danach folgte die nationalsozialistische Diktatur. Nach 1945 folgte die Besatzungszeit durch die Siegermächte. Nach der Teilung Deutschlands wurde in der DDR der diktatorische Sozialismus realisiert. Im Westen kam es 1949 zur Gründung der Bundesrepublik Deutschlands mit Übergang zur Demokratie.

1990 wurde in Deutschland die staatsrechtliche Einheit mit der Auflösung der DDR wiederhergestellt. Vorgaben des Grundgesetzes für die Staatsverfassung: Wir haben heute in Deutschland keine unbeschränkte Volksherrschaft, sondern eine konstitutionelle Demokratie, verfassungsgemäß an die Verfassung gebunden. Der demokratische Prozess wird geregelt durch die Grundrechte, Gewaltenteilung, Souveränitätstransfer an inter- und supranationalen Organisationen. Der Kurs der Demokratie ist pro-sozialstaatlich. Eine Monarchie ist ausgeschlossen. Der Weg in die Demokratie nach dem II. Weltkrieg wurde erleichtert durch gute wirtschafts- und sozialpolitische Bedingungen (hohes Wirtschaftswachstum, Erhöhung des Lebensstandards) und vorteilhafte innenpolitische Konstellationen.

Alles dem deutschen Volke

Die Grund- und Freiheitsrechte, die optimale Ausschöpfung der Rechte kann von den Bürgerinnen und Bürgern in Deutschland realisiert werden. Der Staat tut viel zum Wohle aller in Deutschland lebenden Bevölkerungsgruppen. Allerdings werden auch viele Entscheidungen ohne das Einverständnis beziehungsweise Information der betroffenen Bürger gefällt.

Manchmal habe ich den Eindruck, dass die mündigen Bürger, die selbst die Teilnahme am gesellschaftlichen Leben in die Hand nehmen, keine wirksame Kontrolle über die Ausführungen der Parlamentarier haben. Die Idee der Herrschaft des Volkes ist manchmal im modernen Verfassungsstaat nicht erkennbar. Der Philosoph Habermas sagt sinngemäß, dass der Bürger zwar der Verwaltung des Staates unterstehe, er erlebe sie aber nicht als Partizipation, sondern als Fremdbestimmung. Die Parteien hätten sich verselbstständigt. Im Parlament träfen sich weisungsgebundene Parteibeauftragte, um bereits getroffene Entscheidungen registrieren zu lassen. Der Bürger habe juristisch den Status eines Kunden, der zwar alles bezahlen müsse, aber ansonsten nichts zu tun brauche und auch nicht viel tun können.

Man muss allerdings bedenken, Deutschland hat eine parlamentarische repräsentative Demokratie. Der Wille des Volkes wird nur durch die Parlamentarier realisiert, obwohl das Volk ansonsten im Großen und Ganzen auf das politische Geschehen keinen direkten Einfluss hat. Meines Erachtens nach müssten die Bürgerinnen und Bürger mehr wahrheitsgemäß informiert und am politischen Geschehen beteiligt werden.



Gesellschaft und Religion heute

Die Industrialisierung im 19 Jahrhundert hatte in Deutschland eine große gesellschaftliche Veränderung zur Folge.

Besonders in den Ballungszentren der Industrie machte sich diese Umwälzung bemerkbar.
Es bildete sich eine neue Klasse, das Proletariat.
Diese Arbeiter in den Industriezentren lebten am Rand des Existenzminimums.
In dieser Zeit wurde in Deutschland das Großkapital geschaffen.
Mit den veränderten Lebensumständen hatte sich auch der Stellenwert der Kirche verändert.
Lange Zeit gab die Kirche der industriellen Revolution, dem Kommunismus, und dem mangelnden Kirchgang die Schuld am sozialen Elend.
Das trug zur Konfrontation zwischen überkommenem Glauben und antikirchlicher Haltung der Arbeiterschaft bei.
Erst spät begann die Kirche sich sozialpolitisch zu engagieren.

Von der Klassengesellschaft zur Zeit der Industrialisierung hat sich im Laufe der Zeit eine Entwicklung hin zur Wohlstandsgesellschaft bzw. Konsumgesellschaft feststellen lassen.
Der Wandel in unserer Gesellschaft vollzog sich aufgrund der wirtschaftlichen Entwicklung.
Unsere Gesellschaft ist heute leistungs- und profitorientiert.
Den Menschen wird ein hohes Maß an Mobilität und Flexibilität abverlangt.
Die soziale Stellung der Menschen in der Gesellschaft wird bestimmt durch Bildung und Einkommen.
Menschen, die sich den Begebenheiten unserer Zeit nicht anpassen können, bleiben auf der Strecke.

In unserer Gesellschaft lässt sich ein demographischer Wandel feststellen.
Es gibt wesentlich mehr ältere Menschen als noch vor 10 Jahren.
Die Tendenz ist steigend. Weniger Kinder werden geboren.
Unsere Gesellschaft vergreist zusehends.
Auch eine Hinführung zur 2 Klassengesellschaft, Reiche und Superreiche, Arme und ganz Arme ist zu beobachten. Der Mittelstand bricht mehr und mehr weg. Zusätzlich verändert sich die Haltung zur Religion durch steigenden Wohlstand und steigende Bildung.
Wo noch vor ca. 70 Jahren in Deutschland fast ausschließlich die katholische bzw. protestantische Kirche vorherrschte, gibt es inzwischen mehrere Glaubensausrichtungen.
Die wichtigsten Religionsgemeinschaften sind die römisch-kath. Kirche mit ca. 30%, die evang. Landeskirche mit ca. 30%, Muslime mit ca. 4%.
Über 34% der Bevölkerung sind konfessionslos. Die Tendenz ist steigend.
(Stand 2009)

Eine fortschreitende Entkirchlichung ist zu beobachten aufgrund des Ansehensverlust der Kirche durch Skandale innerhalb der Kirche.
Besonders die Aufgeklärtheit heute, Sensibilisierung der Menschen, bewirkt, dass viele Menschen weniger oder gar nicht mehr zur Kirche gehen.
Inzwischen müssen Kirchengemeinden zusammengelegt werden. Grund dafür ist zum einen Priestermangel, zum anderen das Schrumpfen der Gemeinden.
Kirchen werden inzwischen geschlossen und verkauft.
Der Stellenwert der Religion in der Familie ist nicht mehr so stark traditionsgebunden wie früher, obwohl in einigen Familien wieder mehr und mehr ein Trend zur christlichen Erziehung zu beobachten ist.
Z.B. schicken Eltern ihre Kinder wieder gezielt auf konfessionell gebundene Schulen, weil ihnen das Vermitteln christlich-abendländischer Werte wichtig ist.
Insofern gewinnt die Religion wieder an Bedeutung.

Als Schlußgedanken, als Kritik an unserer Gesellschaft heute, kann man sagen:

Die Menschen in unserer Gesellschaft werden dazu veranlasst, ein Leben zu führen, das immer fieberhafter und technisierter ist und immer mehr Zwängen unterworfen wird.

Die Gesellschaft suggeriert den Menschen einen immer höheren Lebensstandard erreichen zu müssen, der ihnen ein Leben in Luxus und Komfort verspricht.

Die Menschen schließen sich in der Konsumgesellschaft einem Massengeschmack an. Individualität und Kreativität treten in den Hintergrund.
Unsere Gesellschaft steht vor dem fast unlösbaren Problem einer Langzeitarbeitslosigkeit.
Viele arbeitsfähige und arbeitswillige Menschen haben keine Zukunftsperspektive.

Tragisch für den Staat ist, dass auch Teile der Jugend nicht am gesellschaftlichen Leben teilnehmen können, da ihr der wichtige, lebensnotwendige Zugang zum Arbeitsleben verwehrt ist.

Auch die traditionellen Glaubensrichtungen sind in der Krise.
Die Menschen, die in der modernen Industriegesellschaft leben, werden durch diese Gesellschaft geformt.
Ein tiefwirkender Einfluß des Atheismus ist die Folge der überall verbreiteten fortschrittlichen, technokratischen Denkweise.

Es ist die langsame Durchsetzung unseres Denkens durch den Materialismus, der uns antreibt nach Idealen des Wohlstands zu streben.
Demzufolge vernachlässigen wir Ideale des christlichen Glaubens.

Reinhard Grübel





Der Glaube in der modernen Gesellschaft;
Die Rolle der Religion heute

In der Nachkriegszeit hatten die christlichen Kirchen in Deutschland großen Zulauf. Die Menschen suchten Zuspruch und Trost. Die Kirchen nutzten ihren Einfluss und verbanden religiöse mit politischen und wirtschaftlichen Interessen. In den 60er-Jahren flaute mit dem Wirtschaftswunder das Interesse der Bevölkerung an Kirche und Religion wieder ab. Die Tendenz hält bis heute an. Eine Erklärung ist, dass die Gesellschaft komplexer und differenzierter geworden ist. Selbstverwirklichungsmöglichkeiten haben sich von religiösen auf säkuläre Angebote verschoben. Auch eine höhere Bildung geht einher mit Wohlstand und damit zu einer liberaleren Einstellung
Von Zukunftsforschern wird die Familie als neue "Glaubensgemeinschaft" der Deutschen gesehen. Die Zugehörigkeit zu einer Religionsgemeinschaft versinkt fast in der Bedeutungslosigkeit, während die Bedeutung der Familie steigt. Die Tendenz der Abkehr von der Kirche ist in ganz Europa zu erkennen. Die Menschen wenden sich von den als autoritär empfundenen Kirchen ab und ziehen säkuläre Strukturen vor. Die großen Kirchen schrumpfen, es entstehen aber an den Rändern kleine religiöse Gruppen. Hinzu kommen noch esoterische Strömungen. So vielfältig diese Gruppierungen auch sein mögen, sie haben gesellschaftspolitisch kaum Einfluss.
Das Thema Religion hat jedoch in den letzten Jahren eine ungeahnte Wiederbelebung erlebt. Das Wissen über die persönliche Religiosität und die gesellschaftliche Ausprägung von Religion hat angesichts des steigenden Austausches mit religiös und kulturell anders geprägten Gesellschaften eine besondere Bedeutung.
Meiner Meinung nach braucht unsere Gesellschaft die Religion. Sie braucht die Riten und religiöse Toleranz. Es entspricht dem Kern des christlichen Glaubens, dass Menschenwürde, Menschenrechte und damit Religionsfreiheit den Gläubigen aller Religionen zustehen. "Gegenseitiger Respekt und die Absage an jegliche Form der Gewalt zum Erreichen religiöser Zwecke sind Voraussetzung für ein friedliches Zusammenleben in unserer zunehmend pluralistischen Gesellschaft." (W. Huber)



Die Gefährdung der demokratischen Gesellschaft

Unsere demokratische Gesellschaft basiert darauf, dass Generationen vor uns für Freiheit, Gleichberechtigung gekämpft haben. Pressefreiheit, Versammlungsfreiheit Gleichberechtigung der Geschlechter, der Religion, der Hautfarbe etc. sind in langen Jahren erkämpft worden. Die Demokratie in Deutschland und anderen europäischen Ländern wird sicherlich in der Realität nicht immer perfekt funktionieren, aber jeder Mensch kann sich auf seine Rechte berufen.
Unsere Gesellschaft in Deutschland und in ganz Europa steht heute zum einen vor dem fast unlösbaren Problem der Flüchtlingskrise, die den Zusammenhalt der europäischen Union gefährdet, zum anderen vor einer Herausforderung des Terrorismus durch fanatische Personen, die die Werte unserer Demokratie bedrohen. Sie bringen den Krieg nach Europa durch blutig terroristische Anschläge. Dieselben planen auch weiterhin Europa zu terrorisieren. Sie wollen durch ihre Strategie die christlich abendländischen Werte zerstören, die unsere Kultur seit Jahrhunderten geprägt hat. Die Staaten Europas werden natürlich jedes Mittel einsetzen zum einen um das Flüchtlingsproblem zu lösen, zum anderen um unsere Kultur vor dem Terror einer Steinzeitideologie zu schützen. Alle europäisch-christlich geprägten Länder haben den IS-Terror den Kampf angesagt.
Es gilt im Sinne der Demokratie zusammenzustehen und dem Terror die Stirn zu bieten. Ein Aspekt ist hier, darauf zu dringen, dass die Flüchtlinge, und hier besonders die jungen Leute, in unsere Gesellschaft integriert werden. Menschen ohne Perspektiven werden eher dazu neigen, sich zu radikalisieren als Personen, die beruflich und sozial integriert sind.
Wir müssen Gott vertrauen; wir müssen darum beten, dass er mithilft, den Terror, der nach Europa gebracht wird und unsere demokratischen Werte zerstören will, zu bekämpfen und zu besiegen.



Mehr Demokratie,
Text zur Bundestagswahl 2017

Mehr Demokratie wagen lautet mein Appell in der Öffentlichkeit. Vieles liegt noch im Argen. Über dem Parlamentsgebäude in Berlin steht in großen Lettern "Alles dem deutschen Volke". Die optimale Ausschöpfung der Grund- und Freiheitsrechte kann aber von den Bürgerinnen und Bürgern nicht immer realisiert werden. Der Staat tut viel zum Wohle aller in Deutschland Lebenden. Allerdings werden auch viele Entscheidungen gegen die Bürger und ohne ihr Einverständnis gefällt. Manchmal entsteht der Eindruck, dass der mündige Bürger, der selbst die Teilnahme am gesellschaftlichen Leben in die Hand nehmen möchte, keine wirksame Kontrolle über die Ausführungen der Parlamentarier hat. Die Idee der Herrschaft des Volkes ist manchmal in unserem Staat nicht erkennbar. Der Bürger untersteht der Verwaltung des Staates. Er erlebt sie aber nicht als Partizipation, sondern als Fremdbestimmung. Wir wählen die Parlamentarier, die dann ungehindert für das Volk entscheiden können.

Ein weiterer Appell richtet sich an eine gezieltere Politik für soziale Gerechtigkeit innerhalb Deutschlands beziehungsweise Europas. Wir brauchen mehr soziale Gerechtigkeit, mehr Chancengleichheit bezüglich der Arbeit. Die soziale Komponente in unserem demokratischen Staat muss mehr der gesellschaftlichen Entwicklung angepasst werden. Es gibt heute einen nicht zu übersehenden Prozentsatz an Deutschen, die aufgrund ihrer Langzeitarbeitslosigkeit von Hartz IV leben müssen, das heisst unterhalb der Armutsgrenze. Dieser Prozentsatz an Arbeitslosen kann also nicht am gesellschaftlichen Leben teilnehmen. Das gleiche gilt auch für Bezieher einer geringen Rente. Im Bereich der sozialen Gerechtigkeit ist noch viel aufzuarbeiten. Die Verteilung des Wohlstands und die soziale Gerechtigkeit müssen verbessert werden.

Die Bürgerinnen und Bürger müssen wahrheitsgemäß informiert und am politischen Geschehen beteiligt werden.



Brief an die Deutschen

Seit der Bundestagswahl im September 2017 haben wir keine vereidigte Regierung mehr. Die Kanzlerin und ihre Minister sind nur geschäftsführend im Amt. Was wir brauchen, ist eine neue Bundesregierung, die handlungsfähig für Deutschland arbeiten kann und die Wahl ihrer Bürger respektiert; eine Regierung , die das Projekt "Europäische Union" voranbringt und vor allem die christlich-demokratischen Werte im Auge behält. Wir brauchen eine Regierung, die eine gezieltere Politik der sozialen Gerechtigkeit betreibt. Es geht um mehr soziale Gerechtigkeit, um mehr Chancengleichheit bezüglich der Arbeit. Es gibt heute einen nicht zu übersehenden Prozentsatz an Langzeitarbeitslosen, die auf Grund ihrer Situation unterhalb der Armutsgrenze leben müssen und deshalb nicht am gesellschaftlichen Leben teilnehmen können. Das gleiche gilt auch für Bezieher einer geringen Rente. Die Schere zwischen Arm und Reich geht immer weiter auseinander. Es wird in Zukunft in unserer Gesellschaft eine größere Anzahl an Armen geben. Viele, die Jahrzehnte gearbeitet haben, bekommen im Alter nur eine geringe Rente; dasselbe gilt für Langzeitarbeitslose, die über das Arbeitsamt Jahrzehnte nicht in Arbeit vermittelt werden konnten. Auch die "Hartzgesetze" waren in diesem Fall wenig hilfreich.
Zum einen muss ein anderes Rentenkonzept herbei, das die Grundrente beinhaltet, zum anderen muss über Krankenkassen- und Rentenbeiträge für Beamte geredet werden.
Im Bereich der sozialen Gerechtigkeit ist noch viel aufzuarbeiten.
Vor allem geht es um mehr Gerechtigkeit für die Benachteiligten unserer Gesellschaft. Es ist wichtig, dass alle Deutschen am Wohlstand partizipieren können, der Mittelstand in unserer Gesellschaft muss gestärkt werden. Nur eine Gesellschaft, in der es allen gut geht, ist eine starke Gesellschaft.
Was ich von einer CDU/CSU/SPD-Koalition erwarte ist folgendes:
Die christlich-demokratischen Werte in unserem Land müssen gestärkt werden.
Das Projekt Europa muss vorangetrieben werden.
Es muss für alle mehr soziale Gerechtigkeit geben.

Fredeburg, im Februar 2018



Gesammelte Sachtexte zur deutschen Sprachpflege


Zur deutschen Sprachpflege

Die deutsche Sprache, wie sie heute über Kommunikationsmedien praktiziert wird, ist eine konkrete Sprache.

Meiner Meinung nach wird die deutsche Sprache vernachlässigt. Man sollte sich mehr darum bemühen ein gutes Deutsch zu sprechen, zu schreiben und auch über die Medien zu verbreiten. Zu einem guten Deutsch gehört meiner Ansicht nach ein verständlicher Sprachstil, der zu viele Schachtelsätze oder zu viele Anglizismen vermeidet und sich nicht zu sehr an Modewörtern bzw. Modeausdrücken orientiert.

Auch in der Fachliteratur zeigt sich immer mehr der Trend zu einer leichter verständlichen Ausdrucksweise.

Auch sollten alle Texte, die heute über die neuen Kommunikationsmedien veröffentlicht werden, für die breite Masse verständlich sein, da dieses Publikationsorgan für jedermann zugänglich ist und somit sprachliche Barrieren vermeiden sollte.

Die Sprache sollte den Adressaten, das heißt den Menschen, an die man sich wendet, angepasst werden.




Gutes Deutsch schreiben und sprechen

Wie wichtig ist richtiges Deutsch in unserer Gesellschaft?
Im Mittelalter z. B. wurde unter gebildeten Menschen Latein, später Französisch gesprochen. In der Wissenschaft und Literatur galt Deutsch nicht als feine Sprache. Deutsch war die Sprache des einfachen Volkes.
Als Vorläufer des ersten deutschsprachigen Romans ist Grimmelshausens "Simplizismus Simplizissimus" aus dem 17. Jahrhundert zu nennen. Es war der erste Schritt zur Entwicklung des deutschsprachigen Romans. Damit begann auch die deutsche Sprache "salonfähig" zu werden, obwohl die herrschende und gebildete Schicht sich noch des Lateins und Französisch bediente.
Heute ist es für alle Schichten der Bevölkerung selbstverständlich Texte, wissenschaftliche Abhandlungen etc. auf Deutsch vorzufinden. Man verfügt heute über eine ausreichende Auswahl deutschsprachiger Literatur, auch in den Fachsprachen, z.B. Mathematik und sonstigen Naturwissenschaften, Philosophie usw.

Man ist imstande ausreichend alles in gutem Deutsch zu lesen. Allgemein ist es üblich, dass alle Bevölkerungsschichten (mit einigen, wenigen Ausnahmen) die deutsche Sprache beherrschen. Doch nicht alles Gesprochene und auch Verständliche ist richtiges oder gutes Deutsch.

Was ist gutes Deutsch heute?
Ist verständliches Deutsch, immer gutes Deutsch?
Was ist schlechtes Deutsch?
Wie wichtig ist gutes Deutsch?

Jeder Satz oder Text, der gesprochen oder geschrieben ist, sollte sprachlich und logisch einwandfrei sein. Das heißt nicht, dass der Sprecher oder Schreiber sich nur des elaborierten Codes bedienen muss. Es gehört auch zur lebendigen Sprache, umgangssprachliche Ausdrücke mit einzubeziehen, so dass eine Mitteilung anschaulicher wird. Zum Beispiel bei Vorträgen müssen nicht nur selbstverständlich grammatische Regeln beachtet werden, sondern eine klare Aussprache und rhetorische Mittel gehören ebenso zu einem guten Stil.
Ein weiterer Aspekt ist die sogenannte "Reinheit und Richtigkeit" der deutschen Sprache. Damit ist nicht gemeint, das Rad der Zeit zurückzudrehen und z.B. statt "Kollege" "Berufskamerad" zu sagen. Aber seinen Sprachgebrauch nur mit Anglizismen zu spicken ist nicht empfehlenswert. Statt "meeting" kann ebenso "Treffen", statt Slow-motion Zeitlupe oder statt Part-time-job Teilzeitarbeit gesagt werden.
Möglichkeiten gutes Deutsch zu lesen, bieten sich auch in Zeitungen und Zeitschriften an. Wobei natürlich nicht vergessen werden darf, dass die Printmedien sich in ihrem Stil der entsprechenden Leserschaft anpassen. Der Stil der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" auf der einen und der "Bildzeitung" auf der anderen Seite sprechen für sich. Allerdings läßt sich auch bei den Printmedien eine Tendenz von der Standardsprache zur Umgangssprache feststellen.
Als Beispiel mögen Pronominaladverbien dienen.
Statt der Frage "Wovon spricht er?" steht häufig "Von was spricht er?". Es besteht also die Neigung das vorgestellte "wo" durch das nachgestellte "was" zu ersetzen. Klagen über schlechtes Deutsch bei Gesprächen im Alltag, allgemein in den Medien oder bei Schülern und Studenten sind berechtigt, geschimpft wird auch mitunter über den Sprachgebrauch einiger Politiker in den Medien, z.B. bei der Aussprache im Dialog, im Radio oder Fernsehen. Manche Politiker, die mit nicht notwendigen Anglizismen, Fremdwörtern und bestimmtem Redewendungen agieren, bewirken dadurch die Nichtverständlichkeit beim Publikum. Bestimmte Fremdwörter oder Satzpassagen aus Fremdsprachen verderben manchmal ein gutes Deutsch. Zum Beispiel der Ausdruck: "Die Rezession durch globalen Bankencrash".
Auch die Amtssprache, die jedermann betrifft, sollte besser gepflegt werden, z.B. die Korrespondenz, die Kommunikation im Geschäftsleben oder mit Behörden. Zum Beispiel ist eine Steuer"rückerstattung" nicht notwendig, eine "Erstattung" hätte völlig genügt. Genauso genügt für das Wort "Außenfassade" einfach das Wort "Fassade". Diese und ähnliche Pleonasmen haben sich unsinnigerweise in die deutsche Sprache eingeschlichen. Vieles sollte vereinfacht und verständlicher werden.
Auch die Fachsprachen sind für Laien meist unverständlich. Natürlich darf die Fachsprache nicht vereinfacht werden, aber ein Mediziner z.B. sollte in der Lage sein, seinen Patienten Fachbegriffe in verständliches Deutsch zu übersetzen. Oder ein Mathematiker sollte durchaus imstande sein, die "Sprache der Wissenschaft" verständlich zu erklären und in Texten zu publizieren. Hier liegt noch Vieles im Argen. Die Pflege der deutschen Sprache wird vernachlässigt. Ein nicht unbeträchtlicher Prozentsatz an Menschen, die in der Bundesrepublik leben, sprechen grammatisch falsch oder gebrochen Deutsch. Auf der einen Seite sind es Menschen mit Migrationshintergrund. Es sind oft Familien, in denen z.B. Kinder und Jugendliche keine Möglichkeit haben, richtiges Deutsch zu lernen. Die notwendige Anleitung fehlt. Hier ist das Problem sehr verständlich. Deutsch ist eine Fremdsprache. Dieser Personengruppe muss durch gezielte Kurse die Möglichkeit zur Integration gegeben werden. So kann zumindest der nachfolgenden Generation die Chance eröffnet werden, gutes Deutsch zu sprechen und zu schreiben.
Auf der anderen Seite haben auch Menschen, deren Muttersprache Deutsch ist, beträchtliche Schwierigkeiten sich verbal oder schriftlich auszudrücken. Diese Defizite liegen in fehlender Bildung, in der richtigen Anleitung. Lernen ist auch Nachahmung. Wenn zu Hause nicht gelesen oder diskutiert wird, können Kinder nicht lernen differenziert mit Sprache umzugehen. Aus diesem Grund ist es nötig, Kinder und Jugendliche auch außerhalb des Elternhauses an die deutsche Sprache heranzuführen. Es stellt sich nun die Frage, wie hoch der Stellenwert der korrekten Beherrschung der deutschen Sprache ist.
Zuerst einmal läßt sich feststellen, dass die Wahrnehmung einer Person durch die Gesellschaft viel von der Ausdrucksmöglichkeit dieser Person abhängt. Die Umwelt reagiert wesentlich positiver auf eine gut deutsch sprechende Person als auf eine fehlerhaft deutsch sprechende Person. Mangelhafte Sprachkenntnisse der Muttersprache sind in unserer Gesellschaft ein Synonym für Dummheit. Der Stellenwert in der Wirtschaft ist unter anderem auch gekoppelt an gute Sprache und Ausdrucksfähigkeit. Das heißt, für den Aufstieg auf der Karriereleiter sind außer Fachkenntnissen auch gute Deutschkenntnisse erforderlich. Ein weiterer nicht zu vernachlässigender Aspekt richtig und gut deutsch sprechen und schreiben zu können, ist für ausländische Mitbürger die Integration. Integriert werden kann nur jemand, der sich mit Sprache und Kultur auseinandersetzt. Dies wiederum ist Voraussetzung für die Teilnahme am gesellschaftlichen Leben.

Abschließend läßt sich sagen, dass gutes und korrektes Deutsch in jedem Lebensbereich wichtig ist. Allerdings hat auch die Alltags- und Umgangssprache ihre Berechtigung. Auch im Umgang mit Sprache sollte niemand "päpstlicher als der Papst" sein wollen. Sprache darf nicht in Formen erstarren, sondern muss ein lebendiger Bestandteil unserer zwischenmenschlichen Beziehungen sein.





Kommunikation

Ein richtiges, gutes Deutsch ist eine notwendige Voraussetzung für eine gelungene Kommunikation. Dazu gehört eine korrekte Beherrschung der deutschen Grammatik, unter anderem mit der Unterscheidungsmöglichkeit zwischen Konjunktiv und Konditional oder der Benutzung des oft vergessenen Genitivs. Auch das angemessene Benutzen rhetorischer und stilistischer Mittel ist wichtig. Wichtig ist auch die Angemessenheit der Sprache zum Beispiel im Alltag bei täglichen Gesprächen oder bei wissenschaftlichen Gesprächen. Man hat die Sprache der Situation , dem Publikum anzupassen. Sollte man zum Beispiel im Radio oder Fernsehen sprechen, ist immer die verständliche Sprache angemessen. Gutes Deutsch ist richtiges Deutsch und elaboriertes Deutsch. Gutes Deutsch muss nicht identisch sein mit schönem Deutsch. Der Begriff "schön" ist relativ. So ist also auch "gutes" Deutsch ein eher subjektiver Begriff.

Zum Sprachbewusstsein gehört ein gutes Gefühl und die Fähigkeit den möglichst treffenden Ausdruck beim Sprechen zu finden. Dieses Sprachbewusstsein muss geschult und trainiert werden durch Beschäftigung mit Literatur und Sprache. Ratgeber für ein gutes Deutsch können manchmal auf Fragen Antworten geben. Sie können uns auch befähigen eigene Antworten zu finden.

Für ein gutes Deutsch braucht man auch eine gute Sprachpflege, d.h. schon von Kindesbeinen an müssen Menschen an den korrekten Gebrauch der Sprache gewöhnt werden. Auch Schulen, Sprachwissenschaftler oder Sprachinstitute spielen eine wichtige Rolle bei der Sprachpflege.
Sinn ist es Menschen zu befähigen sich grammatisch korrekt und verbal ausdrucksstark zu äußern.
Kritik an Modewörtern, Anglizismen, Jugendsprache ist sicherlich angebracht. Modeerscheinungen verschwinden allerdings wieder nach einiger Zeit, um neuen Moden Platz zu machen.
Das halte ich jedoch für legitim, da Sprache lebendig ist und sich ständig ändert.

Im deutschen Sprachraum wurden ursprünglich regional unterschiedliche Dialekte mit eigener Grammatik und eigenem Wortschatz gesprochen. Hochdeutsch ist im Grunde eine Kunstsprache, die ursprünglich der Verständigung der Menschen diente, die unterschiedliche Dialekte sprachen.

Im Alltag zeichnet sich gutes Deutsch dadurch aus, dass man auf den Gesprächspartner situationsbedingt verständlich eingeht und auf Jugendwörter und Modewörter verzichtet.

In der Politik muss man unterscheiden: Politiker in Fachausschüssen müssen sich selbstverständlich in für Laien unverständlicher Fachsprache äußern. Politiker als Redner vor "normalem" Publikum sollten sich allgemeinverständlich ausdrücken, das heißt wenig Fremdwörter oder Redewendungen aus Fremdsprachen benutzen. Verschlüsselungen schüchtern den einfachen Bürger ein.

Wir unterscheiden drei Sprachebenen, z.B. Auto:

untere

Karre
usw.
mittlere

Auto
obere

Vehikel
Automobil

Die untere Sprachebene bedient sich des sogenannten "restringierten Codes" mit beschränktem Wortschatz, beschränkter und nicht immer richtiger Grammatik, unklaren Artikeln.
Die obere Sprachebene benutzt den "elaborierten Code" mit großem Wortschatz, korrekter Grammatik, korrekter Satzbildung.
Ein Gespräch wird normalerweise in der mittleren Sprachebene geführt.




Zusammenfassung des Textes "Was ist ein gutes Alltagsgespräch"

Definition:

Eine überschaubare Anzahl kopräsenter Personen kommuniziert über ein Thema, das vorher nicht festgelegt ist.
Üblicherweise gibt es keine institutionellen Rahmenbedingungen wie z.B. Diskussionsleiter oder Zeitrahmen.
Es gibt auch keine Regel über die Komplexität des Gesprächs.
Es kann ein kurzer Schwatz, ein Small-Talk oder ein nächtelanges Gespräch sein. Obwohl das Alltagsgespräch als spontane Interaktion bezeichnet werden kann, folgt es doch bestimmten Regeln.
So muss man sich „abmelden“, wenn man das Gespräch verlässt.
Wortloses Weggehen gilt als unhöflich und wird als beleidigend angesehen.
Bei einem langen Gespräch müssen Markierer, ein sogenannter „misplacement marker“, eingesetzt werden, wenn eine Anknüpfung an eine Vorgängeräußerung nicht möglich ist.
Markierer sind z.B. „da fällt mir gerade ein“, „was ich noch sagen wollte“ etc.
Viele Gespräche der Alltagsgespräche gehören in die Gruppe der sogenannten „pathischen Kommunion“.
Der Ausdruck wurde geprägt vom Anthropologen Malinoski und bezeichnet Gespräche, die geführt werden, um die Beziehung der Gesprächsteilnehmer zu festigen oder erneuern.
Das Thema des Gesprächs ist irrelevant.
In der westlichen Welt werden solche Gespräche oft als „Schwatz“ belächelt. In der fernöstlichen Welt aber gehören sie zum wesentlichen Teil von Geschäftsabwicklungen.
Zuerst kommt der „Smalltalk“, danach das Geschäft oder einfacher: Ohne Alltagsgespräch kein Geschäftsabschluss.
Die Palette der Alltagsgespräche reicht von der Interaktion räumlich kopräsenter Gesprächspartner über Telefongespräche, Internetgespräche per Video bis zur Kommunikation mittels Chat.

Es gibt eine Makrostruktur, d.h. Gespräche bestehen aus Beginn, Gesprächsmitte und Gesprächsende.
Besonders das Gesprächsende ist sehr komplex.

Neben der Makroebene muss die mittlere Ebene des Gesprächs untersucht werden.
Sie besteht aus einzelnen Gesprächszügen und Verkettungen.
Das Gespräch ist wie bei einem Spiel bestimmten Regeln unterworfen.
Solange jemand spricht, fällt man ihm nicht ins Wort.
Das Gespräch ist auf ein reibungsloses Nacheinander, turn genannt, angewiesen.
Dieser Turn oder Wechsel gelingt erstaunlicherweise im Millisekundenbereich.

Neben der Makroebene gibt es eine Mikroebene.
Sie umfasst Intonation und Prosodie. Sowohl Tonhöhe als auch Rhythmus kann eine Signalfunktion für bestimmte Gesprächsphasen haben.

Gesprächseinstieg

Diese Gesprächsphase ist geprägt durch ihre rituelle Eigenschaft.
Eine Begrüßung ist ein klassisches Übergangsritual vom Nichtgespräch zum Gespräch.
Die deutsche Sprache hat hierfür eine Anzahl von Begrüßungsformen zur Verfügung, die abgestuft auf den jeweiligen Vertrautheitsgrad sind.
Das Gleichgewicht zwischen Distanz und Nähe sollte gewahrt werden.
Die Begrüßungsformeln bergen auch eine Situationsdefinition.
Zum Beispiel sind sie eine Übereinkunft über das Verhältnis, das die Beteiligten zueinander haben (gleichberechtigt, hierarchisch, autoritär etc.).
Nach dem Einstieg folgt der Übergang zum Gespräch.
Dieser Übergang sollte nicht zu kurz sein, um den Gesprächspartner nicht zu überfallen.
Oft reicht ein kurzer Austausch über das jeweilige Befinden.

Das eigentliche Gespräch ist eine kooperative Unternehmung, d.h. man folgt einem gemeinsamen Zweck oder einer allseits akzeptierten Gesprächsrichtung.
Bei einem Gespräch sollte man folgendes beachten: Weitschweifigkeit sollte vermieden werden, denn sie führt zur Verwirrung des Gesprächspartners. Übertriebene Knappheit allerdings kann dem Gesprächspartner signalisieren, dass das Gespräch uninteressant ist und so schnell wie möglich beendet werden soll.
Ein weiterer Punkt ist, dass Gesprächsteilnehmer wahrhaftig sein sollen. Gesprächspartner sollen nicht durch Lügen oder leichtsinnige Behauptungen in die Irre geführt werden.
Außerdem muss der Sprecher auch jederzeit damit rechnen, für das Gesagte Gründe angeben zu müssen.

So wie der Beginn ist auch das Ende des Gesprächs durch eine Verabschiedungsformel rituell geprägt.
Die Verabschiedung darf nicht zu unmittelbar geschehen. Dieses wirkt unhöflich.
Man kann also sagen, dass das Gespräch eingebettet wird in den Lauf des Geschehens, in den Übergang vom Nichtgespräch zum Gespräch und vom Gespräch zum Nichtgespräch.

Literaturangabe
Frank Liedtke: Was ist ein gutes Alltagsgespräch, in Dudenband III Was ist gutes Deutsch? Dudenverlag Wiesbaden 2007 Seite 171 bis 185




Die Grammatik der deutschen Sprache

Die Grammatik ist die Beschreibung der Struktur einer Sprache als Teil der Linguistik. Mit anderen Worten ist Sprache über systematische Sprachregeln durch die Sprachlehre geregelt. Die Beschäftigung mit der Grammatik ist Aufgabe der Linguisten. Die Verständlichkeit im Umgang mit der Sprache (eine klare Entfaltung der Gedanken) wird dadurch geregelt, dass Sätze grammatisch einwandfrei formuliert werden. In der Grammatik ist der Satzbau festgelegt. Es ist dem Schreiber überlassen kurze oder lange, einfache oder komplizierte Sätze zu schreiben, Satzreihe oder Satzgefüge zu nutzen oder die Reihenfolge der Satzteile anzuordnen und die Verbindung zwischen den Sätzen herzustellen. Wichtig ist hier die Verständlichkeit der Sätze. Grammatisch richtiges Deutsch ist gutes Deutsch. Die Beherrschung der Grammatik ist eine notwendige Voraussetzung um gutes Deutsch zu schreiben.




Die Reihenfolge der Wörter

Der Satz bildet keine beliebige Anhäufung von Wörtern, sondern im Satz sind Wortstellungsregeln zu beachten. So stehen z.B. Artikel vor dem Substantiv und dazu gehörige Präpositionen vor dem Artikel.
Auch Attribute haben einen festen Platz. So stehen Adjektivattribute zwischen Artikel und Substantiv, das Genitiv-Attribut steht nach dem Substantiv, auf das es sich bezieht.
Auch Wortgruppen wie z.B. adverbiale Bestimmungen oder Objekte haben einen zugewiesenen Platz, der aber veränderlich ist.
Normalerweise bilden wir Sätze, indem wir mit dem Subjekt beginnen, worauf das Prädikat folgt. Es ist natürlich möglich, dass ein anderes Satzglied an den Anfang gestellt wird.
Diese neue ungewöhnlichere Satzkonstruktion bewirkt beim Leser mehr Aufmerksamkeit.
Im Satz steht normalerweise das Dativ-Objekt vor dem Akkusativobjekt.

Beispiel
Rotkäppchen bringt der Großmutter den Kuchen.

Wenn abweichend das Akkusativobjekt vor dem Dativ-Objekt platziert wird, also: "Rotkäppchen bringt den Kuchen der Großmutter" wird sowohl dem Objekt Kuchen, als auch der beschenkten Person mehr Beachtung gezollt.
Wird allerdings aus dem Akkusativobjekt ein Personalpronomen, gilt nur eine Satzstellung, Akkusativ vor Dativ.
Also: Rotkäppchen bringt ihn der Großmutter.


Das Genitiv-Attribut

Das Genitiv-Attribut steht heute normalerweise hinter dem Bezugswort.

Beispiel
"Das Auto meines Vaters"

Es kann aber durchaus vorangestellt werden.

Beispiel
"Meines Vaters Auto"

Diese Voranstellung wirkt stilistisch altertümlich oder pathetisch.
Es gibt allerdings feste Redewendungen, in denen der Genitiv seinen Platz vor dem Bezugswort hat. Wie z.B. "in Teufels Küche" geraten.
Bei Eigennamen allerdings ist die Voranstellung des Genitiv-Attributs durchaus der Normalfall.

Beispiel
"Peters Fußball"

Normalerweise steht ein Attribut unmittelbar vor oder nach dem Bezugswort. Anders kann es beim Relativsatz sein, der durchaus eine Distanzstellung von Bezugswort haben kann.

Beispiel:
Peter hat einen Fußball von der Oma geschenkt bekommen, den er sich lange gewünscht hat.

Es gibt allerdings Leute, die eine solche Distanzstellung als unschön empfinden. In manchen Fällen kann es sogar zu Mißverständnissen kommen oder es können Sätze entstehen, die einer gewissen Komik nicht entbehren.

Beispiel:
Peter spielt mit dem Hund im Garten, der bissig ist.


Die Satzfolge

Es ist eine Kunst gute Sätze zu formulieren, zu sprechen und zu schreiben.
Es ist manchmal schwierig korrekte Sätze zu Papier zu bringen.
So gehört dazu, die Beziehungen zwischen den Sätzen angemessen zu gestalten.
Die Beziehung zwischen den Sätzen wirkt sich auch auf die Abfolge der Satzglieder aus.

An dem folgenden Beispiel können wir sehen, wie in einer Satzfolge aus dem Vorgängersatz erschlossen werden kann, was im Nachfolgesatz als bekannt vorausgesetzt wird.


Beispiel:
Bei einem Manager sind Erfolg und Mißerfolg von der erbrachten Leistung abhängig.
Das gilt auch für einen Handwerksbetrieb in der Bäckerbranche.

Was das "Das" des zweiten Satzes bedeutet, lässt sich nur über den ersten Satz erschließen. Der Inhalt des ersten Satzes wird mit dem "Das" wieder aufgenommen, ist also eine inhaltliche Weiterführung des Satzes, die man als "thematische Progression" bezeichnet.
Ihre Rolle spielt sie in der Hauptsache in Fach- und Sachtexten, vor allem, wenn es darum geht Sachverhalte zu beschreiben.

Quelle

Duden, Wie schreibt man gutes Deutsch
Dudenverlag, Mannheim 2000
S. 122 - 159




Das Wort

Beim Schreiben, auch beim Sprechen kommt es darauf an, das richtige Wort zu benutzen, um das Genannte auszudrücken.
Erfahrungsgemäß bedienen wir uns eines mehr oder weniger beschränkten Wortschatzes, mit dem wir uns dem Anlass entsprechend ausdrücken.
Doch gelegentlich fehlt uns das richtige Wort und der Wortreichtum der Sprache erweist sich als schwieriges Feld.
Wörter sind die elementaren Bestandteile unserer Sprache.
Sprache ist lebendig und so ändern sich auch Bedeutung oder Gebrauch einzelner Wörter.
Als Beispiel möge das Fräulein dienen. Bezeichnete es im Mittelalter als "frouwelin" eine unverheiratete adelige weibliche Person, so wurde seit dem 19. Jahrhundert jede unverheiratete weibliche Person als Fräulein bezeichnet. Heute allerdings werden alle weiblichen Personen mit "Frau" angeredet; das Fräulein hat so als Anrede ausgedient.
Ein weiterer Aspekt sind Modewörter. Sie ändern sich von Generation zu Generation, sind schnell abgenutzt und müssen einem unverbrauchten Wort weichen.
Als Beispiel mögen Adjektive dienen, die etwas als ausgezeichnet kennzeichnen sollen.
Aus dem "dufte" der Großeltern wurde das "spitze" der Eltern und daraus das "geil" der heutigen Jugendgeneration.


Wortwahl

Aus der großen Wortfülle gilt es immer das treffende Wort für eine Sache, Eigenschaft oder einen Vorgang zu finden, wobei es hin und wieder zu Schwierigkeiten kommen kann.
Bezeichne ich eine Person als dumm, einfach oder naiv, ist eine Situation unangenehm, peinlich oder nicht erfreulich.
Es kommt darauf an, was der Schreiber dem Leser zu verstehen geben will.
Ein weiterer Aspekt ist, dass manche Tatbestände nicht unverblümt genannt werden sollen. Dabei wird auf weitere Formulierungen zurückgegriffen, "lügen" bietet sich hier als "schwindeln" an.
Eine andere Möglichkeit ist die Benutzung von Euphemismen.
So befindet sich hinter einem Entsorgungspark eine Mülldeponie und ein "Freigesetzter" ist ganz einfach arbeitslos.
Unser Wortschatz ist zwar sehr groß, es zeigt sich dennoch eine bestimmte Ordnung. Wörter lassen sich zu bestimmten Gruppen zusammenstellen, die in ihrer Bedeutung eine gewisse Ähnlichkeit haben.
Unter diesen Synonymen kann man das genau passende Wort heraussuchen. Synonyme für klug wären zum Beispiel weise, aufgeweckt und schlau.
Niemand würde jedoch sagen, der weise Fuchs oder der aufgeweckte Greis.
Weiter lassen sich auch Gegenstände durch passende Wörter konkretisieren.
Am Beispiel des Wortes Katze ist der Begriff Säugetier aussagekräftiger als Tier, Katze aussagekräftiger als Tier, Kater konkreter als Katze.
Um eine besondere Anschaulichkeit zu erreichen, greift man gerne auf Metaphern zurück.
Diese übertragenen Ausdrücke heben eine Situation oder Tatsache besonders hervor. Die Aussage "sie sind ein Herz und eine Seele" ist wesentlich aussagekräftiger als "sie verstehen sich außerordentlich gut".
Diese Ersetzung wird als Kunstgriff erkannt, darin besteht ihre Wirkung.
Die Rhetorik hat viele dieser Kunstgriffe, wobei die Metapher der bekannteste ist. Natürlich werden auch der Vergleich mit "wie" oder Beispiele vielfach benutzt, um Tatbestände zu veranschaulichen.
Mit diesen Mitteln kann der Schreiber seinen Text anschaulicher machen.
Das geht allerdings auch, indem man mit seinem Ausdruck abwechselt, wodurch eine Monotonie vermieden wird.
Zum Beispiel "The King of Rock'n'Roll" statt "Elvis Presley".
Der "deutsche Meister" statt "Borussia Dortmund".
Ein weiteres Mittel ist das Gegenteil vom Gemeinten zu verneinen.
Die Aussage "die Idee ist gar nicht schlecht" hebt sogar das Gute der Idee noch hervor.
Andere Mittel der Hervorhebung sind Wörter mit einem sogenannten "Steigerungswort" zu versehen wie z.B. strohdumm, steinalt, stark wie ein Stier oder lammfromm.
Solche Übertreibungen sind sehr anschaulich, sollten aber sparsam verwendet werden.
Es gibt im deutschen Wortschatz stilistisch neutrale oder stilistisch auffällige Wörter. Diese auffälligen Wörter ordnet man traditionellerweise oberhalb und unterhalb der neutralen Ebene an.
Oberhalb der neutralen Ebene befinden sich
1) bildungssprachliche Wörter wie "subtil" oder "elitär"
2) gehobene Wörter wie "Antlitz" oder "Haupt"
3) dichterische Wörter wie "Odem" oder "Leu".
Unterhalb der neutralen Ebene sind angesiedelt
1) umgangssprachliche Wörter, wie "bekloppt" oder "flitzen"
2) Vulgärwörter wie "Arschloch" oder "Fresse"
Es wird viel darüber diskutiert, ob die deutsche Sprache durch Übernahme von Fremdwörtern bedroht ist.
Dazu besteht kein Grund.
Für manche Fremdwörter gibt es kein Äquivalent.
Dennoch sollte man darauf achten, vom Adressaten verstanden zu werden.

Oft sind Fremdwörter auch Fachwörter, die dem Laien auch mit "Übersetzung" nichts sagen. Sehr beliebt ist auch die Nominalisierung von Verben.
Der Satz kann dadurch gestrafft werden, da aus einem Nebensatz ein Satzglied gemacht werden kann.
Beispiel
Er hat Muskelkater, weil er getanzt hat. Wegen des Tanzens hat er Muskelkater
Solche Nominalisierungen sind im Amtsdeutsch sehr beliebt. Ansonsten ist ihre Benutzung Geschmackssache.
Eine weitere Nominalisierung findet mit der Bildung von sogenannten Streckverben statt. Das Verb wird nominalisiert und bekommt ein weiteres Verb zur Seite gestellt, das seine eigentliche Bedeutung verloren Hat.
Beispiel
Zur Sprache bringen, statt sprechen.
Streckverben werden benutzt um das Genannte zu nuancieren und zwar
1) etwas fängt an
2) etwas geschieht fortlaufend
3) etwas wird veranlasst oder verursacht
In der deutschen Sprache ist es möglich, neue Wörter zu bilden, wenn Dinge bezeichnet werden sollen, indem schon bekannte Substantive zusammengesetzt werden. Im alltäglichen Sprachgebrauch sind Wörter wie Kindergottesdienst oder Raufasertapete durchaus üblich. Dieser Usus kann auch skurrile Formen annehmen. Wie z.B. Anhängerbremskraftregler. Solchen Wörtern begegnet man allerdings nicht sehr häufig.
Obwohl längere Wörter durchaus üblich sind, gibt es die Tendenz Wörter zu kürzen.
Beispiel
Bus statt Omnibus, Schirm statt Regenschirm.
In der deutschen Sprache gibt es nicht nur sehr lange Wörter, sondern auch sehr kurze Wörter, wie z.B. Artikel, Konjunktionen, Pronomen.
Daneben gibt es die Gruppe der Partikel, mit denen eine Aussage modifiziert werden kann.
Dazu gehören die Partikeln der Verneinung, z.B. nicht oder weder - noch.
Auch Negationen können durch kleine Wörter modifiziert werden z.B.
Der Zug kommt nicht
Der Zug kommt überhaupt nicht
Der Zug kommt gar nicht
In der Umgangssprache gibt es Verstärkerwörter
Das ist gut
Das ist echt gut
Das ist irre gut
Dieser Stil ist nicht jedermanns Sache, zumindest geschrieben klingt es fast parodistisch. Ein besonderer stilistischer Trick ein Wörtchen einzuschieben, um ein anderes gebrauchen zu können, ist die Redundanz.
Beispiel
Er greift den Brief mit den Händen.
In diesem Satz ist der Ausdruck mit den Händen völlig überflüssig. Wie hätte er sonst greifen sollen? Es handelt sich hier um eine Verdoppelung. Versucht man das Nomen "Hände" mit einem Attribut zu ergänzen, so wird eine besondere Qualität ausgedrückt.
Beispiel
Er greift den Brief mit zitternden Händen.
Es gibt allerdings Informationsverdoppelungen, die nicht zulässig sind.
Beispiel
schwarzer Rappe
Das Wort Rappe kennzeichnet ein Pferd, das mit einem schwarzen Fell ausgezeichnet ist. Und insofern beinhaltet das Wort "Rappe" den Begriff schwarz. Auch hier kann der pleonastische Charakter aufgehoben werden, wenn ein weiterer Zusatz eingebaut wird.
Beispiel
Ein blendend schwarzer Rappe.
Mit dem Wort blendend wird die Pracht des schwarzen Felles hervorgehoben.

Wie man sieht gibt es keine hundertprozentig allgemein gültige Regeln, um einen Text zu schreiben. Man sollte sich auf sein natürliches Sprachgefühl verlassen und natürlich die grammatischen Regeln einhalten.


Quellenangabe

Aus Duden Wie schreibt man gutes Deutsch, von Ulricke Püschel
2 Auflage
Dudenverlag Mannheim 2000




Der Text

Jemand, der über ein Sachthema einen Text schreiben möchte, muss eine Vorstellung von der Textform haben, angemessen zum Schreibanlass.
Der Schreiber muss seine Gedanken zum Thema schriftlich fixieren, d.h. den Text in eine Einleitung, einen Hauptteil und Schluss gliedern.
Die Sprache sollte auf das Publikum zugeschnitten sein, damit der Leser den Schreiber verstehen kann.

Zum Verfassen bestimmter Texte gibt es für den fachlichen Laien so etwas wie eine Bedienungsanleitung in Form von Mustertexten.
Diese Mustertexte reichen von Geschäftsbriefen bis Kondolenzschreiben.
Texte sind sprachlich kommunikativ und damit an Situationen gebunden.
Sie sollen relativ abgeschlossene thematisch erfassbare und klar strukturierte Einheiten sein.

Das gilt besonders für den Aufsatz.
Hier sollte die Dreigliedrigkeit in Einleitung, Hauptteil und Schluss beachtet werden.
Der Wortschatz muss dem Thema angemessen sein.
Die Überschrift muss informativ sein und einen Anreiz bieten zum Lesen.
Jede Überschrift muss passend zum Text sein.
So gut wie alle Texte haben eine Überschrift, sogar bei Briefen kann man die Anrede als Überschrift werten oder aber das Wort "Öffnungszeiten" bei der Bekanntgabe der Anwesenheit des Arztes.
Die Überschrift eines Textes oder der Titel eines Buches bestimmen in den meisten Fällen die Attraktivität des Textes für den Leser.
Die Einleitung eines Textes muss informativ sein.
Bei komplizierten und umfangreichen Themen ist oft ein ganzes Einleitungskapitel notwendig.
Die Einleitung soll auch dem ökonomischen Leser durch eine eventuelle kurze Inhaltsangabe als Entscheidungshilfe dienen, ob er den Text lesen will oder nicht.

Im Hauptteil eines Textes werden reale oder fiktive Texte in die entsprechende sprachliche Form gebracht.
Nur so werden sie verständlich.
Für jede Textgattung gibt es ein entsprechendes Darstellungsmuster.
So werden z.B. Geschichten erzählt, Unverständliches definiert oder Ereignisse berichtet.
Nur wenn dieses der Gattung entsprechende Muster eingehalten wird, ist der Text kommunizierbar.
Der journalistische Text muss den Leser genau über einen Sachverhalt informieren.
Hierzu gibt es die sogenannten W-Fragen (Wer, Was, Wann, Wo, Wie, Warum) als Leitfaden für einen Artikel.

Bei einer Argumentation muss zuerst die Streitfrage klar formuliert werden.
Dann folgen die Argumente, um den Gegenpart zu überzeugen.
Hierzu bietet sich folgende Vorgehensweise an:

1) These aufstellen
2) These begründen
3) These durch Beispiele belegen


Um zu einem Urteil zu gelangen müssen These und Antithese angeführt werden.
Hierbei ist es wichtig, vom Allgemeinen bzw. weniger Relevanten zum Besonderen bzw. wichtigen Argument zu gelangen.
Das ganze wird mit einer Abwägung der Standpunkte abgeschlossen.
Das kann, muss aber nicht zu einer Entscheidung führen.

Für alle Textarten, sei es nun das Protokoll, Beschreibung etc. (ausgenommen natürlich literarische Texte) gilt es eine logische, strukturierte Ordnung zu schaffen und damit dem Text einen logischen Aufbau zu geben.

Beim Textaufbau muss natürlich das Textmuster beherrscht werden.
Jede Testsorte folgt genauen Gesetzen, so werden z.B. bei Rezeptangaben zuerst die Zutaten mit den entsprechenden Mengenangaben vorgegeben, anschließend folgt die Vorgehensweise und schließlich folgt die Kalorienangabe.

Oder bei einer Beschwerde beschreibt der Beschwerdeführer zuerst den monierten Sachverhalt, um dann seine Wünsche und Forderungen bekannt zu geben und was er unternimmt, wenn der Mangel in einer bestimmten Frist nicht behoben ist.

Abschließend sei gesagt:
Für einen guten Text ist es notwendig, das er folgerichtig aufgebaut ist.

Der Schreiber muss in seinem Text für den Leser durchsichtig machen, wie derselbe aufgebaut ist, damit der Leser den Text auch problemlos wahrnehmen kann.




Was ist ein guter Text?

Diese Frage zu beantworten ist relativ schwierig.
Entweder interessiert die Beantwortung dieser Frage nicht oder sie bleibt auf bestimmte Textmuster beschränkt.

Eine nicht repräsentative Umfrage ergab, das der Text gefallen muss und strukturiert sein muss.
Die Befragten sollten auch unterscheiden zwischen den Merkmalen eines guten und eines schönen Textes.
Der gute Text soll relevant für Autor und Leser sein, während der schöne Text nach seiner Wirkung eingeordnet wird.
Bei der Frage nach dem guten Text, muss auch die Sprachausbildung der Probanden berücksichtigt werden. Auch muss untersucht werden, inwieweit ästhetische Texte in die Kategorie gute bzw. schöne Texte eingeordnet werden.
Ästhetisches Empfinden kann auch durch Brechung von Regeln erreicht werden ebenso wie deren Einhaltung.
Auch historisches und kulturelles Wissen ist von entscheidender Bedeutung für die Bewertung ästhetisch literarischer Texte, ist aber, da subjektiv empfunden, kein geeignetes Kriterium für die Bewertung eines literarischen Textes.
Als Annäherung an das Phänomen "Guter Text" gibt es zwei Reaktionen wie eine repräsentative Untersuchung von Margot Heinemann ergeben hat.

Der Text muss gefallen und/oder muss strukturiert sein.
Das Gefallen bezieht sich nicht unbedingt auf die klare Verständlichkeit des Textes, sondern auch darauf, das er ästhetisch ansprechend ist.
Eine andere Sichtweise von "guter Text ist der Wiedererkennungswert, der besonders in der Werbung relevant ist.
Hier wird der Text der Zielgruppe angepasst, d.h. er ist einfach, präzise, klar verständlich.
Hier äußert sich die Qualität des Textes in Verkaufszahlen.

Im Großen und Ganzen lässt sich sagen, dass es den "GUTEN TEXT AN SICH" nicht gibt.
Es gibt kein einheitliches Raster für Textqualität.
Ein Text, der sich "glatt" liest, ist meistens, zumindest in unserem Allgemeinverständnis, auch ein guter Text.




Guter Stil

Zuerst einmal muss definiert werden was das Wort "gut" in diesem Zusammenhang bedeutet.

Auf einer Bewertungsskala von "ausgesprochen schlecht" bis "exzellent" bedeutet "gut" über dem Durchschnitt liegend.
Der Ausdruck "guter Stil" hat eine eigene Bedeutung gewonnen.
Er meint überdurchschnittliche bezogen auf den Sprachgebrauch einer bestimmten sozialen Schicht.
Im 19 Jahrhundert orientierten sich das Bildungsbürgertum sprachlich an den Klassikern und zeigte seine Bildung unter anderem durch den Gebrauch geflügelter Worte und eines sogenannten Bildungswortschatzes mit aus anderen Sprachen entlehnten Wörtern.
Für die Schrifttexte war das ebenso relevant wie auch die Wahl des Papiers und des Einbands.

Der Stil war in sich kaum differenziert; er wurde auch bei wissenschaftlichen Texten verwendet.

Guter Stil war Teil einer Lebensphilosophie, zu der ebenso gute Manieren und Kleidung, die Art des Wohnens und Höflichkeitsformen gehörten.
Für den sozialen Aufstieg war es absolut notwendig sich diesen guten Stil zu erarbeiten.
Zum Gegensatz zum 19 Jahrhundert kann man heute von dem guten Stil nicht mehr sprechen.

Eine funktionale Differenzierung ist eine wichtige Aufgabe des jeweiligen Stils.
Je nach gesellschaftlicher Aktivität wird sich eines bestimmten Stils bedient.
Bei Besprechungen literarischer Bücher, Theaterstücken, Opern usw. gilt allerdings weiter das traditionelle Prinzip der Selbstdarstellung durch Sprachgewandheit und Textgestaltung.

Der generelle Bewertungsmaßstab für einen stilistisch "guten Text" lautet, dass er stilistisch überdurchschnittlich und/oder individuell und besonders funktional ist.
Der Stil ist dann der Textfunktion angemessen.


Quellenverzeichnis
Buch: Wie schreibt man gutes Deutsch?
Duden: Was ist gutes Deutsch?




Der Essay

Der Essay ist eine weniger umrissene Textsorte als eine Erörterung. Er ist frei von vorgefertigten Mustern oder Strukturvorschriften. Insofern bietet er mehr Gestaltungsmöglichkeiten und Spielräume für Ausdrucksmöglichkeiten. Der Essay bietet Platz für assoziative Gedankenverbindungen ohne wissenschaftlich genaue Analytik. Der Essayist kann seinen ganz persönlichen Schreibstil entwickeln. Der Essay sollte interessant sein; er erhebt allerdings keinen Anspruch auf eine unbedingte Wahrheit.





Über gutes Deutsch


Es stellt sich die Frage, ob "gutes Deutsch" nicht sogar in den Bereich des subjektiven Empfindens gehört und es kein objektiv gutes Deutsch gibt, für das die Presse Propaganda machen kann.

Linguisten halten die journalistische Sprachkritik für anmaßend, zum einem werde ohne System kritisiert, zum anderen erhöhen Journalisten ihre eigene Schichtensprache zur allgemeinen Norm, was zu einer Diskriminierung anderer Schichtensprache führe. Die einzig richtige Haltung sei die des Wissenschaftlers, der beschreibt, aber nicht bewertet.

Im Zuge der sprachlichen Globalisierung macht die deutsche Sprache ihren größten Veränderungsschub der Geschichte durch. Ständig sieht sich der einzelne mit sprachlichen Äußerungen konfrontiert, die in sein gelerntes Schema des richtigen Sprachgebrauchs nicht passen.

Hier können Linguisten Umfang und Ursache dieser Entwicklung erforschen. Ihre Auswirkungen in die Zukunft projizieren und Sprache als Kommunikationsmittel hinterfragen. Dieter Zimmer beschreibt gutes Deutsch als richtiges, angemessenes, elaboriertes Deutsch. Zum richtigen Deutsch gehört die Rechtschreibung, die genormt ist und der Sprachgebrauch, der auf einem generationenübergreifenden Konsens beruht. Zimmer nennt es die "Folie sprachlicher Richtigkeit". Menschen lernen Sprache durch hören, nachahmen, analysieren und ableiten. Die "Folie sprachlicher Richtigkeit" ist also das Ergebnis jedes Spracherwerbs.

Richtiges Deutsch ist also das, was in den Grammatiken festgelegt ist. Ein zweites Kennzeichen von gutem Deutsch beschreibt Dieter Zimmer als Angemessenheit; wobei Angemessenheit immer relativ ist. Es gibt zwar für angemessenes Deutsch keinen absolut objektiven Maßstab, dennoch ist der Begriff der Angemessenheit nicht leer. So spricht man in einer Bäckerei anders als bei der Besprechung mit dem Chef. Es ist eine kontrollierte Verwendung der Sprache.

Das dritte Kriterium ist Elaboriertheit. Auch dieses Kriterium ist ein relatives. Der aktive Wortschatz eines Menschen ist immer geringer als der passive und auch nur ein kleiner Teil des Gesamtlexikons einer Sprache. Elaboriertes Deutsch zu sprechen heißt, das richtige treffende Wort zu kennen, in den Satz einzufügen, historische, soziale Dimensionen der Worte zu verstehen, Tonfälle zu beherrschen, übertragene Bedeutungen von Wörtern zu unterscheiden, passende Fremdwörter, Redewendungen und Fachausdrücke in Sätze einzufügen. Des weiteren müssen die Regeln der Grammatik bewußt angewendet werden. Ach Floskeln, nichtssagende Redensarten, formelhafte Redewendungen vermieden werden.

Zum Abschluß spricht Zimmer über das bessere Deutsch. Es ist das individuell nuancierte Deutsch, das sich unter anderem auch der Grice'schen Konversationsmaximen bedient: 1. so informativ wie möglich und nicht informativer als nötig 2. nichts sagen, was man für falsch hält 3. zur Sache sprechen 4. nicht zweideutig sein oder abschweifen.

Weiterhin sind fremde Wörter willkommen in der deutschen Sprache, für die es im Deutschen keine passenden Wörter gibt. Allerdings müssen sich die neuen Wörter auch grammatisch integrieren lassen. Wörter wie "geupdatet" müssen dabei "geoutsourat" werden.

Literaturangabe
Aus Duden Was ist gutes Deutsch
Dudenverlag. Mannheim 2007




Die deutsche Sprache in der Gegenwart - Gedanken zur Sprache heute und in Zukunft

Die Auseinandersetzung mit dem Sprachstil und dem guten Sprachgebrauch ist vermutlich so alt wie die Beschäftigung der Menschen mit ihrer Sprache.

Wie jede Sprache ist auch die deutsche überreich an sprachlichen Mitteln. Mehr und mehr ist die deutsche Sprache der Gegenwart eine konkrete Sprache geworden. Mehr und mehr pflegt man in den neuen Medien ein gutes Deutsch, besonders auch in den Fachsprachen. Sprache ist, was Sprachlogik, Grammatik, Rechtschreibung betrifft, genau geregelt. Die Sprache in Privat- und Berufsleben ist heute differenziert zu betrachten.
Die Sprache im Berufsleben heute ist eine ganz präzise Sprache. Man kommuniziert in einer konkreten Art und Weise, z.B. über Handy oder Internet. Unsere Sprachkultur hat sich auf die modernen Kommunikationsmedien eingestellt. Alle Texte, die man spricht, schreibt und übermittelt, müssen für den Adressaten direkt verständlich sein. In der Sprache der Gegenwart, besonders im gehobenen Management, pflegt man den elaborierten Code.
Bei E-Mails oder SMS im privaten Bereich, kommt der Rechtschreibung oder Kommasetzung eine untergeordnete Rolle zu. Da Mitteilungen schnell übersendet werden sollen, wird auf Abkürzungen zurückgegriffen bzw. werden Schreibfehler in Kauf genommen.
Wir leben im 21. Jahrhundert, einem modernen Medienzeitalter. Es lässt sich nicht ohne Weiteres sagen, was in Zukunft ein gutes Deutsch ist. Ein richtiges, gutes Deutsch zu schreiben und druckfertige Texte zu veröffentlichen ist ein Unterschied. Die notwendigen Voraussetzungen um ein richtiges, gutes Deutsch zu sprechen und zu schreiben ist die Beherrschung von Grammatik und Stilistik. Dafür wird ein entsprechender Wortschatz benötigt, um angemessene Worte auswählen zu können.

Der Philosoph Nietsche sagt "ein gutes Deutsch schreiben wir, wenn wir als Kommunizierende die Grammatik und Stilistik beherrschen und über einen angemessenen Wortschatz verfügen und dass wir uns so ausdrücken können im Satz, dass wir gut verstanden werden". Man muss einen angemessenen Gebrauch von den Mitteln der deutschen Sprache machen. Wichtig ist, dass wir lernen, mit unserer Sprache bewusst umzugehen. So lernen wir auch ein gutes Deutsch zu schreiben.

Wir unterscheiden in der Gegenwartssprache die konkrete Sprache, die allgemein üblich ist, von der unverständlichen Sprache, die in den Fachsprachen gepflegt wird, weil man unter anderem die wissenschaftliche Literatur (die Fachliteratur) nicht überall publik machen möchte. In den Fachsprachen werden Fremdwörter und Fachausdrücke der Fachwelt aus dem Griechischen, Lateinischen, Englischen beziehungsweise Amerikanischen oder Französischen benutzt, weil nur so ein internationaler Austausch der Wissenschaftler untereinander stattfinden kann. Man versucht heute und besonders in Zukunft zunehmend die Fachsprachen zu popularisieren, damit auch der Laie einen Zugang zu bestimmtem Fachsprachen bekommt. Ansonsten wäre es schwierig für den Laien sich einen Zugang zu bestimmten wissenschaftlichen Themen zu verschaffen.





Die Reinheit der deutschen Sprache

Der Purismus ist das Streben nach Sprachreinheit, zum Beispiel der Kampf gegen Fremdwörter. Man sollte Fremdwörter bei der Formulierung von Sätzen meiden, wenn man dieselben durch deutsche Wörter ersetzen kann. Auch sollte man einen größeren Einfluss der englischen Sprache auf die deutsche Sprache meiden, weil die Reinheit der deutschen Sprache (die Muttersprache) darunter leidet. Allerdings müssen einige englische Ausdrücke toleriert werden, wie zum Beispiel "Laser, Jeans, Computer, Team, Stress oder Workshop". Aber das Einfügen von Anglizismen sollte man nicht übertreiben, weil die Verständlichkeit der Sätze verlorengeht. Ich wehre mich ausdrücklich gegen das "Denglisch", gegen den unnötigen Gebrauch des Englischen und gegen angloamerikanische Wendungen im Sprachgebrauch.
Das Deutsche, unsere wunderbare Kultursprache, darf nicht verunstaltet werden. Man soll ein gutes Deutsch und einen verständlichen Stil der Sprache pflegen, auch was Fachsprachen betrifft.
Man soll ein verständliches Deutsch sprechen und schreiben und natürlich auch publizieren, so dass eine Kommunikation stattfinden kann.
Aus Anlass zur Pflege der deutschen Sprache veranstaltet die Opernsängerin Edda Moser in jedem Jahr ein "Festspiel der deutschen Sprache", bei dem unter anderem der Sprachwissenschaftler Wolfgang Frühwald, der Schauspieler Mario Adorf und die Schriftsteller Rainer Kunze und Peter Handke auftraten. Es werden Texte von Goethe, Schiller, Brecht, Kafka und anderen großen deutschen Autoren rezitiert.
Die deutsche Sprache muss durch einen klugen und liebevollen Gebrauch geschützt werden. Aus diesem Grunde wurde 1983 aus dem Nachlass des Gymnasiallehrers Dr. Henning Kaufmann aus Bad Kreuznach eine "Stiftung zur Pflege der Reinheit der deutschen Sprache" gegründet. Nach dem Willen des Stifters soll sie an die lange Tradition deutscher Sprachpflege und Sprachkritik anknüpfen und im Geiste der Treue zur eigenen Sprache auf einen sorgfältigen Sprachgebrauch, ein gutes und verständliches Deutsch, hinwirken.




Gedanken über große Philosophen


Der Philosoph

Ein Philosoph ist jemand, der durch Nachdenken auf den Grund der Dinge zu kommen versucht. Das Gedankengebäude, was er aufstellt nennt man Philosophie.

Das Wort "Philosophie" kommt aus dem Griechischen und bedeutet so viel wie "Liebe zur Weisheit" oder "Streben nach Kenntnissen". Ein Philosoph sammelt und ordnet die gewonnenen Erkenntnisse. Seit der Zeit der alten Griechen wurde die Philosophie als Wissenschaft betrieben. Die Philosophie beschäftigt sich mit den Grundfragen der menschlichen Existenz wie der Frage nach dem Zusammenhang aller Dinge, die Prinzipien und Inhalte ethischen Handelns, die menschliche Selbsterkenntnis oder die Stellung des Menschen in der Welt.

Die Philosophie lässt sich in verschiedene Hauptdisziplinen unterscheiden. Eine davon ist die Logik. Die sich mit dem Umfang und den Grenzen des Menschlichen Denkens befasst und somit zu Erkenntnissen gelangen kann.
Eine weitere Disziplin ist die Ethik, die sich mit dem richtigen und sittlichen Handeln beschäftigt. Hier stellt sich die Frage, wie der Mensch aus der richtigen Gesinnung die göttliche und menschliche Ordnung betrachten und das Gute und Erstrebenswerte tun kann.

Das Hauptgebiet der Philosophie behandelt die Frage, was in dieser Welt im Letzten das Wesentliche und der eigentliche Sinn ist. Die Metaphysik beschäftigt sich mit dem Ursprung der Welt, mit dem Menschen und der Frage nach Gott. In der Metaphysik werden die Gedanken bis an die Grenze des Erkennbaren geführt. Sie stützt sich jedoch als Wissenschaft nicht auf den Glauben, die Religion, sondern auf das, was der Verstand erfassen kann.




Sokrates oder der Philosoph des Dialogs oder der lästige Philosoph des Fragens.

Sokrates wurde als Sohn eines Steinmetzes und einer Hebamme 469 vor Christus geboren. Er starb 399 vor Christus. Seine Ausbildung bewegte sich in dem gängigen Rahmen: Alphabetisierung, Gymnastik, Musikerziehung, Geometrie, Astronomie und das Studium der Dichter. Unter seinen Lehrern befanden sich unter anderem Anaxagoras und Aspasia.

Seine Lehrtätigkeit fand hauptsächlich auf dem belebten Athener Marktplatz statt. Er pflegte den Umgang mit Menschen und suchte das Gespräch. Mit Freunden traf er sich zu philosophischen Gesprächen.

Für seine Lehrtätigkeit ließ er sich nichts bezahlen im Gegensatz zu den Sophisten. Er nannte sich bewußt Philosoph. Sokrates war politisch engagiert und sprach mit ambitionierten Nachwuchspolitikern.

Die Grundzüge der sokratischen Philosophie waren das Streben nach Erkenntnis, die näherungsweise Bestimmung des Guten als Handlungsrichtschnur, das Streben nach Selbsterkenntnis als grundlegende Voraussetzung eines gelingenden Daseins. Er verbreitete seine philosophischen Ideen in Dialogform mit dem Ziel einer gemeinsamen Einsicht in einen Sachverhalt auf Frage- und Antwortbasis.

Zu den von Sokrates erzielten Ergebnissen gehört, dass richtige Handeln aus der richtigen Einsicht folgt und Gerechtigkeit die Grundbedingung des Seelenheils ist. Daraus folgt: Unrecht tun ist schlimmer als Unrecht erleiden.

Mit dem Todesurteil gegen ihn werden seine Gegner ins Unrecht gesetzt. Er lehnt eine Flucht ab, um sich nicht selbst ins Unrecht zu setzen. Die Einhaltung des Grundsatzes "Unrecht tun ist schlimmer als Unrecht erleiden" wiegt für ihn höher als die Möglichkeit sein Leben zu erhalten.

Sokrates hat nicht das völlige Misstrauen gegenüber der Wahrnehmungswelt und in das Wahrnehmen als Wahrheitsquelle, sondern glaubt, dass Wahrheit dem Denkenden zugänglich ist.

Sein wissenschaftlicher Standpunkt liegt niedriger als der der Sophisten, weil er auf sein Vertrauen auf die Wahrnehmungswelt bestand. Seine große Tat gegenüber den Sophisten, die Wahrheit und Sittlichkeit in Frage stellten, war, dass er einen Weg suchte, auf dem er zur Erkenntnis kam.
Aristoteles bezeichnet die wissenschaftliche Leistung des Sokrates, dass diese die Induktion und die Definition als wissenschaftliche Verfahren aufgebracht habe.
Mit dieser Methode wollte er dem Einfluss der Sophisten entgegenarbeiten und sich dem Leben zuwenden. Einen sehr hohen Stellenwert nimmt das sittliche Leben ein. Grundlage dazu ist die Tugend, die auf dem Wissen um das Gute beruht.

Gut ist, was dem Menschen nutzt, seinem Wohl dient. Wer schlechtes tut, tut es aus Unwissenheit, da sich niemand wissentlich schadet. Die Tugend wird durch Belehrung erlangt. Nach Sokrates gehört zu einem tugendhaften Leben mäßiges Leben in Gehorsam gegen den Staat und den Göttern. Sokrates kann als erster Vertreter der teleologischen Weltanschauung betrachtet werden, da seiner Auffassung nach die Welt von einer göttlichen Vernunft eingerichtet und zweckgesetzt ist.



Gedanken über Platon

Platon war Schüler des Sokrates. Er war bekannt mit der Lehre des Heraklit und später mit der eleatischen und phythagoreischen Philosophie, Platon hat seine Welt- und Lebensanschauung in vielen uns heute noch erhaltenen Schriften niedergelegt. Seine Philosophie lässt sich in drei Teile gliedern: die Lehre vom Seienden, die Lehre von der Sinneswelt und die Lehre vom richtigen Leben (Ethik). Vor allem kommt dies in seiner Dialektik und Ethik zum Ausdruck.

Die Dialektik

Dialektik nennt Platon die Lehre vom Seienden, weil sie in der sokratischen Methode wie im Zwiegespräch gewonnen wird.
Platon versteht wie Sokrates unter Wissen das was auf Begriffen beruht und begründetes Wissen. Er gliedert das Ganze systematisch.

Seine wissenschaftliche Aufgabe ist eine doppelte: die der Begriffsgewinnung und die der Begriffsgliederung. Die denkende Vernunft liefert die Begriffe. Das wirklich Seiende ist, da es nur in Begriffen zu erfassen ist, nicht wahrnehmbar. Die Vernunft (Ratio) allein gibt Wissen vom Seienden, nicht die Sinne. Denken allein führt zur Wahrheit, nicht das Wahrnehmen.
Hier steht er im Gegensatz zu Sokrates.
Das durch Denken zu Gewinnende und das durch Wahrnehmung zu Gewinnende bieten sich auf verschiedene Wege dem Menschen.
Das durch Denken zu Gewinnende ist das eigentlich Seiende, das durch Wahrnehmung zu Gewinnende ist das Vergängliche.

Das nur durch die Vernunft des Menschen erfasste Seiende nennt Platon "Idee". Die Ideenwelt muss eine oberste Idee aufweisen, in der alle anderen wurzeln. Die höchste Idee ist "das Gute". Seine Philosophie wurde auch Idealismus genannt.

Die Ethik

Alles in der Ideenwelt zielt auf "das Gute" hin, das heisst auf das, was Glückseligkeit bringt. "Das Gute" wird von Platon als göttliches Prinzip angenommen. Um den Weg zu ihm offenzuhalten, soll in der Seele die Denkkraft über das Begehren herrschen. Dann ergibt sich als rechte Ordnung die Grundtugend der Gerechtigkeit.

Die Ideenlehre Platons

Der Weg, auf den Platon mit seiner Ideenlehre gelangt, ist nicht der des philosophischen Aufschwungs, sondern die Enttäuschung über die politische Unordnung, über den Verfall des Staates im damaligen Griechenland. Platon sagte zu der Zeit, dass das staatliche Dasein Griechenlands wieder von Grund auf renoviert werden müsse.

Platon teilt die Welt in das Reich der Ideen und das Reich der Sinnenwelt. In der Sinnenwelt können keine allgemeingültigen Aussagen gemacht werden. Dinge, die wahrgenommen werden, verändern sich, da sie aus vergänglichen Materialien bestehen. Hinter der Sinnenwelt steht eine Wirklichkeit, die nur mit dem Verstand erkannt werden kann. Das Gute, Gerechte ist vollkommen nur in der Ideenwelt vorhanden. In der Sinnenwelt sehnt sich die Seele danach dem Ideal des Vollkommenen so nahe wie möglich zu kommen.

Die Sehnsucht nennt Platon Eros

Platon als Philosoph sagt zum Beispiel, dass Gerechtigkeit das rechte Verhalten eines Menschen bestimmen soll. Ebenso Tapferkeit und die Frömmigkeit eines Menschen. Der kluge Mensch weiß, was Gerechtigkeit ist und was die anderen Tugenden sind.
Der kluge Mensch weiß, wie man sich anderen gegenüber verhalten soll, wie man die Tugenden pflegt.

Was versteht man unter "Platonischer Liebe"?

Im modernen Sprachgebrauch bedeutet "platonische Liebe" Liebe auf geistiger Ebene, keine körperliche Liebe. Mit dem ursprünglichen Konzept Platons hat es wenig oder nichts zu tun. Platon sieht in der Liebe ein Streben des Liebenden das vom Vereinzelten zum Umfassenden führen soll. Das geschieht nach Platons Theorie, wenn der Liebende Philosoph ist. Er wählt einen Weg, der ihn zu höherer Erkenntnis führen soll. Platon gewinnt ein lebendiges Bild von der Welt als einen Ort des Dranges nach Vollkommenheit im Sein. Wir befinden uns in einer Welt des Entstehens, der Verwandlung und des Vergehens.



Aristoteles ist neben Platon der größte unter den griechischen Philosophen, er ist der größte Systematiker (Systemschöpfer) der europäischen Geistesgeschichte. Aristoteles ist der Philosoph der abendländischen Logik, der Lehre von den Formen und Methoden des richtigen Denkens. Seine Lehre vom richtigen Erkennen wird von ihm als Vernunftstätigkeit betrachtet. Er ist der erste Philosoph, der dem menschlichen Denken oder Erkennen eine Theorie abgewinnt. Er versucht Denktätigkeit als Erkenntnisquelle zu verstehen.

Hauptaufgabe der Logik für ihn ist begründendes Denken zu untersuchen. Für ein Urteil muss der Beweis für dessen Wahrheit erbracht werden. Das heisst, das Urteil muss abgeleitet werden aus anderen Urteilen (Syllogismus).

Beispiel zum Syllogismus:

Alle Menschen sind sterblich
Ich bin ein Mensch
Also bin ich sterblich

Beispiel zur mathematischen Logik des Aristoteles:



(a)
 
(b)
 
(c)
 
 



Wissenschaft stellt ein System von Begriffsordnungen dar. Der allgemeine Begriff ist dem von ihm abhängigen übergeordnet.
Zur Erkenntnis führt Denken durch Beweis und Definition.
Syllogismus und Definition führen zur Wissenschaft.
Das Denken ist deduktiv. Es leitet das weniger Allgemeine vom Allgemeinen ab.

Das Suchen nach dem Allgemeinen in der Wahrnehmung hat Aristoteles dialektische Tätigkeit genannt. Sie geht den umgekehrten Weg, ist also eine induktive Tätigkeit.
In der Mathematik ist die induktive Tätigkeit eine Hinführung / Beweismethode zur Richtigkeit von mathematischen Sätzen genauso wie die deduktive Methode.

Philosophie ist für Aristoteles eine umfassende Angelegenheit. Zu ihr gehört im Grund alles Wissen und alle Wissenschaft. Die große Sache geht bei Aristoteles über die Platonische Akademie. Er war immer diskutierend tätig.

In seinen naturwissenschaftlichen Studien untersucht er die Tiere in ihren Gestalten und Verhaltensweisen. Er widmet sich bei seinen Studien den Staatsverfassungen und der Dichtkunst und der Rhetorik und Dialektik, Vor allem aber fragt er nach dem Menschen, wie dieser denkt, handelt beziehungsweise wie er denken und handeln soll.

Man kann sagen, Aristoteles verfügt über ein hohes Wissen zu seiner Zeit.


Gedanken über das Weltbild des Aristoteles

Über den Bereich des Lebens hinaus richten sich die Forschungen des Aristoteles auf das Ganze der Welt, auf den Himmel, die Gestirne, die Erde. Bedeutsam für ihn ist der Versuch das Wesen der Natur zu erforschen und zu erfassen. Aristoteles fragt nach dem Wesen aller Dinge und zuletzt nach dem, woraus alles gründet, woraus es entspringt und worauf es zugeht. Er erkennt im Weltbild das Göttliche als Ursache. Dieses Göttliche ist das erste Bewegende, das selbst von nichts anderem mehr bewegt wird.


Gedanken über die Ethik des Aristoteles

Das Streben des Menschen zielt auf seine Glückseligkeit, diese ist sein höchstes Gut. Tugend bedeutet die Tüchtigkeit sich Glückseligkeit zu verschaffen. Die Glückseligkeit wird dem Menschen nur durch eigenes Tun zuteil. Sie ist der Sinn und Zweck allen menschlichen Strebens. Der Mensch tut alles, um sich selbst zu verwirklichen durch sein Vernünftiges um die Glückseligkeit zu erreichen. Nach Aristoteles ist die Vernunfttätigkeit eines Menschen die Quelle aller Glückseligkeit. Für die reine Vernunfttätigkeit gilt die höchste Tüchtigkeit, die wissenschaftliche. Aristoteles nennt sie die diagnostische Tugend. Durch sie wird dem Menschen die volle Glückseligkeit zuteil. Die Einsicht in das Gute bekommt der Mensch nach Aristoteles durch die Unterscheidung zwischen dem Guten und dem Schlechten. Durch das Abweisen und Niederhalten des Unvernünftigen bekommt der Mensch eine Entscheidung für das Gute. Wer zur Tugend der Sittlichkeit gelangen möchte, tut das Gute. Der Mensch entscheidet sich für das Gute und nicht für das Schlechte wegen seiner Ratio.

Nach Aristoteles ist das richtige Leben das tugendhafte Leben eines Menschen.
Die ethische Tugend führt beim Menschen zur Gewöhnung, zum vernünftigen Tun, zur Übung zum vernünftigen Handeln und fordert als Voraussetzung die menschliche Gesellschaft. Die Tugend fördernde Gesellschaft, die zuerst als Familie, dann als Gemeinde sich findet, bekommt ihre volle Entfaltung im Staat. Sinn und Zweck des Staates ist, Bürger zum vernünftigen Tun zu erziehen, sie zum Denken und vernünftigen handeln anzuleiten, so dass die Gesellschaft zu diagnostischen Tugenden heranreifen kann. Nach Aristoteles ist der Staat eine Erziehungsanstalt für seine Bürger.






Die christlich mittelalterliche Philosophie und Scholastik


Gedanken der Philosophie und Theologie der hl. Augustinus
Der Scholastiker Thomas von Aquin
Gedanken der Philosophie und Theologie des hl. Thomas von Aquin

Die Scholastik basiert auf der Schule der griechischen Philosophie. Alles wissenschaftliche Denken ist geprägt vom Gedankengut des christlichen Mittelalters. Die Scholastik ist eine wissenschaftliche Denkweise und Methode der Beweisführung, die im Mittelalter entwickelt wurde.

Hierbei wird eine Behauptung untersucht, indem zuerst alle gegen sie sprechenden Argumente dargelegt und auf ihre Richtigkeit untersucht werden. Behauptungen werden widerlegt, indem sie als unlogisch oder als Ergebnis einer begrifflichen Unklarheit erwiesen werden oder aber es wird gezeigt, dass sie nicht vereinbar sind mit bewiesenen Tatsachen. Die heute bekannte scholastische Literatur handelt hauptsächlich von theologischen Fragen. Im Mittelalter umfasste die Scholastik die gesamte Wissenschaft.

Der Philosoph und Theologe Aurelius Augustinus war Kirchenlehrer und Bischof von Hippo. Seine Philosophie und Theologie orientierte sich am christlichen Mittelalter. Als einer der einflussreichsten Philosophen und Theologen der christlichen Spätantike hat er das Denken des Abendlandes wesentlich geprägt. Seine Lehre ist grundlegend für die katholische und protestantische Theologie, Ethik und Gesellschaftslehre. Das Werk "Bekenntnisse" gehört zu den einflussreichsten autobiographischen Texten der Weltliteratur. In vielen Werken entwickelte er seine Gnadentheologie und verfasste erstmals eine Schrift über die Dreieinigkeit Gottes.

Die Lehre des Ausgangs des Geistes aus dem Vater und dem Sohn hat Augustinus erstmals vorgetragen. Er sieht die drei Personen als ewig = vollkommen = allmächtig. Seine Lehre nach seinem Tode war ein entscheidender Beitrag zum Konzil Chalcedeon. Die Lehre über die "Dreieinigkeit Gottes" wurde später durch Thomas von Aquin vervollständigt.

Als Reaktion auf die Eroberung Roms durch die Westgoten verfasste Augustinus die Schrift "Über den Gottesstaat", eine Jahrhunderte gültige Unterscheidung zwischen dem irdischen Staat und dem Gottesstaat.

Nach Augustinus eigenen Worten habe Cicero ihm die Liebe zur Philosophie und Rhetorik nahe gebracht.
Augustinus beschäftigte sich während seines Lebens mit dem Problem der Wahrheit. Mit seinem Satz "si enim fallor, sum" (wenn ich mich irre, so bin ich doch) stellt er die Unzweifelhaftigkeit der Existenz des Denkens fest.
Wahrheit ist für ihn immer notwendig und ewig. Als Vorbild dienen ihm die Wahrheiten der Mathematik, weil sie keine Unzuverlässigkeiten durch die äußere Welt aufweisen.
Der Grund aller Wahrheit sind für ihn die ewigen Ideen in Gottes Geist. Gott selbst ist die Wahrheit. Für den Menschen wird die Wahrheit durch die Erleuchtung des Geistes durch Gott verfügbar. Der göttliche Geist "strahlt" die Ideen und Regeln in den menschlichen Geist ein. Also findet sich die Wahrheit im Menschen selbst vor.

Das Zeitverständnis des Augustinus:
Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft als solche existieren nach Augustinus nicht. Die Vergangenheit ist eine Erinnerung in der Gegenwart, die Zukunft ist eine Erwartung in der Gegenwart und die Gegenwart selbst ist ein aus der Zukunft in die Vergangenheit vorüberziehender Moment. Dadurch wäre das Zeitverständnis subjektiv, da die Zeit nur im Geist gemessen und verglichen werden kann. Da aber Zeit mit den Dingen der Welt verbunden ist sein Zeitbegriff zwar subjektimmanent aber nicht rein subjektiv.

Theologie
Augustinus ist ein Vertreter der Prädestination, das heißt der Mensch ist zum ewigen Leben von Gott vorherbestimmt. Diese Prädestinationslehre ist schon im 5. Jahrhundert von der katholischen Kirche nicht übernommen worden, hatte aber großen Einfluss auf Reformatoren wie Luther oder Calvin.
Augustinus vertrat die Meinung, dass die Erbsünde physisch übertragen werde und nur die, die unverdient die Gnade Gottes erhalten, dieser Erblast entkommen können.
In seiner Höllenlehre glaubt er, dass in der Hölle endlose Qualen erlitten werden müssten. Er war der Meinung, dass der Mensch wegen der Erbsünde "ewiges Übel" verdiene.
Augustinus war Zeit seines Lebens auf der Suche nach dem Glück und nach Gott. Er war Mensch mit allen menschlichen Eigenschaften und ist über Inspiration zur Einsicht über die göttlichen Dinge gelangt.



Thomas von Aquin, der Scholastiker, Schüler des Albertus Magnus ist der Philosoph der katholischen Kirche der Gegenwart. In seinem Denken wurde er beeinflusst von neuplatonischer Philosophie und Theologie. Thomas versuchte die Glaubenslehre der katholischen Kirche philosophisch und theologisch soweit wie möglich zu durchdringen, ganz zu durchleuchten.

Nach der Anthropologie des Thomas von Aquin ist die Seele eine nicht zusammengesetzte Substanz, deshalb auch unzerstörbar. Auch nach der Trennung von Geist und Körper kann der Geist weiter denken und wollen. Die Auferstehung kann nur theologisch erwiesen werden. Thomas von Aquin verbindet in seiner Ethiklehre die aristotelische Tugendlehre mit den christlich-augustinischen Erkenntnissen. Ein ethisches Verhalten zeichnet sich aus durch das Einhalten der Vernunftsordnung, dem Naturrecht. Die größten Tugenden sind Klugheit, Gerechtigkeit, Mäßigung und Tapferkeit.
Unabhängig davon gibt es die drei christlichen Tugenden: Glaube an Gott, Hoffnung auf Gott, Liebe zu Gott. Das höchste Gut stellt für ihn die ewige Glückseligkeit dar, die im Jenseits durch die Anschauung Gottes erreicht wird.

Politisch gesehen war Thomas von Aquin einer der einflussreichsten Theoretiker des mittelalterlichen Staatsdenkens, Der Mensch muss als soziales Wesen in einer Gemeinschaft leben, sich austauschen um in Arbeitsteilung arbeiten zu können.
Als Staatsform sieht er die Monarchie als die beste Regierungsform, die Tyrannis als die Schlechteste an.
Thomas von Aquin sieht den König als Vertreter Gottes im Staat. Dennoch steht der Papst als Oberhaupt der Kirche in Glaubens- und Sittenfragen über dem König.

Als eines seiner größten Verdienste des Thomas von Aquin sieht die Kirche darin, dass er der Theologie den Charakter der Wissenschaft geben wollte. Zur Klärung der Glaubensgeheimnisse zieht er, ganz im Sinne der aristotelischen Philosophie, die natürliche Vernunft heran. Er löst die Gegensätze zwischen der augustinischen und der aristotelischen Philosophie auf. Beide Lehren widersprechen sich nicht, sondern sie ergänzen sich. Thomas von Aquin bringt ein entscheidendes Argument, dass der Glaube an die Existenz Gottes nicht vernunftwidrig ist, dass alles dafür spricht, dass Gott existiert. Er sagt "Eine vollständige Erkenntnis Gottes kann man nur über den Glauben erlangen. Erst im Jenseits wird der Mensch Gott schauen, wie er ist. Philosophische und theologische Erkenntnis ist nicht das Wirkliche. Das höchste Wissen von Gott, das wir in diesem Leben erlangen können, besteht darin zu wissen, dass er über allem ist, was wir von ihm denken."

Von der Dreieinigkeit Gottes sagt Thomas von Aquin, das der Sohn (Jesus Christus) vom Vater und der Heilige Geist vom Vater über den Sohn ausgeht.

Alle drei Personen der Vater, der Sohn und der Heilige Geist sind gleich Gott.

Die Dreieinigkeit Gottes für die katholische Kirche findet sich im Glaubensbekenntnis wieder.

Auch für die Eucharistielehre war Thomas von Aquin prägend für die katholische Kirche. Während bei der Eucharistiefeier die Eigenschaften von Brot und Wein erhalten bleiben, ändert sich ihre Substanz in Leib und Blut. Charakteristisch für seine Eucharistielehre ist auch die Ablehnung der Multilokation. Obwohl Christus in den heiligen Gestalten an mehreren Orten präsent ist, ist der Ort nicht der Ort Christi. Nach Thomas von Aquin ist die örtliche und zeitliche Bestimmung der heiligen Gestalten weiterhin die des ehemaligen Brotes und Weines.




Existenzphilosophie

Existenzphilosophie ist eine Sammelbezeichnung für philosophische Ansätze des 19. und 20. Jahrhunderts in Europa. Sie beschäftigt sich mit der Bedeutung der individuellen Existenz des Menschen. Innerhalb der Existenzphilosophie werden zwar verschiedene Positionen beschrieben, aber alle geben der Erhellung des eigentlichen Existierens den Vorrang vor dem Wissenschaftsglauben des Positivismus.

Die Existenzphilosophie reißt sich los von der hergebrachten philosophischen Idee eines Absoluten und setzt ihr die Existenz eines Subjekt entgegen. Das heisst, der Mensch tritt aus einem philosophischen Rahmen heraus, der ihn bisher umgab. Dieser Rahmen war bisher der Glaube an eine Vernunft oder an das Wissen um das Absolute. In der Existenzphilosophie treten Aspekte wie Angst, Liebe, Freiheit in den Vordergrund, die bisher ausgeblendet waren.

Arthur Schopenhauer gilt als erster bedeutender Existenzialist. Bei ihm tritt der Wille des Menschen an die Stelle der Vernunft. Dieser Wille ist von Natur aus unvernünftig, ziel- und zwecklos. Er bleibt immer unbefriedigt, ist aber bestrebt sich selbst zur Geltung zu bringen und bringt aus diesem Grund Leid über die Welt.

Nietzsche knüpft an Schopenhauers irrationale Willensmetaphysik an, sieht den Willen aber positiv als Willen zur Macht. Nietzsches Gedanken sind unterschiedlich interpretiert worden.

Der dänische Philosoph Sören Kierkegaard ist stark religiös geprägt. Er wendet sich gegen das abstrakte Denken, bei dem sich seiner Meinung nach der Mensch nicht im Innersten miterlebt. Er fordert den an der eigenen Existenz interessierten subjektiven Denker. Subjektiv definiert er als auf das Subjekt des Denkers und nicht auf ein äußeres Objekt bezogen. Denken und Sinn sollen zusammenfallen. Das Weltbild der objektiven Philosophie scheitert seiner Meinung nach am Widerstand der Wirklichkeit und an der irrationalen Natur des menschlichen Lebens.

Karl Jaspers und Martin Heidegger sind Existenzphilosophen der Gegenwart, die den Grundansatz Kierkegaards wieder aufnehmen, dass Existenz sich nicht gedanklich lösen lässt vom Leben. Wir können Existenz nicht gedanklich erfahren, sondern sie wird durchlebt.
Nach Jaspers ist Existenz mehr als bloßes Dasein, sie ist das Erfahren der Grenzsituationen des Daseins. Diese Grenzsituationen entsprechen bei Heidegger dem Begriff der "Geworfenheit und andere Seinskategorien des Daseins". (Geworfenheit definiert Heidegger als die Überantwortung des Daseins an die eigene Individualität. Andere Seinskategorien sind zum Beispiel Angst, Sorge).

Ein Vertreter des französischen Existenzialismus ist Sartre, Bei ihm zeigt sich der pessimistische Grundzug der Existenzphilosophie, der vom Notstand des Daseins ausgeht. Der Furchtbarkeit des Seins und dem Ekel vor dem Absurden kann der Mensch nur seine Fähigkeit entgegensetzen, sich selbst zu gestalten und sich aus den Dingen nichts zu machen.
Sartre versteht Gott als eine Projektion der menschlichen Psyche. Nur der Mensch bestimmt sein Dasein. Sartre definiert das Universum als ein nicht von Gott geschaffenes Sein. Konsequent setzt Sartre fort, dass der Mensch zur Freiheit verdammt ist. Sartre sieht die Absurdität der menschlichen Existenz.

So unterschiedlich die Ansichten der verschiedenen Existenzphilosophen auch sein mögen, so haben sie doch alle gemeinsam, dass der Mensch mit seinen wirklichen Aufgaben und Schwierigkeiten im Mittelpunkt des Philosophierens steht.






Zusammenfassung der Gedanken W. Weischedels, J. Remkes und F. Schneiders

Die Philosophie Schopenhauers und Nietzsches
(Kerngedanken)

Schopenhauers Pessimismus erstreckt sich besonders auf das menschliche Dasein, das von Bedürfnissen beherrscht wird, die unbefriedigt bleiben. Dadurch entsteht quälender Überdruss und Langeweile, was beides Leiden ausmacht.
Nach Schopenhauer ist das Leiden das Charakteristikum des menschlichen Lebens.
In seinem Hauptwerk "Die Welt als Wille und Vorstellung" tritt der Wille an die Stelle Weltvernunft. Der Wille ist ziel- und zwecklos, er ist eine angeborene Vitalkraft, die allen Lebewesen eigen ist. Der Wille erzeugt Leid und Schmerz. Für Schopenhauer gibt es 2 Wege, sich dem Leid, der aus dem Willen entspringt, zu entziehen.
Der eine ist die Flucht in die Kunst und Wissenschaft, wobei diese Flucht nur zeitlich begrenzt ist.
Der zweite Weg kann nur die Auslöschung des Willens durch die Aufhebung der Individuation sein. (Das Eingehen ins "Nirwana").
Moralphilosophisch formuliert Schopenhauer eine Mitleidsethik (das Mitempfinden). Der vom Willen getriebene Mensch erkennt in anderen Lebewesen denselben blinden Willen, der andere ebenso leiden lässt wie ihn selbst. Durch dieses Mitempfinden überwindet er seinen Egoismus.

Politisch stand Schopenhauer auf der Seite der Monarchisten. Nur durch einen aufgeklärten Absolutismus könne ein Volk regiert werden. Die Idee einer Republik erschien ihm widernatürlich.





Die Philosophie Nietzsches

Friedrich Nietzsche war ein Denker der menschlichen Existenz. Seine Philosophie, der er in dichterischer Form (Aphoristische Form) Ausdruck verlieh, knüpfte an Schopenhauers Willensmetaphysik an. Nietzsche sieht den Willen zur Macht als lebensbejahend an. Sein Wunschbild vom Menschen bringt er in einem seiner bekanntesten Werke zum Ausdruck (Also sprach Zarathustra). In diesem Buch fordert er den "Übermenschen". Damit meint er Menschen, die durch freie Entfaltung aller körperlichen und geistigen Kräfte den höchsten Anspruch an sich selbst gottähnlich werden.

Die christliche Religion lehnte er in einem seiner Hauptwerke "Willen zur Macht" als Religion der Schwachen ab. Nietzsches Lehren über das Herrenmenschentum wurden von den Nazis missbraucht. Die Schriften Nietzsches hatten einen großen Einfluss auf die Entwicklung der deutschen Sprache.

Nietzsche begriff sich selbst als Philosoph oder "freier Denker". Er schrieb Aphorismen und Prosa. Nietzsche geht teils als Künstler, teils als Wissenschaftler , teils als Philosoph an Probleme der Philosophie heran. Oft wird ein Zusammenhang zwischen seiner Persönlichkeit und seiner Philosophie gesehen.

Nietzsches wichtigster Kritikpunkt ist die Moral im Allgemeinen und die christliche Moral im Besonderen. Er wirft der Philosophie vor seit Platon herrschende Moralvorstellungen unkritisch übernommen zu haben. Wichtige Begriffe seiner Moralkritik sind

  1. Herren und Sklavenmoral
    Die Herrenmoral ist die Haltung der Herrschenden, die ihr Leben bejahen.
    Die Sklavenmoral ist die Haltung der Beherrschten, die die Herrschenden beneiden und als "böse" betrachten. Diese Sklavenmoral sei vom Christentum begünstigt worden.

  2. Ressentiment
    Es sei ein grundsätzliches Empfinden der Sklavenmoral, indem sie ihren Hass auf die Herrschenden ausleben könnten, indem den Sklaven eine imaginäre Welt durch das Christentum vorgegaukelt würde.

  3. Mitleid und Mitfreude
    Beide Gefühle gelten für Nietzsche als Gefahr, wenn sie an Lebende "verschwendet" würden. Sie stünden nur dem schöpferischen Willen entgegen.

Diese Gedanken bündelt Nietzsche in seinem "Der Antichrist". Für ihn sind bürgerliche Moral wie auch Sozialismus oder sogar Anarchie die Folgen christlicher Lehre. Er fordert eine "Umwertung der Werte" ohne allerdings darüber Angaben zu machen, wie diese Werte aussehen sollten. Seine Zeit sieht er als eine marode Zivilisation. Mit seinem Stichwort "Gott ist tot" sieht er sich als Beobachter derselben. Nietzsche kommt zu dem Schluss, dass Naturwissenschaften und Geisteswissenschaften daran mitgewirkt hätten, die christliche Weltanschauung unglaubwürdig zu machen.

Nietzsche übt Kritik an Religion und Metaphysik. Generell steht er religiösen und metaphysischen Konzepten skeptisch gegenüber. Die Möglichkeit einer Existenz einer metaphysischen Welt kann er zwar nicht widerlegen, hält sie aber für irrelevant, wie er in "Menschliches, Allzumenschliches" ausführt.
Religion und Metaphysik lassen sich für ihn psychologisch erklären, sie seien Legitimationen für bestimmte Moralvorstellungen.
Schopenhauers Werke übten großen Einfluss auf Nietzsche aus. Er bezeichnet ihn als Philosoph, der der erste unbeugsame Atheist war, den Deutschland hatte.





Gedanken über René Descartes, Philosoph, und Mathematiker

Der Philosoph:
Descartes wurde 1596 in La Hage en Touraine geboren und starb 1650 in Stockholm. Er gilt als der Begründer des modernen Rationalismus, der auch Cartesianismus genannt wird. (Der Rationalismus ist eine Geisteshaltung, die das rationale Denken als einzige Erkenntnisquelle ansieht; eine Anschauung, die die Vernunft in den Mittelpunkt alles Denkens und Handelns stellt.)

Descartes Dictum "cogito ergo sum" (ich denke, also bin ich) bildet die Grundlage seiner Metaphysik. Descartes hält jedoch noch an der traditionellen Verbindung von Theologie und Wissenschaft fest, behandelt Wissenschaft aber nach einer an der analytischen Geometrie entwickelten Methode klarer Anschauung. Die exakte Methode der Mathematik überträgt er auf die Philosophie, um dieselbe aus dem Dunkel seiner Zeit wieder ans Licht zu bringen.

Ausführlich formuliert Descartes vier Regeln seiner philosophischen Methode:

1) Skepsis (nichts für wahr halten, was nicht deutlich anerkannt ist, was nicht zweifelsfrei ist),
2) Analyse (schwierige Probleme in Teilschritten erledigen),
3) Konstruktion (vom Einfachen zum Schwierigen fortschreiten),
4) Rekursion (Die Vollständigkeit einer Analyse stets prüfen).

Descartes ist auch der Begründer der analytischen Geometrie, also der Verbindung zwischen Algebra und Geometrie.

1629 zog er in die Niederlande, wo er an einem großangelegten wissenschaftlichen Werk arbeitete. Dieses ließ er allerdings unvollendet aus Angst vor der Inquisition. Im holländischen Leiden veröffentlichte er 1637 anonym seine große "Abhandlung über die Methode des richtigen Vernunftgebrauchs und der wissenschaftlichen Wahrheitsforschung". Dieses Werk "Discours de la méthode" wurde sein wirksamstes Buch. Kernpunkte des Buches sind Erkenntnistheorie, Ethik, Metaphysik und Physik.

Descartes belegte seine wissenschaftlichen Erkenntnisse zum einen durch Vernunftdenken (die Vernunft so gut zu gebrauchen, und die Wahrheit in den Wissenschaften zu finden), zum anderen durch Intuition (das, was aus Erfahrung als Wahrheit erkannt werden kann). Seiner Meinung nach entstehen wissenschaftliche Erkenntnisse aus sinnlicher Wahrnehmung und Denken. Er nennt sein wissenschaftliches Tun Schöpfung Gottes. Man muss zunächst an allem zweifeln und über den Zweifel zur Wahrheit der Erkenntnisse gelangen.
Descartes arbeitete auch an einem Traktat zur Metaphysik, um zu einem klaren Gottesbeweis zu kommen (eine nicht vollendete Arbeit). Nach seiner Meinung ist der Mensch eine Idee und Schöpfung Gottes, er existiert auf der Erde als ein unvollkommenes Wesen. Sein Leben ist endlich. Im Gegensatz dazu ist Gott ein vollkommenes Wesen und existiert ewig. Descartes glaubte an die Existenz Gottes und an ein Weiterleben nach dem Tod.

Der Mathematiker
René Descartes lehrte das methodische Denken in Mathematik und Philosophie. In der Mathematik wurde er vor allem durch seine Schriften zur Geometrie bekannt. Er verknüpfte Geometrie und Algebra und löste geometrische Probleme über algebraische Gleichungen. 1640 leistete Descartes einen Beitrag zur Lösung des Tangentenproblems der Differentialrechnung. Seine Leistung zur Weiterführung der Algebra war mit entscheidend. So war Descartes imstande jede algebraische Gleichung in der Gleichungsform:

xn + C1*xn-1 + C2*xn-2 + ... + Cn*xn-n = (x+x1) * (xn-1 + x2*xn-2 + ... + xn*xn-n)

darzustellen.

Allerdings kannte er zu seiner Zeit keine exakte algebraische Methode, um komplizierte Gleichungssysteme mit drei, vier, fünf usw. Unbekannten aufzulösen, die man benötigt bei Auflösung algebraischer Gleichungen über eine Linearfaktorzerlegung in der Menge der ganzen Zahlen.

Als Beispiel zitiere ich aus meinem Mathematikbuch (www.schriften-mathematik.de Teil 1):

x4 + 6x3 – 13x2 – 66x + 72 = 0

Diese Gleichung wird abstrakt faktorisiert in der Gleichungsform

(x2 + x1x + x2) * (x2 + x3x + x4) = 0

Daraus resultiert das inhomogene Gleichungssystem
Auflösung des Gleichungssystems mit vier Unbekannten:

x1 + x3 = 6

x1 * x3 + x2 + x4 = -13

x2 * x3 + x1 * x4 = -66

x2 * x4 = 72




x1 = 3, x3 = 3

x2 + x4 = -22

x2 * x4 = 72

x42 + 22x4 +72 = 0



Die Lösungen des Gleichungssystems:

x1 = 3

x2 = -4

x3 = 3

x4 = -18

x2 = -4

x4 = -18

 

 




Also:

(x2 + 3x – 4) * (x2 + 3x – 18) = 0

Die biquadratische Gleichung in der faktorisierten Gleichungsform hat 2 Nullstellen, somit ist dieselbe nach Ausrechnung der zwei quadratischen Gleichungen über eine Linearfaktorzerlegung auflösbar. Somit hat die Gleichung 4 Nullstellen.

(x – 1) * (x + 4) * (x – 3) * (x + 6) = 0

Somit sind die Lösungen der Gleichung des E. Galois

x3 + 7x2 – 6x – 72 = 0

(Die Linearfaktorzerlegung dieser Gleichung) in der Linearfaktorzerlegung der biquadratischen Gleichung enthalten.

Jede Gleichung (kubische Gleichung) ist auflösbar über eine biquadratische Gleichung, wenn dieselbe wenigstens zwei Nullstellen hat in der Menge der ganzen Zahlen.

(x2 + x1x + x2) * (x2 + x3x + x4) = 0

Man ist heute imstande über die abstrakte Algebra fast alle algebraischen Gleichungen entweder in der Menge der reellen Zahlen oder auch in der Menge der komplexen Zahlen durch eine Faktorzerlegung darzustellen.

Descartes hat die Philosophie bis in die Gegenwart stark beeinflusst, Klarheit und das methodische Denken zur Maxime erhoben. F. Nietzsche nennt ihn einen Philosophen, Skeptiker, der alles kritisch hinterfragt, der über den Zweifel die Wahrheit seiner Erkenntnisse bestätigt.




Gottfried Wilhelm Leibnitz

Der Universalgelehrte

Gottfried Wilhelm Leibnitz war einer der größten Gelehrten der Neuzeit mit einer alle Wissensgebiete umfassenden Bildung. Er wurde 1646 in Leipzig geboren, war Diplomat und stand im Dienst des Herzogs Johann Friedrich von Braunschweig-Lüneburg in Hannover. Er entfaltete eine reiche Tätigkeit als Philosoph, Mathematiker und Sprachkundiger. Leibnitz trug entscheidend zur Entwicklung der Infinitesimalrechnung (der Unendlichkeitsmathematik) bei. Er war ein bahnbrechender Mathematiker und Philosoph als Autodidakt und Privatgelehrter. Leibnitz war ein genialer und zäh arbeitender Gelehrter, der einen hohen Wissensstand hatte. Man bezeichnete ihn als Polyhistor.

Der Mathematiker

Als Mathematiker und Logiker schuf Leibnitz die Integral und Differentialrechnung. Er führte die Weiterentwicklung der binomischen Reihe durch:


Vor allem die Binominalkoeffizienten, eine Weiterentwicklung der Pascal-Theorie:




Leibnitz fand so zum Beispiel über seine Denkweise zur Sprache der Mathematik, dass die Summe zweier Wurzeln aus "komplexen Zahlen", also die Summe zweier unverständlicher Ausdrücke, ein reelles Zahlenergebnis ergibt:


Gleichungssystem

6 + 3i = x2
6 - 2i = y2

i = 1
x = 3
y = 2


Der Philosoph

Im Mittelpunkt seines philosophischen Werkes steht die Lehre von der großen und guten Ordnung, in der Gott die Welt geschaffen hat. Die bestehende Welt ist für Leibnitz die beste aller möglichen Welten, in der jedes Einzelwesen seinen sinnvollen Platz einnimmt. Er sieht das Universum in seiner Unendlichkeit als Philosoph und Mathematiker. Leibnitz betreibt seine Mathematik als Kosmos.

In seiner philosophischen Monadenlehre sieht er die Welt als in einem von Gott aufeinander abgestimmten Gleichklang (prästabilierte Harmonie) angelegt.
Die Monaden sind lebendige, einfache geistige Krafteinheiten, die in einer Stufenreihe angeordnet sind und bis zur göttlichen Zentralmonade reichen.

Nach der Monadenlehre Leibnitz' wird das Wesen und Walten Gottes bestimmt. Gott ist der große Mathematiker, der die Schöpfung und Ordnung entworfen, berechnet und erschaffen hat. "Gott ist", sagt Leibnitz. Nach seiner Lehre hat sich alles von Gott ausgehend vom Niederen zum Höheren entwickelt. Leibnitz bezeichnet über seine Unendlichkeitsmathematik Gott als Transzendenz. Man bezeichnet somit Leibnitz als christlichen Philosophen.

Im Zusammenhang mit seiner Lehre kommt Leibnitz zu der Frage warum die Welt Leiden und Böses enthält, obwohl sie von Gott ausgeht. Dieses Problem der Theodizee versucht Leibnitz zu lösen, indem er behauptet in einer endlichen Welt könne wegen der Endlichkeit nicht alles vollkommen sein. Danach habe Gott aus der Fülle der möglichen Welten die bestmögliche gewählt.

Sein Optimismus wird von späteren Philosophen wie zum Beispiel Voltaire und Hegel kritisiert.




Blaise Pascal, geboren am 19.6.1623, war ein französischer Mathematiker, Literat und christlicher Philosoph und Theologe. Er stammte aus einer amts-adeligen Familie und wurde von Hauslehrern unterrichtet. Schon mit 12 Jahren bewies er sein hervorragendes mathematisches Talent. Blaise Pascal machte wichtige mathematische Entdeckungen. In seinen Schriften zeigte er sich als ein religiöser Denker. Über die Beschäftigung mit Mathematik und Philosophie kam er zur Theologie.


Der Mathematiker Pascal

Blaise Pascal beschäftigte sich schon von Kindesbeinen an mit Zahlen. Mit 16 Jahren legte er der Pariser Universität wichtige Arbeiten über das mathematische Problem der Kegelschnitte, über Zahlenreihen und eine wichtige Arbeit über das Beweisprinzip der vollständigen Induktion vor. Als Mathematiker der Neuzeit schuf er das "Pascalsche Dreieck", die Pascalzahlen.

Pascalsches Dreieck

1
1 2 1
1 3 3 1
1 4 6 4 1
1 5 10 10 5 1

Jede Zahl ist gleich der Summe der beiden direkt darüber liegenden.


Binomialkoeffizient

Später schuf der große Mathematiker Leibnitz die bekannten Pascalzahlen über die Kombinatorik. Hier eine Abbildung der obigen Pascalzahlen nach der Kombinatorik von Leibnitz




u.s.w

Die Binomialkoeffizienten wurden brauchbar bei der Entwicklung der binomischen Reihe in positive Zahlen.



Die Gedanken des Pascal waren für Leibnitz eine wertvolle Anregung zur Schöpfung, zum einen für die Reihenlehre, zum anderen für die Differential- und Integralrechnung.


Der Philosoph und Theologe Pascal

Um das Jahr 1654 hatte er, wahrscheinlich nach einem Unfall, ein Erwachungserlebnis, das dazu führte, dass er sich aus der Pariser Gesellschaft zurückzog und sich mit philosophischen Schriften und Theologie beschäftigte und ein streng religiöses Leben führte.

Als es 1655 zum offenen Streit zwischen den orthodox frommen Jansenisten und den konzilianten und machtbewussten Jesuiten kam, schlug sich Pascal auf die Seite der Jansenisten. Mit Hilfe des Königs behielten die Jesuiten die Überhand, was dazu führte, dass viele Gesinnungsgenossen Pascals einknickten. Er selbst blieb aber unbeugsam. 1657 verfasste er die "Schriften über die Gnade" in denen er die augustinische Gnadenlehre als Mitte zwischen der calvinistischen Prädestinationslehre und der jesuitischen Gnadenlehre darstellt. Er gesteht dem freien Willen des Menschen die Entscheidung über sein Heil zu.

Im August 1662 starb Pascal 29 jährig. In seinem Mantelsaum fand man eingenäht ein Stück Papier, auf dem er in Ausrufen seine mystische Erfahrung in Worte zu fassen versuchte. Seine geplante Apologie konnte er nicht fertigstellen. Seine Notizen und Fragmente wurden unter dem Titel "Gedanken über die Religion und über einige andere Themen" als unfertiges Werk veröffentlicht.

In Pascals Epoche wurde bereits klar eine Trennung von Glauben und Wissen gemacht. Pascal hingegen vertrat das Prinzip der Einheit allen Seins. Die Beschäftigung sowohl mit naturwissenschaftlichen Problemen als auch mit philosophischen und theologischen Fragen bedeutete für ihn keinen Widerspruch. Nur das Zusammenspiel von Verstand und Herz können nach Pascal Grundlage menschlicher Erkenntnis sein.

Bis heute gilt Pascal als Verfechter einer tiefen christlichen Ethik. Nach Pascal ist der Glaube an Gott nicht nur richtig, sondern auch vernünftig. Der Glaube belehrt, das Gute für die Menschen zu tun und das Böse zu meiden. Die Unfähigkeit das Gute vom Bösen zu unterscheiden ist die Folge des moralischen Verfalls. Friedrich Nietzsche schrieb über Pascal: "Er ist der bewunderungswürdigste Logiker des Christentums. Ich verehre Pascal, weil er mich über seine Schriften für das Gute begeistert hat, was ich pflege".




Gedanken zur Kantschen Philosophie
Kant und das große logische Denken

Der Philosoph Immanuel Kant lebte von 1724-1804 in Königsberg, dem heutigen Kaliningrad. Kant schrieb und veröffentlichte große Werke. Aus seinen Erkenntnissen, wie der Mensch sittlich handeln soll, erwuchs die Kantsche Maxime: "Handle so, dass die Maxime deines Willens jederzeit zugleich als Prinzip einer allgemeinen Gesetzgebung gelten könnte". Er sah diesen Satz als "Kategorischen Imperativ" an. Berühmt sind auch seine Schriften "Zum ewigen Frieden" und seine Theorie zur Entstehung des Weltalls. Kants Werke sind der Höhepunkt der deutschen Aufklärung; er behandelt das menschliche Erkennen aus Erfahrung. Kant philosophiert über Vernunftideen: Seele, Welt und Gott.

Mit seinem kritischen Satz "Habe Mut, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen" ist Kant der wohl wichtigste Denker der deutschen Aufklärung.
Worum geht es Kant? Kants Denken richtet sich auf die Metaphysik. In ihr ruht nach Kant das wahre und dauerhafte Wohl des menschlichen Geschlechts. Er fragt danach, ob es etwas gibt, das das bedingte endliche Sein des Menschen überdauert. Daraus resultiert die Frage nach der Unsterblichkeit der Seele. Die Frage nach der Freiheit des Menschen resultiert aus der Frage nach Raum und Zeit für unbedingtes Handeln. Die Frage nach Gott resultiert aus der Frage nach der letztendlichen Ursache des Seins. Für Kant ist die unvermeidliche Aufgabe des metaphysischen Denkens Gott, Freiheit und Unsterblichkeit. Kant kommt zu dem Resultat, dass man zu keiner gesicherten Antwort kommen kann, was im Wesen der menschlichen Vernunft begründet ist.

Diese ist nämlich nicht instande hinter die sichtbare Wirklichkeit zurück zu gehen und in deren Grund zu schauen. Das gilt für die Frage nach der Freiheit ebenso wie nach der Frage nach Gott. Es lassen sich überzeugende Gründe dafür wie dagegen beibringen. Also geht nach Kant der Mensch gerade auf Gebieten, die von höchstem Interesse für den Geist sind, in die Irre; in Fragen nach Freiheit, Unsterblichkeit und Gott. Kant kommt über metaphysisches Denken zu dem Ergebnis, dass die Fragen nach der Existenz Gottes, einer unsterblichen Seele oder nach der Ewigkeit der Welt nicht Gegenstände einer Erkenntnis sein können.


Die Moral und das Gute

Bei Kant gilt für die Ethik der Satz für das sittliche und tugendhafte Handeln: "Du sollst ... oder du sollst nicht ..." Das Sittengesetz ist eine von der reinen Vernunft an den Willen des Menschen gestellte Forderung. Sinngemäß fordert Kant die Achtung der Würde der eigene Person wie auch die eines jeden anderen. Für Kant ist die individuelle Freiheit des Einzelnen die Grundlage allen Rechts. Eine bürgerliche Gesellschaft existiert nach den Maßstäben der Gleichheit und Gerechtigkeit nur dann, wenn sie die Freiheit des Einzelnen nicht einschränkt. Wenn eine Anzahl von Menschen eine Gesellschaft gründet, ist es keinem mehr erlaubt, alles zu machen, was er will. Es ist erforderlich, die Freiheit aller festzulegen im Gesetz. Eine Handlung ist dann gerechtfertigt, wenn sie die allgemeinen Grundsätze der Freiheit nicht antastet.

Kant sagt zur Freiheit: "Handle so, dass du wollen kannst, deine Maxime solle ein allgemeines Gesetz werden. Gesetze wurden nicht dazu erlassen, Wohlstand oder Glückseligkeit zu schaffen, sondern um das Recht auf Freiheit und Gleichheit eines jeden zu wahren".


Kants Staatsidee

Kant spricht über die Prinzipien eines dauerhaft friedlichen Staates, der Freiheit der Glieder einer Gesellschaft, Abhängigkeit aller von einer einzigen gemeinsamen Gesetzgebung, die nach dem Gesetz der Gleichheit aller Glieder der Gesellschaft gestifteten Verfassung.

Kant betont die Bindung aller Staatsbürger an das Gesetz. Das einzig legitime Prinzip ist die Republik, in der eine Kontrolle der Macht durch Trennung der Exekutive und Legislative erfolgt. Der Republikanismus ist das Staatsprinzip der Trennung der ausführenden Gewalt von der gesetzgebenden. Nach Kant ist ein Staat mit republikanischer Verfassung ein friedlicher Staat, in dem die Bürger die Folgen ihrer Entscheidungen selbst tragen müssen. Sie übernehmen somit die Verantwortung im Staat. Kants Konzept eines republikanisch verfassten Staates ähnelt dem heutigen repräsentativ-demokratischen Rechtsstaat: gemeint ist die liberale Demokratie so wie wir sie heute verstehen, eine rechtlich verfasste parlamentarische Staatsordnung.

Kant galt schon zu Lebzeiten als herausragender Philosoph. Natürlich hatte er auch Kritiker, wie zum Beispiel G. Herder, der Kant vorhielt die Sprache als originäre Erkenntnisquelle vernachlässigt zu haben. Auch Stirners und Nietzsches Reaktionen auf Kant waren negativ. Schopenhauer allerdings sah sich als wichtigsten Schüler Kants.

Heute gibt es zwar keine Kant-Schulen mehr, aber fast jede Philosophie setzt sich mit Kant auseinander. Kant wird heute immer wieder als Philosoph zitiert und rezitiert.
Sogar in Tokio im Tempel der Philosophen ist Kant auf dem Bild "Die vier Weltweisen" neben Buddha, Konfuzius und Sokrates zu sehen.




Johann Gottlieb Fichte, Erzieher und Philosoph

Fichte wurde am 19.5.1762 in Rammenau geboren, er starb am 29.1.1814 in Berlin. Er gilt als der wichtigste Vertreter des deutschen Idealismus (die Wirklichkeit, die in radikaler Weise durch Denken und Erkenntnis bestimmt wird).

Fichte setzte sich mit Kants Philosophie auseinander. Kant inspirierte ihn zu seiner am Begriff des "Ich " ausgerichtete Wissenschaftslehre. Fichte sieht das "Ich" als absolutes "Ich" gegenüber dem Ich von Kant. Die praktische Vernunft ist der theoretischen übergeordnet. Die praktische Vernunft ist das Vermögen des Willens. Der Wille bringt den "Vernunftwillen" hervor und dieser macht das "Ich" aus. Für Fichte kann das absolute Ich nur existieren, wenn es sich seiner bewusst ist. Dafür ist die Konfrontation mit anderem Material nötig. Das Ich muss sich dieser Konfrontation stellen. Dies ist die Bedingung für das Selbstbewusstsein.

Wegen vieler Nachfragen und Einwände beschloss Fichte seine gesamte Wissenschaftslehre neu auszuarbeiten. Seine "Wissenschaftslehre nova methodo" gilt als die verständlichste seiner Lehren.

Die Grundlagen des Naturrechts sind bei Fichte ähnlich wie bei Kant. Sinngemäß heißen sie: Die Freiheit des einzelnen endet da, wo die Freiheit des anderen beginnt. Nach Fichte wird der Begriff von Freiheit noch radikaler definiert als bei Kant. Als das Ideal der Freiheit begrüßte Fichte unter anderem die französische Revolution, Fortschritt für mehr Gleichheit und Freiheit. Alles, was den Menschen behindere bei Verwirklichung seiner Ideale, dürfe nicht sein.

Freiheit wird nach Fichte als Ausdruck des absoluten Willens definiert. Die Forderung nach sittlichem Verhalten ruft den Gedanken der Freiheit, der sich im Gewissen kundtut, hervor. Kant sagt "mündig und frei ist der Mensch nach seiner Ratio". Fichte ist der Ansicht, dass kollektives Handeln und individuelles Handeln sittliches Handeln hervorbringt.

Fichtes Philosophie wird als ethischer Idealismus bezeichnet. (Unser Handeln soll absolut vernünftig und verlässlich sein).

In seiner Sittenlehre betont er: Das Selbstbewusstsein des absoluten Ichs ist nur möglich unter der Bedingung des Bewusstseins des Sittengesetzes. Das Ich des Sittengesetzes zeigt sich immer in Form einer Konkreten Aufgabe und Pflicht.


Fichtes Religionslehre

Fichte schrieb keine ausgearbeitete Religionsphilosophie; er schrieb, dass Gott für eine moralische Weltordnung nicht unbedingt notwendig sei. Hierzu sagt Kant sinngemäß, zum moralischen Bewusstsein gehöre die Beziehung zu Gott.

Am Ende seines Lebens wurde Fichte des wahren göttlichen Seins teilhaftig. Anstelle des absoluten Ichs tritt nun der absolute Gott. Das Absolute: die Gottheit. So kann Fichte sagen, Gott allein ist der Höchste und Mächtigste, der Schöpfer des Himmels und der Erde. Der Mensch ist nichts aus sich selber heraus ohne Gott. Was er wirklich ist: Dasein und Offenbarung Gottes.

Fichte ist zuletzt ergriffen von der Sehnsucht nach dem Ewigen. "Dieser Trieb mit dem Unvergänglichen vereinigt zu werden, ist für mich der Wunsch allen endlichen Daseins", sagt Fichte.




Gedanken zur Philosophie Schellings

Der Philosoph Schelling wurde geboren am 27.1.1775 in Leonberg / Württemberg. Er starb am 20.8.1854 in Bad Ragaz, Schweiz. 1796 ging er zum Studium nach Leipzig und studierte dort bis 1798 Mathematik, Naturwissenschaften, Medizin.

Schelling war der Hauptbegründer der Naturphilosophie. Seine Hauptfrage war "Wie kann menschliche Freiheit und die aus ihr resultierende kreative Innovationsfähigkeit mit der Natur zusammengebracht werden?". Schellings Kernidee ist, dass nicht nur der Geist, sondern auch die Natur zu autonomer, selbstorganisierender Entwicklung fähig ist. So ist also die Emanzipation des Menschen von der Natur ermöglicht. Weiterhin ist er der Überzeugung, dass die Natur ebenso wie der Mensch eine Geschichte hat. In der anorganischen Natur ist es die Kristallisation, die eine Selbststrukturierung aufweist. In der organischen Natur gibt es die Fähigkeit der Selbstreproduktion, die einen höheren Grad an Freiheit bringt. Im Menschen kommt er zur schöpferischen Produktivität. Diese zeigt sich zum Beispiel in der Kunst.

Daher begründete Schelling eine "spekulative Physik", die keine Konkurrenz zur empirischen Physik, sondern ein philosophischer Rahmen sein soll. Er lehnt die empirische Physik nicht ab, sondern will ihr ein neues Fundament geben. Seiner Meinung nach gibt es eine Einheit von Natur und dem aus ihr entstandenen Menschen. Schelling glaubt an die Selbstkonstruktion der Natur als Vermittler des expansiven und des kontraktiven Prinzips. Beide Prinzipien zusammen produzieren Raum, Zeit und Materie, also eine erscheinungsfähige Welt.

Schelling schließt sich anfangs der Philosophie Fichtes an, da er das menschliche "Ich" als oberstes Prinzip der Philosophie sieht, da es das einzig eigentlich Wirkliche ist und in seiner eigensten Freiheit ruht. Das absolute Ich ist das einzig Existente, alle anderen Wirklichkeiten existieren nur in dessen Vorstellung. Dennoch befriedigt ihn dieser Standpunkt später nicht mehr. Dieses endlich, menschliche Ich kann nicht der absolute Ausgangspunkt des Philosophierens sein. Ein Moment, das nicht nur endlich ist, nennt er "das Ewige in uns".

Als Naturphilosoph sieht Schelling, dass alle Wirklichkeit aus einem einzigen unerschöpflichen Ursprung kommt. Er nennt es das unendliche Leben, das in allem was ist, als innerstes Prinzip wirksam ist. Das ist die letzte Phase seiner Philosophie, die Letztbegründungsabsicht. Die Letztbegründung der Vernunft ist nach Schelling die Begründung des Denkens auf eine letzte Instanz zu verweisen. Die Entwicklung der Natur ist ein Prozess der Selbstwerdung Gottes, der vom Unvollkommeneren, der bewusstlosen Natur, zum Vollkommeneren, dem selbstbewussten Geist, voranschreitet.

Das völlige Versenken in den Gedanken der Schöpferkraft Gottes bestimmt das Denken Schellings bis zu seinem Tod. "Alles Endliche in der Natur, was uns umgibt, mündet zuletzt in das Unendliche. Meiner Meinung nach muss der Philosoph alles aus dem Blickpunkt des Unendlichen (=Gott) betrachten. Das unablässige Werden und Vergehen in der Natur ist der Geist Gottes.

In Natur und Geist waltet die Schöpferkraft Gottes, das waltende göttliche Leben, im Menschen der inspirierende Gott. Der Mensch als höchstentwickeltes, denkendes Wesen erreicht in seiner Freiheit zum einen die Hinwendung zu Gott, oder zum anderen die Abkehr von Gott. Gott gibt dem Menschen die Freiheit seiner Entscheidungen, die er auch verwirklichen soll in seinem Leben. Schelling verspürt am Ende seines Lebens eine Sehnsucht nach dem Unendlichen.




Jean Jaques Rousseau

Jean Jaques Rousseau wurde am 28.6.1712 in Genf geboren und starb am 2.7.1778 bei Paris. Er war Schriftsteller, Philosoph, Naturforscher, Pädagoge und Gesellschaftskritiker der Aufklärung.Rousseau forderte die Rückkehr zur Natur, zur einfachen Lebensweise und Erziehung. Seine Gesellschaftslehre war von entscheidendem Einfluss auf die französische Revolution.

Ausgangspunkt des Rousseauschen Denkens ist die Abscheu vor der etablierten Kultur und Gesellschaft seiner Zeit. Er ist der Meinung, dass die in zivilisatorisch entwickelten Gesellschaften lebenden Menschen selbstsüchtig, unwahrhaftig und eitel seien. Mit dem Luxus seiner Zeit war er nicht einverstanden und betete darum: "Allmächtiger Gott, erlöse uns von den Kenntnissen und den unheilvollen Künsten unserer Väter, und gib uns die Ungewissheit, die Unschuld und die Armut zurück!"

Rousseau erschüttert die Grundlagen der Aufklärung, indem er behauptet, sie zerstöre die eigenständige Individualität. Er fordert ein radikal neues Denken und Handeln im gesellschaftlichen Zusammenleben. Wenn Menschen gemeinschaftsfähige Wesen wären, müssten sie harmonisch zusammenleben. Da es nicht so ist, schließt Rousseau, dass Menschen nur in kleinen, naturnahen Gemeinschaften eine Chance haben sich zu entfalten.

Grundlage der Rousseauschen Ethik ist nicht das Vernunftdenken, dieses kann allerdings helfen Vorteilhaftes von Unvorteilhaftem zu unterscheiden. Damit der Mensch gut handelt, bedarf es der gefühlten Vernunft. Rousseau sprich hier von christlichen Gewissen und einer angeborenen Liebe zum Guten. Über das Gute (Gutsein) und Böse sagt Rousseau: "Der Mensch ist von Natur aus gut." Das von dem Philosophen angenommene "Gutsein" bedeutet, dass der Mensch in der Möglichkeit des Guten und der Bestimmung zum Guten steht.

Alles ist gut, wie es aus den Händen des Schöpfers der Dinge hervorgeht. Aber der Mensch wird durch die modernen Gesellschaften zum Bösen verführt. Das Böse, was in der Welt ist, ist nicht das Werk Gottes, es ist das Werk einer gegengöttlichen Macht.

Meine Meinung: Gott sorgt aber dafür, dass das Böse in der Welt durch das Gute überwunden wird.

Der faktische Staat der Epoche Rousseaus beruht nicht auf dem reinen Gemeinwillen, sondern auf Unterdrückung der Armen durch die Reichen, der Ohnmächtigen durch die Mächtigen. So bietet Rousseaus Staatslehre Zündstoff für die französische Revolution. Das philosophisch Entscheidende im Denken des Philosophen Rousseau ist der neue Freiheitsbegriff, den er konzipiert. Er übt einen großen Einfluss auf das künftige Philosophieren aus. Darum kann Kant sagen, er sei durch Rousseau bekehrt worden, da er das natürliche Sein des Menschen aufzeigt. Er sagt: "Die große Leistung bei Rousseau ist darin zu sehen, dass er den wahren Freiheitsbegriff entdeckt hat. Der Gehorsam gegenüber dem Gesetz, das man sich vorgeschrieben hat, ist Freiheit."




Gedanken zur Philosophie David Humes

David Hume, englischer Philosoph, Staatsmann, Historiker, erkenntnistheoretischer Skeptiker war der Hauptvertreter der englischen Aufklärung. Er wurde geboren am 7.5.1711, verstarb am 28.8.1776. Hume wirkte auf die französische Aufklärung und beeinflusste Immanuel Kant hin zum Kritizismus.

Hume stellt den Menschen in den Mittelpunkt seiner Philosophie. Der Mensch sei zum Handeln und Denken geschaffen. Die Ergebnisse seiner Philosophie sollten gesellschaftsverbessernd sein. Für Hume wird menschliches Wissen von kultureller Gewohnheit bestimmt. "Verstand, "Vernunft", "Wille" und andere metaphysische Termini wurden ersetzt durch beobachtbare Tätigkeiten. Die Grundlagen für seine neue Philosophie findet er durch das Hinsehen auf Anatomie, menschliches Verhalten und eigenes Denken. Seine Schlussfolgerung daraus waren die Inhalte seiner Philosophie. Insoweit kann Hume als Empirist bezeichnet werden. (Empirismus ist die philosophische Lehre, die als einzige Erkenntnisquelle die Sinneserfahrung, die Beobachtung, das Experiment gelten lässt).

Der Skeptiker Hume wendet sich gegen die Metaphysik. Seiner Meinung nach sind metaphysische Ideen "unfruchtbare Anstrengungen menschlicher Eitelkeit" oder einfacher Aberglaube. Mit dieser Tendenz ist er ein konsequenter Vertreter der Aufklärung, die Licht ins Dunkel der menschlichen Erkenntnis bringen will.

Der menschliche Verstand soll nicht in übermenschliche Regionen abschweifen, sondern sich an Erfahrungen halten. Die Urteilskraft stütze sich auf Erfahrungen aus der täglichen Praxis. Hume zeigt sich also als Empirist.

Hume wendet sich gegen die Philosophie des Rationalismus, in der angenommen wird, der menschliche Geist habe angeborene Ideen, die ohne Erfahrung aus sich heraus wahr seien. Er dagegen meint, allein von den menschlichen Sinneseindrücken gehe alle Erkenntnis aus. Da aus den Sinneseindrücken kein Bild vom Ganzen der Welt gestaltet werden kann, kommen die Vorstellungen von Gegenständen, von Akten und von deren Verbindungen ins Spiel. Diese sind nicht unmittelbar wahr, sondern sie lassen sich nur durch die Rückführung auf die Sinneseindrücke bewahrheiten.

Über den freien Willen sagt Hume: "Alle freiheitlichen Handlungen müssen so definiert werden, dass sie durch den Willen und den Wunsch der Handelnden ausgehen, dass sie eine Ursache haben, weil eine Handlung ohne Ursache und Notwendigkeit nicht existiert."

Hume äußert Kritik am Grundsatz der Kausalität. Er geht davon aus, dass wir alle Vorgänge unter dem Gesichtspunkt der Kausalität betrachten. Eine Handlung folge notwendigerweise auf eine andere. Diese kausale Verknüpfung ist für ihn jedoch keine absolute Gewissheit. Die Menschliche Sicherheit im alltäglichen Tun führt er auf die "Gewohnheit" zurück, also auf ein rein subjektives Prinzip.

Hingegen auf menschliches Denken und Handeln, sowie die Schlussfolgerungen bzw. seine Behauptung daraus gehören zur experimentellen Methode seines Philosophierens.

Humes Skeptizismus in Bezug auf die Fähigkeit des Menschlichen Erkennens ist bezeichnend für das Ende der Aufklärung. Die durch die Aufklärung hervorgehobene Vernunft wird nun problematisch. Nach Hume kann man ihren "trügerischen Deduktionen" nicht mehr trauen. Für Hume ist "das Ganze der Welt ein Rätsel, ein unerklärliches Mysterium. Zweifel, Ungewissheit, Enthaltung des Urteils sind das einzige Ergebnis, zu dem die schärfste und sorgsamste Untersuchung uns führen kann".




Voltaire, der Philosoph der französischen und europäischen Aufklärung

Voltaire lebte von 1694 bis 1778. Er war ein Hauptvertreter der französischen und europäischen Aufklärung.

Er war Lyriker, Dramatiker und Epiker, der vorwiegend für die gebildete Schicht Frankreichs und die gesamte europäische Oberschicht schrieb. Sein Stil war präzise, allgemein verständlich und sarkastisch.

Durch seine Kritik an der Stellung der katholischen Kirchenfürsten, an den Missständen des Absolutismus und der Feudalherrschaft galt er als Wegbereiter der französischen Revolution und als Vordenker der Aufklärung.

Durch ein Schmähgedicht machte er sich Philipp von Orléans zum Feind, der ihn aus Paris verbannen ließ. Kaum zurück in Paris schrieb er einen beleidigenden Kommentar gegen die Herzogin von Berry, was ihm eine 11-monatige Inhaftierung in der Bastille einbrachte. Dort stellte er seine Tragödie "OEdipe" fertig und begann mit "La Ligue" ein Epos über die Hugenottenkriege. Dieses Werk verschaffte ihm später den Ruf des größten französischen Epikers seiner Zeit. Durch OEdipe wurde Voltaire schlagartig bekannt.

1725 bekam er Zutritt zum Hof von Versailles, was ihn mit einer zusätzlichen Pension zu einem wohlhabenden und gefragten Autoren machte. 1726 erwirkte ein Adeliger wegen einer ironischen Bemerkung Voltaires einen Haftbefehl, der vom König unter der Bedingung, dass Voltaire Frankreich verließe, außer Kraft gesetzt wurde. Voltaire ging nach England, wo die industrielle Revolution bevorstand. Er lernte Englisch, befasste sich mit Locke, Shakespeare und Newton. Spätestens in England merkte er wie wichtig finanzielle Unabhängigkeit für einen kritischen Autoren war. Als er 1728 nach Frankreich zurückkehrte, kam ihm das zugute. Er vermehrte geschickt sein Vermögen, beteiligte sich an Reedereien. 1733 erschien in London "Letters Concerning the English Nation", die ein Jahr später in Frankreich erschien. England wurde als Modellstaat vorgestellt, was in Frankreich Verärgerung hervorrief und zum Verbot des Buches führte. Allerdings wurde dadurch die Verbreitung nur gefördert.

Voltaire wechselte 1695 seinen Wohnsitz auf das Schloss des Marquis du Chastellet, dem Ehemann seiner neuen Geliebten Emilie du Châtelet. Zwischendurch war er viel auf Reisen, länger in Brüssel und mehrmals in Holland, wo er seine kritischeren Werke publizierte. Dank Madame du Châtelet, die Naturforscherin und Mathematikerin war, wurde Voltaires Interesse für die Naturwissenschaften geweckt. Durch Dialoge mit Madame du Châtelet über Newton und Leibnitz entstand das "metaphysische Traktat", eine allgemeinverständliche Schrift. Diese Schrift erschien erst posthum. 1736 veröffentlichte er "Le Mondain". In dieser Versepistel lobt er Luxus und Komfort und macht sich lustig über einige Leute, die Verzicht predigen und die "gute alte Zeit" preisen. Diese Zeit sieht er als Ära der Unwissenheit und Armut.

Des weiteren schrieb und veröffentlichte er Tragödien nach dem Vorbild des griechischen Dichters Sophokles. Sein Stück "Mahomet" wurde zensiert wegen religionskritischer Tendenzen.

Voltaire stand im Briefkontakt zu dem 20 Jahre jüngeren Kronprinzen Friedrich von Preußen. Nach der Thronbesteigung folgte Voltaire einer Einladung nach Berlin. Wegen seines guten Kontakts zu Friedrich stieg er auch am französischen Hof auf und wurde 1746 in den Adelstand erhoben. Im selben Jahr wurde er Mitglied der Académie française. Nachdem er am Hof in Ungnade gefallen war, zog er sich auf das Schloss Sceaux der verwitweten Duchesse du Maine zurück.

1748/49 lebte Voltaire in Lunéville zusammen mit Madame du Châtelet, die 1749 dort starb.

Nach ihrem Tod folgte Voltaire einer Einladung Friedrichs des Großen nach Sanssouci. Dort war er ein angesehener Gast, fiel aber später in Ungnade. Nach dem Verweis von Schloss Sanssouci veröffentlichte Voltaire eine Biographie über den Sonnenkönig Ludwig XIV mit einer Darstellung der französischen Geschichte des 17. Jahrhunderts. Zugleich redigierte er eine Schrift "Abriss der Universalgeschichte", die er 1750/51 publizierte im "Mercure de France".

Wie viele Autoren der Aufklärung war auch Voltaire erschüttert von dem historischen Erdbeben von Lissabon 1755. Er reagierte darauf mit dem Langgedicht "Poème sur le désastre de Lisbonne". Hierin stellt er den Optimismus des englischen Schriftstellers Alexander Popes in Frage, wonach alles, was ist, gut und recht ist. Auch die Vorstellungswelt des G.W. Leibnitz, der unsere Welt als beste aller möglichen Welten darstellt, führt er ad absurdum und empfiehlt, keine Luftschlösser zu bauen, sondern sich um die Realität zu kümmern. Voltaire sah in seiner "Universalgeschichte der Menschheit" die Menschen auf dem Weg zum Fortschritt.

Mit 64 zieht sich Voltaire ins französische Grenzgebiet zurück, wo er ein Landgut kaufte. Bis zu seinem Tod bewirtschaftete er es innovativ und effizient.

Man kann Voltaire als einen der größten Literaten seiner Zeit bezeichnen, weil er über kritische, elegante Verse, Dramen und Erzählungen als der Vordenker der französischen und europäischen Aufklärung gilt. Er war als Philosoph ein zeitkritischer Denker.





Über Georg Wilhelm Friedrich Hegel -
Gedanken zu seiner Philosophie

Hegel als Person: Hegel wurde am 27.8.1770 in Stuttgart geboren, verstarb am 14.11. 1831 in Berlin. Er ist einer der Hauptvertreter der Philosophie des deutschen Idealismus, der philosophischen Anschauung, die die Welt und das Sein als Idee, Geist, Vernunft, Bewusstsein bestimmt. "Das Geistige allein ist das Wirkliche". Der Mensch weiß von Gott, der sich in der Welt als "Absoluter Geist" offenbart. Das sind Sätze in Hegels Denken.

Hegel als Weltgeist in Person: Alles Leben hier auf Erden, alles, was wir sehen und das, was wir nicht wahrnehmen, ist eine Äußerung der Gottheit. "Alleben" ist nach Hegel der Grund, aus dem alles Lebendige erwächst. Gottheit ist nicht Schöpfergott im Sinne des Christentums, sondern "Gott der Welt".

In allem was ist, strömt das eine große Leben. Gott ist der Geist in der Welt, der absolute Geist. Alles, was wir sehen und nicht sehen, die ganze Welt ist Darstellung Gottes. Nicht nur der Mensch und die Schöpfung seines Geistes, sondern auch die übrige Fauna und Flora sind Geist Gottes. Alles Materielle ist Geist Gottes. Alles, was der Mensch anschaut, ist die Anschauung Gottes.

Hegel stellt die gesamte Wirklichkeit unseres Seins aus dem Blickpunkt Gottes dar. Er lehrt unter anderem auch: Die Welt ist aber keine reine Darstellung Gottes, nicht nur Gottes Anschauung, in ihr gibt es die Mächte des Widergöttlichen und des Chaos". Dies ist aber keine vollkommene Welt im Sinne Gottes. Sie ist auch nicht die beste aller Welten, sie existiert zwar, ist aber verdammt dazu wieder unterzugehen. Alles, was uns an Materiellem umgibt, ist nicht Bleibendes. Jegliche Materie zerfällt nach dem mathematischen Zerfallsgesetz. Im Bemühen darum, die Welt richtig zu erkennen und den Geheimnissen der Gottheit auf die Spur zu kommen, ist Hegel vorbildlich für alles Philosophieren.

Etwas über Hegels Dialektik: Die Dialektik ist die Kunstform durch Rede und Gegenrede ein Thema zu ergründen und zur wissenschaftlichen Erkenntnis zu kommen. Dieser dialektische Dreischritt: These - Antithese - Synthese wurde zum ersten Mal systematisch über die großen Reden (Vorlesungen Hegels) realisiert. Auf die These und ihre Argumente folgt die Antithese und deren Argumente. Daraus folgt die Synthese und ihre Argumente als Ergebnis von These und Antithese.

Dialektik im Denken und in der Wirklichkeit wurde in der Hegelschen Schule gepflegt. So vollzieht sich das Denken systematisch. Die Wirkung der Hegelschen Philosophie war gewaltig. Auch der Marxismus, der das 20. Jahrhundert geprägt hat, wäre ohne die Philosophie Hegels nicht denkbar gewesen. Neben den alten Griechen wie Platon oder Aristoteles und dem Vorläufer der Aufklärung Immanuel Kant ist Hegel einer der Philosophen, der immer wieder gelesen und zitiert wird.





Karl Marx und die Revolte

Karl Marx wurde 1818 in Trier als Sohn eines Rechtsanwalts geboren und starb 1883 in London. Er war der Begründer der Lehre des Kommunismus, studierte Philosophie und Rechtswissenschaft. Zuerst war er Redakteur der "Rheinischen Zeitung", in der er Artikel über Ökonomie und Politik veröffentlichte. In seinen wissenschaftlichen Werken behandelte er die Frage der Beziehung zwischen Mensch und Wirtschaft. Wegen seiner revolutionären Gesinnung wurde er von der preußischen Regierung verfolgt und lebte zeitweilig in Paris, Brüssel und schließlich London. Dort schrieb er das dreibändige Buch "Das Kapital".
Sein enger Freund war Friedrich Engels, Sohn eines Textilfabrikanten. Die Marxsche Lehre, der Marxismus, begann erst nach seinem Tode Anhänger auf der ganzen Welt zu gewinnen. "Marx sah als die eigentliche Ursache aller geschichtlichen Vorgänge den Klassenkampf an, das heißt den Kampf zwischen den Besitzenden und den Besitzlosen. Der Staat war für ihn nur das Machtwerkzeug der jeweils herrschenden Klasse zum Zweck der Ausbeutung und Unterdrückung der anderen. (Konversationslexikon 1956, Seite 389, Bertelsmann Verlag).

Aus seinen Erkenntnissen folgert Marx, dass im Zeitalter der Industrialisierung das besitzende Bürgertum (die Bourgeoisie) die herrschende Klasse, die besitzlose Arbeiterschaft (die Proletarier) die unterdrückte Klasse sei.
In seinem "kommunistischen Manifest" fordert er die Arbeiterschaft auf, sich international zusammenzuschließen und durch eine Revolution die Macht zu übernehmen. Er fordert die kommunistische Gesellschaftsordnung, in der alle Klassengegensätze verschwinden und die Staatsgewalt immer mehr eingeschränkt wird.

Überblick über die Marxsche Theorie

Marx. Der als einflussreichster Theoretiker des Kommunismus gilt, wird in der modernen Volkswirtschaftslehre den Nationalökonomen zugeordnet. Er beeinflusste die Philosophie, Geistes- und Sozialwissenschaften. Seine Philosophie war von Hegel geprägt, der als der bedeutendste Philosoph der Neuzeit gilt. Von Hegel übernimmt er die Dialektik und die Annahme einer Gesetzmäßigkeit der Geschichte, die er auf materielle, soziale Bedingungen innerhalb der Gesellschaft zurückführt. Ein zweiter philosophischer Einfluss ist der Materialismus Feuerbachs. Diesen Materialismus verbindet er mit Hegels Dialektik zum "dialektischen Materialismus".

Die zentrale bewegende Kraft im bisherigen Entwicklungsprozess der menschlichen Gesellschaft sieht Marx im Klassenkampf. Seine Geschichtsphilosophie sieht sich als Versuch der Verwirklichung menschlicher Freiheit, die immer an materielle und soziale Umgebung gebunden ist.

Marx bemühte sich um eine ökonomische Analyse der kapitalistischen Gesellschaft. Er kritisiert die politische Ökonomie in seinem Werk "das Kapital". Zusammen mit Engels versteht er eine Wirtschaftsordnung, "die sich durch Privateigentum an Produktionsmitteln, durch Produktion für einen den Preis bestimmenden Markt, beständige Profitmaximierung und den Widerspruch zwischen Lohnarbeit und Kapital auszeichnet". (http://de.wikipedia.org./wiki/KarlMarx)

In einer bürgerlichen Gesellschaft sind alle Bürger generell frei und rechtsgleich. Allerdings können nach Marx die Proletarier nur wählen, an wen sie ihre Arbeitskraft verkaufen und von welchen Ketten sie sich fesseln lassen wollen. Also herrscht soziale Ungleichheit.

Zur Zeit des Kapitalismus als Klassengesellschaft herrschten also Ungleichheit und soziale Ungerechtigkeit. Marx definiert 2 Hauptklassen, zum einen die Bourgeoisie, die Klasse der Kapitalisten, welche die zur Produktion notwendigen Produktionsmittel (Boden, Fabriken, Maschinen etc.) besitzen, zum anderen definiert er das Proletariat, die Klasse der Arbeiter, die über keine eigenen Produktionsmittel verfügt und somit gezwungen ist, Lohnarbeit zu verrichten. Aufgrund der Ausbeutung des Proletariats wurde das Großkapital geschaffen. In der Ausbeutung des Arbeiters sieht Karl Marx das Problem des Kapitalismus. Die ganze Existenz des Menschen, sein Menschsein selbst, sieht er durch die kapitalistischen Verhältnisse entfremdet und geknechtet.

Der Arbeiter kann über seine Arbeitskraft nicht frei verfügen, sondern muss sie nach den Vorgaben des Kapitalisten einsetzen, für den er arbeitet. Im Klassenkampf und der Revolution sieht Marx in der Klasse des Proletariats diejenige Klasse der Gesellschaft, die die einzige Macht besitze einen kommunistischen Umsturz erfolgreich durchzuführen. In einer Arbeiterpartei solle sich das Proletariat organisieren um die politische Macht zu erobern und dann die Kapitalistenklasse zu enteignen. Die Aufhebung des Privateigentums an Produktionsmitteln, also eine Entwicklung von Sozialismus zum Kommunismus, sieht Marx als die beste Lösung an. Die Marx'sche Lehre nach seinem revolutionären Werk "Das Kapital", seine Gedanken für einen politischen Umsturz konnten in Deutschland nicht verwirklicht werden, weil jede politische Revolte durch die damalige preußische Regierung niedergeschlagen wurde, so zum Beispiel auch die Revolte des Spartakusbundes unter Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht, die in Deutschland kommunistische Verhältnisse realisieren wollten.

Die revolutionären Gedanken des Karl Marx wurden allerdings später in Russland über den Leninismus verwirklicht. Dort wurde die politische Revolte unter Lenin, dem Führer der Bolschewisten , erfolgreich realisiert. Marx vertrat die These, dass durch das ökonomische Modell des Kommunismus, der Enteignung des Privateigentums aller Produktionsmittel mehr wirtschaftliche soziale Gerechtigkeit im Staat geschaffen werden könnte. Genau das Gegenteil trat später ein. Das Privateigentum an Produktionsmitteln im Besitz vieler Unternehmer hatte sich als richtig und gerecht erwiesen, wie zum Beispiel das Modell der sozialen Marktwirtschaft in der BRD heute. Dagegen das kommunistische Modell der Zentralwirtschaft hatte sich für die Menschen der damaligen Sowjetunion beziehungsweise DDR jahrzehntelang nicht bewährt.





Heinrich Heine und seine Zusammenarbeit mit Karl Marx als politischer Dichter

Heine (1787 - 1856) war der Sohn eines Düsseldorfer Kaufmanns. Von 1815 - 1816 arbeitete er bei einem Frankfurter Bankier. Danach wechselte er ins Bankhaus seines wohlhabenden Onkels Salomon Heine nach Hamburg, der ihn bis zu seinem Tode finanziell unterstützte. Heine studierte ab 1819 Rechtswissenschaften, obwohl ihn das Fach wenig interessierte und promovierte 1825 zum Doktor der Rechte. Da er jüdischer Abstammung war, blieb ihm eine adäquate Anstellung in Deutschland versagt, obwohl er zum Protestantismus konvertierte.

1831 lebte er als freier Schriftsteller und Korrespondent diverser Zeitungen in Paris. Als Meister romantisch - lyrischer Prosa stellte er ironisch anklagend revolutionär seine Zeit an den Pranger.

Angeregt durch seine Deutschlandreise 1843 schrieb er "Deutschland. Ein Wintermärchen". Darin kommentiert er bissig die staatlichen, kirchlichen und gesellschaftlichen Verhältnisse in Deutschland. In diesem Versepos klingen Ideen von Karl Marx an, den er bereits kennengelernt hatte. Schon zu Beginn der 1843er Jahre radikalisierte sich sein Ton. Heine erkannte die Folgen der beginnenden Industriellen Revolution und die Situation der entstandenen Arbeiterklasse. Hierfür ist das 1844 entstandene Gedicht "Die schlesischen Weber" beispielhaft. Diese Gedicht erschien in der Zeitschrift "Vorwärts" von Karl Marx und wurde auch als Flugblatt verteilt. Das königlich preußische Kammergericht ordnete ein Verbot des Gedichts an. Trotz seiner Freundschaft zu Marx hatte er zu dessen marxistischer Philosophie ein ambivalentes Verhältnis.

Schon vor 1848 drängte alles auf eine politische und soziale Revolution hin. Den Versuch des ersten gesamtdeutschen Parlaments, eine Monarchie unter einem erblichen Kaisertum zu schaffen, sah er als romantischen Traum von einer Wiederbelebung des Heiligen Römischen Reiches an.

Heine gilt als der größte deutsche Dichter des 19. Jahrhunderts und als der "letzte Dichter der Romantik" und auch gleichzeitig als deren Überwinder. Als erster großer politisch - realistischer Dichter wurde er wegen seiner eleganten Verse zum Stilvorbild des modernen Feuilletons.




Der Philosoph Ludwig Feuerbach als Religionskritiker

Ludwig Feuerbach wurde geboren am 28.7.1804 in Landshut, er starb am 13.9.1872 bei Nürnberg. "Das Wesen des Christentums", sein bedeutendstes Werk, hatte starken Einfluss auf die atheistischen Strömungen des 19. Jahrhunderts. Religion und Theologie sieht Feuerbach als Projektionen menschlicher Wünsche und des Vollkommenheitsstrebens im Stadium der Selbstentfremdung. Er geht also in seiner Philosophie nicht von einem göttlichen Prinzip aus, sondern vom Menschen. "Der Mensch ist sich das Maß aller Dinge, aller Wirklichkeit". Feuerbach hat konsequent eine anthropologische Philosophie begründet. Seiner Ansicht nach hat die gesamte philosophische Tradition einem Hirngespinst nachgejagt, indem sie eine Welt Gottes als eigentlich Wirkliche angesehen hat. Die Wirklichkeit des Diesseits ist für ihn die einzige Wirklichkeit.

Das Leben in seiner Endlichkeit ist für Feuerbach das Entscheidende. Eine Religion, den Glauben an Gott, lehnt er als eine Religion der Schwachen ab. Der Verzicht auf alles Übersinnliche ist der Atheismus Feuerbachs. "Der Mensch hat sich Gott geschaffen", so heißt es in der Erstlingsschrift: "Gedanken über Tod und Unsterblichkeit". Wegen religionskritischen Inhalts wurde die Schrift verboten und der Verfasser polizeilich ermittelt. Feuerbach brach danach seine Vorlesungstätigkeit ab. Er schrieb eine Aphorismensammlung, die Aufsehen erregte. Danach zog er sich nach Bruckberg nahe Ansbach zurück, wo er mit seiner Frau zwar bescheiden, aber unabhängig lebte. 1839 veröffentlichte er eine Schrift "Zur Kritik der Hegelschen Philosophie", die durch die Zensur verboten wurde. Im folgenden Jahr schrieb Feuerbach eine Monographie über Pierre Bayle, den Begründer der französischen Aufklärung. 1841 wurde sein Hauptwerk "Das Wesen des Christentums" veröffentlicht. Feuerbach wurde dadurch schlagartig berühmt.

Feuerbachs Grundgedanke:
Die Philosophie ist mit dem christlichen Glauben nicht zu vereinbaren. Ausgangspunkt der Philosophie ist ausschließlich der Mensch. Der Mensch leidet unter der Diskrepanz zwischen der Endlichkeit des Diesseits und der Unendlichkeit des Jenseits. Das Ziel muss sein, diese Diskrepanz durch den anthropologischen Materialismus (Rückführung des menschlichen Geistes auf das sinnliche Empfinden des Menschen) aufzuheben.

Feuerbach sieht den Menschen als Macht; der Mensch ist der Schöpfer Gottes.

Das Bewusstsein des Unendlichen ist nichts anderes als das Bewusstsein von der Unendlichkeit des Bewusstseins. Damit ist das Bewusstsein Gottes nichts anderes als das Selbsbewusstsein des Menschen. Die Erkenntnis Gottes ist also die Selbsterkenntnis des Menschen. Gott ist die Projektion des menschlichen Verstandes, des Willens und des Herzens. Die Phantasie des Menschen macht daraus ein reales Wesen: Gott.

Die Schlussfolgerung daraus ist: Zugunsten eines wahren Humanismus setzt Feuerbach den Gattungsbegriff der Menschheit an die Stelle Gottes, so dass der Mensch sich wieder als Einheit sehen kann.

Durch seine Religionskritik hat Feuerbach Gott endgültig den Abschied gegeben. Er gelangte so zu der Erklärung, die im modernen Sinne human-wissenschaftlich ist: die Religion ist Unsinn, Aberglaube. Für Feuerbach wird alles auf den Menschen zurückgeführt. Er will eine Philosophie der Zukunft, die nicht aus religiösen idealistischen Spekulationen besteht, sondern den Menschen konkret zum Ausgangspunkt allen Geschehens macht.




Gedanken über den Philosophen und Mathematiker Bertrand Russell


Russell wurde geboren am 18.05.1872 in Wales und starb am 2.02.1970. Russell gilt als Mitbegründer der Analytischen Philosophie. Er war Rationalist und Atheist. Als Aktivist für Frieden und Abrüstung und als Leitfigur des Pazifismus war Russell weltweit bekannt. 1950 erhielt er den Nobelpreis für Literatur.

Gedanken seiner Philosophie:
Die analytische Philosophie bezeichnet keine einheitliche Position, sondern verschiedene Richtungen, die allerdings einige Grundvoraussetzungen teilen. Dazu gehört, dass der Untersuchung der Sprache eine wichtige Rolle bei der Lösung philosophischer Probleme zukommt. Russell ist der Ansicht, dass die logische Analyse sprachlicher Ausdrücke die zentrale philosophische Methode ist. Die normale Umgangssprache sah Russell als ungenau an und deshalb als ungeeignet für die Formulierung bzw. Klärung wissenschaftlicher und philosophischer Probleme. Sein Ziel war die Konstruktion einer formalen Idealsprache, die sich orientiert an Mathematik und Logik. In seinem logischen Atomismus besteht die logische Analyse aus einer Zerlegung komplexer Sätze in ihre Elementarsätze, die als logische Atome nicht weiter zerteilbar sind. Diese Elementarsätze sind Abbildungen logisch einfacher Tatsachen; die in Elementarsätzen auftretenden Namen bezeichnen einfache Gegenstände. Dennoch teilen sich Sprache und Welt eine gemeinsam logische Form. Der Philosoph Russell lehnt als Neupositivist iede Richtung der Metaphysik ab. Für ihn gilt nur das Wahrgenommene als Grundlage der Erkenntnis.Was sich faktisch und logisch durch die Sprache in Sätzen formulieren lässt.

Gedanken seiner Mathematik:
Russell beschäftigte sich in der ersten Hälfte seines Lebens mit den Grundlagen der Mathematik. Berühmt wurde er durch das nach ihm benannte Paradoxon, die "Russellsche" Antinomie. Zusammen mit Whitehead schrieb Russell das Werk "Principia Mathematica", eines der wichtigsten Werke der Grundlagenforschung nach der Erschütterung der Mathematik des 20. Jahrhunderts. Ein Werk um die gesamte Mathematik auf einen begrenzten Satz von Axiomen und Schlussregeln zurückzuführen.
Am Anfang seines mathematischen Werkes sagt B. Russell: "Dogmatisch ist ein mathematischer Satz nur dann, wenn man demselben die Wahrheit exakt durch Induktion oder Deduktion beweisen kann, zuvor spricht man nur von einer Hypothese". Er schätzte sein Leben lang das mathematische Vorgehen der modernen Wissenschaften als zuverlässige Quelle für Erkenntnis.

Etwas über die Gedanken seiner Logik.
Antinomien und Paradoxien:

Was ist eine Antinomie?
Eine Antinomie ist eine Aussage des Typs
A non A

In der Umgangssprache, um das Ganze verständlich zu machen, eine formulierte Antinomie Luthers: "Also ist das alles wahr: Gott will das Böse, Gott will das Böse nicht. Gott will das Gute, Gott will das Gute nicht."


Was ist eine Paradoxie?
Eine Paradoxie ist eine Aussage, die scheinbar oder tatsächlich einen unauflösbaren Widerspruch enthält. Als Beispiel die berühmte "Galileische Paradoxie aus der Mengenlehre, die darlegt, dass eine umkehrbar eindeutige Zuordnung zwischen der Menge der natürlichen Zahlen und der geraden Zahlen möglich ist.

n 2n

1 2 3 4 5 6 7 8 . . .
2 4 6 8 10 12 14 16 . . .

Durch die Abbildung ist jeder natürlichen Zahl "n" umkehrbar eindeutig die gerade Zahl "2n" zugeordnet. Die Menge der geraden Zahlen bildet eine echte Teilmenge der Menge N der natürlichen Zahlen.

Nun eine Wahrheitsaussage des Mathematikers Russell der Division durch Null:
Eine Division, als Beispiel ist untersagt,
weil die ganze Zahl 0 nicht als Divisor in der Menge der natürlichen Zahlen N = {0, 1,2,3,4 ...} eingesetzt werden darf, erlaubt beim Dividieren durch 0 sind nur Zahlen in der Menge N*, N* = N / {0} {1, 2, 3 ...}.

Allerdings ist eine Division erlaubt. Warum?

0 = 0 0 = 0
0 * 0 = 0 0 + 0 = 0
0 * 0 * 0 = 0 0 + 0 + 0 = 0
u.s.w.u.s.w.


Religion und Ethik:

Russell veröffentlichte mehrere Werke über Moral und Ethik. Er vertrat die Ansicht, dass Ethik sich von den Leidenschaften ableitet. Es gebe allerdings keine zuverlässige Methode von Leidenschaft zur Erkenntnis zu gelangen. Dennoch ist das Ziel der Philosophie zur Erkenntnis zu gelangen. Was die Existenz Gottes betrifft, so war Russell Atheist. Der Metaphysik konnte er keinen wesentlichen Erkenntniswert abgewinnen. Für Gott, Freiheit und Unsterblichkeit findet er keine wissenschaftliche Begründung. Seine Ansichten über Religion fasste er in einem Essay zusammen. Religion, insbesondere das Christentum, hält Russell für ein Übel, eine Krankheit, die aus Angst entstand.


Politisches und gesellschaftliches Engagement:

Im Laufe seines Lebens veröffentlichte B. Russell viele gesellschaftskritische Texte und Briefe an namhafte Politiker. Er war Pazifist und Friedensaktivist und in vielen Organisationen tätig. Russell war gegen Krieg, den Einsatz von chemischen und nuklearen Waffen. Sein großes Engagement für Frieden, Freiheit und Gerechtigkeit wurde auch entsprechend gewürdigt.




Ludwig Wittgenstein wurde geboren am 26.04.1889, er starb am 29.04.1951.

In seinem Hauptwerk "Tractatus logico-philosophicus" wird er beeinflusst durch den Neupositivismus (Wiener Kreis). Eine große Wirkung der angelsächsischen Philosophen Russell und Whitehead lässt sich bei Wittgenstein erkennen.
Die Kerngedanken der Philosophie Wittgensteins lassen sich in zwei Haupteile gliedern: zum einen in den "Tractatus logico-philosophicus", zum anderen in seine philosophischen Untersuchungen.

Mit der logisch-philosophischen Abhandlung "Tractatus" vollzog Wittgenstein den "linguistic turn" (sprachkritische Wende) in der Philosophie. Ziel der philosophischen Analysen ist bei ihm die Untersuchung von sinnvollen und unsinnigen Sätzen durch Klärung der Funktionsweise von Sprache. "Alle Philosophie ist Sprachkritik" (Wittgenstein). Die Hauptgedanken des Tractatus sind Gedanken seines Lehrers Bertrand Russell. Es geht Wittgenstein darum zu sagen was ist. Was ist in der Welt das, was ist? Wittgenstein sagt: "Es sind die Tatsachen; die Welt ist die Gesamtheit der Tatsachen." Die Welt wird nicht wie traditionell als die Gesamtheit der Dinge, sondern als die Gesamtheit der Tatsachen beziehungsweise das Verstehen von Sachverhalten verstanden. Sachverhalt bedeutet die Verbindung der Gegenstände. Sachverhalte werden zu Gegenständen von Sätzen. Durch die Analyse der Sätze gelangt man zur Erfassung der Wirklichkeit.

Nach Wittgenstein ist der Satz ein Bild der Wirklichkeit. Der Satz zeigt die logische Form der Wirklichkeit. Dieser ergibt eine Einschränkung des Feldes der Philosophie, denn "Zweck der Philosophie ist die logische Klärung der Gedanken". Dieses Prinzip trifft jedoch nur auf die Naturwissenschaften zu. Alles Metaphysische wird verworfen. Für Wittgenstein ist nur das Wahrgenommene Grundlage der Erkenntnis; das, was sich faktisch und logisch durch Sprache in Sätzen formulieren lässt. Er gesteht aber zu, dass es Dinge gibt, die sich naturwissenschaftlich nicht ausdrücken lassen. Es ist das "Undenkbare", das Mystische. Die Ethik oder das "Ich" gehören nicht zur Welt, sondern sind eine Grenze der Welt.

Nach Vollendung seines "Tractatus" beginnt Wittgenstein sein Werk anzuzweifeln. Seine These, die Welt zerfalle in Tatsachen, überdenkt er. Die Welt könnte ebenso in Dinge oder Ereignisse zerfallen. Er sucht nach einem neuen Ansatz und wendet sich den "philosophischen Untersuchungen" zu. Nach Wittgenstein ist es eine Tatsache, dass Sprache vieldeutig ist. Es geht ihm nicht mehr um den logischen Satz, sondern um die Alltagssprache, die ursprünglichste Wirklichkeit. Die Worte der Sprache sind nicht eindeutig, da ihr Sinn je nach Zusammenhang veränderbar ist. "Die Bedeutung eines Wortes ist sein Gebrauch in der Sprache".

Die Philosophie klärt verschiedene mögliche Bedeutungen der Worte. Die Aufgabe der Philosophie ist nach Wittgenstein, dafür zu sorgen, dass das Denken den Fallen entgeht, die die Sprache stellt. Philosophie ist also nicht Erörterung von Problemen, die letztlich unlösbar sind, sondern rein deskriptiv, also die Beschreibung des Gebrauchs von Wörtern.

Der Philosoph Wilhelm Weischedel urteilt in seinem populärwissenschaftlichen Werke "Die philosophische Hintertreppe", dass mit Wittgenstein der Untergang der traditionellen Philosophie heraufziehe.




Der Philosoph Jürgen Habermas

Jürgen Habermas wurde am 18.6.1929 in Düsseldorf geboren. In der philosophischen Fachwelt wurde er bekannt durch Arbeiten zur Sozialphilosophie mit diskurs-, handlungs- und rationalitätstheoretischen Beiträgen. Habermas vertritt als einer der führenden Theoretiker der kritischen Theorie der Frankfurter Schule eine neomarxistisch orientierte Sozialtheorie. Eine große Rolle spielte in dem unter maßgeblicher Beteiligung von Habermas der in den 60iger Jahren geführte Positivismus-Streit. Durch seine Schriften und Reden gewann Habermas Einfluss auf die studentische Protestbewegung. Habermas entwickelte die Theorie des kommunikativen Handelns.

Er entwickelte die Theorie der "kapitalistischen Rationalisierung " und unterscheidet technische, ökonomische und soziale Rationalisierung der Arbeit. Die Rationalisierung der Arbeit habe die physische Belastung reduziert, die mentale aber erhöht durch Monotonie der Arbeit. Er spricht von Entfremdung der Arbeit. Er ist davon überzeugt, dass die Entfremdung keine existentielle Dimension, sondern ein Ergebnis bestimmter sozialer Verhältnisse ist.

Der Auffassung der unveränderlichen Natur des Menschen widerspricht er, da der Mensch nur in einer konkreten Lebenswelt je nach seiner Gesellschaft lebt und handelt. Habermas spricht kritisch über unsere Überflussgesellschaft, in der wir leben, die zur Wegwerfgesellschaft neigt.

In seiner Abhandlung "Soziologische Notizen" zum Verhältnis von Arbeit und Freiheit korrigiert er seine Sicht der Technik. Nicht sie selbst, sondern ihr falscher politischer Gebrauch stelle die Ursache der menschlichen Entfremdung dar.


Demokratie und Öffentlichkeit

Das Wesen der Demokratie ist gekennzeichnet durch politische Partizipation. Sie wird realisiert, wenn der mündige Bürger seine Teilnahme am gesellschaftlichen Leben selbst in die Hand nimmt durch einsichtige Delegation des eigenen Willens und durch wirksame Kontrolle der Ausführung. Diese Idee der Herrschaft des Volkes ist aber im modernen Verfassungsstaat nicht zu erkennen. Der Bürger unterstehe zwar der Verwaltung, erlebe sie aber nicht als Partizipation, sondern als Fremdbestimmung.

Die Parteien hätten sich gegenüber dem Parlament und dem Wähler verselbstständigt. Im Parlament treffen sich weisungsgebundene Parteibeauftragte, um bereits getroffene Entscheidungen registrieren zu lassen. Der Bürger habe juristisch den Status eines Kunden, der zwar alles bezahlen müsse, aber ansonsten nichts zu tun brauche und auch nicht viel tun könne.

Die Bedeutung der Öffentlichkeit zeigt einen Wandel. Mitte des 17. Jahrhunderts waren Salons, Tischgesellschaften, Kristallisationspunkte der Öffentlichkeit. Themen waren Kunst, Literatur, Politik. Die Mitglieder der Gesprächsrunde waren gleichberechtigt. Ab Mitte des 19. Jahrhunderts verschärfte sich der kapitalistische Konkurrenzdruck. Es entstanden partikuläre Interessen. Durch Massenpresse und deren kommerzielle Interessen wird eine "Refeudalisierung der Öffentlichkeit" erzeugt. Im 20. Jahrhundert wird ein starker Einfluss von kriegsführenden und totalitären Staaten erkennbar.
Um die kritische Funktion der Öffentlichkeit wieder herzustellen, müssen politisch agierende Kräfte dem demokratischen Öffentlichkeitsgebot unterworfen werden. Es muss gelingen, die "strukturellen Interessenskonflikte ..." zu relativieren.


Der "Linguistische Turn"

Habermas hat Interesse an der Sprachphilosophie. Er geht der Frage nach, wie sich eine Gesellschaftstheorie sprachtheoretisch begründen lässt. Zentraler Begriff einer Gesellschaftstheorie ist der Begriff "Handeln". Habermas definiert "Handeln" als "Verhalten, das durch Normen geleitet oder an Regeln orientiert ist". Der Sinn der Normen und Regeln muss gedeutet und verstanden werden. Die Angemessenheit einer solchen Deutung kann nur mit implizitem Regelwissen bezüglich der Handlung- und Sprachnormen vorgenommen werden.

Zur Erforschung dieses implizierten Regelwissens verwendete Habermas die Theorie der Sprechakte von Austin und Searle, die er gesellschaftstheoretisch umdeutete. Er unterscheidet drei universelle Typen von Sprechakten, die auf einem unterschiedlichen Kommunikationsmodus beruhen:

1) Konstativa beziehen sich auf die kognitive Ebene (beschreiben, berichten, erklären ...)
2) Expressiva beziehen sich auf Intentionen und Einstellungen (hoffen. Wünschen ...)
3) Regulativa beziehen sich auf soziale Normen und Institutionen (befehlen, anordnen, warnen ...)

Mit den Sprechakten sind "Geltungsansprüche" verbunden. Er unterscheidet vier Arten von Geltungsansprüchen:

1) Verständlichkeit
2) Wahrheit
3) Richtigkeit
4) Wahrhaftigkeit

Die Sprachfähigkeit ist für Habermas das entscheidende Merkmal des Menschen. Habermas entwickelte eine Diskursethik. Diskurs ist ein argumentativer Dialog, in dem über die Wahrheit von Behauptungen und die Legitimität von Normen gesprochen wird. Der rationale Diskurs ist der Versuch der Verständigung über problematische Geltungsansprüche, wenn er unter Kommunikationsbedingungen stattfindet.

Der Philosoph Jürgen Habermas, Deutschlands bekanntester Denker, ist Vertreter der nachfolgenden Generationen der kritischen Theorie mit nationaler und internationaler Reputation. Er beeinflusste maßgeblich die deutschen Sozialwissenschaften, die Moral- und Sozialphilosophie. Seine Theorie des kommunikativen Handelns bedeutete einen Meilenstein für die deutsche Philosophie. Habermas beteiligte sich an allen großen theoretischen Debatten und bezog öffentlich Stellung zu vielen politischen Themen, so zum Beispiel zum Natoeinsatz im Kosovo oder zur Bankenkrise. Die Zahl der Themen, zu denen sich Habermas im Laufe der Jahre zu Wort gemeldet hat, ist hoch. Als Staatsphilosoph war er stets ein großer Ratgeber für deutsche und europäische Politiker. So wurde er in Amsterdam mit dem Erasmus-Preis geehrt. Er machte sich stark für die Europapolitik. In seinen "Gedanken über Europa" sagt er "Europa kann nur stark werden in einer solidarischen Gemeinschaft". Er forderte stets in seinen politischen Gesprächen und Reden eine europafreundliche Politik und den Bestand der christlich-demokratischen Werte. Seit dem Ende der 90iger Jahre standen für ihn verstärkt religiöse Fragen im Vordergrund, vor allem der Einfluss der christlichen Tradition auf das westliche Denken. 2001 erhielt er den Friedenspreis des deutschen Buchhandels für sein Engagement.




Herbert Marcuse wurde am 19.7.1898 in Berlin geboren und starb am 29.7.1979 in Starnberg. Er gehört in die Reihe der Philosophen der Gegenwart. Erwähnenswert ist Marcuse im Zusammenhang mit Jürgen Habermas.

Marcuse studierte Germanistik und neuere deutsche Literaturgeschichte, Philosophie und Nationalökonomie. Nach Ermordung von Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht kam es zum Bruch mit der SPD, da ihm klar wurde, dass seine Haltung revolutionär war. Nach Promotion setzte er sein Studium der Philosophie bei Husserl und Heidegger fort. Einerseits bewunderte er die konkrete Philosophie Heideggers, andererseits kritisierte er dessen Individualismus und die unhistorische Herangehensweise.

Seit 1932 beschäftigte er sich mit den "Ökonomisch-philosophischen Manuskripten" von Karl Marx. In der Zeitschrift "Die Gesellschaft" veröffentlichte er erste Interpretationen dieser Manuskripte. Marcuse kritisierte mit Marx den Kapitalismus als ultimative Krise des menschlichen Wesens. Der Mensch sei "entfremdet" und könne sich nicht seinen Möglichkeiten entsprechend verhalten.

1933 emigrierte Marcuse in die Schweiz, danach folgte 1934 die Emigration in die USA. 1934 veröffentlichte er den Aufsatz "Der Kampf gegen den Liberalismus in der totalitären Staatsauffassung", in dem er sich unter anderem mit Heideggers Stellung zum Nationalsozialismus kontrovers auseinandersetzte. 1954 bekam er eine Professur für Philosophie und Politikwissenschaft an der Universität in Waltham (Massachusetts), 1964 eine Professur an der University of California, San Diego.

Seine Werke "Eros and Civilisation" und "One-Dimensional Man" gehören zu den wichtigsten Arbeiten der Kritischen Theorie und zählen zu den Standardwerken der Studentenbewegung, besonders in den USA und Deutschland. Marcuse setzt sich kritisch mit dem Sowjet-Marxismus auseinander. Seine Kritik gilt auch der bürgerlichen Gesellschaft und Demokratie. Eine Gemeinsamkeit mit Habermas in Bezug auf Gesellschaft und Demokratie ist erkennbar.

Marcuse starb während eines Besuchs bei Habermas in Starnberg.




Karl Jaspers wurde am 23.2.1883 in Oldenburg geboren und starb am 26.2.1969 in Basel. Nach seiner medizinischen Ausbildung an der psychiatrischen Klinik in Heidelberg erhielt er ebendort eine Professur für Psychologie und ab 1927 auch für Philosophie. Von 1948 bis 1961 hielt er eine Professur in Basel inne. Jaspers gilt als herausragender Vertreter der Existenzphilosophie, die mehr christlich orientiert ist, im Gegensatz zur Philosophie Jean-Paul Sartres, die atheistisch ist. Er stand in engem Kontakt mit Hannah Arendt und Martin Heidegger, wobei der Kontakt zu Heidegger durch dessen Verbindung zum Nationalsozialismus nur noch sehr spärlich war. Jaspers trug zur wissenschaftlichen Entwicklung der Psychiatrie bei. Eine Wirkung hatte auch sein philosophisches Werk in dem Bereich der Religionsphilosophie, Geschichtsphilosophie und interkulturelle Philosophie. Auch politische Schriften, die zur Demokratieentwicklung und Wiedervereinigung Deutschlands beigetragen haben, sind einem breiten Publikum bekannt gemacht worden.

Jaspers beruft sich in seiner Philosophie besonders auf Kierkegaard, Spinoza, Nietzsche und Husserl. Seine "Psychologie der Weltanschauungen" von 1919 wird als erstes Werk der modernen Existenzphilosophie angesehen. Es ist ein Übergang von der Psychologie zur Philosophie, bei dem die seelischen Antriebe, die die diversen Weltanschauungen begründen, von Interesse sind. Die Grenzsituationen wie Tod, Leiden, Schuld etc. sind Erfahrungen, mit denen der Mensch konfrontiert wird. Er stößt dabei auf die absolute Grenze, die rational nicht erfassbar ist. Die Grenzsituationen sind wie eine Wand, an die der Mensch stößt. Sie zeigen das Dasein in einer schwebenden Fraglichkeit in der Wirklichkeit des restlosen Scheiterns.

1931 veröffentlichte Jaspers seine erste rein philosophische Schrift: "Die geistige Situation der Zeit". Darin setzte er sich kritisch mit den Themen Massengesellschaft, der Entfremdung und der Herrschaft der Technisierung auseinander. Diese Schrift ist auch eine Warnung vor der Verführung durch Faschismus und Bolschewismus.

Jaspers grenzt Philosophie von Wissenschaft ab. Philosophie ist das Gewahrwerden der eigenen Ohnmacht. Er unterscheidet wissenschaftliche Wahrheit von existenzieller Wahrheit. Wissenschaftliche Wahrheit ist intersubjektiv nachvollziehbar. Existenzielle Wahrheit richtet sich auf transzendente Gegenstände wie Gott oder Freiheit. Daher könne man in diesem Fall nicht von Erkenntnis sprechen. Wissenschaft kennt Fortschritt, Philosophie nicht.

1935 veröffentlichte Jaspers die Schrift "Vernunft und Existenz". Darin führte er seinen Schlüsselbegriff "das Umgreifende" ein. Dieses spiegelt sich in der Existenz des Menschen und in der Transzendenz des Ganzen der Welt wieder, ohne dass es vom Menschen in seiner Ganzheit erfasst werden kann. Dieser Gedanke wird im Werk "Von der Wahrheit" weiterentwickelt.

Existenz ist ein "sein Können vor der Transzendenz" (Der philosophische Glaube angesichts der Offenbarung S. 119). Der Existenzbegriff bei Jaspers, der immer nur von "möglicher Existenz" spricht, ist ein anderer als der bei Heidegger, der Existenz als "Seinsform" des Menschen definiert. Wahrheit des Daseins ist für Jaspers pragmatisch. Wahrheit des Bewusstsein ist Wahrheit im Gegenständlichen der Wissenschaft. Wahrheit im Geiste ist Erkenntnis der Idee. Existenzielle Wahrheit basiert auf Kommunikation. Die verschiedenen Wahrheitsbegriffe müssen im Sinne der Ganzheit jeweils vollzogen werden.

Die Existenz des Menschen ist bestimmt durch Freiheit, die den Menschen ständig vor Entscheidungssituationen stellt. Durch die Entscheidung wählt der Mensch sich selbst und stößt dabei an Grenzsituationen.


Der Gottesbegriff bei Karl Jaspers

Jaspers hat einen ausgearbeiteten philosophischen Gottesgedanken entwickelt. Gottesglaube gilt ihm als wesentlicher Bestandteil eines umfassenderen philosophischen Glaubens. Gott ist, wir können in Freiheit durch Gott leben. Unser Verhalten zu Gottheit ist möglich im Vorstellen durch Bilder und dem Lesen von Gleichnissen. Jaspers sieht den Glauben an Gott in seiner Transzendenz. Nur wer von Gott ausgeht, kann ihn suchen und finden (Augustinus).

"Erdenken Gottes ist Erhellung des Glaubens an Gott. Glaube aber ist nicht Schauen. Er bleibt in der Distanz und in der Frage. Aus dem Glauben leben, dass wir es daraufhin wagen, dass Gott ist." Der geglaubte Gott ist der ferne Gott, der verborgene Gott, der nicht beweisbare Gott. Das Erdenken Gottes ist zugleich ein Beispiel alles wesentlichen Philosophierens. Es bringt nicht die Sicherheit des Wissens um Gott, sondern dem eigentlichen Selbstbewusstsein des Menschen den freien Raum seiner Entscheidung.

Gott ist Liebe. Die Liebe ist eine zarte Tugend. Die Liebe zur Welt und die Liebe unter den Menschen bringen eine Nähe zu Gott. Der Glaube an Jesu Lehre wird dadurch praktiziert. Man kann die Nähe Gottes nur erfahren im Glauben und im praktizieren seiner Lehre (Thomas von Aquin).

Die Philosophie Jaspers' ist als Existenzerhellung gedacht. Der Mensch erreicht die eigene Existenzerhellung durch das Wissen um Gott. Offenheit gegen sich und andere und Tapferkeit sind höchstes moralisches Prinzip für Jaspers, das in der Liebe gründende Prinzip des Guten, das der Mensch, der sich selbst treu bleiben will, als unbedingt auffasst. Die ethischen Aspekte seines Denkens führten Jaspers auch zu engagierter politischer Kritik, die sich besonders gegen die totalitären Systeme und die freiheitsgefährdende Atom- und Blockpolitik wandte und sich auch auf politische Vorgänge in der BRD richtete.

Die Bedeutung Karl Jaspers für die Philosophie ist zum einen im Wesentlichen das Philosophieren über die Existenz der Welt und des Menschen, zum anderen das Philosophieren über das Transzendente, die Frage nach Gott, die Existenz Gottes, das Übergeordnete, der Gottesgedanke.





Peter Sloterdijk wurde am 16.6.1947 geboren. Der Durchbruch gelang ihm als philosophischer Autor mit "Kritik der zynischen Vernunft" aus dem Jahr 1983. In seinem Essay "Gottes Eifer" beschäftigte er sich mit den drei monotheistischen Religionen Judentum, Christentum, Islam. Er kommt zu der Annahme, dass die große Gemeinsamkeit der drei Religionen die eifernde Ausprägung ihres Anspruchs auf die Gotteswahrheit sei. Dies führe zwingend zu einer konfrontativen Grundkonstellation. Sloterdijks Beiträge werden von Theologen als Herausforderung wahrgenommen.

Sloterdijk veröffentlichte auch Texte bezüglich Wirtschafts- und Steuerpolitik. Was heute als "Kapitalismus" beziehungsweise "soziale Marktwirtschaft" bezeichnet wird, nennt er "Semi-Sozialismus auf eigentumswirtschaftlicher Grundlage". Er fordert die Ersetzung der "Fiskalkleptokratie" durch eine "Fiskaldemokratie". Bezüglich der Staatsschulden spricht er von einer "Desorientierung von historischen Größenordnungen", wenn sich alte Schulden nur durch neue Schulden besichern lasse,. Er sieht das Projekt EU vor dem Zerfall und prognostiziert eine "unvermeidliche Neuformation Europas".
In der Flüchtlingskrise positioniert er sich gegen Merkels Politik. "Die deutsche Regierung hat sich in einem Akt des Souveränitätsverzichts der Überrollung preisgegeben", sagte er dazu dem Magazin Cicero. Er kritisierte das Verhalten der Medien als "zügellose Parteinahme", im Journalismus trete eine "Verwahrlosung" hervor.

Sloterdijk wurde mehrfach deutlich kritisiert. R.D. Precht warf ihm die Verwendung von Nazi-Jargon vor. G. Diez bezeichnet ihn als Poseur und Nebelwerfer. Auch der Politologe Münkler kritisiert Sloterdijk als "unbedarft". Sloterdijk selbst verteidigt seine Position, er habe seine Bedenken nicht aus nationalkonservativer Haltung heraus, sondern aus linkskonservativer Sorge um den gefährdeten sozialen Zusammenhang geäußert.




In meiner Arbeit habe ich die Kerngedanken großer Philosophen allgemeinverständlich dargelegt und in knapper Form zusammengefasst.
Aus der Menge vieler großer Philosophen habe ich gerade diese herausgegriffen, die maßgeblich waren beziehungsweise sind für ihr Zeitalter und die wiederum andere Philosophen inspiriert haben oder aber deren Thesen zum Widerspruch aufgefordert haben.




Die Zukunft der deutschen Philosophie

Nach einem Satz des Philosophen Wittgenstein spricht man heute von einer Stagnation der Philosophie, sogar vom Untergang der deutschen Philosophie. Heute ist der Wissenschaftsbetrieb zur Spezialisierung gezwungen, was für die Philosophie tödlich ist. Auch das Versiegen religiöser Motivation hat die Philosophie eines Partners beziehungsweise Gegners beraubt. Außerdem nimmt die Unfähigkeit eine moralische und intellektuelle Überlegenheit anzuerkennen zu. Ein weiterer Gesichtspunkt sind die neuen Medien. Sie erweisen sich als nicht besonders förderlich für die Philosophie. Die Gesetze der Medienwelt animieren dazu, durch möglichst schrille Thesen Aufmerksamkeit zu gewinnen. Der Kontrast zwischen Popular- und ernsthafter akademischer Philosophie ist zwar alt, aber Popularphilosophen erreichen durch die Medien ein breites Publikum.
Für die Philosophie bedeutet die Globalisierung eine weitere Schwierigkeit. Die Globalisierung lebt von einer internationalen Sprache, nämlich Englisch. Wer als Philosoph wahrgenommen werden will, beziehungsweise international Karriere machen will, muss auf Englisch schreiben und sich dem Denkstil anpassen.
Es gibt einen Unterschied zwischen deutscher Philosophie und anderen europäischen Traditionen.

Schon im Mittelalter gab es eine rationalistische Religionsphilosophie, ein Nachdenken über Gottes Wesen, das sich von Autoritäten nichts vorschreiben läßt. Man mußte die Züge der Welt aus Gottes Vernunft (a priori) zu verstehen versuchen. Dieser Apriorismus erzeugte die kantische Ethik als Alternative zum antiken Eudämonismus und zur britischen Philosophie des moralischen Gefühls.
Im 18. Jahrhundert entstand der deutsche Idealismus. Heute ist die philosophische Form von Religiosität verflogen. Auch um die Wissenschaftsinstitutionen ist es nicht besonders gut bestellt. (Zum Beispiel gehörten 2011/12 nur 4 deutsche Universitäten zu den besten der Welt, drei unter den 25 besten europäischen. Im neuen Jahrhundert haben nur 6 Deutsche einen Nobelpreis erhalten u.s.w). Deutschland ist zur wissenschaftlichen Mittelmacht geworden.

Kurz gesprochen: Es gibt keine große Zukunft für die deutsche Philosophie. Die Philosophie wird ihre gegenwärtige Krise schwerlich überwinden können, wenn nicht die entscheidenden Ideen von Leibnitz, Kant und Hegel auf die Höhe des modernen Zeitalters gehoben werden.




Im Gespräch und beim Anfertigen der Sachtexte wurden Schriften der Vorlesungen von Josef Remke, Wilhelm Weischedel, Texte aus dem Internet Wikimedia und verschiedene Lexika verwendet.




Die deutsche Literatur

Für den Begriff "Literatur" gibt es keine einheitliche, klare Definition. Ursprünglich wurde mit dem Begriff alles schriftlich Aufgezeichnete benannt. Marcel Reich-Ranicki war der Meinung: "Literatur muss Spaß machen. Sie soll den Menschen Freude ... bereiten und sogar Glück".
Gero von Wilpert nach gibt es einmal eine sachbezogene Literatur (z.B. wissenschaftliche Arbeiten, Wörterbücher, Zeitungen) und die sogenannte schöne Literatur, die nicht zweckgebunden ist. Dazu gehört vorliterarisch mündlich Überliefertes (z.B. Mythos, Sage etc.).
Literatur wird also unterschiedlich definiert und je nach Interessen und Kultur verschieden eingeteilt.

Die Frage: Wie deutsch ist die deutsche Literatur?

1) sprachlich
2) geographisch
3) historisch, kulturell

Die Sprache bietet sich als Merkmal zur Abgrenzung zu anderen Literaturen an. Seitdem es die deutsche Sprache gibt, kann man überhaupt von einer deutschen Literatur sprechen. Von den verschiedenen Sprachen der einzelnen germanischen Stämme über Alt- Mittelhochdeutsch bis zum heutigen Deutsch war es eine lange, langsame Entwicklung zur einheitlichen deutschen Sprache.
Die Sprache allein ist allerdings ein unzuverlässiger Indikator für die Definition: "deutsche" Literatur. So waren zum Beispiel die Gedichte von Gryphius teilweise in Latein verfasst. Auch H. Heine schrieb auf Französisch, als er im Pariser Exil lebte.
Die Sprache ist ein Kennzeichen deutscher Literatur, aber nicht ausreichend für eine Definition "deutsche" Literatur, ebenso wie geographische oder geschichtliche Gegebenheiten. Es ist sehr viel sinnvoller statt von "deutscher" von "deutschsprachiger" Literatur zu sprechen. Autoren wie Jelinek, Hoffmannsthal, Musil, Dürrenmatt, Kafka, Bachmann und so weiter werden wie selbstverständlich zur "deutschen" Literatur gezählt. Hier ist nicht die Nationalitätszugehörigkeit wichtig, sondern die einheitliche deutsche Kultur. Wobei man sagen muss, dass deutschsprachige Autoren sich auch an Werken aus anderen Kulturen orientieren.
Friedrich Nietzsche ist der Meinung, was die deutsche Literatur betrifft:" die deutsche Sprache ist ein Kennzeichen des deutschen Volkes". Die deutsche Sprache wird von deutschsprachigen Autoren gepflegt.




Vor allem im 19. und 20. Jahrhundert, insbesondere nach 1949, trieb viele Autoren die Frage um, was deutsche Literatur sei beziehungsweise sein dürfe und welche Entwicklung Deutschland genommen habe und noch nehmen könnte.
Bereits in den 20iger Jahren des 20. Jahrhunderts erkannten einige Autoren die Gefahr des Nationalsozialismus, wie zum Beispiel Tucholsky oder Thomas Mann.
Die Literatur der Bundesrepublik hat sich für die sie umgebende Gesellschaft interessiert. In den 60iger Jahren führte es zu einer Politisierung, in den 70iger Jahren zeigt sich eine Postmodernität, die tut, als habe es alle erzähltechnischen Neuerungen des 20. Jahrhunderts nicht gegeben. Für die jüngere deutsche Literatur ist das Jahr 1989 einschneidend. Plötzlich lebten Autoren aus der Bundesrepublik und DDR in einem gemeinsamen politisch-kulturellen Raum.




Ausgewählte Autoren deutscher Literatur

Der wohl bekannteste und berühmteste Dichter des Mittelalters war Walther von der Vogelweide. Er lebte ca. von 1170 - 1230. 1222 erhielt er vom Kaiser ein Lehen bei Würzburg. Über 100 Sangsprüche und 70 Minnelieder sind von ihm erhalten. Seine Minnelieder stellen den Höhepunkt der mittelalterlichen Lyrik dar. Mit den wirklichen Gefühlen der Menschen hatte die hohe Minne nichts zu tun, später wandte sich Walter gegen den Minnedienst (hohe Minne), weil er auch von gegenseitigen Gefühlen, von Zuneigung und Liebe singen wollte. Dieser niederen Minne haben wir wunderbare Liebesgedichte zu verdanken, Walter schrieb auch Gedichte mit ethischem und politischem Anspruch.

Andreas Gryphius lebte vom 3.10.1616 bis zum 16.7.1664. Er war ein großer Dichter des Barock, der das Elend des 30 jährigen Krieges in seinem Werk behandelt. Er war Verfasser von Dramen, Trauer- und Lustspielen. Seine Lyrik ist geprägt von tiefem Pessimismus. Ein Zeitgenosse war Hans Jakob Christoffel von Grimmelshausen. Sein autobiographisch gefärbter Roman "Der Abentheuerliche Simplizissimus Teutsch" gilt als erster Schelmenroman, in dem Grimmelshausen eigene Erlebnisse, die er während des 30 jährigen Krieges gemacht hatte, zu Papier brachte. Der Roman ist eine Lektion, um den Menschen unangenehme Wahrheiten über eine gottverlassene Welt zu erteilen.

Zur Pflege der deutschen Sprache ist auch Martin Opitz zu nennen. Ziel seiner Arbeit war die Pflege der deutschen Sprache. Er verlangte von den Dichtern ein klares, elegantes Deutsch zu sprechen und zu schreiben, ein Deutsch gereinigt von Fremdwörtern und mundartlichen Ausdrücken. Opitz schrieb dazu sein "Buch von der Deutschen Poeterey" (1624). Er schreibt in diesem Buch unter anderem über Regeln für den deutschen Versbau.

Wie Sebastian Brant in seinem "Narrenschiff" so beklagten auch viele Gelehrte des ausgehenden Mittelalters den Verfall von Sitte und Moral. Die Gebildeten der Epoche des Humanismus, so auch der bedeutendste Humanist jener Zeit Erasmus von Rotterdam, sahen in der Verbindung antiker Vernunft und christlicher Frömmigkeit die größte Chance für eine menschlichere Welt.

An die Aufgabe der Bibelübersetzung machte sich Martin Luther. Seine Übersetzung war die herausragende liertarische Leistung des 16. Jahrhunderts. Er übersetzte die Bibel aus dem Hebräichen und Grichischen sinngemäß in die deutsche Sprache, damit sie von jedermann gelesen und verstanden werden konnte. Seine Sprachform war das Ostmitteldeutsche. Durch Luthers Bibelübersetzung entwickelte sich dieser Dialekt zum gemeinsamen Frühneuhochdeutsch. Luther haben wir viele Sprüche, Kirchenlieder, bildhafte Ausdrücke zu verdanken. Auch dass das Deutsche nicht nur als Literatursprache gängig, sondern durch das gedruckte Buch standardisiert wurde, ist sein Verdienst.
Luther sprach in seinen Predigten immer wieder von den Missständen in der Kirche zu seiner Zeit. Der Philosoph Nietzsche nannte ihn den großen Prediger, der wieder Ordnung in der Kirche schaffen wollte.
Martin Luther als Kirchenreformer.
Seine Kritik am Papst, an der römischen Kirche führte zur Kirchenspaltung. Bald standen sich Katholiken und Lutheraner feindselig gegenüber. Die Feindschaft gipfelte im 30 jährigen Krieg.



Lessing:
Lessing wurde am 22.01.1729 in Kamenz geboren. Er starb am 15.02.1781 in Braunschweig. Er war der bedeutendste Dichter der Aufklärung. Mit seinen Dramen und theoretischen Schriften, die dem Toleranzgedanken verpflichtet sind, hat er die Literatur nachhaltig beeinflusst. Lessing war der erste deutsche Dramatiker, dessen Werke bis heute ununterbrochen aufgeführt werden. Wichtige Werke sind: "Nathan, der Weise", "Minna von Barnhelm", "Emilia Galotti"





Goethe und Schiller
Die literarischen Strömungen "Sturm und Drang" und "Klassik" wurden hauptsächlich beeinflusst durch diese beiden Dichter.
Goethe wurde geboren 1749 und starb 1832.
Schiller lebte von 1759 bis 1805.
Beide sind in jungen Jahren bedeutende Vertreter des "Sturm und Drang". Bei Schiller sind "die Räuber" das maßgebliche Werk des "Sturm und Drang". Ein Verlangen nach Freiheit, Kraft und Größe durchzieht das Drama.
Auch Goethes "Götz von Berlichingen" ist ein bezeichnendes Werk für die Periode des "Sturm und Drang".
Die Stürmer und Dränger dichteten von der Natur und großen Gefühlen. Sie klagten in ihren Texten auch das Unrecht im Land an und forderten mehr Rechte und Freiheit für die Menge.
In späteren Jahren wurden beide zu den großen Vertretern der deutschen Klassik. Goethe zum Beispiel durch seine "Iphigenie auf Tauris", die er nach seiner Italienreise vollendete, Schiller durch seinen "Wallenstein", in dem er unter anderem für Freiheit und Gerechtigkeit eintritt. In Schillers Balladen werden die Menschen zum richtigen Tun und Handeln aufgefordert.
Wenn man von der Periode der Klassik spricht, denkt man an die Werke Goethes und Schillers. Beide philosophierten auch über den richtigen Weg zu einer freiheitlichen deutschen Nation. Nach der Auffassung beider Literaten sollen alle Verbesserungen im Politischen von der Veredelung des menschlichen Charakters ausgehen. Die Klassik in diesem Sinne wird definiert durch den Spruch "Edel sei der Mensch, hilfreich und gut".
Goethes Lebenswerk "Faust" lässt sich in keine Periode einordnen. Faust, der die absolute Erkenntnis über Grund und Sinn des Lebens sucht, begreift, dass der Sinn des Lebens darin besteht, mitzuarbeiten an Freiheit und Selbstbestimmung. Wie Schiller im "Wilhelm Tell" fordert also auch Goethe in seinem "Faust" am Ende seines Lebens die Menschen noch einmal dazu auf für Freiheit und Gerechtigkeit einzustehen.




Mit Goethe und Schiller dominierte die Klassik, während sich manche Dichterkollegen von ihr distanzierten und Romantik auf ihre Fahnen schrieben. Andere dichteten zwischen Klassik und Romantik. Zu ihnen gehörten Jean Paul mit seinen Erzählungen und Romanen und Johann Peter Hebel mit seinen Gedichten und Kalendergeschichten.

Bekannte Vertreter der Romantik sind Friedrich Hölderlin (1770-1843) und Heinrich von Kleist (1777-1811). Beide Literaten wurden von ihren Zeitgenossen nicht angenommen.
Hölderlin verlor früh seine Eltern und alle Angehörigen seiner Familie. Er lebte in einem Stift bei Tübingen, sympathisierte unter anderem mit einigen Verfechtern der französischen Revolution und träumte von einem neuen Zeitalter, in dem Harmonie herrschte, die in der Realität nicht zu finden war. Aufgrund dessen setzte er der in Deutschland unerträglichen Situation eine idealisierende Antike gegenüber, da die Freiheit und die Menschenrechte zu der Zeit in Deutschland unterdrückt wurden.
Heinrich von Kleist, Sohn einer preußischen Offiziersfamilie, reiste ruhelos durch Europa. Er fühlte sich zerrissen und vom Unglück verfolgt. Er beging zusammen mit seiner Geliebten Selbstmord. Sein Werk umfasste theoretische Schriften, Dramen, Gedichte und Erzählungen. Trotz seiner relativ kurzen Lebensspanne schuf er ein großes Werk. Kleists Stücke handeln von Krieg, Kampf und Intrigen. Von "Michael Kohlhaas" (1808/1809) über "Die Hermannsschlacht" (1821) bis zum "Prinz Friedrich von Homburg" (1821). Im letztgenannten Stück wird der Konflikt zwischen der Freiheit des Individuums und der Rechtsordnung der Gesellschaft und des Staates thematisiert. Kleist hatte großen Einfluss auf die deutsche Sprache.

Weitere große Romantiker waren die Gebrüder Grimm, die durch ihre Sammlung deutscher Kinder- und Hausmärchen weltberühmt wurden. Auch Clemens von Brentano (1778-1842) schuf zusammen mit Achim von Arnim (1781-1831) eine Volksliedersammlung. Auch die Erstfassung des Loreleyliedes stammt aus Brentanos Feder. Brentanos Lyrik besticht durch Leidenschaft und Musikalität. Als letzte große Romantiker sollen Joseph Freiherr von Eichendorff (1788-1857) und E.T.A. Hoffmann (1776-1822) genannt werden.

Eichendorff ist der Romantiker der tiefsten Verkörperung deutschen Naturgefühls. Seine Romantik ist Poesie, die mit ihren Zauberworten die Welt und die Menschen zum Besseren verändern sollten. Viele seiner Verse und Volkslieder wurden vertont. Um Wahnsinn und Abgründigkeit geht es im Werk von E.T.A. Hoffmann. Er war derjenige unter den Spätromantikern, der die Nacht- und Schattenseite der Seele ausleuchtete und zum Inhalt seiner Dichtung machte. In Zusammenhang mit seinen Texten wird oft von der "Schwarzen Romantik" gesprochen. Sein Werk gilt als Vorlage für Dostojewski und Poe.

Der große Dichter Heinrich Heine (1797-1856) lässt sich nur teilweise der Romantik zuordnen. Ein Großteil seiner Werke gehört der Epoche des Vormärz an.




Heinrich Heine (1797-1856)

Zum einen war Heine der Dichter der Romantik, zum anderen aber auch ein großer Dichter des Vormärz. Zu Heines romantischer Epoche gehören "Das Buch der Lieder". Ausschlaggebend für die Popularität war der volksliedhafte Charakter der Gedichte, von denen viele von Schuhmann und Schubert vertont wurden.

In der nächsten Phase seines Schaffens stand statt der Romantik das Interesse an der gesellschaftlichen Realität im Vordergrund. Heine war Essayist, Lyriker und Journalist, der sich dafür einsetzte, gesellschaftlich und politisch zu intervenieren. Die Jungdeutschen bewunderten Heine wegen der Eleganz seiner Verse. In seiner 1844 entstandenen Verserzählung "Deutschland. Ein Wintermärchen" stellte er ironisch anklagend und revolutionär seine Zeit und sein Land an den Pranger. Auch in seinen Reisebildern, die ab 1826 erschienen ("Die Harzreise", "Die Nordsee") tritt Heine als kritischer Beobachter der gesellschaftlichen Zustände in Deutschland auf. Oberflächlich erscheinen die Texte wie harmonische Beschreibungen voll sprachlicher Schönheit, zwischen den Stimmungsbildern findet sich beißende Ironie am Spießbürgertum und gesellschaftlichen Missständen. Zu dieser Zeit begannen Dichter stärker als zuvor soziale Probleme literarisch zu gestalten.

L. Börne und H. Heine veröffentlichten Schriften in fortschrittlichen Zeitungen. In diese Zeit fallen auch die Flugschriften des "Hessischen Landboten" von Georg Büchner (1813-1837). Büchner gilt als Wegbereiter des modernen Dramas. Seine Werke "Dantons Tod! Und "Woyzeck" werden auch heute noch aufgeführt.

Als weitere Vertreterin des Vormärz kann man Bettina von Arnim (1785-1859) nennen. Mit ihrer Reportagesammlung "Dies Buch gehört dem König" kritisiert sie die soziale Misslage der notleidenden Bevölkerung.




Die Fürsten, die ihren Herrschaftsanspruch noch immer von "Gottes Gnaden" herleiteten, regierten weiter. Sie konnten allerdings die Entwicklung in Richtung Demokratie und nationale Einheit nur noch verzögern, nicht mehr verhindern. Dafür war die Zeit zu sehr vorangeschritten.

"Was die Zeit nach allen Seiten hin charakterisiert, das ist der Realismus" schrieb Th. Fontane und brachte die Sache zur Sprache. Realistisch hatte auch die Literatur zu sein. Für Fontane (1819-1890) war es Aufgabe die Literatur poetisch zu gestalten, um Lesern eine gereinigte und bessere Welt in einer vorbildlichen Sprache vorzuführen. Mit 30 Jahren wurde Fontane Journalist, Auslandskorrespondent in England, später Theaterkritiker. Er war ein scharfsichtiger Beobachter der preußischen Gesellschaft. Mit ca. 60 Jahren begann Fontane Romane zu schreiben. Es war eine Schilderung der gesellschaftlichen Verhältnisse zu seiner Zeit. Probleme kleiner Leute wurden ausgeklammert. Der Gesellschaftsroman "Effi Briest" (1894/95) bezeichnet den Höhepunkt seines Schaffens. Er nutzte seine Erzähltechnik um die Grenzen des bürgerlichen Klassensystems darzustellen. Die dominierende Gattung des poetischen Realismus war der Roman.
Als weiterer Autor ist Friedrich Hebbel (1813-1863) zu nennen. Er trat besonders durch seine Dramendichtung hervor. In diesem Zusammenhang ist auch Richard Wagner mit seinen Musikdramen zu erwähnen.

Bezeichnend für den politischen Realismus ist die Entpolitisierung der Literaten. Die Autoren meiden große gesellschaftspolitische Themen und wenden sich der engeren lokalen Heimat zu. Stilistisches Merkmal vieler Werke ist ein gewisser Humor mit seinen verschiedenen Spielarten. Eines der bekanntesten Beispiele, was Humor und Satire betrifft, ist Wilhelm Busch (1832-1908), Autor und Zeichner bissiger Comics, die er für satirische Zeitschriften schrieb. So bringt er zum Beispiel in "Max und Moritz" zum Ausdruck, wie der bürgerliche Friede durch böse Buben gestört wird.
Autoren wie Th. Storm (1817-1888) oder Wilhelm Raabe (1831-1910) suchten im Alltäglichen das Besondere. Der Novelist Storm erweiterte das Verwirrspiel zwischen Realität und Sagenhaftem bis zur Ununterscheidbarkeit in seiner Novelle "Der Schimmelreiter".




Naturalismus

Gerhart Hauptmann
(1862-1946)
und
 
Arno Holz
(1863-1929)

Gerhart Hauptmann ist eine überragende Gestalt des Naturalismus, Sein Drama "Die Weber" ist eine literarische Aufarbeitung des Weberaufstandes von 1844. Das Thema ist der Aufstand gegen Ausbeutung und unmenschliche Lebensbedingungen infolge der Industrialisierung. Hauptmann wie auch Arno Holz fühlten sich als Reformatoren der deutschen Literatur. In ihren Werken behandeln sie die Schicksale einfacher Bauern und Arbeiter während der Industrialisierung. Bei beiden zeigt sich die Überzeugung, dass der freie Wille dem Menschen durch ihr Milieu und Erbanlagen weitgehend genommen ist. Schicksal und Verhalten sind sozial determiniert.
Als Vorläufer für den Naturalismus gilt Büchner mit seinem Stück "Woyzeck". Auch Büchner ging von einem weitgehend determinierten Menschenbild aus. Diese Einstellung trieb Hauptmann in den "Webern" auf die Spitze.




Rainer Maria Rilke (1875-1926)

Hermann Hesse (1877-1962)

Thomas Mann (1875-1955)

Als junger Dichter begann Rilke als impressionistischer Lyriker. Seine Begegnung mit A. Rodin veränderte seine Sichtweise. Er versuchte das Innere der Dinge aufzuzeigen. (Beispiel das Gedicht "Der Panther" als Gleichnis für das Leben des modernen Menschen). In Paris hatte Rilke den Eindruck der Großstadt gewonnen; der Zustand des modernen Menschen, der vielerlei Zwängen unterworfen ist; die bedrängenden und beängstigenden Eindrücke im Großstadtleben (das Gewirr von Geräuschen, das Gewimmel von Menschen) und die Anonymität. Hinter den Gesichtern der Menschen sah Rilke die Leere und Kälte, den Verfall. In seinem Gedicht "Das Karussell" beschreibt er das sich Wiederholende im Leben der Menschen.
Mit den "Aufzeichnungen des Malte Laurids Brigge" erzielte Rilke den Durchbruch des modernen deutschen Romans. Die Auseinandersetzung mit sozialer Realität, die im Malte-Roman zum Höhepunkt kam, trat allerdings im Spätwerk in den Hintergrund. Der Roman gilt als das erste Prosawerk der deutschen Literatur, das sich konsequent einer neuen Art des Erzählens widmet. Er unterscheidet sich radikal vom realistischen Roman des 19. Jahrhunderts, kennt keinen Erzähler im herkömmlichen Sinne, besitzt keine kontinuierliche Handlung und besteht aus 71 Aufzeichnungen, die oftmals Prosageschichten ähneln und meist unverbunden aufeinander folgen. Rilke selbst sprach von "Prosabuch" und nie von "Roman". Die äußere Form bildet das fingierte Tagebuch einer fingierten Person namens Malte. Das Werk hat eine Sonderstellung in der deutschsprachigen Literatur.


Hermann Hesse wurde wie Thomas Mann oft vorgeworfen, er lebe in einem Elfenbeinturm. Er widersprach, allerdings betonte er, nicht der Staat, die Gesellschaft, sondern das Individuum sei für ihn interessant. Hesse war radikaler Individualist, ein Hasser aller Uniformität, er war ein "Steppenwolf", der die Gehege der Bürgerlichkeit bösartig, aber sehnsüchtig umkreist. Hesse lehnte die technisierte Zivilisation ab, er fühlte sich stets mit der Natur verbunden und war für das einfache Leben. Sein Dichtertum betrachtete er als "ein großes, kühnes Lied der Sehnsucht und des Lebens". Sein Roman "Unterm Rad" ist stark autobiografisch. Bekannte Werke sind unter anderem "Siddhartha", "Steppenwolf", "Peter Camenzind". Hesse hat wie auch andere Schriftsteller seiner Zeit die Sorgen und Nöte der Jugendlichen und Kinder thematisiert.

Thomas Mann sah sich in der Tradition Goethes. Mann schrieb sehr bedächtig. Wichtig waren ihm jedes Wort, jeder Satz. Er formulierte schöne Sätze. Durch seinen ersten großen Roman "Die Buddenbrooks" wurde er weltberühmt als großer Romanschriftsteller. Hier zeigte sich die Ästhetik der Sprache.
Thomas Mann litt unter den Spannungen zwischen Bügerlichkeit und Künstlertum. Angriffe auf die Weimarer Republik führten dazu, dass er von einem unpolitischen Schriftsteller zum engagierten Republikaner wurde, der öffentlich Stellung bezog gegen den heraufziehenden Faschismus. Literarisch ist die Wandlung in seinem Werk "Der Zauberberg" erkennbar.
Mann emigrierte in die USA, besuchte Europa aber regelmäßig nach dem II. Weltkrieg.




Expressionismus

"Expressionismus bedeutet Ausdruckskunst. Es werden hierbei innerlich gesehene subjektive Wahrheiten und Erlebnisse dargestellt. Expressionistische Autoren lehnen sich auf gegen eine Entmenschlichung der Gesellschaft begründet durch Industrialisierung. Sie sehen eine Bedrohung der Gesellschaft durch eine sprunghaft wachsende Industrialisierung und die wachsende Macht der Großunternehmen. Dazu kommt eine stärkere Militarisierung und die mit dem Friedensvertrag von Versailles verbundenen wirtschaftlichen Probleme. Der Expressionismus muss in seiner Zeit verstanden werden".
(Knaurs Lexikon 1956)

Georg Trakl (1887-1914)
Trakl war menschenscheu und durch Selbstmordversuche gefährdet. Er starb schließlich an einer Überdosis Kokain. Der Dichter Trakl befasste sich mit den Tiefen des menschlichen Daseins: Sinnverlust und Einsamkeit, Verfall, Gottlosigkeit und hoffnungslose Verlassenheit. Hinter seinen Bildern sieht er ständig die im Untergang begriffene Welt, was er in seinen Gedichten zum Ausdruck bringt. Er vermischt in seinen Texten Friedliches und Bedrohliches, Faszination und Schauder. Trakl gilt als einer der bedeutendsten Vertreter des österreichischen Expressionismus.

Auch Gottfried Benn (1886-1956), Arzt und Dichter zeigt in seiner lyrischen Flugschrift "Morgue und andere Gedichte" in provozierendem, zynischem Ton durch drastische Bilder aus dem Seziersaal und Leichenschauhaus, wie der Mensch als erbärmliche Kreatur im physischen Zerfall und in eintretender Verwesung nicht mehr Ebenbild Gottes sein kann. In seinen Gedichten schreibt Benn ebenfalls über den physischen Zerfall des Menschen. Somit wird die Existenz Gottes fragwürdig. Der Dichter glaubte nicht an die Schöpfung durch Gott, also an keine Glaubenslehre. Benn war ein Anhänger der Lehre Nietzsches.

Else Lasker-Schüler (1869-1945) galt als exzentrische Lyrikerin. Ihr 1902 veröffentlichter Gedichtband "Styx" wurde von den Kritikern abgelehnt. Ab 1903 stand sie im Zentrum der avantgardistischen Szene Berlins und wurde bekannt durch ihre performanceartigen Lesungen. Sie starb einsam und verarmt in Jerusalem.

Kurt Tucholsky (1890-1935) erlangte neben Erich Kästner große Beliebtheit. Seine Literatur war Unterhaltungsliteratur im besten Sinne. In vielen Werken allerdings war er politisch. Er wurde als Essayist und Literaturkritiker zum einflussreichsten Publizisten der Zeit. Sein bekanntester Roman ist "Schloss Gripsholm". Ab 1931 verstummte Tucholsky zusehends. Er schrieb an seinen Freund: " ... werde ich erst mal das Maul halten. Gegen einen Ozean pfeift man nicht an".




Literatur zwischen den Weltkriegen

Dem in der Architektur vorherrschenden " Bauhausstil" entsprach in der Literatur die neue Sachlichkeit. Gefordert wurde Gebrauchsliteratur. Auch die Lyrik war sachlich distanziert. Ein Beispiel dafür ist Erich Kästner (1899-1974) durch sein Gedicht "Sachliche Romantik". 1928 veröffentlichte Kästner sein erstes Buch "Herz auf Taille". 1929 gelang ihm der Durchbruch seiner schriftstellerischen Tätigkeit mit "Emil und die Detektive". 1933 wurde Kästner aus dem Schriftstellerverband ausgeschlossen, seine Bücher wurden während des Nationalsozialismus verbrannt. In Deutschland bestand für ihn Veröffentlichungsverbot. Er publizierte mit allerdings mäßigem Erfolg in der Schweiz. Besonders bekannt wurde Kästner als Kinderbuchautor. Seine Erzählweise ist sachlich, schnörkellos und realistisch, wobei seine Bücher immer auch eine moralische Botschaft enthalten. Obwohl Kästner heute nicht mehr ganz aktuell ist, ist er immer noch beliebt.

Alfred Döblin (1878-1957)
Sein bekanntestes Werk "Berlin, Alexanderplatz" ist bis heute eines der bedeutendsten Werke der Gegenwartsliteratur. Zu seiner Zeit fand das Werk allerdings wenig Anerkennung. Es besteht aus einer Montage kurzer Szenen, die das pulsierende Großstadtleben dem Leser vor Augen führen. Seine Arbeit beeinflusste viele Schriftsteller seiner Zeit. In den 30er Jahren floh er mit seiner Frau nach Paris.

Bertold Brecht (1898-1956)
Brecht hatte großen Einfluss auf das moderne Theater. Er führte das "epische Theater" ein. Er arbeitete mit Verfremdungseffekten. Die Schauspieler traten aus ihrer Rolle hinaus, wandten sich direkt an das Publikum und forderten es zum mit- und nachdenken auf. Durch eingestreute Songs wurde das Geschehen auf der Bühne unterbrochen und die Handlung kommentiert. Angestrebt wurde dadurch eine kritische Distanz des Publikums statt einer Identifikation mit dem Geschehen auf der Bühne.
Ab 1929 beeinflusste die Hinwendung zum Marxismus zunehmend sein Werk. Ab 1933 ging Brecht ins Exil. 1949 siedelte er nach Ost-Berlin über, wo er mit Helene Weigel das "Berliner Ensemble" gründete. Auch heute noch werden seine Werke aufgeführt:
Unter anderem:  "Mutter Courage"
 "Die Dreigroschenoper"
 "Das Leben des Galilei"
Brecht war einer der größten Dramatiker und Lyriker des 20. Jahrhunderts. Sein Werk hat großen Einfluss auf die deutsche Sprache. In seinen Gedichten befasste er sich unter anderem mit dem am Ende der Weimarer Republik immer stärker werdenden Nationalsozialismus.


Wolfgang Borchert

Wolfgang Borchert, geboren 1921, wurde wegen seiner kritischen Äußerungen gegen die Nazis mehrfach eingesperrt, zum Tode verurteilt, anschließend zur "Bewährung" an die Front geschickt. Dort zog er sich schwere Verwundungen und Infektionen zu. Auch während der Nachkriegszeit litt er stark unter den Folgen der Kriegsverletzungen. Er starb mit 26 Jahren während eines Kuraufenthaltes in der Schweiz. Bereits zu Lebzeiten war er bekannt durch das Heimkehrerdrama "Draußen vor der Tür". Dieses Drama wurde postum als Theaterstück zum Publikumserfolg. Bekannt wurde Borchert durch eine neue Auslegung von Kurzgeschichten. Im Mittelpunkt seiner Texte stehen Menschen mit ihren Sorgen und Nöten im Alltag der Nachkriegszeit.

Einer der bedeutendsten und meistgelesenen deutschen Schriftsteller der Nachkriegszeit war Heinrich Böll. Er wurde zuerst berühmt nach dem II. Weltkrieg durch seine Kurzgeschichten. 1972 erhielt er den Literaturnobelpreis. In seinem Aufsatz "Das Gewissen der Nation" beschäftigte sich Böll mit den zeitgeschichtlichen Entwicklungen in der Bundesrepublik Deutschland. Politisch engagierte er sich in der Friedensbewegung, aber auch durch seine kritische Stellungnahme zur Tagespolitik. In seinem Werk "Die verlorene Ehre der Kathrina Blum" von 1974 setzt er sich auseinander mit der Gewaltdebatte und der Springerpresse. Mit Katharinas Geschichte will Böll die negativen Auswirkungen des Sensationsjournalismus vorführen. Sie wird zum Opfer einer Berichterstattung der Boulevardpresse.. Böll versuchte stets im politischen und intellektuellen Diskurs zu intervenieren.

Wie Heinrich Böll war auch Günter Grass eine kritische Stimme für unsere Gesellschaft und Politik. Wie jener mischte er sich in seinem Werk als kritischer Bürger in öffentliche Diskussionen ein und ergriff auch politisch das Wort. Er schaute so den Mächtigen auf die Finger. Kurz vor der Jahrtausendwende erhielt Grass 40 Jahre nach dem Erscheinen des Jahrhundertbuches "Die Blechtrommel" den Literaturnobelpreis.

Eine berühmte Autorin der Gruppe '47 war Ingeborg Bachmann mit ihren Gedichten. Sie wurde über Nacht berühmt und wurde zum literarischen Star durch ihre Gedichtbände "Die gestundete Zeit" und "Anrufung des großen Bären". Ihre sprachlich eleganten Verse machten sie zur bedeutendsten Vertreterin einer modernen Poesie. Sie zog viele Leser durch ihre moderne Sprach- und Bilderkraft in den Bann. Bachmann beschreibt in ihren Versen die zunehmende Vereinsamung der Menschen in einer Welt der Reklame und des Konsums.
In ihrer Angst sah sie als Pessimistin die Gefährdungen des Menschen und der Natur, die bevorstehende Vernichtung des Lebens. In Gedanken kam sie mit ihrem großen Lehrer M. Heidegger überein. Eine langjährige Freundschaft verband sie mit dem jüdischen Lyriker Paul Celan, der den Holocaust erlebt und seine Eltern verloren hatte. In der Gruppe '47 las Bachmann das weltberühmte Gedicht "Todesfuge" von Celan vor. Nach der Lyrikerin Bachmann erregte Hans Magnus Enzensberger mit seinen Gedichten in der Öffentlichkeit Aufsehen. Er fordert als Lyriker ein politisches Engagement Dazu sagte er "Gedichte sollen Sachverhalte aufzeigen. Man soll sie gebrauchen können". Auch Enzensbergers Gedichte knüpfen so an Bertold Brecht an.




Der literarische Vormärz

Die Autoren des literarischen Vormärz drängten mit ihren Werken an das Publikum heran. Um ihre Werke verbreiten zu können, wählten sie Flugblätter, Plakate sowie Gedichte bei der Veröffentlichung.

Einer der bedeutendsten Dramatiker des Vormärz war Georg Büchner (1813-1837). Eigentlich war er nur 3 Jahre lang literarisch aktiv, zählt man seine Briefe dazu sind es 5 Jahre. Nach der Gründung der Gesellschaft für Menschenrechte in Darmstadt verfasste er 1834 das Pamphlet "Der hessische Landbote". Darin rief er die Landbevölkerung zur Revolution auf. Sein Motto lautete Friede den Hütten, Krieg den Palästen". In seiner Schrift ging es ihm darum, auf die Not der kleinen Leute hinzuweisen, die von den Despoten versklavt wurden. Dazu sagte Büchner: "Die Situation der armen Leute kann nur gelöst werden durch eine gewaltsame revolutionäre Aktion". In dieser Situation schrieb Büchner das Prosadrama "Dantons Tod". In dem Werk stellte er eine Verbindung von der aktuellen politischen Lage und der französischen Revolution her. Ein weiteres Werk ist "Woyzek", das unvollendet blieb. Büchner gibt keine einfachen Antworten auf die Fragen seiner Zeit. Der Zuschauer muss selbst Position beziehen. Büchners Hauptanliegen war, den armen und unterdrückten Menschen der Gesellschaft durch seine dramatischen Schriften zu helfen, sie vom Joch der Despoten zu befreien. Büchner wurde wegen des hessischen Landboten steckbrieflich gesucht und floh nach Straßburg. Später wechselte er nach Zürich, wo er eine Stelle antrat. Kurz nach dem Umzug infizierte er sich mit Typhus, woran er später starb. Büchner setzte sich in seinem kurzen Leben für soziale Gerechtigkeit und den Widerstand gegen die Obrigkeit ein. Er war ein Wegbereiter des modernen sozialen Dramas. Seine Stücke werden auch heute noch aufgeführt. Sie dienten auch Brecht als Vorlage für sein episches Theater.




Der "Hessische Landbote"

Geschichtlicher Hintergrund bezogen auf das Herzogtum Hessen zur Zeit Büchners.

Das Herzogtum Hessen zu Büchners Zeiten war ca. 4 mal kleiner als das heutige Bundesland Hessen. Es war ein reiner Agrarstaat mit nur zwei großen Städten, Darmstadt und Mainz. Das Herzogtum hatte dennoch eine große Bevölkerungsdichte von ca. 100 Personen pro Quadratkilometer. Die Mehrzahl der Bevölkerung bestand aus verarmten Handwerkern und Bauern. Die landwirtschaftliche Produktion hielt fest an uralten Methoden. Die Masse der Kleinbauern war abhängig von den Feudalherren, allerdings wurde die Leibeigenschaft 1820 abgeschafft. Die Handwerkerschaft war kein Motor wirtschaftlicher Entwicklung, da sie noch in mittelalterlichen Zunftvorstellungen befangen war. Zu Büchners Zeit hatte die Industrialisierung kaum begonnen. Hinter England waren die Kleinstaaten weit zurück. Während in Frankreich und England die Bourgeoisie mächtig genug geworden war, um den Adel zu stürzen und sich zur herrschenden Klasse zu erheben, hatte die Bourgeoisie in den deutschen Kleinstaaten diese Macht nicht. Die alten gesellschaftlichen Mächte beherrschten nach wie vor in Deutschland den Staatsapparat. Zu einer bürgerlichen Revolution konnte es zu der Zeit in Deutschland aus verschiedenen Gründen nicht kommen. Ein Grund war, dass jede Revolte mit Gewalt niedergeschlagen wurde. Eine winzige Minorität der linken Intelligenz, die ihre revolutionären Forderungen, ihre politischen Vorstellungen zu artikulieren verstand, erregte öffentliches Aufsehen. Ihr faktischer Einfluss war die Schnelldruckpresse. Entschlossene Anhänger, eine Massenbewegung, die für eine egalitäre Republik eingetreten wären, gab es im damaligen Deutschland nicht. Alle gewaltsamen Aktionen durch die linke Intelligenz, zu der Büchner gehörte, führten zu nichts. Freiheit und Menschenrechte in unserem heutigen Sinne gab es nicht in den Fürstentümern. Die Untertanen waren abhängig von den Feudalherren.

Seit dem Wiener Kongress und dem Mitwirken von Fürst von Metternich hatte sich das absolutistische Regime noch mehr stabilisiert. Deutschland wurde nun erst recht ein Überwachungsstaat, ein Staatsapparat der Unterdrückung. Die Bevölkerung hatte kein Vertrauen in den Staat. Alle Stützen, auf welchen das Dasein eines Volkes beruht, Religiosität, Gerechtigkeit, Achtung vor der Sitte, vor dem Gesetz, Achtung vor der Würde des Menschen waren gewaltsam erschüttert. Die Fürsten verfuhren mit den Untertanen nach Belieben. Das Land war bis 1848 eine absolutistische Monarchie. Alle Aufstände gegen die Misere im Staat führten nicht zu einer Verbesserung für das Volk.

Der "Hessische Landbote" war eine Flugschrift, die das Volk in Hessen und den umliegenden Fürstentümern aufklären sollte über die gesellschaftlichen und politischen Missstände. Zugleich war er ein Aufruf an die Bevölkerung durch eine Revolution einen Umsturz herbeizuführen und demokratische Zustände zu schaffen. Das revolutionäre Papier hatte jedoch keinen Erfolg, da man die Masse des Volkes nicht für eine Revolution gewinnen konnte. Ein Grund dafür war, dass Deutschland kein einheitliches Land war, sondern zergliedert in Kleinstaaten unter der Herrschaft von Fürsten mit unterschiedlichen Interessen.




Was ist Deutschland im 21. Jahrhundert?

Bezogen auf die erdrückenden Missstände hier in Deutschland zur Zeit Georg Büchners kann man heute folgendes sagen:

Deutschland hat die absolutistische Monarchie und damit den Feudalismus überwunden. Der Adel ist entmachtet, unsere heutige Staatsform ist die Demokratie. Deutschland hat sich vom Agrarstaat zu einem modernen Industriestaat entwickelt, ohne eine ernsthaft große Revolution zu durchleben wie in Frankreich.

Deutschland hat heute eine parlamentarische Demokratie, eine Verfassung, wie es in Deutschland noch keine gegeben hat. "Die Würde des Menschen ist unantastbar", heißt es richtungsweisend im 1. Artikel des Grundgesetzes. Es ist die längste Friedensperiode seit dem II. Weltkrieg und der Wiedererlangung der deutschen Einheit, die in Deutschland und allen europäischen Staaten verwirklicht wurde. Wir haben heute einen Wohlstandsstaat dank der sozialen Marktwirtschaft. Deutschland hat eine Volkswirtschaft, die im Vergleich zu anderen europäischen Staaten gut dasteht.

Nach G. Schröder könne "jeder Deutsche, auch viele Ausländer am Wohlstand partizipieren ... eine großartige Erfolgsstory, also die Bundesrepublik".
Heute würde sich Herr Schröder wundern über die steigende Zahl von Menschen, die sich wöchentlich bei den städtischen Tafeln anstellen, da das Geld für Lebensmittel nicht mehr reicht.

Viele Menschen mussten auch schmerzhafte Folgen hinnehmen. So haben wir auch Rückschläge in der Kultur, der Freiheit und der Toleranz erleben müssen zum Beispiel durch den Terrorismus in Europa, der die christlich-abendländischen Werte zerstören will.

Im Großen und Ganzen können wir stolz sein auf unsere Wirtschaftskraft und positive Entwicklung unserer Demokratie. Deutschland ist ein vorbildlicher Staat in der Welt.




Der Fall der Berliner Mauer stellte für Autorinnen und Autoren eine Zäsur dar. Eine Episode der deutschen Geschichte kam zu ihrem Ende. Für viele stellte dieses Ereignis einen Schreibanlass dar, aufgrund der Wiedervereinigung und Vergangenheit der Deutschen, eine Überwindung des Unterdrückerstaates DDR. In der Rückschau verarbeiteten viele Autoren, die in der DDR geboren und aufgewachsen waren, das Vergangene im sozialistischen System in Form einer Satire oder Parodie. Einer, der zu den Vertretern der Gattung der Wendeliteraten / Lyrik zählt, ist Durs Grünbein, ein wichtiger Lyriker, der das Ende der DDR als Befreiung ansah. Dies kommt in seinen Gedichten zum Ausdruck. Zu erwähnen ist auch der Berliner Lyriker Volker Braun. Wie er so hatten auch andere DDR- Autoren auf einen dritten Weg zwischen westlichem Kapitalismus und östlichem Sozialismus gehofft, auf einen menschlichen Sozialismus.
Die Hoffnung erfüllte sich nicht. Eine bekannte Autorin der Gegenwartsliteratur, die sich unter anderem mit der Vergangenheit der Nazi-Herrschaft beschäftigt hat, ist Elfriede Jelinek. 50 Jahre nach Kriegsende veröffentlichte sie ihren Roman "Die Kinder der Toten". Sie setzt in ihrem Werk bewusst auf die Effekte des Ekels, des Obszönen, der Provokation. Sie erinnert in dem berühmten Roman an die systematische Ermordung der Juden während des Holocaust, an das Grausame, das während der Nazi-Herrschaft passiert war.

Ein bekannter Autor der Gegenwartsliteratur ist auch Martin Walser, geb. 24.3.1927. Er wurde bekannt durch seine Darstellung innerer Konflikte in seinen Romanen und Erzählungen. Seine Helden sind den Anforderungen, die ihre Mitmenschen an sie stellen, nicht gewachsen. In allen seinen großen Romanen findet sich der innere Konflikt wieder. Typisch für Walser ist, dass die Kämpfe nur in der Seele seiner Helden stattfinden, während die eigentliche Handlung Nebensache bleibt. Anlässlich der Verleihung des Friedenspreises des deutschen Buchhandels 1998 in der Frankfurter Paulskirche lehnte er die "Instrumentalisierung des Holocaust" ab. Die Rede wurde von vielen als Reaktion auf Marcel Reich-Ranickis Kritik auf sein Buch "Ein springender Brunnen" gewertet, der bemängelte, dass Ausschwitz in dem Buch nicht erwähnt wurde. Wie Walser aber betonte, dürfe Ausschwitz nicht als Moralkeule oder Pflichtübung missbraucht werden.




Die deutsche Lyrik vom Barock bis zur Gegenwart

Die Sprache der Lyrik weicht von der Alltagssprache ab. Sie kann in verschiedener Weise rhythmisiert sein, sie unterscheidet sich manchmal von der gebräuchlichen Syntax und bedient sich oft bildlicher Sprache.
Die Bezeichnung "deutsche Lyrik" bezieht sich auf die Verwendung einer gemeinsamen Sprache. Es geht nicht um die Lyrik einer deutschen Nation.

Die Barocklyrik verdankt Martin Opitz (1597-1639) viel durch dessen Buch "Das Buch von der deutschen Poeterey" (1624). Opitz möchte eine nationalsprachliche Dichtung begründen, die sich messen kann mit den Nachbarliteraturen. Er ist noch frei von nationalen Attitüden, sondern steht in der Tradition einer humanistischen Kultur. Das Buch ist eine Anleitung zum Dichten. Opitz ist klar, dass Regeln keinen Dichter ausmacht, aber er sagt auch, dass Literatur auch Handwerk ist, das geübt und erlernt werden muss. Er legt das Deutsche auf eine akzentuierte Metrik (also Hebungen und Senkungen) fest.

Gryphius ist der große Lyriker des Barock. In seinen sprachgewaltigen Sonetten beschreibt er das Leiden und die Gebrechlichkeit des Lebens in der Welt. Die Eindringlichkeit seiner Sonette werden auch Jahrhunderte später kaum übertroffen. Viele seiner Gedichte bestehen aus Alexandrinern (6-hebige Jamben), was für die Barockzeit ein gängiges Versmaß war.

Das barocke Wissen wird durch die Religion gesichert. Diese christliche Religion hat sich in 2 Konfessionen gespalten, die zum Anlass großer Kriege geworden sind. Um den Glauben wird gerungen, er wird gesucht, nach seiner Gültigkeit wird gefragt.

Der Gebrauchswert der Gedichte wird in Kirchenliedern deutlich. Paul Gerhardts Gedichte sind als Lieder für die Gemeinde geschrieben worden und besitzen somit einen festen sozialen Ort.

Neben der kirchlichen Frömmigkeit und dem Barock-Humanismus gab es noch die Mystik. Durch die Mystik wird der Mensch aufgewertet und auf dem Weg zur Erlösung ist er nicht auf kirchliche Gnadenmittel angewiesen. So kann es zum Konflikt mit der Kirche kommen. Ein berühmter Mystiker ist Angelus Silesius (1624-1677). In seinem Hauptwerk dem "Cherubinischen Wandersmann" sieht er die Vereinigung von Mensch und Gott als höchste Erfüllung des Lebens; Der Mensch als Wanderer auf dem Weg zur höchsten Erfüllung seines Lebens. Silesius hat viele 2-zeilige Epigramme von rätselhafter Schönheit geschrieben. Sie lehren die Welt neu anzusehen, Gott als höchste Erfüllung des Lebens zu sehen, nach Gottes Weisung zu handeln.




Aufklärung und "Sturm und Drang"

Der Übergang zwischen Aufklärung und Barock ist fließend.
Als wichtigster Lyriker der frühen Aufklärung gilt Barthold Heinrich Brockes (1680-1749). Seine Naturbilder gleichen noch den Bildern des Barock, aber man findet ein neues Denken und Empfinden. Die Genauigkeit der Naturschreibungen, die Analyse von Gegenständen entsprechen der Bedeutung der Aufklärung. Das neue Wissen, die Prozesse der Natur stehen nicht im Gegensatz zum Glauben an einen Schöpfer, an eine sinnvolle Ordnung der Welt. Brockes Hauptwerk "Irdisches Vergnügen in Gott" zeigt sein lebensfrohes Lebenskonzept. Die lyrische Qualität liegt im Umgang mit Klang und Laut.

Ein weiterer Lyriker der Aufklärung ist Friedrich Gottlieb Klopstock (1724-1803). Seine Idee war es, aus dem Leben ein Kunstwerk zu machen; die Natur als ästhetische Erfahrung, eine Abwendung von gesellschaftlichen Normen und Funktionsweisen. In Klopstocks Gedicht "Die Frühlingsfeier" zeigt sich der Unterschied zur Barocklyrik. Die Verse haben eine ungleiche Länge, es wird auf den Reim verzichtet. Die Zahl von Hebung und Senkung wechselt von Vers zu Vers. In seine "Frühlingsfeier" Hymne ist ein freier Rhythmus zu sehen.

Wenn man bei der Barocklyrik von einer Regelpoetik sprechen kann, bei der es Gesetze und Vorgaben gab, so ist in der Aufklärung eine Inspirationspoetik zu erkennen. Das Innere des Menschen gilt nun als einmalig. Daraus folgert, dass diese Einmaligkeit nicht in je 2 Quartette und Terzette (Sonette) einschließen kann, sie schafft sich eigene Formen. Das "Ich" ist nicht mehr wie im Barock repräsentativ, sondern das "Ich" ist exklusiv.
Der Zweifel an Hierarchien der Gesellschaft, an der Aussage der Bibel, am göttlichen Sinn der Natur wächst.

Der junge Goethe (1749-1832) streicht mit seinem "Prometheus" Gott durch Prometheus, der den Menschen das Feuer geholt hat, steht für einen zivilisatorischen Fortschritt. Wie Prometheus gegen Zeus so stellt sich der moderne Mensch gegen Gott und andere Mächte, die ihm das Leben diktieren wollen. Verkündet wird im "Prometheus" die Fähigkeit zur Selbstbestimmung und Selbstgesetzgebung.

Goethe verwendet die Religionskritik der Aufklärungsphilosophie: "Götter existieren nur, weil die Menschen daran glauben. Götter sind Ausgleich und Hoffnung." Bei seinem "Prometheus" hat sich Goethe an der antiken Lyrik orientiert. Er veröffentlichte das Gedicht 1789. Auch wenn das Zusammentreffen von Dichtung und Geschichte (Französische Revolution) ein Zufall war, so passt "Prometheus" in die Zeit der Kämpfe zwischen konservativen und umstürzlerischen Kräften.

Allerdings stellt Prometheus für den jungen Goethe nur ein Modell unter anderen dar, eine Möglichkeit verschiedene Lebensmodelle zu erproben.
So beschreibt er zum Beispiel im "Maifest" eine große Einheitserfahrung, also etwas ganz anderes als im "Prometheus". Dementsprechend ist auch die äußere Form anders (2-hebiger Jambus). Der Schauplatz ist die Natur, die Situation das Festhalten eines glücklichen Moments. Das Ich ist verliebt und erfährt sich als Teil der Natur. Bei Goethe nimmt die Natur eine gottgleiche Position ein. Die Natur und die Liebe zur Natur sind für Goethe sehr wichtig. Er sieht darin Sinn und Einheit.




Die Zeit im späten 18. und frühen 19. Jahrhundert ist die lebendigste Zeit der deutschen Lyrik. Die Lyrik wurde von Unsicherheit angetrieben, die viele Menschen empfanden aufgrund der Unordnung in Politik und Wirtschaft.

Durch Aufweichung der alten Ständeordnung und ihren Bezug auf Gott beziehungsweise auf die Natur ergab es neue Möglichkeiten das "Ich" auszudrücken. Neue Selbstentwürfe wurden erfunden, erprobt und auch wieder verworfen.

Die Ausformung der deutschen Klassik ist mit der menschlichen Entwicklung Goethes in Weimar verbunden. Des Stürmens und Drängens überdrüssig sucht er Frieden und Heilung bei wertvollen Menschen und in der Natur. Er erkennt die Ordnungen der Lebenswirklichkeit an.
Goethe legt sich nicht fest auf eine bestimmte lyrische Form oder Sprechweise. In dem Gedicht "Auf dem See" stützt die Natur den Menschen, dem innere Verwirrung droht. Der Realismus der Natur dient der Selbststabilisierung des "Ich". Einige Jahre später verfasst Goethe das Gedicht "An den Mond". Hier gibt es keine Stabilisierung und Dauer. Die Bewegung des Wassers wird zum Rauschmittel gegen die innere Unruhe des "Ich". Im "Gesang der Geister über den Wassern" sprechen Geister, die über den Dingen stehen und das große Ganze überblicken. Hier ist eine Objektivität erreicht, die in der klassischen Lyrik wichtig ist. Im Hintergrund steht die zeitgenössische Naturphilosophie mit ihrem Anspruch, Prozesse zu analysieren uns Strukturen sichtbar zu machen, die die Natur durchziehen. Der Mensch ist als ein Teil dieses Zusammenhangs zu sehen. Angeregt durch seine Italienreise schreibt Goethe in Distichen, ein antikes Versmaß, gebaut aus Hexametern und Pentametern. Goethe war der größte deutsche Dichter der Klassik. Durch sein dichterisches Werk werden viele weise und richtige Erkenntnisse ausgesprochen. Er konnte alle seine Empfindungen wie Liebe, Trauer, Schmerz in Worte kleiden.

Erwähnenswert sind auch die Leistungen von Friedrich Schiller als Dichter des "Sturm und Drang" und der "Klassik". Seine Leistungen sind vor allem im Drama zu sehen. Seine Werke umfassen auch Lyrik und Balladen. Eine der bekanntesten Balladen "Die Kraniche des Ibykus" bietet eine anschauliche Darstellung von Ideen, die für die Weimarer Klassik grundlegend war und auch später lange Zeit das Kunstverständnis geprägt hatte.
Schillers Dramen und auch seine Balladen sollten das Denken der Deutschen zum Guten und die Missstände in der damaligen Gesellschaft ändern. Schiller spricht als göttlicher Dichter. wo seine Dramen aufgeführt werden, sind die Menschen begeistert und rücken einander näher, weil sie eine ideale Wirkung auf sie haben.

Die Dichter der Klassik sehen eine sinnvolle Welt, in der ein jeder seine zugewiesene Rolle hat.



Die Lyrik der Klassik wurde abgelöst durch die der Romantik.

Der subjektive Charakter der Zeit war Grundlage der Blüte der Lyrik. Begründet war das Entstehen der Romantik durch das Unbehagen an der überlieferten Ordnung, die nicht imstande war, den Auswirkungen der Französischen Revolution erfolgreich entgegenzutreten. Zu großer Bedeutung gelangten innige Gedichte mit schwärmerischem Charakter. Es dominierten volkstümliche Inhalte. Zum Beispiel bei Mörike und L. Uhland oder H. Heine (Zum Beispiel "Das Lied von der Loreley") und Stimmungslyrik. In den 1820ger Jahren hatte die Romantik ihren Höhepunkt. Eichendorffs Naturgedichte spiegeln die Sehnsucht nach einer heilen Welt wider. (Zum Beispiel "Mondnacht").

Die Lyrik des Vormärz ist geprägt von der Ablehnung des absolutistischen Staates, der dogmatischen Kirche, der Überwindung moralischer Konventionen, Eintreten für Meinungsfreiheit, Demokratie, soziale Gerechtigkeit, Emanzipation der Frau. Damit steht sie im Gegensatz zum Biedermeier, das geprägt war durch den Rückzug ins Private.
Die bedeutendste Figur ist hier Heinrich Heine, dessen führende Rolle durch seine Konsequenz, Originalität und Ästhetik begründet ist. Heine, der selbst als der letzte Romantiker angesehen wird, rechnet mit "Die romantische Schule" (1836), mit den reaktionären Tendenzen der Spät-Romantiker ab.

Der Gebrauch der Lyrik wurde von den Autoren des Vormärz als politisches Instrument eingesetzt. (Zum Beispiel Fallersleben) oder Heines Versepos "Deutschland. Ein Wintermärchen".




H. Heine der Lyriker und Vollender der deutschen Romantik

Sein Frühwerk das "Buch der Lieder" enthält schöne Liebesgedichte und Romanzen. Des Lyrikers Sehnsucht zur Romantik bringt er zum Ausdruck und bedauert zugleich das Ende der romantischen Zeitperiode. Vor allem ist das Lied von der Lorelei erwähnenswert, was pure Lyrik der Romantik ist. Im Gedicht "Mein Herz, mein Herz ist traurig" hat Heine das Ende der Romantik vor Augen. Es kann sogar als Persiflage auf die Romantik gesehen werden.
Der Philosoph Theodor W. Adorno hat zur Heine'schen Lyrik kritisch angemerkt, sie sei von einer Selbstverständlichkeit und Geläufigkeit, die sich anlehne an die kommunikative Sprache.

Auch A. von Droste-Hülshoff gehört der Romantik an. Bei ihr zeigt sich sehr deutlich die Spannung zwischen der versöhnenden Utopie der Goethezeit und der Moderne. Es ist ihr bewusst, dass die Zeit des Adels abgelaufen ist. Droste-Hülshoff verwünschte die Enge, die die Frauenrolle ihr vorschrieb. In der unveränderlichen Natur suchte sie nach Botschaften und kannte allerdings die ernüchternden Ergebnisse der Naturwissenschaften. Der Schauplatz ihrer Gedichte ist die Natur, meist Moorlandschaften. Ihre Gedichte sind oft lang und bestehen aus Beobachtungen, die unerwartet umschlagen.

E. Mörike ist ein Dichter, der zwischen Romantik und Realismus anzusiedeln ist. Seine Vorliebe für Schwellensituationen hängt mit dem Gefühl zusammen in einer Übergangszeit zu leben.



Der Vormärz

Heine, der mit einem Bein noch in der Romantik stand, gilt als der große Lyriker des Vormärz. Er machte die Alltagssprache lyrikfähig. Die Eleganz seiner Verse hatte großen Einfluss auf die deutsche Sprache und Literatur. Heine war auch ein politischer Dichter. Als Dichter ist er ganz mit Deutschland verbunden. Seine Sehnsucht nach Deutschland bringt er zum Ausdruck in dem Vers "Denk ich an Deutschland in der Nacht, bin ich um den Schlaf gebracht" und zugleich seine Traurigkeit über die großen Missstände, die dort herrschten und die er nicht ändern konnte.
Heines Aufenthalt im Pariser Exil war dadurch bedingt, dass er durch sein dramatisches Poem "Die Weber" und durch sein satirisches Erzählgedicht "Deutschland. Ein Wintermärchen" die Missstände, die Rückständigkeit und Kontrolle im Preußenstaat nach dem Wiener Kongress attackierte. Bis zu seinem Tode lebte Heine in Paris. Für ihn war Frankreich das Land des Verstandes, des Fortschritts, der Freiheit und der gesellschaftlichen Mobilität. Seine Deutschland-Sehnsucht ist damit zu erklären, dass sein Werk in der deutschen Literaturtradition verwurzelt ist.

Auch Lyriker wie Hoffmann v. Fallersleben oder Ferdinand Freiligrath sind erwähnenswert für die Lyrik des Vormärz im Kampf gegen Armut, Ausbeutung und soziale Ungerechtigkeit.




Das späte 19. und das frühe 20. Jahrhundert

Von 1890 bis 1933 gab es eine große Fülle von lyrischer Verschiedenheit.
Rilke und George folgten der Kunstvorstellung Nietzsches "... die eigentliche metaphysische Thätigkeit des Menschen."
Einige Lyriker hatten psychische und physische Probleme wie Else Lasker-Schüler oder van Hoddis. Die Dichter Trakl, Heym, Stadler starben jung und konnten somit kein umfangreiches Werk schaffen, andere wie Holz oder Loerke blieben in der gefundenen Sprache verhaftet.
Auffallend ist in dieser Zeit die Unterscheidbarkeit der Inhalte und Formen der Lyrik. Es gibt jedoch auch Gemeinsamkeiten. Alle nehmen die Veränderung ihrer Umwelt wahr, reagieren darauf, bringen neue lyrische Formen. Städte wachsen, die Menschen werden mobiler, das Recht anders zu sein und zu leben, setzt sich durch. Die alte Ordnung wird als Destabilisierung beschrieben. Die Zersplitterung der Gesellschaft wird intensiv wahrgenommen. Die Freiheit wird oft ungezügelt genossen und es finden Experimente mit der Ich-Identität statt.
Beispiele hierfür sind Stefan George (1868-1932) und Rainer Maria Rilke (1875-1926). Beide werden nicht nur gelesen, sondern verehrt. George sieht die Welt ungeordnet, zerfließend. Diesem Zustand setzt er strenge Formen entgegen. Sein erfolgreichster Gedichtband ist "Das Jahr der Seele". Seine frühen Gedichte zeigen einen Rückzug aus der Realität. Um die Jahrhundertwende kommt es zu einer Neuorientierung und die Orientierung bezieht sich auf gesellschaftliche Kämpfe. Der Dichter versammelte den sogenannten George-Kreis um sich. Jetzt sind viele seiner Gedichte die Verkündigung eines neuen Gottes (ein junger Mann, den George aus München kennt), andere Gedichte betreiben aggressive Zeitkritik oder apokalyptische Untergangsszenarien.

Wie George hat auch Rilke eine christliche Basis.
Für Rilke ist Gott einerseits existent im Sinne der Metaphysik, aber gleichzeitig ist er vom Menschen mit hervorgebracht. Die Menschen bauen an ihm. Gibt es Gott oder ist er Erfindung? Darauf gibt Rilke keine Antwort.
Später wendet er sich den Gegenständen zu. Es spricht kein "Ich" mehr. Seine "Dinggedichte" sind nicht immer eindeutig zu interpretieren (Symbolismus).
Im Spätwerk versucht er eine Mythologie zu erschaffen. Rilke spricht im "wir". Er erzählt von Engeln, lehrt die Polaritäten der Welt als zusammengehörig zu erfahren.
Rilke lässt sich nicht auf einfache Wahrheiten festlegen, er hält Widersprüche aus.

Auf Rilke folgt Hugo von Hoffmannsthal. der Lyriker der Wiener Szene. Einige Gedichte aus seiner Feder trafen den Nerv seiner Generationsgenossen. In seinem Gedicht "Manche freilich" besteht das Ich nur aus Momenten, es nimmt alles in sich auf. Hoffmannsthal fällt es schwer einen Zusammenhang im "Durcheinander" des Lebens zu finden. Hoffmannsthal ist ein Dichter der Neoromantik. Er sieht das Schöne.

Wilhelm Busch (1832-1908) setzt die Tradition der Ironie und des Spotts Heines fort. In seinen kräftig-realistischen Humor, der am lebendigsten in seinen Vers- und Bilderzählungen zum Ausdruck kommt, gibt es ein Gewaltpotential, das sich entladen muss. Die Komik ermöglicht eine kurzzeitige Befreiung aus der Aggression beziehungsweise Grausamkeit. Seine Komik resultiert aus einer pessimistischen Anthropologie.

Seit dem ersten Weltkrieg, an den die meisten Autoren der jüngeren Generation involviert waren, findet eine durchgreifende Veränderung der Lebenssituation und auch der Sprache statt. Es wird nach einer neuen Form der Lyrik gesucht, in der sich das Grauen ausdrücken lässt.
In dem Gedicht "Patrouille" von August Stramm (1874-1915) wird die Bedrohung und Todesangst lyrisch verarbeitet.
Auch in dem Gedicht "Der Krieg" von Georg Heym zeigen sich Grauen und Zerstörung. Das Gedicht endet mit dem Namen "Gomorrh", so das der Krieg als Strafe Gottes verstanden werden kann.
So geht es auch bei Georg Trakl (1887-1914) der den Krieg an der Ostfront erlebt hatte in seinem Gedicht "Grodek". Er spricht in seinen Versen auch von Verfall und Verwesung. Hinter friedlichen Bildern sieht er ständig die im Untergang begriffene Welt. "Es ist ein Weinen in der Welt, als ob der liebe Gott gestorben wär", schreibt Else Lasker-Schüler (1869-1945).




Die deutsche Lyrik von 1945 bis zur Gegenwart

Der Dichter Paul Celan (1920-1970) war Jude, dessen Eltern deportiert und ermordet wurden, der als junger Mann im Arbeitslager gefangen war. In seinen Gedichten ist alles von Bedrohung und Verfolgung eingefärbt. Celan hat die Schrecken der Verfolgung der Juden lyrisch fixiert in seinem berühmten Gedicht "Todesfuge". Er beschreibt in diesem Gedicht ein Vernichtungslager der Nationalsozialisten. Beim Lesen erzeugt des Gedicht bis heute Erschütterung und Unsicherheit. Celans Werk gehört keiner literarischen Richtung an; bei ihm ist in der Nachkriegszeit auch die Naturlyrik vertreten, bei der er auf Denkweisen und Formen der ersten Jahrhunderthälfte zurückgreift. Etwa seit 1930 arbeitete man an einer Erneuerung der klassisch-romantischen Naturdichtung. Bei Celan klingen aber auch die französischen Symbolisten sowie der Surrealismus des 20. Jahrhunderts mit.

Zu den Naturlyrikern gehört auch Peter Huchel (1903-1981), der nach dem Krieg bis zu seiner Ausreise in den Westen in der DDR lebte. Die Bilder, die er benutzt, kann man auf seine Erfahrungen in der DDR beziehen. Bei ihm wirkt aber auch die Vorstellung einer ursprünglichen Einheit von Natur und Mensch nach, der keine Gesellschaft entsprechen kann.

Ingeborg Bachmann (1926-1973) beschreibt eine Welt voller Bedrohung. In ihren Gedichten zeigt sich ein skeptischer ins apokalyptische gehender Zug. Bei ihr findet sich eine negative Geschichtsphilosophie, die die Moderne als Verfallsgeschichte ansieht.

Eine völlig andere Lyrik repräsentiert Ernst Jandl (1925-2000). In seiner "konkreten Poesie" konzentriert er sich auf Sprache als Material. Buchstaben werden ausgetauscht, Silben werden ausgelassen, es wird ein Spiel mit Anagrammen und Palindromen. Jandl brachte eine Befreiung, eine Erweiterung des Denkvermögens.

Hans Magnus Enzensberger (geb. 1929) versorgt bis in die unmittelbare Gegenwart die Gedichtssprache mit neuen Impulsen. Er attackierte die Gesellschaft des Wirtschaftswunders und analysierte später die Gesellschaft der Bundesrepublik. Einerseits fand er die Gesellschaft zu langweilig, andererseits zeigt er sich fasziniert von der Existenz verschiedener Lebensformen. Mit seiner "Hommage à Gödel" erläutert er in witzigen Bildern den Unvollständigkeitssatz dieses Logikers und verweist auf die Grenzen der Vernunfterkenntnis.

Ein äußerst populärer Lyriker der Gegenwart ist Robert Gernhardt (1937 - 2006). Sein Weg ist höchst eigensinnig. Während viele seiner Standesgenossen auf Ernst und Tief standen, schrieb er komische Gedichte. Berühmt ist sein Gedicht "Materialien zu einer Kritik der bekanntesten Gedichtform italienischen Ursprungs", ein perfektes Sonett, das mit dem fünfhebigen Jambus "Sonette find ich so was von beschissen" beginnt.




Bertolt Brecht (1898-1956)

Angesichts der Terrorherrschaft und der Verfolgung Andersgesinnter in Deutschland konnte niemand neutral bleiben. Abgesehen von den Autoren, die in Deutschland blieben und für den Nationalsozialismus schrieben oder sich mit der Situation abgefunden hatten, wählten andere freiwillig oder gezwungenermaßen das Exil. Zu diesen gehörte auch Bertolt Brecht. Brecht, einer der großen Dramatiker und Lyriker des 20. Jahrhunderts, studierte formal Medizin und Philosophie. Er besuchte aber kaum medizinische Vorlesungen, sondern stattdessen Seminare der Gegenwartsliteratur.

1918 wurde Brecht einberufen als Militärkrankenwärter, konnte aber den Dienst am 09.01.19 wieder beenden.
Seine Werke wurden bis dahin weder veröffentlicht noch gedruckt trotz Feuchtwangers Unterstützung. Erst am 29.9.22 kam es zur Uraufführung des Stückes "Trommeln in der Nacht". Am 9.5.23 folgte die Premiere "Im Dickicht der Städte". Während Brecht in "Trommeln in der Nacht" das Schicksal eines Kriegsheimkehrers aus dem I: Weltkrieg behandelt, wendet er sich in "Im Dickicht der Städte" dem Kampf zweier Männer in Chicago während des Aufkommens der großen Boxkämpfe zu.
Am 10.3.1933, einer der dunkelsten Tage in der Geschichte der deutschen Literatur, begannen die Nationalsozialisten mit dem Verbrennen der Bücher von 94 Autoren, darunter auch die Bücher von Bert Brecht. Nach dem Reichstagsbrand 1933 floh Brecht ins Ausland. 1935 wurde ihm die deutsche Staatsbürgerschaft aberkannt. Ab 1933 lebte er in Dänemark. Brecht bekam 1941 ein Einreisevisum in die USA. Dort hatte er allerdings wegen seiner Abneigung gegenüber den USA und seiner Abkapselung kaum Möglichkeiten zur literarischen und politischen Arbeit. Nach Kriegseintritt der USA wurde er registriert als "Enemy Alien" (feindlicher Ausländer). Kurz nachdem Brecht 1947 des Kommunismus verdächtigt und vor das Komitee für "unamerikanische Umtriebe" geladen war und befragt wurde, reiste er aus den USA aus und zog in die Schweiz, das einzige Land, für das er eine Aufenthaltserlaubnis hatte. 1948 reiste Brecht mit seiner Frau Helene Weigel nach Berlin in die sowjetische Besatzungszone auf Einladung des Kulturbundes. Dort gründete er ein Ensemble im eigenen Theater, das 1949 den Betrieb aufnahm.

Bis zu seinem Tod 1956 bemühte sich Brecht intensiv um das Kunst- und Theaterleben in der DDR. Brechts Gesamtwerk umfasst neben Bühnenstücken Lieder, Gedichte, Prosa, Filme, Drehbücher und Hörspiele. Brecht hatte großen Einfluss auf das moderne Theater durch seine Einführung des "epischen Theaters". Im Gegensatz zum klassischen Theater arbeitet Brecht mit Verfremdungseffekten, die das Publikum davon abhält, sich mit den Figuren zu identifizieren. Es wird zum Mitdenken aufgefordert. Das Theater ist eine offene Form, in der jede Szene für sich steht und der Ablauf des Dramas hin und her springt.

In seiner "Dreigroschenoper" mit der Musik von Kurt Weill verspottet Brecht die bürgerlichen Konventionen. Unter dem Einfluss des Marxismus kam er zur strengen Disziplin seiner "Lehrstücke". (der "Jasager" und der "Neinsager", Die Maßnahme) Seine Hauptwerke entstanden im Exil ("Mutter Courage", "Leben des Galilei", "Der gute Mensch von Sezuan").

Sein Stil und seine Sprache hatten großen Einfluss auf die moderne Dichtung. Sowohl in seinen Dramen als auch in seiner Lyrik spielen neben sozialer Kritik auch das Mitleid mit den Menschen eine Rolle. Die Inszenierungen seiner Ost-Berliner Experimentierbühne erlangte Weltruhm.




Heinrich Böll (21.12.1917-16.6.1985)

Heinrich Böll gilt als einer der bedeutendsten Schriftsteller der Nachkriegszeit. Bölls literarische Arbeit wurde vielfach gewürdigt, da sie durch seinen zeitgeschichtlichen Weitblick für die deutsche Literatur erneuernd gewirkt hat.

1945 geriet Böll in amerikanische Kriegsgefangenschaft. Er dokumentierte seine Kriegserfahrungen in "Briefe aus dem Krieg (1935-1945)" und in seinen Kurzgeschichten.
Die zentralen Themen sind die Erfahrung des Krieges und der gesellschaftlichen Fehlentwicklung der Nachkriegszeit im jungen Deutschland. Zu einem ersten großen Erfolg wurde sein Debüt bei der "Gruppe 47". Bölls Hauptwerke entstanden 1951-1971 ("Haus ohne Hüter", "Billard um halb 10", "Ansichten eines Clowns", "Ende einer Dienstfahrt"). Es war die schöpferischste Phase in Bölls Leben. In der Adenauer-Ära nahm er die Gegenposition zum restaurativen Zeitgeist ein und galt als Protagonist der deutschen Linksintellektuellen.

Mit der Gründung der Bundesrepublik Deutschland im Jahre 1949 war die staatenlose Nachkriegszeit vorbei. Wachstum, Konsum und Wohlstand waren das, worum sich das Leben drehte. Der Schriftsteller, der diese Entwicklung in Erzählungen. Romanen und Essays hauptsächlich thematisierte, war Böll. In seiner 1955 erschienenen Erzählung "Das Brot der frühen Jahre" zeigt er, wie brüchig die Grundlagen des Wirtschaftswunderlandes in sozialer und menschlicher Hinsicht waren. In dieser Erzählung kritisiert Böll die profit- und konsumorientierte Gesellschaft. Die Menschen, die in dieser verwalteten Welt, in der es vor allem um reibungslose Abläufe ankommt, stören, werden an den Rand der Gesellschaft gedrängt. Diese Menschen stehen im Mittelpunkt der Böllschen Geschichten. Da sich Böll dieser Randfiguren annahm und für eine humane Gesellschaft eintrat, das Gleiche auch als engagierter Bürger tat, wurde er von vielen als das Gewissen der Nation gesehen. Mit seinem Artikel im Spiegel "Will Ulrike Gnade oder freies Geleit" oder dem Werk "Die verlorene Ehre der Katharina Blum" versuchte er im politischen und intellektuellen Diskurs zu intervenieren. Sowohl der Artikel als auch das Buch wurden aus konservativen Kreisen massiv kritisiert. Es wurde eine Hetzkampagne gegen Böll organisiert, die sogar seine Ausreise forderte.

Böll engagierte sich stark für die Friedensbewegung und unterstützte sie gegen die Nato-Nachrüstung, er nahm teil an Sitzblockaden eines Raketenstützpunktes (1983). Bölls herausragende Leistungen sind auf dem Gebiet der deutschsprachigen Literatur zu sehen. Er war ein großer Erzähler. Ich bewundere die Einfachheit, Klarheit, Genauigkeit seiner Sprache. 1972 erhielt er den Nobelpreis für Literatur.




Ingeborg Bachmann (1926-1973)

Sie strebte ursprünglich eine Musikerlaufbahn an. Von 1945-1950 studierte sie Philosophie, Psychologie, Germanistik und Rechtswissenschaften. Sie promovierte über die Existenzphilosophie Martin Heideggers.

1946 erfolgte die Veröffentlichung "Die Fähre". 1953 bekam sie den Literaturpreis der "Gruppe 47" und wurde literarisch bekannt durch ihre Gedichtsbände "Die gestundete Zeit" und "Anrufung des großen Bären". Im August 1954 wurde ihr eine Titelgeschichte im "Spiegel" gewidmet, durch den sie einem breiten Publikum bekannt wurde. Ingeborg Bachmann war eine moderne Lyrikerin, ihre sprachlich-eleganten Verse machten sie zur bedeutendsten Dichterin einer modernen Poesie. Ihre Gedichte wurden und werden auf Grund der Sprach- und Bilderkraft viel gelesen.

Ingeborg Bachmann beschreibt in ihren Versen die zunehmende Vereinsamung und Anonymität der Menschen in den Großstädten. Was Bachmann umhertreibt, ist existenzielle Angst vor dem Heute und der Zukunft. In ihrer Angst sah sie als Pessimistin die Gefährdung für die Menschen und die Natur, die bevorstehende Vernichtung des Lebens. Was sie bewegt sind Existenzfragen, auf die sie eine Antwort sucht. Ihre Themen sind Abschied, Aufbruch, Zeit und Zeitlichkeit, Liebe und Tod. In den Gedichten zeigt sich ein skeptischer ins Apokalyptische gehender Zug. Ingeborg Bachmann empfindet die Welt als hart und kalt. Der Gedichtsband "Die gestundete Zeit" bringt dies zum Ausdruck.

Drei Jahre nach dem Erscheinen ihres zweiten und letzten Gedichtbandes "Anrufung des großen Bären" wurde sie als erste Dozentin an die Goetheuniversität Frankfurt für den neueingerichteten Lehrstuhl für Poetik berufen. 1964 wurde Ingeborg Bachmann der "Georg-Büchner-Preis" verliehen. 1965 zog sie nach Rom.

Sie litt unter Tabletten- und Alkoholabhängigkeit. 1973 erlitt sie schwere Brandverletzungen, die wahrscheinlich durch eine brennende Zigarette im Bett verursacht waren. Sie starb im Krankenhaus an tödlichen Entzugserscheinungen. Ihr Nachlass befindet sich in der österreichischen Nationalbibliothek. Seit 1977 wird der "Ingeborg-Bachmann-Preis" in Klagenfurt verliehen.




Hans Magnus Enzensberger (geb. 11.11.1929)

Enzensberger ist ein deutscher Dichter, Schriftsteller, Herausgeber, Übersetzer und Redakteur. Er studierte Literaturwissenschaften und Philosophie und promovierte 1955 über Clemens Brentano. Bis 1957 arbeitete er für Alfred Andersch als Hörfunkredakteur.

1957 publizierte Enzensberger seinen ersten Gedichtsband "Die Verteidigung der Wölfe". Der Band ist dreigeteilt in: 1.) Freundliche Gedichte 2.) Traurige Gedichte 3.) Böse Gedichte. Durch diesen Gedichtsband wurde er schlagartig bekannt. Aufsehen erregte er vor allem durch seine Gesellschaftskritik der "Bösen Gedichte". Zornig höhnend brandmarkte Enzensberger die Geschäfts- und Geldmacherei und die satte Selbstzufriedenheit des Wirtschaftswunders.

In Deutschland war er seit Brecht der große politische Dichter. Er wehrte sich immer gegen eine Lyrik, die nur Sprachkunstwerke schaffen und die politische und gesellschaftliche Wirklichkeit außer Acht lassen wollte.
Er verfasste kein Gedicht, ohne zuvor über das Thema zu reden. Gedichte sollen Sachverhalte aufzeigen, der Leser soll sie gebrauchen können, weshalb Enzensberger seine Gedichte auch "Gebrauchsgegenstände" nannte. Der Leser wird ermahnt zu erwägen, ob er beipflichten oder widersprechen möchte. Somit knüpft er an die Position Brechts an. Manche der frühen Gedichte Enzensbergers erinnern an Brechts Lyrik.

Enzensberger misstraute den schönen Worten und Formen und redete in seinen Gedichten von Sachverhalten. Dies tat er aber in einer poetischen Sprache, denn auch für politische Lyrik forderte er eine literarische Qualität. Das trug ihm die Kritik der Linken ein, auch von den Rechten wurde er wegen seiner Inhalte kritisiert.

Andersch sagte über Enzensberger: "Es gibt für den Auftritt Hans Magnus Enzensbergers auf der Bühne des deutschen Geistes keinen anderen Vergleich als die Erinnerung an Heinrich Heine". Wie Heine mischte sich Enzensberger mit scharfem Verstand immer wieder in gesellschaftliche und politische Ereignisse ein. Neben seinen Gedichten veröffentlichte Enzensberger auch zahlreiche Essays, in denen er sich mit der deutschen Bewusstseinsindustrie vom "Spiegel" bis zur "FAZ" beschäftigte. 1965 gründete er die Zeitschrift "Kursbuch", die er zu einem Forum für linke Intellektuelle machte.

Enzensberger setzte sich kritisch mit den Medien auseinander. Er bezeichnete elektronische Medien als Hauptinstrumente der "Bewusstseins-Industrie".

In seinem Buch "Schreckens Männer" (2006) beschäftigt er sich mit dem islamischen Terror. 2011 äußerte er sich zunehmend kritisch zur Europäischen Union.

Zu den zahlreichen Preisen, die er erhielt gehören der "Georg-Büchner- Preis", "Heinrich-Heine-Preis" oder der "Heinrich-Böll-Preis".




Günter Grass (1927-2015)

wurde in Danzig geboren und wuchs in einfachen Verhältnissen auf. Er starb und wurde beigesetzt in Lübeck. Im II. Weltkrieg war Grass Soldat, Luftwaffenhelfer und gehörte der SS-Panzerdivision an. 1945 geriet Grass in amerikanische Kriegsgefangenschaft. Danach studierte er an der Kunstakademie Düsseldorf und der Hochschule für Bildende Künste in Berlin. Grass war ein deutscher Schriftsteller, seit 1957 gehörte er der "Gruppe 47" an. Mit seinem ersten Roman "Die Blechtrommel" gelang ihm 1959 der literarische Durchbruch.

Grass engagierte sich gesellschaftlich und politisch. Seine Popularität als Schriftsteller nutzte er häufig, um das politische und gesellschaftliche Tagesgeschehen zu kommentieren. Grass unterstützte über Jahrzehnte die SPD und war unter anderem als Redenschreiber für Willy Brandt tätig. 1982 wurde Grass Parteimitglied der SPD. Wie Heinrich Böll so mischte sich auch Günter Grass in seinem Werk als kritischer Bürger in öffentliche Diskussionen ein und ergriff politisch das Wort. Langjährig war er in Wahlkämpfen für die SPD aktiv und präsent. Grass wollte mithelfen, die in seinen Augen konservative, falsche Politik durch eine neue, bessere zu ersetzen. Er war stets ein streitlustiger Autor und Bürger, der den Mächtigen auf die Finger schaute und ihnen in öffentlichen Stellungnahmen die "Leviten las", wenn er es für angebracht hielt.

Wie man Goethe nennt, wenn man von großer, deutscher Dichtung spricht, so nennt man Grass, wenn es um die Literatur der Bundesrepublik geht. Grass bezeichnete sich selbst gern als ein Dichter von der Lyrik herkommend. Vor allem aber ist er als Prosaautor bekannt und bezeichnet worden.

Zu seinen Werken gehören: "Die Blechtrommel" (1959), "Katz und Maus" (1961), "Der Butt (1977), "Die Rättin" (1986).
Mit der Wiedervereinigung Deutschlands beschäftigte sich Grass mit "Unkenrufe" (1993).

Auch in seinen späten Werken wird vom Autor immer wieder von der Vergangenheit des 20sten Jahrhunderts erzählt. Seine Werke spiegeln immer den Zeitgeist wider. Kurz vor der Jahrtausendwende erhielt Grass 40 Jahre nach dem Erscheinen der "Blechtrommel" den Literaturnobelpreis.




Rolf Hochhuth, geboren am 01.04.1931 in Eschwege, ist ein deutscher Dramatiker. Internationalen Erfolg hatte er mit seinem "christlichen Trauerspiel" "Der Stellvertreter". Als Moralist und Mahner setzte sich Hochhuth wiederholt mit der NS-Vergangenheit und aktuellen politischen und sozialen Frage auseinander. Er versucht bis heute Einfluss auf die Politik zu nehmen, indem er eine moralische Erneuerung fordert.

Hochhuth absolvierte eine Buchhändlerlehre. Sein besonderes Interesse galt immer den Erzählern und Historikern des 19. und 20. Jahrhunderts. 1955 wurde er Verlagslektor im Bertelsmann Lesering.
1963 fand die Uraufführung seines Stücks "Der Stellvertreter" in Berlin statt. Das Stück behandelt die Haltung des Heiligen Stuhls gegenüber dem Holocaust. Hochhuth erregte mit diesem Stück großes internationales Aufsehen. Die Inszenierung am Broadway wurde ein großer Erfolg. 2002 wurde das Stück verfilmt.

Seit 1963 arbeitet er als freier Autor. Er siedelte nach Basel um, wo er Kontakt zum Existenzphilosophen Karl Jaspers hatte, der ihm Freund und Mentor war. 1965 erschien im "Spiegel" eine Kritik Hochhuths an der gesellschaftlichen Situation in der Bundesrepublik unter dem Titel "Der Klassenkampf ist nicht zu Ende". Daraufhin sprach Bundeskanzler Erhard in einer Rede vom 9.7.1965 Schriftstellern die Einmischung in sozialpolitische Themen ab: "Die sprechen von Dingen, von denen sie von Tuten und Blasen keine Ahnung haben ..." (Ludwig Erhard, Düsseldorf, 9. Juli 1965). Die Reaktionen von Schriftstellern und Presse auf die Äußerung waren entsprechend heftig.

1967 erschien das Theaterstück "Soldaten, Nekrolog auf Genf". In dem Stück wurde die Frage nach Churchills Mitverantwortung für die Luftangriffe auf deutsche Städte aufgeworfen. Hochhuth stützte sich hierbei auf Studien David Irvings, der später als Holocaustleugner hervortrat. Gegen Hochhuth wurden mehrere Prozesse angestrengt.

Weitere Werke waren unter anderem
1970 die Tragödie "Guerillas"
1972 die Komödie "Die Hebamme"
1978 die Erzählung "Eine Liebe in Deutschland"

Durch "Eine Liebe in Deutschland" entspannte sich eine Diskussion über die NS-Vergangenheit des baden-württembergischen Ministerpräsidenten Hans Filbinger. Diesen nannte Hochhuth einen "furchtbaren Juristen". Im Sommer 1978 gab es Aktenfunde von Todesurteilen, die Filbinger 1945 getroffen hatte. Daraufhin musste Filbinger alle Ämter niederlegen.

Das späte Werk Hochhuths kreist um den Themenkomplex soziale Gerechtigkeit. Hochhuth veröffentlichte neben Dramen auch Gedichte, Novellen und Erzählungen, die allerdings nicht die Bekanntheit seiner Dramatik erreichten.

In "McKinsey kommt" (2004) hatte Hochhuth eine Passage eingebaut, die Medienvertreter als mögliches "Verständnis für einen Mordaufruf" gegen den Deutsche-Bank-Vorstandsvorsitzenden J. Ackermann interpretierten. Hochhuth wies den Vorwurf zurück. 2005 gab es erneut Kritik an Hochhuth, da er David Irving, der mehrfach gerichtlich als Holocaustgegner verurteilt worden war und Einreiseverbot in Deutschland hatte, verteidigte. Ralf Giordano bezeichnete Hochhuth als "eine der größten Enttäuschungen der letzten 60 Jahre...". Später allerdings relativierte er die Verurteilung. 2005 lehnte die Deutsche-Verlags-Anstalt (DVA) es ab, Hochhuths Autobiographie zu verlegen mit der Begründung sehr viele jüdische Autoren im Programm zu haben. 2007 übte Hochhuth Kritik an Ministerpräsident Oettinger wegen dessen Trauerrede für Filbinger, in der er behauptete: "Es gibt kein Urteil von Hans Filbinger, durch das ein Mensch sein Leben verloren hätte...". (11.4.2007 Oettingers Trauerrede für Hans Filbinger).

Abschließend kann bemerkt werden. dass Hochhuth ein Literat ist, der sich nicht scheut provokant und polarisierend zu schreiben und unbequeme Wahrheiten auszusprechen.




Teil III


Reinhard Grübel

Teil III. Aufsätze, Briefe, Verse und Gebete



Die Botschaft Gottes für die Öffentlichkeit.

Zum frommen Gedenken an Papst Johannes Paul II

Zum frommen Gedenken an Frau Gertrud Grübel, geb. Kohle





Es mag sein, dass Krieg und Terror
die Welt um uns her
in Angst und Schrecken setzt,
weil man Gott vergisst

Halte Du am Glauben fest;
Tue das Gute, nicht das Böse,
lobe Gott und preise ihn.
Lass Gott in Allem walten.

Halte seine Gebote und
verherrliche ihn, in seiner Güte
wird er dich erhalten.
Alleluja, Alleluja, Alleluja



Gebet an die Gottesmutter Maria,

Mutter der Menschen in ganz Europa,

Mutter der Menschen auf der ganzen Erde



Maria,
Du Auserwählte Gottes
für uns Menschen!
Du Mutter aller Christen!
Du Mutter aller Menschen!
Du hast Jesus geboren,
Den Heiland der Welt,
Den Retter der Menschen,
Den Ursprung der Christen!
Du gute Mutter für uns Menschen!
Lob sei Dir, Gottesmutter!

Maria,
Du Auserwählte Gottes
für uns Menschen!
Du Mutter aller Christen!
Du Mutter aller Menschen!
Menschen pilgern zu Dir, Menschen singen und rufen zu Dir,
Kranke,
Arme,
Fragende, Zweifler,
Gute und böse Menschen.
Du willst Ihnen helfen.
Deine Hilfe ist Gottes Hilfe.
Du gute Mutter für uns Menschen!
Lob sei Dir, Gottesmutter!

Maria,
Du Auserwählte Gottes
für uns Menschen!
Du Mutter aller Christen!
Du Mutter aller Menschen!
Wir grüssen Dich!
Wir verehren Dich!
Dein Mantel ist offen
für Christen
für alle Menschen!
Er gibt allen Schutz.

Maria,
Du Beschützerin der Christen,
Aller Menschen!
Du Helferin der Christen,
Aller Menschen!
Du hilfreiche Mutter
Für uns Menschen.
Lob sei Dir, Gottesmutter!

Maria,
Du Auserwählte Gottes
für uns Menschen!
Du Mutter aller Christen!
Du Mutter aller Menschen!
Du bist in Lourdes,
Du bist in Fatima erschienen.
Du erscheinst auch heute
Und morgen.
Guten und bösen Menschen.
Du mahnst zur Umkehr und Buße.
Zum Bereitsein der Sendung Gottes.
Du gute Mutter für uns Menschen.
Lob sei Dir, Gottesmutter!

Maria,
Du Auserwählte Gottes
für uns Menschen!
Du Mutter aller Christen!
Du Mutter aller Menschen!
Deine Sendung, ist Gottes Sendung.
Deine Hilfe, ist Gottes Hilfe,
Für uns Menschen.
Du mächtige Fürbitterin,
Du gute Mutter, für uns Menschen.
Lob sei Dir, Gottesmutter!

Amen.






Weihegebet an die heilige Maria

Maria, Mutter Jesu und meine Mutter,
ich vertraue mich dir ganz an
und ich weihe mich deinem unbefleckten Herzen,
damit du mich beschützt und in allem führst
und damit du mich Jesus immer näher bringst.

Ich vertraue mich dir ganz an
und ich weihe dir mein Herz und meinen Leib,
meine Seele und meinen Geist.
Alle meine Talente und Gaben
und auch meine Fehler und Schwächen
und alles, was ich habe.

Ich will, das du mir hilfst,
Gott und meine Nächsten
immer mehr zu lieben
und in allem den Willen Gottes zu tun,
damit durch mein ganzes Leben
die Liebe Gottes immer mehr sichtbar und erfahrbar wird
und ich zum Segen werde für viele Menschen.

Amen


Gebet des heiligen Papstes Johannes Paul II, der sich auf dem Petersplatz 1983 der heiligen Maria geweiht hat.




Existiert Gott wirklich?

Reflektion / Sachthema

Am Anfang war Gott und am Ende der Weltzeit wird Gott sein.

Gott hat die Welt aus dem Nichts gemacht. Alles ist durch den Schöpfer erschaffen worden. Die Natur: Flüsse, Seen, Meere, Pflanzen, Bäume und Tiere, alles Leben auf dem Planeten Erde und der Mensch als Krönung der Schöpfung.
"Und alles war gut", heißt es im Schöpfungsbericht.

Gott hat allem Sein und Leben auf dieser Erde und im Universum eine Ordnung und den Menschen Verstand und Vernunft gegeben.
Unsere Welt (= unser Sein) und das unendliche Universum befinden sich in ständiger Evolution.
Die Evolution bewirkt Veränderungen auf der Erde und im All.

Wer Gott ist und warum er existiert, sagt Xenophones um 500 v. Chr.: "es existiert nur ein Gott, an Aussehen den Sterbliche (uns Menschen) nicht ähnlich und dieser war von Anfang an". Dazu sagt die Bibel: "Gott war der Anfang und Gott schuf den Menschen nach seinem Ebenbild". Platon sagt: " Gott ist das Gute; er ist der Ursprung aller Erkenntnis. Das Erkennbare wird nicht nur im Licht der Gottheit erkannt, sondern hat sein Sein von ihr". Die griechischen Philosophen: Sokrates, Platon und Aristoteles sprechen und glauben an einen Gott. Sie glauben noch nicht an die "Dreieinigkeit Gottes" wie die Christen heute. Diese Gelehrten sagen: "nur der Sitte nach gibt es viele Götter, von Natur nur einen". Aber man kann ihn mit den Augen nicht sehen. Man kann nur an ihn glauben. Gedacht wird die Gottheit bei den griechischen Denkern als oberste Weltvernunft oder Weltgesetz oder Weltbaumeister. Es handelt sich bei Ihnen um einen gedachten Gott, nicht um den lebendigen Gott.

Gott wird den Menschen glaubwürdig, durch das, was er getan hat und tut.

Er ist der Schöpfer, Entwickler und Erhalter der Menschen, der Welt und des Universums. Gott, den Vater, können wir für unser Leben und unsere Gesundheit jeden Tag danken. Es ist Gott, der uns den Sinn und Zweck unseres Lebens zeigt und erklärt.
Die christliche Glaubenslehre beantwortet uns die Fragen.
Wohin wir gehen, wenn es dunkel und wenn es kalt wird, was uns erwartet nach unserem Tod? Gott ist der letzte Sinn unseres Lebens.
Wer ist Gott? Die Philosophie sagt: Gott ist ein übernatürliches Wesen. Für den Menschen in seiner weltlichen Existenz und Vernunft ist er nur als Transzendenz zu verstehen. Gott steht über der Erde, über allen Planenten, über allen Sonnen, über dem unendlichen Universum, vielleicht sogar über unendlich vielen Universen.

(Gott = Die Transzendenz)

Welche Bedeutung hat Gott für die Christen. Durch die Theologie wissen wir, daß Gott existiert, weil er sich den Propheten bis Jesus Christus geoffenbart hat.
Ohne Offenbarung ist keine Wirklichkeit Gottes für uns Menschen.
Die Offenbarung ist die Selbstmitteilung Gottes in der Schöpfung (natürliche Offenbarung), im "Alten Testament" durch die Überbringer seines Wortes (Moses und die Propheten), im "Neuen Testament" durch seinen Sohn Jesus Christus, heute und morgen die Kirche und andere Überbringer seines Wortes.
Wir Menschen sind durch Gott in dieser vergänglichen Welt.
Wir Menschen in unserer endlichen Existenz können unseren Schöpfer nicht sehen. Wir können wohl an ihn glauben. Wir Menschen können uns durch unseren Glauben entweder für Gott entscheiden oder gegen Gott entscheiden.
Es gibt nur diese Alternative.

Wie ist Gott zu verstehen?
Gott ist nicht durch die menschliche Vernunft (durch die menschliche ratio) wahrzunehmen, wohl aber können wir ihn durch unser Gewissen, unseren Glauben und ein gutes christliches Leben wahrnehmen und erleben.
Das Gewissen (die Stimme Gottes) gibt die ethische Richtung an.

Wir können Gott kennenlernen durch den christlichen Glauben (das Fürwahrhalten der Lehre Jesu Christi) und ein christlich gehorsames Leben nach seinen Geboten.
Als Christen glauben wir an unsere Rettung durch Jesus Christus, der sich für die Sünden der Menschheit geopfert hat.
Wir kath. Christen glauben an den "Heiligen Geist", an die heilige kath. Kirche und Gemeinschaft mit Gott und allen Heiligen, Vergebung der Sünden und Auferstehung und ein ewiges Leben. (Siehe Glaubensbekenntnis der kath. Christen!)

Wer glaubt, denkt weiter. Als Christen haben wir die Gewißheit, daß mit dem Tod nicht alles beendet ist, denn der Glaube an die Wahrheit der Lehre Jesu Christi endet nach dem Tod mit dem Schauen Gottes.
In der heiligen Schrift heißt es: "dann wird der Glaube schauen, was er geglaubt hat, und der Unglaube wird schauen, was er nicht geglaubt hat". Haben wir als gute Christen gelebt und sind gut gestorben, müßten wir Gott sehen können, wie er wirklich ist.
Wir haben dann die Gewißheit.

Gott ist das Fundament und der Weg in unserem Leben. Er ist auch der mächtige Helfer in unserem täglichen Leben. Wir können Gott anrufen im Gebet, in allen täglichen Sorgen, Nöten und Situationen.

Neben dem Glauben an Gott gibt und gab es seit der Antike die atheistische Bewegung.
Das Leugnen bzw. die ausdrückliche Ablehnung Gottes oder des geltenden Gottesbegriffs oder einer göttlichen Weltordnung bezeichnet man als Atheismus.
Weiterhin ist der Atheismus der Auffassung, dass die Frage nach der Existenz Gottes für die menschliche Vernunft unlösbar ist.

Insofern kann der Atheismus nicht unbedingt gleichgesetzt werden mit Unglauben.
In der heutigen Zeit bezeichnen sich viele Menschen als Atheisten ohne über die Tragweite des Begriffs nachzudenken. Wir müssen über den Atheismus und Gott kritisch nachdenken.

Der Atheismus, ohne Gottesbezug.

Durch die Machtposition der Kirche im Mittelalter hatten schon viele Menschen den richtigen Gottesbezug verloren, weil man ihnen denselben vorsprach, diktierte.
In der gegenwärtigen Zeit gibt es den Atheismus noch ausgeprägter. Die Menschen in unserer Wohlstandsgesellschaft sind durch den Überkonsum, ihren Alltagsrythmus und ihren alltäglichen Trott zu sehr an das Materielle gebunden.
Sie brauchen Gott nicht mehr. Er existiert für sie nicht.

Wir Christen wissen zwar, daß es exakt wissenschaftliche Beweise für die Existenz Gottes nicht gibt, wenn es Beweise gäbe, bräuchten wir nicht mehr zu glauben, denn Glauben heißt: nicht wissen (nicht sehen können)!


Man kann die Existenz Gottes nicht exakt mathematisch beweisen wie die Richtigkeit der "pythagoräischen Gleichung".

Alles Philosophieren über die Existenz Gottes hat erbracht, das Gott als Transzendenz definiert ist, mehr nicht.

Ich wiederhole: die Gewißheit, daß Gott existiert, kann nur durch den Glauben, durch die Gnade Gottes erbracht werden. Nicht durch unser Denken und Philosophieren kann Gott für uns Menschen wirklich existieren, sondern nur im Glauben an seine Lehre und ein demgemäßes Leben!
Für Christen bedeutet das, die Lehre Jesu Christi als Wahrheit anzuerkennen.
Die vielen Gleichnisse Jesu und die Bibel sind Zeugnisse dieser Wahrheit. Wenn wir Christen an diese "Wahrheit Jesus Christus" glauben, können wir sagen: Gott existiert!

Mein Aufsatz: "Existiert Gott wirklich" ist ein Existenznachweis vom christlichen Standpunkt.

Meine Erkenntnisse über die Existenz Gottes: "Es kann niemals ein ganz exakter Nachweis durch die Philosophie und Mathematik über die Existenz Gottes erbracht werden".
Auch Gödels mathematischer Beweis für die Existenz Gottes ist kein vollkommen perfekter Nachweis der Gottesexistenz, wie wenn man z. Bsp. heute die Richtigkeit (=Wahrheit) der pythagoräischen Gleichung a2 + b2 = c2 beweisen oder die richtigen Begründungen des ersten großen Satzes der wiss. Mathematik bestätigen kann.

Meine Erfahrungen:

Gott kann für die Menschen wirklich existieren im Glauben an seine Lehre. Die Menschen können die Lehre Gottes als wahr oder unwahr empfinden.
Entweder glauben sie an Gott oder sie glauben nicht an Gott. Die vielen Gleichnisse Jesu und die Bibel bezeugen aber die Wahrheit Jesu Christi und somit die Wahrheit der Existenz Gottes.






Gedanken zur Gottesexistenz

Philosophen und Theologen definieren die Gottesexistenz als "Transzendenz".

In meinen Augen kann Gott nur Existieren durch den Glauben an die Lehre Jesu Christi. Durch das Praktizieren des christlichen Glaubens kann Gott erfahren werden.

Thomas von Aquin hat durch 5 Beispiele die Existenz Gottes zu beweisen versucht:

  1. Nichts bewegt sich, ohne dass es einen Beweger gibt. Etwas muss die erste Bewegung veranlasst haben. Thomas von Aquin nennt das "Etwas" Gott.
  2. Nichts wird von selbst verursacht. Jede Wirkung hat eine Ursache. Die erste Ursache nennt Thomas von Aquin Gott.
  3. Es muss eine Zeit gegeben haben, in der keine physikalischen Gesetze existiert haben. Da aber heute physikalische Gegenstände existieren, muss etwas Nichtphysikalisches sie in Gang gesetzt haben. Dieses "Etwas" wird Gott genannt.
  4. Dinge in der Welt sind in Abstufungen zu erkennen. Solche Abstufungen können nur im Vergleich zum Maximum beurteilt werden. Dieses Maximum ist Gott.
  5. Dinge, die selbst keine Erkenntnis haben, verhalten sich dennoch zielgerichtet. Jemand anders muss sie also ausgerichtet haben. Dieser "Jemand" ist für Thomas von Aquin Gott.
Auch der Mathematiker Kurt Gödel hat mit einem komplizierten Formelgebilde bewiesen, dass ein Wesen existieren muss, das alle positiven Eigenschaften in sich vereinigt.

Der Theologe Pascal sagt sinngemäß, man müsse die Leidenschaft haben an Gott zu glauben und an dessen Existenz.

Der Beweis der Existenz Gottes wurde auch durch die Marienerscheinungen erbracht. "Gott existiert wirklich", berichtet Schwester Faustine, eine polnische Nonne, "er ist mir wirklich begegnet. Er hat mir den Text einer Botschaft der göttlichen Barmherzigkeit diktiert". Bei der Erscheinung habe Jesus Christus zu ihr gesagt: "Male ein Bild von mir, wie du mich siehst. Darunter schreibe: Jesus ich vertraue auf dich! Dieses Bild verbreite zur Verehrung der göttlichen Barmherzigkeit weltweit".
Schwester Faustine wurde von Papst Johannes Paul II heiliggesprochen.

Der Wissenschaftler Wernher von Braun hat einmal gesagt: "Ich glaube, dass Gott existiert. Ich habe die Bibel gelesen. Ich verehre die Schöpfung Gottes".

Leibnitz und auch Einstein haben die Existenz Gottes erfahren über ihre Unendlichkeitsmathematik. Leibnitz über seine Mathematik als Kosmos, Einstein über seine Relativitätstheorie. Sie sind der Ansicht, dass ein höheres Wesen existieren muss, das das Wunderbare im All geschaffen hat.

Die Sache mit Gott ist eine offene Frage. Man weiß nicht, ob Gott existiert oder nicht. Die Glaubwürdigkeit der Gottesexistenz kann nur über den Glauben erbracht werden. Alle Versuche und Bemühungen die Existenz bzw. Nichtexistenz Gottes zu beweisen entbehren jeder Grundlage. Es gibt keinen wissenschaftlichen Beweis bezüglich der Existenz Gottes. Alles Nachdenken über die Gottesexistenz bringt das Ergebnis, dass man seine Existenz bzw. Nichtexistenz nicht wissenschaftlich beweisen kann, wie z.B. die Wahrheit eines mathematischen Lehrsatzes.
Eine Diskussion über die Existenz Gottes ist wie eine Diskussion über ein Phantom. Nur über den Glauben an Gottes Lehre, durch Praktizieren des christlichen Glauben kann man Gott erleben, ihm näher kommen. Ich glaube an Gott, den Schöpfer des Himmels und der Erde.

Auch Wissenschaftler, z.B. Astronomen und Astronauten, die die wunderbaren Schöpfungen und Ordnungen im Weltall bewundern, sagen Gott existiere.

Schließen möchte ich mit den Worten des Existenzphilosophen Søren Kierkegaards: "Das Dasein eines, der da ist, zu beweisen, ist das unverschämteste Attentat, da es ein Versuch ist, ihn lächerlich zu machen".




Das Ende der Welt

Gedanken zum "Jüngsten Tag" der Wiederkunft Gottes (Jesus Christus)

In vielen Gleichnissen spricht Jesus vom Ende der Welt, von den endzeitlichen Ereignissen, vom "Jüngsten Tag". So auch der Evangelist Matthäus im biblischen Text: "Von dem Tage aber und von der Stunde weiß niemand, auch die Engel nicht im Himmel, auch nicht der Sohn, sondern allein der Vater. Denn wie es in den Tagen des Noahs war, so wird auch sein das Kommen des Menschensohns. Denn wie sie waren in den Tagen vor der Sintflut - sie aßen, sie tranken, sie freiten und ließen sich freien bis an den Tag, da Noah in die Arche hineinging; und sie achteten's nicht, bis die Sintflut kam und [...]. Denn der Menschen Sohn kommt zu einer Stunde, da ihr's nicht meinet."
(Matth. 24, 36-44)

Das Ende der Welt heute oder morgen?

Das Evangelium nach Matthäus berichtet vom Ende der Welt, vom Kommen Gottes (= Jesus Christus) zu einem Termin, den niemand weiß außer Gott Vater.

Alle Prophezeiungen der Naturwissenschaftler vom Weltuntergang sind nicht eingetroffen. Auch die mathematischen Ausrechnungen bestimmter Mathematiker wie z.B. Gödel haben durch ihr Formelwerk nichts bewiesen. Ebenfalls die Bibelforscher, die das Ende der Welt vorausgesagt hatten, haben sich blamiert. Es ist nichts von allem eingetroffen. Nach wie vor ist die Welt faktisch intakt. Die Sonne scheint heute genauso wie gestern.

Allerdings sind die Wissenschaftler heute davon überzeugt, dass bestimmte Ereignisse im Kosmos (in unserem Sonnensystem) mit einem Schlage den Planeten Erde auslöschen können. Nun ist man aber heute, im 21. Jahrhundert imstande zu prophezeien, wie lange ein Leben der Menschheit auf unserem Planeten noch möglich ist. Die Wissenschaftler gehen von der "Entweder-Oder-Behauptung aus. Entweder erlischt das Leben zu dem Zeitpunkt, wo die Sonne sich dermaßen vergrößert, dass sie die Erde anzieht und diese verglüht, oder die Menschheit vernichtet sich vorher aus eigener Kraft.

Allerdings kann kein konkreter Zeitpunkt errechnet werden, wann die endzeitlichen Ereignisse eintreffen. Aus diesem Grund glaube ich mehr den Prophezeiungen Jesu Christi aus dem Matthäusevangelium. Das Evangelium ist für mich glaubwürdiger als alle Aussagen der Wissenschaftler.

Gott kommt nicht zu einem offiziellen Termin, Gott (Jesus Christus) kommt plötzlich, wenn niemand damit rechnet. Dann kommt Jesus Christus, der Sohn Gottes, des Vater. Dann kommt das Ende der Welt, die Apokalypse.
Deshalb schreibt Matthäus, man solle vorbereitet sein auf das Kommen Gottes. Zum anderen berichtet Matthäus vom "jüngsten Tag" als dem Weltgericht, das Jesus Christus halten wird. Die Lebenden und die Toten werden gerichtet. Die Menschen werden zur rechten Seite Gottes sitzen, die nach seiner Lehre und seinen Geboten gelebt haben. Sie werden das, was sie geglaubt haben, sehen. Diejenigen, die nicht nach den Geboten Gottes gelebt haben, werden sehen, was sie nicht geglaubt haben.




Am Anfang war Gott
Und das Wort war bei Gott.
Gott sprach: "Es werde Licht!"

Und es ward Licht.
Das Leben hier auf der Erde begann.
Es entstanden die Kräfte,
Die Gesetze und Stoffe.
Alles Leben und der Geist.
Wunderbarer Gott, du Schöpfer der Welt!
Du Schöpfer aller Wissenschaften!
Wir loben und preisen den Herrn!

 

 

Am Anfang war Gott
Und das Wort war bei Gott.
Gott sprach: "
Es werde Tag und Nacht,
Meer und Land,
Vergangenheit und Zukunft,

Raum und Zeit."
Gott schuf die richtige Ordnung.
Es begann die Evolution.
Das Leben von Milliarden Jahren.
Wunderbarer Gott, du Schöpfer der Welt!
Du Schöpfer aller Wissenschaften!
Wir loben und preisen den Herrn!

 

 

Am Anfang war Gott
Und das Wort war bei Gott.
Gott sprach: "
Es sollen lebendige Zellen,
Bäume, Pflanzen, Kräuter und Blumen entstehen.
Es wachse alles und mehre sich hier auf der Erde."
Es begann das Entstehen, Blühen und Vergehen.--
- Geburt, Leben und Tod.
Wunderbarer Gott, du Schöpfer der Welt!
Du Schöpfer aller Wissenschaften!
Wir loben und preisen den Herrn!

 

 

Am Anfang war Gott
Und das Wort war bei Gott.
Gott schuf die Tiere.
Gott schuf den Menschen.
Er gab ihm Auge, Ohr und Stimme.
Er gab ihm die Sprache.
Er gab ihm seinen Geist,
Zum Denken, Verstehen und Schaffen.
Gott sprach: "
Wachset und mehret euch
Und bevölkert die Erde!"
Und die Menschen gingen im aufrechten Gang.
Sie fingen an zu denken und zu planen.
Es begann die Arbeit,
Das Tun, Denken und Schaffen.
Gott segnete seine Schöpfung.
Gott segnet seine Schöpfung.
Wunderbarer Gott, du Schöpfer der Welt!
Du Schöpfer aller Wissenschaften!
Wir loben und preisen den Herrn!

 

 

Am Anfang war Gott
Und das Wort war bei Gott.
Gott sprach: "
Der siebente Tag ist der Tag der Ruhe."
Gott segnete seine Schöpfung und die Ruhe.
Am Ende wird Gott sein
Am Ende wird die Schöpfung ihr Ziel erreichen.
Der Zyklus der Jahreszeiten wird aufhören
Zu sein.
Denn ihr Ziel, das Ende, ist Jesus Christus.
Ehre sei Gott, dem Schöpfer!
Ehre sei Jesus Christus!
Herr, bewahre und behüte deine Schöpfung!
Herr, bleibe bei uns,
wenn die Weltzeit zu
Ende geht.
Wunderbarer Gott, du Schöpfer der Welt!
Du Schöpfer aller Wissenschaften!
Wir loben und preisen den Herrn!

 

 

 

 

 

 

Herr,
Nur wer glaubt,
Nur wer dich liebt und kennt,
Kann das Lied der Schöpfung singen.
Sieht die Welt,
Sieht die "Unendlichkeit des Alls",
Sieht dein Werk,
Wie du es haben möchtest.
Alleluja!
Lobet und preiset den Herrn!

 

 

Herr,
Ich freue mich an deiner Schöpfung!
Erde und Himmel,
Sonne und Mond,
Blumen, Tiere und Menschen
Sind dein Werk.
Herr, du stehst dahinter
Und daneben, davor und darüber.
Wir sollten fröhlich sein
Über jeden neuen Tag,
Der glitzert und knistert.
Über das Sonnenlicht
Und das Jubilieren der Vögel.
Wir singen das Lied dem Herrn der Schöpfung!
Alleluja!
Lobet und preiset den Herrn!

 

 

 

Herr,
Aber wir verstellen und entstellen
Deine Schöpfung durch unsere modernen Gedanken,
Unser Tun.
Herr, hilf du,
Dass wir deine Schöpfung bewahren und verehren!
Herr, gib du unserem Denken und Tun deinen Sinn,
Dass alle Menschen das Lied deiner Schöpfung
Singen können!






Gott existiert!
Wir sollen ehrfürchtig als Christen
vor Gott Leben!

 

Anbetung der "Dreieinigkeit Gottes"

 

Allein Gott
und seinen Betern
kann es noch gelingen,
die Welt zum Guten
zu bewegen.
Das Beste ist,
das Nützliche,
das Rechte,
das Göttliche wohl zu tun,
das Böse zu meiden.
Gott erhöre unser Beten,
unser Fleh’n!

 

 

Allein Gott
und seinen Betern
kann es noch gelingen,
die Welt zum Guten zu bewegen.
Leid und Not zu lindern.
Die Menschen seien hilfsbereit und gut!
Sie helfen den Armen,
den Witwen und Waisen.
Allein Gott vermag dies zu bewirken.
Gott erhöre unser Beten,
unser Fleh’n!






Lobpreis an den dreieinigen Gott

Gloria in excelsis deo
Halleluja!
Halleluja!
Halleluja!

Ehre sei Gott in der Höhe!
Wir loben und preisen den Herrn
Wir loben und preisen den Herrn
Wir loben und preisen den Herrn
In Ewigkeit.

Ehre sei dem Vater im Himmel
Ihm gebührt die höchste Ehre und das Lob.
Ehre sei dem Sohn Jesus Christus
Zur rechten Seite des Vaters.
Ehre sei dem Heiligen Geist,
der Herr ist und lebendig macht,
der aus dem Vater und dem Sohn hervorgeht,
der mit dem Vater und dem Sohn angebetet und verherrlicht wird.

Halleluja!
Halleluja!
Halleluja!

Wir loben und preisen den Herrn
Wir loben und preisen den Herrn
Wir loben und preisen den Herrn
In Ewigkeit, Amen.




 

 

Allein Gott und
seinen Betern
kann es noch gelingen,
die Welt zum Guten zu bewegen.
Die Strafe Gottes abzuwenden,
dass die Welt kein grauenhaftes
Ende finde.
Wohl denen, die mit Gott
im Einklang steh’n!
Gott, hilf uns Menschen,
dass wir nicht verloren geh’n!
Gott erhöre unser Beten,
unser Fleh’n!






Gebet um Freiheit, Gerechtigkeit und Frieden



WIR SOLLEN BETEN

Vers I

Es gibt Hunger und Elend
in der Welt.
Menschen, die in Hütten
und Baracken wohnen.
Menschen, die nur von wenig Reis und Abfällen
leben.
Menschen, die Nichts zu Essen haben und Sterben.
Menschen, die durch Krieg und Katastrophen
alles verloren haben.
Menschen, die Weinen und Sterben möchten.
Sie sind alle Menschen wie du und ich,
Alle warten auf jemand,
der ihnen hilft.
Gott, höre unser Beten!


Vers II

Es gibt leidende Menschen,
Gefangene, die frei sein möchten,
Entrechtete, die auf ihr gutes Recht warten.
Menschen, die harte Schläge erlitten,
Trauernde und Einsame, die getröstet werden möchten.
Menschen, die auf Hilfe und Erlösung warten.
Sie sind alle Menschen wie du und ich,
Sie alle warten auf jemand,
der ihnen hilft.
Gott, höre unser Beten!


Es gibt Unrecht und Unterdrückung,
resultierend aus Rasse und Reichtum,
Vorurteil und Privilegien.
Menschen, die man beseitigen möchte.
Menschen, die verfolgt und ermordet werden.
Menschen, die gefoltert und gequält werden.
Menschen, die unschuldig im Kerker büßen müssen.
Man sollte ihnen helfen,
Sie warten darauf!
Denn Recht und Freiheit,
des Menschen höchstes Gut!
Gott, höre unser Beten!

Herr, hilf Du, dass alle Menschen weltweit in Freiheit,
Gerechtigkeit und Frieden leben können!
Herr, hilf Du, dass Unterdrückung, Unrecht - Unfreiheit, nicht mehr bestehen können!
Freiheit und Gerechtigkeit für Alle Menschen auf der Erde!

Herr, höre meine Bitten zum Wohle aller Menschen!
Herr, gebiete uns Brüderlichkeit in aller Welt!
Menschen zu helfen, die noch ohne Rechte, in Unterdrückung - Unfreiheit, leben müssen, die in menschenunwürdigen Verhältnissen leben müssen, in Elend und Not.

Herr, hilf Du, dass alle Menschen weltweit in Freiheit, Gerechtigkeit und Frieden leben können!

Amen

Zum Gedenken an meine verstorbene Mutter, Frau Grübel, geb. Kohle







Gebet an die Gottesmutter Maria


Heilige Maria, Mutter der Christen,
Mutter der Menschen in Europa,
Mutter der Menschen auf der ganzen Erde.

Erhöre die Gebete der Menschen!

Maria, du hilfst den Menschen,
du tröstest die Menschen,
die Trauernden, Witwen, die Waisen und Armen.

Maria, du strahlst die Barmherzigkeit Gottes aus.
Immer, oh Maria hilf!
Heilige Mutter Maria, Mutter Gottes, bitte für alle Menschen.

Ave Maria ...
Gegrüßet seist du Maria

Heilige Maria, Mutter der Christen,
Mutter der Menschen in Europa,
Mutter der Menschen auf der ganzen Erde.

Du Helferin,
Du Trösterin der Christen,
aller Menschen.
Gottesmutter in Geborgenheit,
erhöre die Gebete.
Immer, oh Maria hilf!
Heilige Mutter Maria, Mutter Gottes, bitte für alle Menschen.

Ave Maria ...
Gegrüßet seist du Maria

Heilige Maria, Mutter der Christen,
Mutter der Menschen in Europa,
Mutter der Menschen auf der ganzen Erde.

Heilige Maria, bitte für alle Nationen, dass Gott
Leid, Armut und Not lindere und dass die
Menschen in Freiheit, Gerechtigkeit und Frieden
Leben können.

Heilige Maria, wir glauben an Dich.
Heilige Maria, wir werden viel beten.
Heilige Maria, erhöre die Gebete der Menschen.
Heilige Maria, segne uns!
Heilige Maria, bitte für uns Menschen.

Ave Maria ...
Gegrüßet seist du Maria ...





Freiheit unser höchstes Gut

Gedanken der Freiheitsrechte des Menschen sind sehr alt. Schon in der Antike sprachen große, griechische Philosophen dem Menschen auf Grund seiner Würde nicht verletzbare Freiheitsrechte zu.

Dieselben wurden eingeführt in die Verfassungen der nordamerikanischen Staaten, wurden in der "Französischen Revolution" durch die Nationalversammlung proklamiert, und dann in vielen Verfassungen des 19. Jahrhunderts übernommen. In Deutschland befasste sich erstmals die "Frankfurter Nationalversammlung" mit den Grund- und Menschenrechten.

Heute werden die Grund- und Menschenrechte durch unser Grundgesetz garantiert (Freiheitsrechte, Gleichheitsrechte etc.).
Später auch durch Teile der konzipierten EU-Verfassung als Grundlagenvertrag.

Es ist der Wille Gottes, dass jeder Mensch in Freiheit, Gerechtigkeit und Frieden nach den "Zehn Geboten des Herrn" leben soll.

Die geschichtliche Entwicklung hat gezeigt, dass man Menschen auf Dauer nicht mit Macht und Gewalt regieren und dirigieren kann.
Die Masse der Menschen in der industrialisierten Welt hat Sklaverei sowie Unterdrückung durch Privilegierte überwunden; sie leben heute in Selbstverantwortung und -Bestimmung, in Freiheit, Gerechtigkeit und Frieden.
Den großen Unterschied gibt es nicht mehr ausgeprägt in demokratisch regierten Ländern der Welt. In weiten Teilen Afrikas, Asiens oder Südamerikas allerdings sind die Menschen von Selbstbestimmung noch weit entfernt.

Die Bundesrepublik Deutschland ist ein Hort der Freiheit. Die Grund- und Menschenrechte werden durch das Grundgesetz garantiert; sie sind unantastbar; sie zu achten und zu schützen sind oberstes Gebot des Staates, - unseres ganzen Volkes. Jedermann soll in Freiheit, Gerechtigkeit und Frieden leben können. Der Staat muss die Grund- und Menschenrechte (= Freiheitsrechte, Gleichheitsrechte, soziale Grundrechte und Unverletzlichkeitsrechte) seinen Bürgern nach Artikel 1 des Grundgesetzes immer garantieren können.

Jeder Mensch muss sich frei entfalten können, in der Berufswahl, und der Meinungsäußerung sowie in Religions- und Gewissensentscheidungen.

Diese Rechte werden auch später durch Teile der konzipierten EU-Verfassung als Grundlagenvertrag gestärkt.

Jeder Mensch muss sein Leben ohne Behinderung selbst bestimmen können.
Natürlich im Rahmen der Sitten- und Moralgesetze.

Der Mensch darf nur nicht straffällig werden, nicht die öffentliche Rechtsordnung bewusst stören oder gar gefährden; er darf nicht gegen die Gesetze unserer Verfassung verstoßen, dann können die Freiheitsrechte des Einzelnen eingeschränkt werden bis hin zum Freiheitsentzug, bis zur Verbüßung der Strafe.

Wir alle sind mündige Bürger im Staat und müssen uns in Verantwortung für die Werte des Grundgesetzes einsetzen, besonders auch für alte Menschen.
Wichtig ist vor allem der Schutz für alte Menschen vor Freiheitsmissbrauch. Alte und/oder hilflose Menschen, die sich selbst nicht helfen können, sind auf Rechtsbeistand oder Hilfe eines guten, ehrlichen Menschen angewiesen.
Sie dürfen nicht durch herzlose, geldgierige Menschen ausgenutzt werden.

Wie frei soll der Mensch sein?

Der Mensch soll so frei sein, wie Gott es in der Bibel bestimmt und soll gemäss der "zehn Gebote" leben. Kant sagt: "Der Mensch ist das gottähnlichste und vernünftigste Lebewesen in unserer Welt. Der Mensch erhält seine Freiheit und Würde durch seine Vernunft (seine ratio), seine Mündigkeit. Er muss entscheiden können zwischen Gut und Böse, d.h., vor Gott muss er sich für das Gute oder das Böse entscheiden können. Um der Vernunft zu entsprechen, entscheidet sich der Mensch für das Gute."
Die Wirklichkeit ist heute aber oft entgegengesetzt. Die Verfassung der Bundesrepublik Deutschland profitierte durch die "Kantsche Philosophie".

Die Sartresche Freiheitslehre ist darauf angelegt, durch Auflehnung gegen jede Bevormundung, Determination. "Du mußt dies tun! Du sollst jenes tun!". Egal, was mich auch immer diktieren mag. In Auflehnung spricht Orest in dem Theaterstück "Die Fliegen" seinen entscheidenden Satz: "Ich bin meine Freiheit, d.h.,: Ich will mich selbst bestimmen. Frei bin ich erst, wenn ich bei mir selbst bin, wenn ich selbst entscheiden darf, was mir passiert, wenn ich mein eigenes Leben selbst bestimmen darf und mich gegen jede Bevormundung, Determination, die auf mich Druck ausüben, zur Wehr setze. Jede Bevormundung (Bestimmung) durch andere, hindert den Menschen daran, ein wirklich freier Mensch zu sein."

Missachtung und Unterdrückung der Grund- und Menschenrechte (Freiheitsrechte) müssen national und international verfolgt und bekämpft werden. Menschenrechtsverletzungen in unserem Staat, vor allem in Staaten mit kommunistischen und totalitären Systemen. Es leben noch viele Menschen in Unfreiheit und ohne Rechte. Viele Menschen werden noch unterdrückt oder gar gefoltert. Es darf nicht sein. Wir alle sind dazu aufgefordert, diesen Menschen zu den Freiheitsrechten zu verhelfen.

Weltweite Einsätze (sogar militärische Einsätze) für Freiheit, Menschenwürde, Gerechtigkeit und Frieden sind notwendig (wie z.B. in Jugoslawien oder Afghanistan und Irak). Das jugoslawische Volk ist jetzt auf dem Weg zur Freiheit, so auch der Irak. Auch die Menschen in Afghanistan werden durch amerikanische bzw. Nato-Streitkräfte beschützt und unterstützt, so dass sie hoffentlich allmählich zu ihrer Kultur zurückfinden können.

Ich betone: Alle Menschen haben das Recht in Freiheit, Gerechtigkeit und Frieden zu leben. Alle Verbrechen gegen Menschen müssen geahndet werden.

Die starken Nationen der Welt haben die Pflicht, diesen unterdrückten Menschen in solchen Schurken-Staaten zu helfen und zu befreien, sowie auch im Irak und Korea und anderswo auf der Erde.

Nur wenn die Grund- und Menschenrechte in unserem Staat, in allen Staaten der Welt, garantiert werden können, gilt das "Freiheitsideal" aller Menschen als verwirklicht.

In den Grund- und Menschenrechten werden Freiheit, Gleichheit, soziale Gerechtigkeit allen Menschen garantiert. Es gilt, dass diese Rechte nicht verletzt werden, für die Menschen in Deutschland, für die Menschen in Europa, für die Menschen auf der ganzen Erde.

Alle Menschen sollen in Freiheit, Gerechtigkeit und Frieden leben können, denn das ist unser höchstes Gut, danach lasst uns alle streben, brüderlich mit Herz und Hand. Denn wo und wann die Grund- und Menschenrechte (Freiheitsrechte) eingeschränkt werden und Unrecht bzw. Unterdrückung herrschen, müssen wir uns dagegen stark machen.




Die Würde des Menschen ist unantastbar

Die Idee der Menschenrechte ist verwurzelt im abendländischen, christlichen und jüdischen Kulturkreis. Doch der Menschenrechtsgedanke lässt sich auch in anderen Kulturkreisen wiederfinden.

Er lässt sich mit der goldenen Regel: "Was du nicht willst, was man dir tu, das füg' auch keinem andern zu" umschreiben.

Die Menschenwürde und damit das Menschenrecht ist der Anspruch des Menschen, als Träger geistlich - sittlicher Werte geachtet zu werden. Sie ist ein unantastbares und unveräußerliches Recht, das nicht vom Staat verliehen werden kann, sondern von ihm anzuerkennen und zu gewährleisten ist.

Das Menschenrecht steht jedem Mensch kraft seines Menschseins zu und ist im Unterschied zu den Bürgerrechten unabhängig von der Staatszugehörigkeit.

Der Mensch hat ein Bewusstsein und ist vernunftbegabt. Dadurch unterscheidet er sich von allen anderen Lebewesen. Von alters her glaubt er eine besondere Stellung in der Hierarchie der Lebewesen zu haben.

Blickt man zurück in die Geschichte, erkennt man, dass die Menschenrechte und damit die Würde den herrschenden Klassen vorbehalten blieb. Wie in allen antiken Sklavenhaltergesellschaften galten Sklaven nicht als vollwertige Menschen. Sie waren minderwertige Wesen ohne Rechte. Diese Haltung findet sich noch in der Neuzeit in Nordamerika vor dem amerikanischen Bürgerkrieg.

Im Jahre 1679 wurde in Europa, in England, ein grundlegendes Gesetz zum Schutz der persönlichen Freiheit veröffentlicht. In der sogenannten "Habeas -Corpus-Akte" wurde festgelegt, dass niemand ohne richterliche Überprüfung und Anordnung in Haft genommen und gehalten werden darf. Es war ein wichtiger Schritt auf dem Weg zu den allgemeinen Menschenrechten.

Dieser Gedanke floss später in die Verfassung der nordamerikanischen Staaten und der französischen Revolution ein. Heute ist der Schutz der Menschenrechte Bestandteil vieler Verfassungen der Welt.

Als Grundvoraussetzung zur Einhaltung der Menschenrechte gilt die Einhaltung von grundlegenden Werten. An erster Stelle steht das Lebensrecht als Voraussetzung für die Wahrnehmung der anderen Rechte. Das Lebensrecht ist einmal als Abwehrrecht gegen willkürliche Tötung oder Menschenversuche oder gegen absichtliche Verweigerung des Existenzminimums zu verstehen.

Weitergehend kann es als Entfaltungsrecht verstanden werden, dass den Menschen Lebensbedingungen zur Verfügung gestellt werden müssen, die ihm ein leistungsfähiges, seinen Begabungen entsprechendes Leben ermöglicht.

Ein anderer Wert ist die Selbstbestimmung. Der Begriff beinhaltet nicht die grenzenlose Unabhängigkeit, sondern zielt auf die eigenverantwortliche Gestaltung des Lebens, besonders aber das menschenwürdige, selbstbestimmte Ende des Lebens.

Der Wert der Gerechtigkeit ist eine konkrete Form, in der die Achtung der Menschenwürde Ausdruck findet. Rechtsgleichheit ist eine unmittelbare Konsequenz aus dem Anspruch auf Achtung der Menschenwürde.

Gerechtigkeit bezieht sich nicht nur auf Bürgerrechte, sondern auch auf die Menschenrechte und muss nicht nur regional, sondern global wahrgenommen werden können.

Wie sieht die Verwirklichung der Menschenrechte heute aus? Ist der Mensch in einer existentiellen Notlage (Krieg, Umweltkatastrophen, Hunger,...), ist die Idee der Menschenwürde zweitrangig; oder wie Bert Brecht es in etwa ausdrückt: "Erst kommt das Essen, dann kommt die Moral."

"Der Mensch als Mensch soll leben können. Nicht erniedrigt und nicht entfremdet, sondern der menschlichen Natur gemäß, mit aufrechtem Gang, frei von Not und Furcht. Eine notwendige Bedingung der Realisierung der Menschenrechte ist die Bindung der Staatsgewalt an allgemeine Gesetze und die Kontrolle ihrer Entscheidungen durch unabhängige Gerichte". So schrieb ein Professor für Staatsrecht in "Die Zeit" vom 17.05.77.

Doch fast täglich kann man Bilder sehen oder Nachrichten verfolgen, in denen Menschen ihrer Freiheit beraubt werden, oder man verwehrt ihnen die notwendige Nahrung, Unterkunft und Arbeit, verfolgt sie als Minderheit wegen ihrer Rasse, Religion, ihres Geschlechts oder ihrer politischen Einstellung.

Im Jahresbericht 2002 von "amnesty international" werden für das Jahr 2001 in 152 Ländern Menschenrechtsverletzungen dokumentiert. Das war eine Steigerung von 2,5% zum Vorjahr. Unter anderem gab es in 47 Ländern außergerichtliche Hinrichtungen, in 111 Staaten kam zu staatlicher Folter und Misshandlungen, in 35 Ländern ist das "Verschwindenlassen" von Menschen belegt. Die Liste kann beliebig fortgeführt werden.

Wie der Bericht der Menschenrechtsorganisation "amnesty international" dokumentiert, geschehen die meisten Menschenrechtsverletzungen in Staaten, in denen der Konflikt zwischen Arm und Reich zunimmt und zu Folter und Mord an sozial Ausgegrenzten wie Straßenkindern, Kleinkriminellen und Obdachlosen führt. Aber auch dort, wo diktatorische Regimes scheinbar die "Stabilität" wahren, werden Menschen mit Drohung und Gewalt daran gehindert, am politischen Leben teilzunehmen.

Aber auch Staaten der sogenannten 1-Welt begehen Menschenrechtsverletzungen. Als Beispiel diene nur das amerikanische Gefangenenlager auf Guantanamo, von dessen Zuständen die ganze Welt wusste, aber aus politischen und wirtschaftlichen Gründen die Augen verschloss.

Auch die Asylpolitik vieler Staaten gerät in die Kritik. "Unter Asylpolitik verstehen viele Staaten zunehmend die Frage, wie sie Flüchtlinge davon abhalten können, auf ihr Staatsgebiet zu flüchten", sagt Barbara Lochbihler von "amnesty international".

Es zeigt sich, dass auch in Zukunft hart für die Wahrung der Menschenrechte gekämpft werden muss, wenn diese nicht nur den wenigen Privilegierten zugute kommen sollen.






Freiheit in der Bundesrepublik Deutschland

Die Bundesrepublik Deutschland ist ein sozialer Rechtsstaat, ein Hort der Freiheit.

Die Grundrechte gemäß unserer Verfassung sind das Ideal der Freiheit und Gerechtigkeit.


Freiheit und Demokratie

Es ist zu definieren, was die Begriffe Freiheit und Demokratie bedeuten. Auf einer Seite wird der Begriff Freiheit je nach philosophischer oder weltanschaulicher Position unterschiedlich bewertet.
Die allgemeine Kennzeichnung der Freiheit ist das Fehlen äußerer oder innerer Zwänge und die Fähigkeit zur unabhängigen Setzung bestimmter Inhalte und deren Verwirklichung.
Im Rahmen der Politik bedeutet Freiheit die Souveränität eines Staates sowie dessen Selbstbestimmungsrecht.
Darüber hinaus erscheint Freiheit als Handlungsspielraum zur persönlichen Selbstverwirklichung innerhalb einer Gesellschaft, der durch Grund- und Menschenrechte gefordert ist.
Die Freiheit des einzelnen endet prinzipiell dort, wo sie die Freiheit anderer oder das Interesse der Gesellschaft in Frage stellt.
Demokratie bedeutet Volksherrschaft und ist eine Form des politischen Lebens.

Demokratie beschreibt nur, wer regieren soll.
Der Begriff sagt aber im unmittelbaren Wortverständnis nichts darüber aus, wie regiert werden soll.
Die Begriffsspanne reicht heute von der liberal-rechtsstaatlichen Demokratie westliche Prägung über Einheitsparteien und Volksdemokratien bis zu Regierungsformen, die sich zwar als Demokratien bezeichnen, in Wirklichkeit aber kaum eines der herkömmlichen mit diesem Begriff verbundenen Merkmale verkörpern.

Seit dem 18. Jahrhundert hat sich in Europa ein Typus der Staatsform gebildet, der gekennzeichnet ist durch eine enge Verbindung von demokratischen und rechtsstaatlichen Gedanken.
Das Volk als eigentlicher Träger der Staatsgewalt ist berufen, seinen Willen in Mehrheitsentscheidungen kundzutun. Alle Bürger sind gleich und frei, keiner ist ausgeschlossen.
Ein solches Staatswesen hat eine Verfassung, die die Grundrechte garantiert, die Gewaltenteilung festlegt und den Staat zum Rechtsstaat erklärt, wie hier in der BRD.

Demokratie und Minderheitenschutz

Demokratie bedeutet u.a. auch die Herrschaft der Mehrheit über die Minderheit. Im Laufe der Geschichte hat sich herausgestellt, dass Angehörige ethnischer Minderheiten vielfach von Diskriminierungen im jeweiligen Staat betroffen waren. So wurde im Laufe der Zeit ein spezieller Minderheitenstatus als Ergänzung zu den Minderheitenrechten erarbeitet.
In Deutschland äußert sich der Minderheitenschutz in ganz speziellen Minderheitenrechten, die nur für Angehörige dieser Minderheiten gelten.
Der demographische Minderheitenschutz steht nicht im Gegensatz zum demokratischen Mehrheitsprinzip, da demographische und demokratische Minderheiten nicht identisch sind.


Chancengleichheit

Auch Chancengleichheit bedeutet Freiheit. Die Bundesrepublik ist, obwohl es angezweifelt wird, längst zu einem Einwanderungsland geworden. Nicht nur aus dem europäischen Ausland, sondern auch aus nicht europäischen Ländern kommen Menschen nach Deutschland. Diesen Migranten, besonders ihren Kindern, müssen durch spezielle Sprachförderung schon im Kindergartenalter die gleichen Chancen wie deutschstämmigen Kindern gegeben werden.
Seit einigen Jahren gibt es auch für die Kinder sozial schwacher Einkommensschichten durch gezielte Unterstützung der Städte die Möglichkeit am Förderunterricht teilzunehmen oder Sportvereinen beizutreten. Diese Maßnahmen sind ausgesprochen begrüßenswert, da die Chancengleichheit gefördert wird und somit den Kindern eine bessere Perspektive für die Zukunft und damit natürlich ein Stück mehr Freiheit gegeben wird.
Chancengleichheit ist ein Teil der sozialen Gerechtigkeit. Soziale Gerechtigkeit bedeutet Sicherheit und letztendlich Freiheit.
In der BRD wird soziale Gerechtigkeit als ideelles Ziel angesehen. Dem Bürger soll eine existenzsichernde Teilhabe an den materiellen und geistigen Gütern der Gemeinschaft garantiert werden. Insbesonders wird die Mindestsicherheit zur Führung eines selbstständigen, würdevollen Lebens angestrebt.
Allerdings sehen international vergleichende Studien Deutschland auf den hintersten Rängen bezüglich sozialer Gerechtigkeit.
Besonders kritisiert werden u.a. die hohe und schnell wachsende Kinderarmut, die soziale Benachteiligung und die unzureichende Förderung von Langzeitsarbeitslosen. Abgesichert durch spezielle Gesetze zur Arbeitsförderung sollten Schulabgängern und Arbeitssuchenden eine sinnvolle Perspektive zur Selbstverwirklichung gegeben werden.


Individuelle Freiheit

In einer Demokratie wird dem Individuum ein höchstes Maß an Freiheit gewährt. Diese Freiheit kann gegebenenfalls auch gegenüber dem Staat verteidigt werden.
Im Grundgesetz der BRD sind die Grundrechte der Menschen verankert.
So verpflichtet sich der Staat z.B. die Würde des Individuums zu achten und zu schützen. Weitere wichtige Punkte die Freiheit der Menschen betreffend sind die Gleichheit vor dem Gesetz, die Gleichberechtigung, Glaubens- und Gewissensfreiheit, freie Meinungsäußerung, Versammlungsfreiheit und Freiheit der Wissenschaft.
Das Recht auf freie Entfaltung findet dann seine Grenzen, wenn Rechte anderer verletzt und/oder gegen die Verfassung oder das Sittengesetz verstoßen wird.
Zur Freiheit gehört auch die Freiheit zu arbeiten. Generell kann man sagen, dass die Arbeitnehmer in der BRD sich durch ihre Berufstätigkeit auch die Freiheit erarbeiten, sich zu verwirklichen.
Ein großer Fortschritt war dazu die Bildung der Gewerkschaften, die zwischen Arbeitnehmern und den Arbeitgebern Tarifverträge aushandeln. Diese Verträge bedeuten für Arbeitnehmer wie auch Arbeitgeber Sicherheit. Auf der Arbeitnehmerseite die Sicherheit regelmäßig einen festgesetzten Lohn, Urlaub und Urlaubsgeld zu erhalten, auf der Arbeitgeberseite die Sicherheit des Arbeitsfriedens während der Laufzeit des Tarifvertrages. Diesen bevorzugten Status haben in der BRD weitaus die meisten Arbeitnehmer, aber eben nicht alle. Es gibt immer noch Berufsgruppen ohne Mindestlöhne, d.h. diese Arbeitnehmer können nicht von dem leben, was sie verdienen.
Hier ist der Staat gefordert, diesen Missstand abzuändern.


Einschränkung der Freiheit

Wie zuvor erwähnt kann die Freiheit der Bürger von Seiten des Staates eingeschränkt werden. Diese Einschränkungen betreffen antidemokratische oder volksverhetzende Veröffentlichungen, da diese eine Gefährdung der Freiheit bzw. Verunglimpfung von Personen, bzw. Personenkreisen darstellen.
Auch die wissenschaftliche Freiheit darf nicht unbegrenzt ausgeschöpft werden. Auch hier werden ethische, moralische Grenzen gesetzt, wie z.B. bei der embryonalen Stammzellenforschung.
Ein weiterer Gesichtspunkt ist das Bedürfnis des Menschen nach Sicherheit. Berichte über Angriffe auf einzelne Personen in der Öffentlichkeit häufen sich. Viele Plätze und öffentliche Gebäude sind videoüberwacht.
Vermisste Personen können über Handyortung gefunden werden.
Persönliche Daten sind gespeichert. Alle diese Maßnahmen zur Sicherheit gehen auf Kosten der persönlichen Freiheit. Jeder Bürger muss sich immer wieder die Frage stellen, wieviel Freiheit bin ich bereit für die Sicherheit aufzugeben.
Gegebenenfalls ist es notwendig öffentlich für die Erhaltung der Freiheit einzutreten.


Quellenangabe Im Gespräch und beim Anfertigen des Sachtextes wurde das Wörterbuch aus dem "Dudenverlag" verwendet, sowie das Buch "Einigkeit und Recht und Freiheit" gelesen, Rowohlt Taschenbuchverlag und sonstige Texte aus dem Internet zum Thema: "Freiheit und Demokratie" verlesen.







4 Verse für Deutschland


Vers I

Deutschland, Deutschland!
Es lebe Deutschland!
Hort der Freiheit,
Hort der Einheit!
Alle, willkommen in Deutschland!
Willkommen in Berlin!
Es lebe die Freiheit,
Es wehe die Fahne
Schwarz-Rot-Gold.


Vers II

Deutschland, Deutschland!
Es lebe Deutschland!
Recht und Freiheit unser höchstes Gut.
Kampf den Missständen und der Unmündigkeit.
Kampf für Recht und Freiheit aller Menschen
Es lebe die Freiheit.
Gott, beschütze unser Volk!
Gott, beschütze Deutschland!


Vers III

Deutschland, Deutschland!
Es lebe Deutschland!
Alles unserm Volk,
Nichts ohne Volk und Vaterland.
Alles für Deutschland!
Unantastbar Freiheit, Toleranz.
Unantastbar (die) Würde des Menschen.
Gott, beschütze unser Volk!
Auch die alten Menschen,
Sie zu ehren,
Sie zu schützen,
Vor Gewalt und Ungerechtigkeit!
Gott, beschütze unser Volk!
Gott, beschütze Deutschland!


Vers IV

Deutschland, Deutschland!
Es lebe Deutschland!
Recht und Freiheit unser höchstes Gut.
Brüderlichkeit und Frieden.
Danach lasst uns alle streben.
Menschen in Deutschland,
Menschen in Europa,
Menschen aller Nationen!
Es lebe die Freiheit!
Gott, beschütze Deutschland!
Gott, beschütze Europa!
Gott, beschütze alle Nationen






Brief

Festvortrag für den 15,... Jahrestag der deutschen Einheit und Gedenken an den Volksaufstand in Berlin, 17. Juni 1953 mit einer Perspektive auf Europa

Sehr geehrter Herr Bundespräsident!
Sehr geehrte Frau Bundeskanzlerin!
Sehr geehrte Minister!
An den deutschen Bundestag!
Sehr geehrte Abgeordnete!
An die Menschen hier in Deutschland!
An die Menschen weltweit


Wir alle erinnern uns an ein schreckliches Zeitereignis deutscher Vergangenheit, an den 17. Juni 1953 und gedenken im stillen Gebet an den blutig niedergeschlagenen Volksaufstand in Ost-Berlin und an den Bau der späteren Berliner Mauer, 13.08.1961, - ein Symbol des Schreckens, des Unfriedens und des Unrechts, der Teilung Deutschlands.
Wir gedenken der vielen Toten, der Gequälten in der damaligen DDR.
In Zeiten der deutschen Teilung war der 17. Juni Nationalfeiertag der West-Deutschen.
Wir versammeln uns jetzt jedes Jahr am 3. Oktober und gedenken der deutschen Einheit
Wir würdigen die großen Verdienste der Altbundeskanzler Helmut Kohl und Willy Brandt, Präsident Bush Sen., Michael Gorbatschow und würdigen den starken Einsatz aller Menschen in Deutschland, in aller Welt.
Es geht heute und in Zukunft darum, dass die "Staaten von Europa" mehr und mehr zusammenwachsen.
Es geht um das starke "Engagement" für Deutschland und die Einheit Europas.
Unsere Perspektiven müssen Deutschland und Europa sein. Vieles ist erreicht. Vieles liegt noch im Argen.
Alle Deutschen und anderen Europäer sind aufgerufen, weiterhin mitzuhelfen "am Bau Europas".
Deutschland hatte nach dem Zweiten Weltkrieg einen rasanten Aufstieg. Die Soziale Marktwirtschaft und das deutsche Wirtschaftswunder unter Prof. Ludwig Erhard ermöglichten Deutschland ein hohes wirtschaftliches Wachstum und Vollbeschäftigung, insgesamt einen hohen Lebensstandard und somit ein hohes Bildungsniveau.
Es geht auch heute und in Zukunft "Aufwärts in Deutschland", aufwärts in ganz Europa. Wahrscheinlich wird sich die Wirtschaftslage in Deutschland, - in ganz Europa stabilisieren. Auch die Lage auf dem Arbeitsmarkt (hier in Deutschland, in ganz Europa) verbessert sich zunehmend.
Allerdings bleiben uns 2,5 - 2 Millionen Arbeitslose erhalten.
Deutschland wird bei zunehmender Integration und Kooperation der "Europäischen Staaten" in Zukunft eine führende Position übernehmen.
Die "Staaten von Europa" wachsen in Zukunft durch Integration und Kooperation zur Einheit Europas zusammen.
Ich wiederhole:
Die "Staaten von Europa", die Menschen in Deutschland, die Menschen in ganz Europa, sie alle müssen mithelfen "am großen Bau der Staaten von Europa".
Das ist unsere Zukunft.
Deutschland muss weiterhin durch starke Politiker und Führungskräfte diesbezüglich geleitet werden.

Der Appell zur Stärkung und noch besseren Kooperation aller Mitgliedsstaaten der "Europäischen Union", des "Europäischen Zusammenschlusses", wird am 25.03.2007 bei der Jubiläumsfeier in Berlin, "50 Jahre gemeinsames Europa", bei der Unterzeichnung der "Berliner Erklärung", gesprochen.

Ich betone:
Es geht um Stärkung und eine noch bessere Kooperation aller Mitgliedsstaaten der "Europäischen Union", Europa muss unsere Zielsetzung bleiben.
Nur gemeinsam sind die europäischen Länder stark genug gegenüber anderen Staaten der Welt.
Nur Europa, die europäischen Länder, sind gemeinsam stark.
Europa ist unsere gemeinsame Zukunft heute und morgen.
Ich wünsche allen Menschen in Deutschland, allen Menschen in ganz Europa, das alles "zum Besten" in Zukunft realisiert werden kann.
Deutschland, alle "Staaten von Europa" müssen auch in Bezug auf unsere gemeinsamen christlichen Werte in gutem Einvernehmen zusammenarbeiten.
Man muss weiterhin die "zehn Gebote Gottes", als Grundgesetz für die Menschen akzeptieren und befolgen.
Gott muss weiterhin in der "Mitte" bei den Menschen stehen können. Die Menschen sollen sich darum bemühen, wirklich nach den göttlichen Geboten zu handeln.
Das Gute realisieren und das Schlechte meiden. Alle Menschen sollen hilfsbereit und gut sein.
Alle Menschen sollen Brüder sein.
Gott möchte gute und anständige Menschen, die nach seinen Geboten leben und handeln.
Gott; beschütze Deutschland!
Gott beschütze Europa!

Bad Fredeburg, den 3.10.2004




Liebe Leser,

es muss alles getan werden, dass die Staaten von Europa immer mehr zusammenwachsen. Wir haben vieles erreicht, was die Integration Europas betrifft. Aber es bleibt auch vieles noch zu tun. Momentan befindet sich Europa in der Krise. Der Austritt Großbritanniens, riesige Flüchtlingszahlen und eine Finanzkrise erschüttern die europäische Gemeinschaft. Die Mitgliedsstaaten der EU erkennen, dass die Solidargemeinschaft unsicher ist. Auch die Bürgerinnen und Bürger der einzelnen europäischen Staaten diskutieren über ihre Lebens- und Arbeitsbedingungen. Sie sind verunsichert bezüglich der Auswirkungen der in Brüssel gemachten Politik. Die Lage der europäischen Union ist zweifelhaft.

Mein Appell: Es muss alles getan werden, um auch die Einheit in Europa zu erreichen. Alles für Europa! "Einigkeit und Recht und Freiheit für Deutschland; das gilt aber auch für Europa" betonte Bundestagspräsident Lammert in seiner Rede am 3. Oktober 2016. Wir müssen alles tun, damit das deutsche Volk und alle Menschen in Europa in Freiheit, Frieden und Gerechtigkeit zusammen leben können. Die christlich-demokratischen Werte müssen erhalten bleiben.

Ich hoffe, dass mein Wunschdenken für Deutschland und Europa Wirklichkeit wird.

05.10.16




Briefvortrag zur Verleihung des Karlspreises der Stadt Aachen an Ex-Präsident Clinton im Sommer 2000

Sehr geehrter Herr Clinton, sehr geehrte Damen und Herren!

Sie, verehrter Herr Präsident Clinton, auch Präsident Kennedy, Präsident Carter, Präsident Reagan und Präsident Bush Sen., haben sich immer sehr für Freiheit, Verteidigung der Menschenrechte, für Gerechtigkeit und Frieden in aller Welt eingesetzt, auch durch Hilfe militärischer Einsätze, ebenso für die Beseitigung kommunistischer Systeme innerhalb Europas, Abschottung des Machtbereichs der Sowjetunion, Fall der "Berliner Mauer", Beseitigung des DDR-Regimes. Hierzu haben besonders auch Herr Gorbatschow und Helmut Kohl beigetragen.
In New York steht die große Freihheitsstatue. Diese war, ist und wird allen amerikanischen Präsidenten ein Symbol, Ansporn zum Kampf für Freiheit, Gerechtigkeit und Frieden in aller Welt sein.
Europa ist nun frei von kommunistischen bzw. diktatorischen Machthabern, jetzt auch Jugoslawien durch den unblutig beendeten Volksaufstand. Der Wille des Volkes hat sich in Jugoslawien durchgesetzt. Man darf ein Volk nicht so schändlich peinigen und ausrauben wie Milosevic und seine Schergen es getan haben.
Es geht jetzt darum, dass Milosevic und andere, die schwere Verbrechen gegen die Menschheit angeordnet und vollzogen haben, gerecht bestraft werden.
Man darf nicht mit Gewalt gegen Menschen vorgehen.
Das darf weltweit nicht passieren.
Wir wollen hoffen, dass solche Verbrecher; egal in welchen Nationen sie tätig sind, gerecht bestraft werden können.
Als Christen müssen wir darum beten und handeln.
Sie, Herr Präsident Clinton, haben den Karlspreis für besondere Verdienste und den Frieden in Europa erhalten.
Helfen Sie weiterhin!

Reinhard Grübel





To
Secretary of the UN

- Mr. Kofi Annan -

USA/NY - New York

Brief an die "Vereinten Nationen" zur Sicherung des Weltfriedens und besserer Förderung der internationalen Zusammenarbeit zum 60-jährigen Jubiläum

Sehr geehrter Herr Generalsekretär Kofi Annan!

Ich habe bereits in meinem letzten Brief an die "Dringlichkeit des Engagements" durch meine Verse, Aufsätze und Vorträge erinnert und für mehr Freiheit, Gerechtigkeit und Frieden für die Menschen weltweit appelliert, weil in einigen Ländern der Erde Menschen nach wie vor leben ohne Rechte, in Unfreiheit. Unzählbare hungern und leben in Not.
Wegen der weltweit dramatischen Konflikte und der feigen Terroranschläge, die unzählige Menschen verletzen und töten, bitte ich Sie Ihre Bemühungen um den Weltfrieden durch eine noch engere Zusammenarbeit der Staatengemeinschaft zu intensivieren.
Es muss alles getan werden, dass die Menschen weltweit in Freiheit, Gerechtigkeit und Frieden leben können. Das gilt für alle Menschen, die hungern, menschenunwürdig leben müssen, vielleicht elend zugrunde gehen.
Auch die grausamen Terroranschläge weltweit dürfen nicht mehr passieren; alle furchtbaren Kriege und bestialischen Grausamkeiten dürfen nicht mehr passieren.
Die Initiative muss von den "Vereinten Nationen" ausgehen für eine Sicherung des Weltfriedens und bessere Förderung der internationalen Zusammenarbeit.

Alle Christen, auch Nicht-Christen sollen täglich Gebete sprechen. Auch der Vatikan, unser Papst, die katholische Kirche, alle christlichen Kirchen unterstützen diese gute Sache durch ihre Gebete und andere gute Werke der Nächstenliebe.
Beten hilft! Auch gute Werke der Nächstenliebe!
Vieles kann besser werden.

Wir müssen auf Gottes Barmherzigkeit vertrauen und beten;

"Herr, beschütze Du unsere Erde!
Herr, beschütze Du alle Nationen - alle Menschen vor Terror, Krieg, Hunger, Not und Elend!
Lass alle Menschen ohne viel Not leben können!
Herr, gib Du allen Menschen das tägliche Brot, alles was sie zum Leben benötigen!
Herr, hilf Du den Menschen, dass sie weltweit in Freiheit, Gerechtigkeit und Frieden leben können!
Herr, beschütze Du Deutschland- Europa, alle Staaten der Erde,
alle Menschen und beschütze und bewahre sie vor Katastrophen!
Herr, beschütze Du alle Menschen in Deiner Barmherzigkeit! (Gottes Barmherzigkeit)
Herr, bedenke Du, dass wir Deine Schöpfung sind und den Namen Mensch tragen.
Gewähre allen Hilfe und Schutz in aller Not!
Herr, beschütze und hilf allen Christen - allen Menschen!"






Die "Woche der Brüderlichkeit"

Die Woche der Brüderlichkeit wird alljährlich in der Bundesrepublik abgehalten. Sie soll ein Appell im Hinblick auf die nationalsozialistische Vergangenheit für die alte Generation und vor allem für die junge Generation sein. Die Woche der Brüderlichkeit, ein Gedenken an den Antisemitismus im III. Reich, soll als Mahnung an die grauenhaften Exzesse des Nationalsozialismus verstanden werden. Die entsetzlichen Geschehnisse im III. Reich zeigen, welche Folgen das Gegenteil von humaner Brüderlichkeit, nämlich unmenschlicher fanatischer Hass , haben kann. Aufgrund dessen appelliert man jedes Jahr an unser Volk, dem Menschen ein Bruder zu sein, Brüderlichkeit als Gesinnung zu verstehen, um soziale, religiöse oder rassische Gegensätze zu überwinden.

Aber ist die "Woche der Brüderlichkeit" auch heute noch relevant für die junge Generation? Die Antwort muss "ja" lauten.
Die Woche der Brüderlichkeit soll erinnern an das Schicksal von Millionen von Juden, von Mitbürgern, die in den Vernichtungslagern der Nationalsozialisten gequält und grausam ermordet wurden. Diese Woche soll auch eine Mahnung sein. dass sich ein dermaßen furchtbares Unrecht nie und nirgends wiederholen darf. Die Veranstaltungen in dieser Woche richten sich gegen weltanschaulichen Fanatismus und religiöse Intoleranz.

Seit 1952 wird die Woche der Brüderlichkeit als bundesweite Aktion jeweils im März vom "Deutschen Koordinierungsrat der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit" veranstaltet. Die Woche der Brüderlichkeit soll alljährlich darauf hinweisen, dass es unsere verpflichtende Aufgabe ist durch brüderliche Haltung gegenüber anderer Rasse, Religion, andere gesellschaftliche Stellung zu kämpfen. Überzeugung und Anschauung Hass und Fanatismus nicht mehr entstehen zu lassen oder sogar abzubauen. Es handelt sich hierbei nicht nur um das jüdische Volk, sondern um jeden Menschen.





Botschaft an den Vatikan zum Kirchenjahr.
An alle Menschen weltweit!
Weihnachtsbrief


An das Staatssekretariat
Erste Sektion
Allgemeine Angelegenheiten

ROM - VATIKAN STADT


Eure Heiligkeit, Papst Franziskus,
Sehr geehrter Herr Staatssekretär!

Zum Tode von Papst Johannes Paul II, mein Beileid nachträglich im Namen unserer Familie. Die Gebete aus dem Vatikan für unsere Familie.
Papst Johannes Paul II, war ein großer Nachfolger auf dem Stuhl des hl. Petrus.
In treuer Verbundenheit werde ich im Gebet immer seiner gedenken.
Als kath. Schriftsteller und Publizist werde ich weiterhin Gott und den Menschen weltweit dienen durch mein Engagement für Gott in der Öffentlichkeit.
Ich habe Verse, Aufsätze und Briefvorträge geschrieben für den guten und notwendigen Sinn, - für Frieden und Gerechtigkeit.
Es ist mein christliches Engagement für die Menschen in Deutschland, für die Menschen in ganz Europa, für die Menschen auf der ganzen Erde. Die Menschen sollen weltweit in Frieden und Gerechtigkeit leben können.
Not und Elend müssen gelindert werden!
Es ist der Wille Gottes, dass Vieles gerechter und besser werden soll und Vermögen und Arbeit gerechter verteilt werden sollen.
Wir sollen darum beten und entsprechend handeln!
Politik und ein gutes Engagement für die Menschen kann mit Gott besser gelingen.
Gott ist der Welterhalter, in seiner Vorsehung weiß Gott was für die Menschen gut ist.

Ich bitte darum, die Verse, Aufsätze und Vorträge mit Inhalt und Gehalt zur Kenntnis zu nehmen und mitzuhelfen, dass Vieles in Deutschland, in ganz Europa, auf der ganzen Erde gerechter und besser wird.
Wir sollen beten, dass Gott mithelfen möge.
Ich habe die Verse, Aufsätze und Vorträge auf der Homepage im Internet in meiner Edition publiziert unter:
http://www.schriften-mathematik.de.
Die Internet-Präsentation ist ersichtlich.
Ich wünsche allen ein gesegnetes Weihnachtsfest und ein gesundes Neujahr.




Weihnachten

Fest der Liebe, der Hoffnung und des Friedens

Herr, du kamst, du kommst in unsere Welt.
Jedes Jahr dasselbe, dass du dich zeigst
Wir sollen Gott loben und preisen.
Wir sollen Gott begegnen können.

Ehre sei Gott in der Höhe und Friede den Menschen auf Erden!


Weihnachten

Fest der Liebe.

Gottes Barmherzigkeit wird den Menschen offenbar gemacht.
In der Anbetung des Kind Gottes erfahren wir die Liebe
Jesus Christus.
Die Liebe
Das Gute zu tun und das Böse zu meiden.

Ehre sei Gott in der Höhe und Friede den Menschen auf Erden!


Weihnachten,

die große Hoffnung,
dass die Menschen sich die Hand zur Versöhnung reichen.
Fromm, hilfreich und gut sollen die Menschen sein,
dass einer dem anderen hilft.
Keusch und rein Gott dienen und loben.

Ehre sei Gott in der Höhe und Friede den Menschen auf Erden!

Wir sollen beten, das Gute tun und das Böse meiden,
dann ist Weihnachten.




Maria sei gegrüßt, Mutter der Barmherzigkeit!
Du hast Jesus geboren, den Heiland der Welt.
Zeige deine barmherzigen Augen den Menschen weltweit.

Maria, die Hoffnung für die Menschen.
Die mächtige Helferin der Menschen.

Immer, oh Maria hilf!

Höre uns Maria!

Maria, heilige Gottesmutter, erbitte von Jesus, deinem
Sohn, den Frieden mit Gott und den Frieden unter den Menschen.
Erbitte uns die Klugheit weltweit Frieden stiften zu können
und alles zu tun was dem Frieden dient.
Maria, bitte bei Gott darum, dass er die Menschen adäquat führt.

Höre uns Maria!

Maria, heilige Gottesmutter, erbitte uns den Geist der Liebe und
des Vertrauens zu den Menschen.
Die Liebe zu den Menschen.
Dass einer dem anderen hilft.
Die Liebe, das Teilen zu lernen unter einander und somit den Armen
und Benachteiligten zu helfen.

Höre uns Maria!

Maria, tröstet die Menschen.
Maria, hilft den Menschen.

Maria, die Menschen danken für deine
gute Hilfe.

Immer, oh Maria hilf!

Hab Dank Maria!

Amen






Als Christen leben..., als Christen sterben...


Wir sind Christen, weil wir auf den Namen "Jesus Christus" (= Stifter des Christentums) getauft sind.
Die Taufe ist die Verkündigung des Namen "Christus" vor allen Menschen. Sie vollzog sich bei Jesus in der Offenbarung des dreifaltigen Gottes. Die Taufe ist ein von Jesus eingesetztes Sakrament, das die Erbsünde tilgt und die heilig machende Gnade erteilt.
Wir sind Christen, weil wir nach der Lehre Jesu Christi leben. Die Lehre Jesu Christi fordert den konsequenten Glauben an den gekreuzigten und auferstandenen Heiland, Retter der Welt. Liebe zu ihm und den Menschen in der Nachfolge und die große Hoffnung auf Vollendung der Welt in der Perspektive der Wiederkunft des Herrn.
Die Idee des Christentums ist die Achtung vor der Würde des Manschen als Ebenbild Gottes.
Wir Christen leben in Gemeinschaft mit Christus.
Nur Christus ist Träger und Spender des christlichen Lebens.
Christus gibt uns Anteil an seinem göttlichen Leben durch sein Wort und seinen bitteren Tod.
Durch seinen Tod hat er der Welt das neue und ewige Leben in der Gemeinschaft mit ihm geschenkt. Jesus Christus lebt in ewiger Gemeinschaft mit dem Vater und dem heiligen Geist.
Wir Christen nehmen an dieser göttlichen Lebensgemeinschaft teil.
Am Anfang waren die Christen kleine Gemeinden. Der Auftrag Christi: "Gehet hinaus in alle Welt und verkündet das Evangelium (= Wort Gottes), die frohe Botschaft. Taufet alle Menschen zu Christen im Namen des Vaters, des Sohnes und des heiligen Geistes und lehret sie alles zu halten, was ich euch befohlen habe!", wurde von den Jüngern ernst genommen. Die Missionierung und Ausbreitung der "Frohen Botschaft" wurde weiter geführt.
Es leben heute viele Menschen in der Gemeinschaft mit der Kirche. Die Kirchenbesuche werden von Jahr zu Jahr wieder mehr. Viele Menschen beginnen wieder mit einem christlichen Leben. Die Christen versuchen im alltäglichen Leben Glauben und Leben sinnvoll miteinander zu verbinden.
Durch den christlichen Glauben vertrauen wir uns Christus an und in Liebe allen anderen Menschen.
Christlicher Glaube ist Vertrauen und Fürwahrhalten der Heilsbotschaft Jesu Christi (Frohe Botschaft).
Wir glauben an die Geheimnisse des Lebens und Wirkens Christi, seine wahre Lehre, seine Wunder, das Geheimnis seiner Passion. Wir glauben an seine Auferstehung und Himmelfahrt.

Wir Christen sprechen das Glaubensbekenntnis. Als Christen glauben wir an das Glaubensbekenntnis. Wir glauben an Gott Vater, der Himmel und Erde geschaffen hat, unseren Planeten Erde, das Sonnensystem, die Milliarden von Sonnen, das unendliche Universum, die unendlich vielen Universen.
Wir glauben an Jesus Christus, Gottes Sohn, unseren Herrn, empfangen vom heiligen Geist, geboren von der Jungfrau Maria, gelitten unter Pontius Pilatus, gekreuzigt, gestorben und begraben...
Wir glauben an Gott Vater, der durch Jesus Christus den heiligen Geist in unsere Welt gesandt hat. Der heilige Geist ist in jedem getauften Christen.
Ich betone: Wir Christen sind durch Jesu Leben und Wirken, durch sein Leiden und Sterben in der Welt, durch Jesu Auferstehung und Himmelfahrt zum neuen, ewigen Leben mit Gott auserwählt. Jesus Christus ist unser Heiland, Retter für uns Menschen zum ewigen Leben. Christi Auferstehung, seine Totenerweckung, kündet ein Ereignis an, das allen Menschen am "Jüngsten Tag" bevorsteht, die Auferstehung aller Toten zum neuen Leben, wenn wir nach der kath. Lehre bzw. nach der protestantischen Lehre als gute Christen gelebt haben und gestorben sind.
Mit der Auferstehung Jesu Christi befinden die Christen sich bereits im Aufbruch hin auf den jüngsten Tag.
Die Himmelfahrt Jesu ist die leibliche Auffahrt des auferstandenen Jesus in den Himmel. Für die Christen bedeutet es den Aufstieg der Seele in den Himmel und die ewige Vereinigung mit den Seeligen und Gott nach ihrem Tod.
Wir Christen glauben an den heiligen Geist, eine heilige kath. Kirche, die Gemeinschaft aller Heiligen, Vergebung der Sünden, Auferstehung der Toten und ewiges Leben bei Gott.
Christus wurde durch das Wort des Vaters und Kraft des heiligen Geistes anläßlich seiner Taufe aus der Verborgenheit geführt und trat in die Öffentlichkeit als Sohn Gottes.
Die Nachfolge Christi war und ist die Kirche. Die Kirche, deren Haupt und Leib "Jesus Christus" ist, wurde durch die pfingstliche Geistsendung zu einer im Glauben und Liebe lebendigen, tätigen Kirche. Durch die Christusnachfolge in Kreuz und Leid sind die "Heiligen" hervorgegangen, die in der Christusnachfolge keusch und rein, treu und ehrlich bis zum Ende ausharrten.
Durch die heiligen Sakramente, z.B. Taufe, Beichte und Kommunion, sind uns Christen alle Sünden vergeben; Wir haben Anteil am göttlichen Leben, an der Auferstehung und ewigem Leben in der Gemeinschaft mit Gott.
Wir leben als Christen in dem Bewußtsein, dass Gott der Herr unseres Lebens ist, dass Gott den Menschen vernünftig gemacht hat. Jeder Mensch ist eine einmalige, wunderbare Schöpfung Gottes. Es gibt ihn nicht in einem 2 Exemplar. Man kann den Menschen nicht kopieren, wie man einen Brief kopieren kann.
Gott hat die Menschen in die Welt gebracht, damit sie nach seinen Weisungen als Christen leben sollen.
Gott liebt die Menschen in der Welt.
Wir sollen als Christen unsere Aufgaben, Pflichten und Arbeiten sinnvoll lösen und tun.
Ich wiederhole: wir Christen sind auf den Namen "Jesus Christus" getauft.
Jeder Mensch (Christ) hat nach dem Schöpfungsplan Gottes sein Leben nach der "christlichen Lehre" sinnvoll zu leben.
Christlich leben heißt auch seine Aufgaben unter moralischen und ethischen Gesichtspunkten zu erledigen und die Menschen gut zu belehren im Sinne Gottes, rein zu leben vor Gott und Gutes zu tun zum Wohle aller Menschen.

Wir leben als Christen, um das Leben Jesu Christi in der Tat verwirklichen zu können.
Als Christen sollen wir nach den Geboten der Kirche leben, in Anlehnung der "Zehn Gebote des Herrn".
Regelmäßig zur Beichte gehen, desöfteren die "Heilige Messe" besuchen und somit an der Wiederholung und Erneuerung des Kreuzesopfers Jesu Christi teilnehmen. Es gibt auf Erden keine größere und Gott wohlgefälligere Verherrlichung als die gläubig ehrfürchtige Mitfeier der heiligen Messe.
Die heilige Eucharistiefeier ist die Einladung zur tiefsten und innigsten Vereinigung mit Gott, besonders bei seinem Leiden und Sterben. Wir sollen die täglichen Gebete regelmäßig und andächtig sprechen, Morgen- und Abendgebete, Tischgebete und sonstige Lob, Dank- und Bittgebete. Das Gebet ist der Gottesatem der Kirche, Trost für den Christen und Segen für alle Menschen. Im Gebet weiß sich der Christ getröstet und von Gott ernst genommen; er betet für die Anliegen der kath. Kirche, für seine eigenen Sorgen und Nöte und für den Frieden auf der ganzen Erde.
Der Herr lehre uns das richtige Beten!

Zum christlichen Leben gehört auch, dass wir Christen den christlichen Glauben in Rhetorik und Schriften bekannt machen.
Alle Christen sollen mithelfen, das Anliegen Christi zu verwirklichen.

Wir sollen als Christen gegen Unrecht und Unterdrückung kämpfen, Armen und Verachteten zum Recht verhelfen und gute Werke der Nächstenliebe tun. In der Liebe der gläubigen Christen ist die Liebe des dreifaltigen Gottes. Wir sollen als Christen so leben, dass Gott Freude an uns hat. Wie wir Menschen leben in unserer Welt, so verlangt Gott nach unserem endlichen Leben einen Bericht über unser Leben, wie wir als Christen gelebt haben. Dann zeigt sich, ob unser Leben und Glaube gut oder schlecht gewesen sind.

Leben und Tod, ein natürlicher Kreislauf in unserem weltlichen Dasein. Im endlichen Kreislauf (Geburt - Leben -Tod), in diesem Zyklus ist alles lebendige Dasein in unserer Welt mit eingeschlossen.
Der Tod steht auch Menschen bevor. Was in der Welt geboren wird, wird auch sterben. Das Sterben und der Tod gehören wie die Geburt und das Leben zum Dasein hier in unserer Welt.

Wir Menschen wissen darum, dass wir sterben werden. Es ist eine unabänderliche Tatsache. Unser Leben ist ein Geschenk von Gott; wir sollen Gott jeden Tag dafür danken. Von Gott ist und wird das Leben geschenkt, von Gott wird es wieder genommen (Von Gott, zu Gott).
Wir Menschen leben eine befristete Zeit hier auf Erden.
Wir sollen als Menschen (als Christen) so leben, wozu wir von Gott entworfen und bestimmt sind.
Wir sollen als Menschen (als Christen) so leben, wie Gott es möchte, wie es Gott gefällt.
Wir sollen unsere Arbeit, unsere Vorstellungen von einem sinnvollen Leben immer im Einklang mit Gott realisieren.
Wir sollen keusch und rein vor Gott leben!

Wir leben täglich in allerlei Gefahren in diversen Situationen. Daher sollen wir als Christen vor Gott, tadellos und gut leben. Jederzeit bereit, sterben zu können in Gott. Das Leben ist kein Spiel! Heute müssen wir auf den Tod immer vorbereitet sein können. Wir müssen uns damit abfinden, dass unser endliches Leben kein ewiges Leben ist. Alles Materielle, was wir hier auf Erden besitzen, ist nichtig mit dem Sterben, mit dem Tod.

Verheißungen der Kirche beim Absterben, im Tod und nach dem Tod.
Ist mit dem Tod alles vorbei?

Nach der christlichen Glaubenslehre ist unser Sterben und der Tod eine natürliche Realität. Sterben, Leichnam und Verwesung. Aber wenn wir Christen nach der Lehre der kath. Kirche bzw. der Lehre der protestantischen Kirche gelebt haben und gestorben sind, versehen mit den Sterbesakramente: Beichte, Kommunion und letzte Ölung, haben wir Christen die Gewißheit der Unsterblichkeit.

Schon unmittelbar nach unserem Sterben, im Tod, werden wir Gott sehen können, wie er wirklich ist.
Wir werden dann sehen können was wir als gläubige Christen geglaubt haben.

In der heiligen Schrift heißt es: "Das, was kein Mensch je gesehen hat, sieht und sehen wird, hat Gott denen bereitet, die sich als gute Christen bewährt haben, was Auserwählte Gottes sind."

Schon jetzt steht uns toten Christen am "Jüngsten Tag" nach den Verheißungen der Kirche bevor, dass wir mit Jesus Christus auferstehen werden zum Weltgericht.
Jesus Christus wird am "Jüngsten Tag" erscheinen. Dann werden alle Lebenden und Auferstandenen gerichtet.
Es wird ein neuer Himmel und eine neue Erde sein.
Es wird geben das himmlische Jerusalem, Stadt Gottes, in der dann die Auserwählten und Gerechten mit Gott und allen Heiligen wohnen werden.




Die Menschen früher und heute

Früher
gingen die Menschen
mit Gott zur Arbeit,
versammelten sich
in seinem Namen.
Verrichteten mit
Interesse und in
Gottes Namen die Arbeiten.
Aßen und tranken im
Gebet. Lebten einfach
und zufrieden.
Fromme Menschen.

Heute
fahren die Menschen
ohne Gott zur Arbeit.
Arbeiten nur des
Geldes wegen.
Essen und trinken
ohne Gebet.
Leben der materiellen Güter wegen.

Heute wirkt vieles sinnlos
Maschinen und Automaten.
Die Monotonie im Alltag,
die Monotonie der Arbeit.

Herr, hilf du den Menschen
dass sie in aller Hast und Hektik
des Alltags Ruhe finden
und nach christlichen Werten
leben und arbeiten.




In dieser Zeit, da der Egoismus die allgemeine Lebensregel zu werden droht, haben wir die Pflicht den Geist der Liebe und eines christlichen Dienens unter die Menschen zu tragen. Eifer für das Gute im Frieden mit Gott und im Vertrauen zum Nächsten! Ohne die christlichen Lebensregeln gibt es keinen Frieden unter den Menschen. Über allem die Güte Gottes, über allen die Güte Gottes! Betet allezeit!
Wir sollen den Namen Gottes ehren und Gott loben.


Gedanken von einem frommen Mönch

Gott ist in seinem Tun und Geschehenlassen unbegreiflich, unfasslich, allmächtig. Gott hat die Menschen und alle Geschöpfe und alles Sein in Liebe geschaffen. Kreuz und Leid und das Böse existieren neben der Liebe als größte Geheimnisse. Wie sehr bedürfen wir Menschen alle der Hilfe und des Beistandes des heiligen Geistes und unserer Mitmenschen um in Glaube, Hoffnung, Liebe und Zuversicht leben zu können!

In großer Dankbarkeit

Aus Psalm 146:
"Lobe den Herrn meine Seele!
Loben will ich den Herrn so lange ich lebe,
will singen meinem Gott, so lange ich lebe."




Es mag sein, dass Krieg und Terror
Die Welt um uns her in Angst und Schrecken setzt,
weil man Gott vergisst.

Halte Du am Glauben fest, tue das Gute,
nicht das Böse. Lobe Gott und preise ihn.
Lass Gott in Allem walten.

Halte seine Gebote und verherrliche ihn,
in seiner Güte wird er Dich erhalten.
Alleluja, Alleluja, Alleluja!

Es mag sein, dass der Glaube manchmal unterliegt,
dass das Böse in der Welt mehr wird und man das Gute weniger tut.

Halte Du am Glauben fest, tue das Gute,
nicht das Böse, dass Gott dich nicht fallen lässt.
Alleluja, Alleluja, Alleluja!




Die katholische Kirche heute und morgen


Der fromme Katholik liebt die "heilige Kirche".
Sie ist die Jesus Christus Gehörige.
Die heilige Kirche,
Sie ist das "Haus Gottes",
Sie ist dem frommen Katholik Geborgenheit in der hektischen,
so vergänglichen Welt.
Sie ist ihm eine Stätte der Andacht,
In Gebet und Gesang.
Das "Allerheiligste",
Die Gegenwart Gottes.

Anbetung und Verherrlichung Gottes
Im "Evangelium"
Anbetung und Verherrlichung Gottes
In der "heiligen Eucharistie"
Und in der "heiligen Kommunion"

Die "heilige Kirche", Jesus Christus, sein Leib
Und sein Blut


Gloria in excelsis Deo
Ehre sei Gott in der Höhe!
Ehre sei Jesus Christus!
Ehre sei dem heiligen Geist!
Alleluja!
Lobet und preiset den Herrn!


Der fromme Katholik liebt die "heilige Kirche".
Herr, Jesus Christus, du stehst mitten unter uns
Und dein heiliger Geist ist in uns.
Wir Christen sind Zeugen der Wahrheit Gottes,
in der Nachfolge und Gegenwart Jesu Christi,
belebt durch das Pfingstwunder der göttlichen Geistsendung.
Wir Christen sind "Sender" der Botschaft Jesu Christi.
Gesandte der "göttlichen Sendung" zum Wohle der Menschen
Weltweit.

Gelobt sei Jesus Christus und der heilige Geist.
Christus die Wahrheit heute und morgen,
die Kirche und der heilige Geist.


Gloria in excelsis Deo
Ehre sei Gott in der Höhe!
Ehre sei Jesus Christus!
Ehre sei dem heiligen Geist!
Alleluja!
Lobet und preiset den Herrn!


Der fromme Katholik liebt die "heilige Kirche".
Sie ist ihm eine gläubige Stätte der Anbetung
Und Herrlichkeit Jesu Christi.
Das "Forum" mit Gott heute und morgen.
Sie ist das Ziel aller Sehnsucht der Christen,
in der Perspektive auf den "Jüngsten Tag" hin,
beim Wiedererscheinen Jesu Christi.
Die heilige, katholische und apostolische Kirche,
Die Auferstehung aller Toten,
das ewige Ostern.
Das ewige Leben in Frieden bei Gott.
Gelobt sei Jesus Christus und der heilige Geist.


Gloria in excelsis Deo
Ehre sei Gott in der Höhe!
Ehre sei Jesus Christus!
Ehre sei dem heiligen Geist!
Alleluja!
Lobet und preiset den Herrn!


Der fromme Katholik betet
Und lobt Gott an jedem Tag.
Weihwasser, Gebet, Kirchgang und Gesang.
Im Namen des Vaters und des Sohnes
Und des heiligen Geistes:

"Gott, mit Dir beginnt der Tag!
Gott, Du begleitest uns am Tag!
Gott, Du beschützest uns am Abend und in der Nacht.
Gott, Dir sei Lob und Ehre allezeit! Amen."


Gloria in excelsis Deo
Ehre sei Gott in der Höhe!
Alleluja!
Lobet und preiset den Herrn!


Der fromme Katholik
Bejaht die Kirche - Jesus Christus.
Sie ist ihm Offenbarung der göttlichen Heiligkeit,
Gerechtigkeit und Güte.
Gegenwart in Kreuz und Tabernakel.
Gegenwart im Bekenntnis des Glaubens.
Verherrlichung durch die Sakramente.
Die "heilige Eucharistie"
Und die "heilige Kommunion".


Gloria in excelsis Deo
Ehre sei Gott in der Höhe!
Alleluja!
Lobet und preiset den Herrn!


Der fromme Katholik
Steht in Treue und Gehorsam zur
Kirche, zu Jesus Christus.

"Fest soll mein Taufbund immer stehen,
ich will die Kirche hören,
sie soll mich allzeit gläubig sehn und
folgsam ihren Lehren.
Dank sei dem Herrn, der mich aus Gnad in seine
Kirch berufen hat.
Nie will ich von ihr weichen."

Was wäre die Erde ohne Gott?
Was wäre die Erde ohne Kirche?
Was wäre die Kirche ohne gläubige Christen?

Ich glaube an die heilige, katholische Kirche.
Ich lebe für Gott und die Menschen.


Gloria in excelsis Deo
Ehre sei Gott in der Höhe!
Alleluja!
Lobet und preiset den Herrn!


Der fromme Katholik
Bejaht ein Leben für Gott
Bejaht ein Leben folgsam seiner Lehre.

Der fromme Katholik verwirklicht das "Christsein", das Gute
Zum Wohle aller Menschen.
Er ist hilfreich und gut
Und läßt Gott walten.
Noch am Ende steht er für Gott,
versehen mit den "heiligen Sterbesakramenten".


Gloria in excelsis Deo
Ehre sei Gott in der Höhe!
Alleluja!
Lobet und preiset den Herrn!


Geschrieben zum Gedenken an meine gute, verstorbene Mutter,
Gertrud Grübel, geb. Kohle





Gottes himmlische Boten ...

Gottes himmlische Boten sind Engel,
Menschen unter uns,
die uns begleiten, helfen, schützen und belehren.
Helfer Gottes, seine Mitarbeiter und Boten.

Engel, die uns stärken, wenn wir mutlos sind.
Engel, die uns trösten, wenn wir traurig sind.

Engel, die uns beschützen, wenn wir einsam sind.
Engel. die uns helfen, wenn wir in Not sind.

Wir wissen, dass es Menschen sind
die von Gott animiert werden, uns zu helfen.

Es gibt Engel, die sich für
die Sache Gottes in der Welt einsetzen,
die anderen helfen, für den Frieden arbeiten.

Engel Gottes sind Menschen die uns begleiten,
helfen und beschützen.

Gott, schick uns Engel, Menschen für unsere Zeit!
Gott, schick uns Engel, Menschen die uns verstehen!

Gott, schick uns Engel, Menschen,
die Frohes von Gott künden,
die zeigen: Gott existiert,
die zeigen: Gott ist hilfreich und gut.

Gott, schick uns Engel, Menschen für unsere Zeit.

(Einige Zitate von dem Lyriker Schweikart)





Maria, Vorbild der Vollkommenheit

Du hast dich Gott freudig unterworfen und durch ihn gewirkt.

Erlange in mir die Gnade, auch dieses " Ja" aus vollem Herzen zu sagen. Maria, die unbefleckte Jungfrau.

Du bist frei von jedem Makel und jeder Neigung zur Sünde.

Laß auch uns das Böse verabscheuen und der Versuchung widerstehen.

Maria, du bist großmütig.

Du brachtest deinen Sohn dem Vater dar. Hilf uns deinen Großmut nachzuahmen .

Maria, du bist friedvoll und froh.

Trotz aller Schwierigkeiten deines Lebens blieb die Freude in dir lebendig.

Selbst in der Qual des Kreuzes, blieb dein Glaube friedvoll.

Versetze auch uns wieder in die Grundhaltung innerer Freude, wenn unvorhergesehene Ereignisse uns aus der Bahn werfen.

Maria, geduldige Jungfrau,

du hast dich nie durch Ungeduld fortreißen lassen.

Hilf uns auch in schwierigen Augenblicken beherrscht zu bleiben und in Geduld die Mitmenschen zu ertragen.

Maria, du vertrauensvolle Jungfrau, in grenzenlosem Vertrauen, hast du dich Gott geöffnet.

Lehre auch uns, unser Vertrauen ausschließlich auf Gott auszurichten und bewahre uns vor Entmutigung.



Maria, Mutter, Mittlerin, Königin

Maria, Mutter der Menschen

du unsere gute Mutter.
Jesus hat dich uns anvertraut.
Du auserwähltes Geschöpf Gottes.
Du um der Menschheit willen Auserwählte.
Du von allen Menschen Verehrte.
Du gehörst uns mit deiner ganzen Güte, deiner ganzen Reinheit, deiner Heiligkeit.
Alles, was Gott haben möchte, kann er durch dich erwirken.
Maria, du bist die Mutter aller Menschen. Du bist unsere geliebte Mutter,
hilfreich und gut.
Du bist durch Jesus, deinem Sohn, als Vermittlerin eingesetzt.
Unsere Bitten sollen ihm durch dich vorgetragen werden.
Maria, höre unsere Bittgebete.
Sei für uns immer die "Jungfrau des Wunders".
Deine Fürbitte erwirke immer ein Wunder durch Jesus Christus.
Maria, du bist die Mittlerin aller Gnaden, weil du Jesus in die Welt gebracht hast.
Durch Jesus erhalten wir alles, um Gott
besser dienen zu können: Trost, Kraft für die Arbeit, Eifer für das Gute, Beistand in Schwierigkeiten, Hilfe in aller Not.
Durch deine mütterliche Liebe, die uns all diese Wohltaten vermittelt, erkennen wir die göttliche Güte und Liebe.
Maria, Königin der Welt
Salve Regina
Christus stellte dich an seine Seite.
Wir lieben dich nicht nur als Mutter, sondern ehren dich auch als unsere Königin.
Wir verneigen uns vor deiner Majestät.
Wir wissen, dass sie voll Güte und Erbarmen ist.
Sei du unsere Beschützerin!
Sei Königin des Weltalls!
Präge ihm die Spur deiner Güte auf und führe alle Menschen dem Erlöser zu.
Sei Königin in allen christlichen Familien,
schenke ihnen Frieden, gutes Einvernehmen,
lebendiges, religiöses Leben, Eifer im apostolischen Dienst.
Sei Königin aller christlichen Gemeinschaften.

Sei Königin aller Nationen.

Maria, sei unsere geliebte Königin, damit Christus immer mehr unser geliebter König werde.





In Gott wunderbar geborgen.
Gott ist mit uns am Abend und am Morgen
und an jedem neuen Tag.
Er gibt uns Anteil am göttlichen Leben.
Eifer für das Gute, Liebe zu Gott und dem Nächsten.


In Gott wunderbar geborgen.
Im Gebet und Praktizieren der christlichen Liebe
erfahren wir Gott.
Gott ist die Liebe, und wer in der Liebe bleibt,
der bleibt in Gott und Gott in ihm.

(1. Johannes 4 Vers 16b)

In Gott wunderbar geborgen.
Gott gibt uns Kraft und Mut und Hoffnung,
Gott, schick uns Engel, die uns behüten und begleiten.
Gott, schick uns Engel, die uns beschützen
am Tag, am Abend und in der Nacht.

In Gott wunderbar geborgen. Gott ist wunderbar. Wir loben und preisen den Herrn.

Über allem die Güte Gottes,
allmächtiger, ewiger Gott, erfülle die ganze Welt
mit den Gaben des heiligen Geistes.
Herr segne die Erde und die Menschen.
Herr segne deine Schöpfung.
Deine Güte soweit der Himmel reicht.
Wir loben und preisen den Herrn.

Über allen die Güte Gottes.
Möge uns viel Lust und Freude geschenkt sein.
Sonnenschein, Glück und Gelassenheit.
Möge Gott all die Tage schützend in seiner Hand halten,
sein Engel dich begleiten.

Mögen Menschen, den Engeln gleich
dir nahe sein und auf dich achten.
Möge all das Schwere und Bittere des Lebens
sich zum Guten wenden.

Möge Gott das Gute segnen,
die Menschen animieren,
das Gute zu tun und das Böse zu meiden


Über allen die Güte Gottes.
Der Herr ist meine Zuversicht.
Der Herr ist meine Zuflucht.
Der Herr ist barmherzig.
Er wird mich vor Bösem bewahren
und keine Not wird sich meinem Hause nähern.

Gottes Güte über allen,
am Tag, am Abend und in der Nacht.
Gott ist wunderbar.
Ihm sei Lob und Ehre in allem was ich tu.

Lobet den Herrn,
ihr Gottesboten, ihr starken Helden,
die sein Wort vollstrecken,
dass man auf die Stimme seines Wortes höre.


Über allen die Güte des Herrn,
die seine Worte ernst nehmen und befolgen.

Betet alle Zeit.
Lobet und preiset Gott
am Morgen, am Abend
und an jedem neuen Tag.

In Gott wunderbar geborgen.
Im Gebet, was die Welt umspannt,
erfahren wir Gott,
seine Liebe, seine Barmherzigkeit.

Herr, bewahre uns in deiner Liebe.
Herr, begleite und beschütze uns
in deiner Barmherzigkeit.
Wir loben und preisen den Herrn.



Betet alle Zeit.
Lebendiger Gott wir glauben an dich,
wir verehren die Barmherzigkeit Gottes.
Wir vertrauen deinem Wort.

Herr, gib uns Stärke im Gebet,
in allen Sorgen und Nöten.

Betet zu Maria,
die gütige und hilfreiche Mutter,
die dem Einzelnen und der Gemeinschaft
helfend zur Seite steht.

Herr, deine Liebe,
Herr, begleite und beschütze uns
in deiner Barmherzigkeit.
Wir loben und preisen den Herrn,



Betet alle Zeit.
Eifer für das Gute im Frieden
mit Gott und dem Nächsten.

Betet an, Gott den Barmherzigen.
Betet für das Gute,
für den Frieden in der Welt.
Seid immer Vorbild für das Gute,
damit die Liebe Gottes
durch das christliche Dienen
bei den Menschen verwirklicht werden kann.

Gott ist wunderbar, hilfreich und gut.
Wir loben und preisen den Herrn.

Als Christ leben
in Gemeinschaft mit Christus
dem Herrn rein und keusch dienen,
für die Menschen das Gute tun
und das Böse meiden.
Wir loben und preisen den Herrn.


Als Christ leben
Gott lieben und Gottes Wort befolgen.
Eifer für das Gute in Frieden mit Gott,
in Vertrauen und Liebe zum Nächsten.
Wir vertrauen dem Herrn.


Als Christ leben
im Glauben, der Hoffnung und Liebe wirken.
Gottes Liebe, Gottes Willen verwirklichen.
Aus Liebe zu ihm alles zu tun
durch Werke der Nächstenliebe,
um seinem Willen zu entsprechen.
Wir vertrauen dem Herrn.


Als Christ leben
auf Maria schauen
Maria die liebende Mutter für uns Christen.
Gott hat Dich uns anvertraut.
Du sollst für uns die gute Mutter sein.
Maria ist wunderbar.
Sie ist hilfreich und gut.
Sei für uns immer ein Wunder.
Immer oh Maria hilf!
Wir loben die gute Gottesmutter.
Wir loben und preisen den Herrn.

Gottes Leidenschaft ist Liebe.
Wir sollen auf das Kreuz Jesu schauen.
Im Kreuz ist Trost und Heil,
die Liebe Jesu.
Jesus Christus, der für die Menschen
gekreuzigt und gestorben ist.
Durch das Kreuz sind wir erlöst.
Gott möchte durch seinen Kreuzestod
das Gute für die Menschen erwirken.
Im Kreuz ist Heil.
Heil für die Welt, für die Menschen.
Gottes Liebe ist Heil für die Welt.


Gottes Bermherzigkeit ist Liebe.
Gottes Liebe ist die Liebe zum Nächsten.
Man soll auf Gott den Barmherzigen schauen,
der in Liebe alles für die Menschen tut.
Er segnet die Welt und die Menschen.
Alles ist Gottes Schöpfung.
Er wird alles zum Guten führen können.
Das Böse wird durch das Gute überwunden.
Gottes Liebe ist wunderbar,
wunderbar für die Welt und Menschen.

Wir loben und preisen den Herrn.
Gottes Schöpfung ist wunderbar.
Alles was lebt lobet und preiset den Herrn.

Gottes Worte sind ehrlich und gerecht,
seine Gebote sind Aufforderungen
frei zu werden,
frei für den Dienst vor Gott und für die Menschen,
seine Gebote sind Lebensregeln für das Verhalten
gegenüber ihm und den Menschen heute und morgen.
Gottes Worte sind belehrend, hilfreich und gut.


Gottes Gebote sind hilfreich und gerecht.
Die Lehre des Herrn ist eine große Sache.
Wohl denen, die ihre Gedanken danach ausrichten.
Solange geht alles gut,
wenn nicht geht alles schlecht, sehr schlecht.
Gottes Worte sind wahr und vollkommen.


Gottes Worte sind hilfreich und gut.
Seine Worte sind wie Balsam für uns Menschen,
besonders diejenigen, die seine Worte ernst nehmen.
Menschen die das Gute tun und das Böse meiden.
Gottes Worte sind ehrlich und gerecht, hilfreich und gut.

Göttliche Gegenwart
im Glanz göttlicher Schöpfung.
In der Natur, im Sonnenlicht
der Bäume, Sträucher, Pflanzen und Blumen.
Gottes Schöpfung ist wunderbar.
Wir loben den Herrn der Schöpfung.

Göttliche Gegenwart
Gottes Größe ist die Größe der Liebe.
Die göttliche Gegenwart sagt uns,
dass der Herr in vollkommener
Verbundenheit mit uns leben möchte.
Herr, deine Gegenwart bei uns Menschen.
Wie loben und preisen den Herrn.

Gottes Gegenwart
in der Kirche, im Haus des Herrn,
bei der Anbetung Gottes,
beim Sprechen frommer Gebete,
beim Singen frommer Lieder.
Wir loben und preisen den Herrn.

Gottes Gegenwart
im Haus des Herrn,
bei der Feier der heiligen Eucharistie,
beim Verlesen der heiligen Schrift und
beim Empfang der heiligen Kommunion.
Wir loben und preisen den Herrn.

Getröstet allezeit.
In Gott wunderbar geborgen,
am Morgen, am Abend und in der Nacht.
Gott ist mit uns an jedem neuen Tag.
Gottes Engel begleitet uns.

Getröstet allezeit.
In der Not, in der Trauer, im Alleinsein.
Im Gebet erfahren wir Gottes Hilfe und
den Schutz seiner heiligen Engel.
Wir loben und preisen den Herrn.

Getröstet allezeit.
Wunderbar ist Gottes Begleitung und
der Schutz seiner Engel.
Preisen wir den Herrn im Vertrauen zu ihm.
Herr du suchst uns, du kennst uns und
hältst deine Hand über uns.
Leite die Menschen, dass sie ihr Ziel finden
jetzt und in Ewigkeit.
Wir loben und preisen den Herrn.